{"id":410031,"date":"2025-09-09T21:25:15","date_gmt":"2025-09-09T21:25:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/410031\/"},"modified":"2025-09-09T21:25:15","modified_gmt":"2025-09-09T21:25:15","slug":"so-wurde-eine-61-quadratmeter-grosse-wohnung-zu-einem-chicen-kokon-aus-sanften-kontrasten-und-naturstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/410031\/","title":{"rendered":"So wurde eine 61 Quadratmeter gro\u00dfe Wohnung zu einem chicen Kokon aus sanften Kontrasten und Naturstein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Renovierung in Paris: Dunkles Holz, ausdrucksstarker Marmor und heller Quarzit lie\u00dfen diese kleine Wohnung in neuem Glanz erstrahlen.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDiese <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/61-quadratmeter-altbauwohnung-farbenfrohe-kueche\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">61 Quadratmeter<\/a> gro\u00dfe Wohnung am Boulevard Richard Lenoir geh\u00f6rt mir selbst, ich habe sie vor zweieinhalb Jahren in einem klassischen Haussmann-Geb\u00e4ude aus Quaderstein gekauft\u201c, erz\u00e4hlt die Architektin und Innenarchitektin Juliette Rubel. \u201eIch wollte mich unbedingt gestalterisch mit dem Haussmann-Stil auseinandersetzen.\u201c Das Experiment begann zun\u00e4chst mit der Neugestaltung der Raumaufteilung: anstelle von drei gibt es nun zwei Zimmer, wobei sich die K\u00fcche zum Wohnzimmer hin \u00f6ffnet und im Stil einer Bar eingerichtet ist \u2013 ideal zum Empfang von G\u00e4sten. Dank des neuen Grundrisses konnte der Wohnbereich im Verh\u00e4ltnis zur Gr\u00f6\u00dfe des Apartments maximiert werden. Eine bogenf\u00f6rmige \u00d6ffnung, die in die <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/farbige-kuechen-ideen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcche<\/a> f\u00fchrt, inspirierte die Architektin bei der Gestaltung der Badezimmert\u00fcr und des \u00dcbergangs vom Eingangsbereich zum Wohnzimmer. Dieser wurde durch einen bogenf\u00f6rmigen Durchgang erg\u00e4nzt, der an die Bogenfenster des Wohnzimmers anlehnt, \u201ein einem eher zeitgen\u00f6ssischen Stil, der einen sch\u00f6nen Kontrast zu den Zierleisten, dem Kamin und den Gesimsen der Wohnung bildet\u201c.<\/p>\n<p>Der Essbereich wurde vor der K\u00fccheninsel im Bar-Look platziert. Um einen von Juliette Rubel ma\u00dfgefertigten Tisch stehen ein Bertoia-Stuhl, Kembo-Sessel und ein Vintage-\u201eTulip\u201c-Stuhl von Eero Saarinen. Die Insel wird von der \u201eBrumbury\u201c-Leuchte von Luigi Massoni beleuchtet, w\u00e4hrend auf der ma\u00dfgefertigte Bank, die entlang der Fenster der Fassade verl\u00e4uft, eine Panthella-Leuchte steht. Die Wand schm\u00fcckt eine farbenfrohe Lithografie von Wang Guangyi; rechts davon eine Leuchtskulptur des K\u00fcnstlers Guy Bareff.<\/p>\n<p>Yvan Moreau. Lichtskulptur: Guy Bareff\/\u00a9 VG Bild-Kunst, Bonn 2025Gro\u00dfz\u00fcgiger Wohnbereich mit l\u00e4ssiger K\u00fcche<\/p>\n<p>Juliette Rubel gestaltete das Interieur fast ausschlie\u00dflich mit nat\u00fcrlichen Materialien. Sie setzte Stein in der K\u00fcche und im Badezimmer ein \u2013 Quarzit aus Brasilien und Calacatta-Marmor \u2013, der sowohl f\u00fcr den Boden als auch f\u00fcr die Verkleidung der Einbaum\u00f6bel, wie etwa der Bar und der Badewanne, verwendet wurde. W\u00e4nde und Decken wurden in einen beigefarbenen Allover-Look geh\u00fcllt, w\u00e4hrend Spiegelelemente das einfallende Tageslicht reflektieren. \u201eDie Idee ist, auf dieser Seite mehr Tiefe zu erzeugen. Um den Eindruck zu erwecken, dass es sich um einen Durchgangsraum handelt.\u201c Das Fischgr\u00e4tparkett wurde beibehalten und abgeschliffen. Der Parkettboden f\u00fchrt bis hin zur K\u00fcche, die vom Esszimmer aus wie eine Bar in einem kleinen Restaurant wirkt. \u201eUnd genauso war es auch gedacht! Mit einer, wie in einer Bar, abgeh\u00e4ngten Deckenkonstruktion, deren Design linear und verspiegelt ist, um die Zierleisten der Decken zu reflektieren. Auf diese Weise wird auch der Schwere des Elements entgegengewirkt, das nichts anderes als ein zus\u00e4tzlicher Stauraum f\u00fcr die K\u00fcche ist.\u201c Die H\u00e4ngekonstruktion, die f\u00fcr mehr Dynamik und Leichtigkeit sorgt, wurde aus dunkler Eiche angefertigt, ebenso wie die von der Architektin ma\u00dfgefertigten Beine des Esszimmertisches, die Regale der Wandbibliothek und die lange Sitzbank, die sich unter den Fenstern entlang der Wand des gro\u00dfen Wohnbereichs erstreckt \u2013 und auf dem begrenztem Raum wertvollen Stauraum bietet. Die unteren F\u00e4cher des H\u00e4ngeregals \u00fcber der K\u00fccheninsel sind offen gestaltet, und zwar nicht nur, um diese mit Gegenst\u00e4nden zu dekorieren, sondern auch, um den Blick vom Eingangsbereich aus auf die drei Fenster im Wohnzimmer zu lenken und so das Raumgef\u00fchl zu verbessern.<\/p>\n<p>Die K\u00fcche ist in einem Bar-Look offen gestaltet und bietet einen direkten Blick auf die Fenster des Wohnzimmers.<\/p>\n<p>Yvan Moreau<\/p>\n<p>Die bogenf\u00f6rmigen \u00d6ffnungen, die in den Wohnbereich f\u00fchren, entsprechen den bogenf\u00f6rmigen Fenstern des Wohnzimmers.<\/p>\n<p>Yvan MoreauHolz, Marmor und Quarzit<\/p>\n<p>Die durchgehende Sitzbank bietet nicht nur Stauraum, sondern verbirgt auch die Heizk\u00f6rper und bietet gleichzeitig zwanglose Sitzgelegenheiten f\u00fcr G\u00e4ste. Sie erm\u00f6glicht au\u00dferdem eine flexible Raumnutzung und dient im Hinblick auf den Esstisch als zus\u00e4tzliche Sitzm\u00f6glichkeit, da dieser entlang der Bank verschoben werden kann. Die Platte des Esstisches wurde aus brasilianischem Quarzit in Grau- und Wei\u00dft\u00f6nen gefertigt \u2013 derselbe Stein, der auch f\u00fcr die K\u00fccheninsel und den K\u00fcchenboden verwendet wurde. Das Material eignet sich f\u00fcr die K\u00fcche ideal, da es im Gegensatz zu Marmor s\u00e4urebest\u00e4ndig ist. Daher verkleidetet die Architektin alle Fl\u00e4chen der blockf\u00f6rmigen Insel mit Quarzit.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die K\u00fcche durch hellen Quarzit auszeichnet, verwendete Rubel f\u00fcr das Badezimmer Calacatta-Marmor in Beige- und Braunt\u00f6nen. Die Innenarchitektin entschied sich bewusst f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/kueche-arbeitsplatte-naturstein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marmor<\/a>, da h\u00e4ufig Platten des Materials aufgrund der ausgepr\u00e4gten Maserung aussortiert werden. \u201eEs handelt sich um eine Art Calacatta, die nicht besonders edel ist, die ich aber aufgrund ihrer Kontraste gerne mag. Es ging darum, diesen Stein zur Geltung zu bringen und den Rest darauf abzustimmen, also habe ich mit Spiegeln gearbeitet, die verschiedene Perspektiven verdoppeln und ver\u00e4ndern.\u201c F\u00fcr den oberen Bereich der W\u00e4nde w\u00e4hlte die Designerin eine \u201eruhigere\u201c L\u00f6sung aus m\u00f6glichst hellem Beton, da nur der untere Bereich der Badezimmerw\u00e4nde mit ge\u00e4dertem und strukturiertem Marmor verkleidetet ist. Die Armaturen sind kupferfarben, passend zu den T\u00f6nen der Waschtischplatte, der Badewanne und des Bodens. F\u00fcr eine dezent orangefarbene Note sorgt ein leicht get\u00f6nter Spiegel, der das Farbensemble reflektiert. Der runde Spiegel steht in Kontrast zu den geraden Linien der Einrichtung und greift die Rundbogenform des Durchgangs auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Renovierung in Paris: Dunkles Holz, ausdrucksstarker Marmor und heller Quarzit lie\u00dfen diese kleine Wohnung in neuem Glanz erstrahlen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":410032,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,3325,215],"class_list":{"0":"post-410031","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-small-spaces","14":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115176454504605635","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410031","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=410031"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410031\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/410032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=410031"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=410031"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=410031"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}