{"id":410512,"date":"2025-09-10T01:56:12","date_gmt":"2025-09-10T01:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/410512\/"},"modified":"2025-09-10T01:56:12","modified_gmt":"2025-09-10T01:56:12","slug":"iran-und-iaea-vereinbaren-weg-zu-neuen-atominspektionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/410512\/","title":{"rendered":"Iran und IAEA vereinbaren Weg zu neuen Atominspektionen"},"content":{"rendered":"<p>Kairo (dpa) &#8211; Der Iran und die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) melden einen wichtigen Schritt im Streit um das iranische Nuklearprogramm. Man habe sich geeinigt, in welcher Weise Atom-Inspektionen im Iran wiederaufgenommen werden k\u00f6nnen, sagte IAEA-Chef Grossi nach Verhandlungen mit Irans Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi in Kairo. \u00c4gyptens Chediplomat Badr Abdel-Atti vermittelte in den Gespr\u00e4chen.<\/p>\n<p>\u00abDas ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung\u00bb, schrieb Grossi auf der Plattform X. Es g\u00e4be aber noch viel zu tun, um die Vereinbarungen auch umzusetzen, sagte er in einer Pressekonferenz in der \u00e4gyptischen Hauptstadt.<\/p>\n<p>Araghtschi sagte, die neue Verst\u00e4ndigung mit der IAEA ber\u00fccksichtige die Sorgen Irans und schaffe zugleich einen Rahmen f\u00fcr die Fortsetzung der Zusammenarbeit. \u00abDiese Vereinbarung etabliert einen praktikablen Mechanismus der Kooperation, der sowohl die au\u00dfergew\u00f6hnliche Sicherheitslage Irans als auch die technischen Anforderungen der Agentur (IAEA, Anm.) widerspiegelt\u00bb, sagte er.<\/p>\n<p>Araghtschi warnt vor \u00abfeindseligen Handlungen\u00bb<\/p>\n<p>Von der IAEA forderte Irans Au\u00dfenminister \u00abUnparteilichkeit, Unabh\u00e4ngigkeit und Professionalit\u00e4t\u00bb. Er betonte jedoch: Im Falle \u00abfeindseliger Handlungen gegen den Iran\u00bb \u2013 einschlie\u00dflich einer Wiedereinf\u00fchrung alter UN-Sanktionen \u2013 werde der Iran die \u00dcbereinkunft als beendet betrachten. Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien haben solche Strafma\u00dfnahmen in die Wege geleitet, um den Iran im Atomstreit zum Einlenken zu zwingen.<\/p>\n<p>Die Atomenergiebeh\u00f6rde in Wien verhandelt seit Wochen mit iranischen Vertretern \u00fcber die Wiederaufnahme von Inspektionen. Dabei steht vor allem der Verbleib von mehr als 400 Kilogramm Uran im Fokus, das laut IAEA einen beinahe Atomwaffen-tauglichen Reinheitsgrad hat.\u00a0<\/p>\n<p>Bislang hat Teheran die IAEA nicht dar\u00fcber informiert, wo und in welchem Zustand dieses Material nach den Angriffen auf seine Atomanlagen vom Juni ist. Der Iran habe Fristen f\u00fcr entsprechende Berichte verstreichen lassen, sagte Grossi gestern Rande einer Sitzung des IAEA-Gouverneursrates. Der Iran bef\u00fcrchte, dass Israel aufgrund solcher Informationen den Iran erneut bombardieren k\u00f6nnte, hie\u00df es aus westlichen diplomatischen Kreisen in Wien.<\/p>\n<p>Sorgen vor neuem Krieg gegen Iran<\/p>\n<p>Israel hatte im Juni zw\u00f6lf Tage lang Krieg gegen den Iran gef\u00fchrt und gemeinsam mit den USA zentrale Einrichtungen des Atomprogramms bombardiert, darunter auch die unterirdische Anlage Fordo. Israels Regierung begr\u00fcndete das Vorgehen mit einer Bedrohung durch Irans Atom- und Raketenprogramm. Zahlreiche Juristen stuften den Krieg als v\u00f6lkerrechtswidrig ein. Zuletzt hatte Irans Regierung Sorgen \u00fcber einen neuen Krieg ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Hintergrund des Atomstreits sind Bef\u00fcrchtungen des Westens, der Iran k\u00f6nne nach Atomwaffen streben. Teheran weist dies zur\u00fcck. Der Iran hatte sich im Wiener Atomabkommen bereits einmal verpflichtet, sein Nuklearprogramm einzuschr\u00e4nken. Im Gegenzug sollten Sanktionen aufgehoben werden. In seiner ersten Amtszeit k\u00fcndigte US-Pr\u00e4sident Donald Trump die Vereinbarung jedoch einseitig auf. Faktisch umgesetzt wird der Deal schon seit Jahren nicht mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kairo (dpa) &#8211; Der Iran und die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) melden einen wichtigen Schritt im Streit um das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":409793,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[108435,6303,3364,29,508,30,984,345,8221,8970,1209],"class_list":{"0":"post-410512","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-gypten","9":"tag-atomenergie","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-diplomatie","13":"tag-germany","14":"tag-international","15":"tag-iran","16":"tag-konflikte","17":"tag-muenster","18":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115177520143866384","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=410512"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410512\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/409793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=410512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=410512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=410512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}