{"id":411465,"date":"2025-09-10T10:47:12","date_gmt":"2025-09-10T10:47:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/411465\/"},"modified":"2025-09-10T10:47:12","modified_gmt":"2025-09-10T10:47:12","slug":"mord-ermittlungen-ueber-400-cold-cases-in-hamburg-polizei-hat-18-in-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/411465\/","title":{"rendered":"Mord-Ermittlungen: \u00dcber 400 Cold Cases in Hamburg \u2013 Polizei hat 18 in Arbeit"},"content":{"rendered":"<p>Bei Ermittlungen zu Mord und Totschlag kommt die Polizei in manchen F\u00e4llen nicht weiter. In Hamburg gibt es mehrere Hundert solcher Cold Cases.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Beim Hamburger Landeskriminalamt sind 461 Cold Cases anh\u00e4ngig. 18 der Altf\u00e4lle werden zurzeit bearbeitet, wie der Senat auf eine Anfrage der AfD-B\u00fcrgerschaftsfraktion mitteilte. Zu den \u00fcbrigen 443 F\u00e4llen liegen aktuell keine Ermittlungsans\u00e4tze vor. Es handele sich ausschlie\u00dflich um vollendete oder versuchte T\u00f6tungsdelikte sowie Vermisstenf\u00e4lle, bei denen die Polizei von einem T\u00f6tungsdelikt ausgehe. Vor gut einem Jahr hatte der Senat die Zahl der Cold Cases mit 441 angegeben. <\/p>\n<p>Da ein Totschlag erst nach 20 Jahren \u2013 in besonderen F\u00e4llen nach 30 Jahren \u2013 verj\u00e4hrt und Mord nie, befassen sich Ermittler in Deutschland auch mit unaufgekl\u00e4rten Taten, die vor langer Zeit begangen wurden. Insbesondere die erneute Analyse von DNA-Spuren oder Fingerabdr\u00fccken trage zur Aufkl\u00e4rung bei, erkl\u00e4rte der Senat.<\/p>\n<p>In einem Prozess um einen Cold Case hatte Ende vergangenen Jahres das Landgericht Hamburg einen Angeklagten freigesprochen. Die Kammer sei der festen \u00dcberzeugung, dass der 54-J\u00e4hrige im Jahr 1992 einen Blumenh\u00e4ndler get\u00f6tet habe, sagte die Vorsitzende Richterin. Doch f\u00fcr eine Verurteilung wegen Mordes, der nicht verj\u00e4hrt, m\u00fcssten bestimmte Mordmerkmale vorliegen \u2013 und die Richter seien nicht sicher, ob eines erf\u00fcllt sei. Ein Totschlag sei inzwischen verj\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Der damals 21-J\u00e4hrige hatte nach Feststellung des Gerichts im M\u00e4rz 1992 zusammen mit dem sp\u00e4teren Opfer in dessen Wohnung im Stadtteil Horn Alkohol getrunken. Es sei vereinbart worden, dass der Angeklagte gegen Geld Sex mit dem Blumenh\u00e4ndler habe. W\u00e4hrend eines Streits habe er dem 60-J\u00e4hrigen mehrfach mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen und ihn schlie\u00dflich mit einem Bettlaken erdrosselt.<\/p>\n<p>AfD fordert Verst\u00e4rkung der Cold-Case-Einheit<\/p>\n<p>Im September 2016 hatte die Hamburger Polizei eine spezielle Ermittlungsgruppe f\u00fcr Cold Cases gegr\u00fcndet. Doch im Herbst 2018 geriet die Sonderkommission in die Kritik. In einem Cold-Case-Verfahren sprach das Landgericht einen Beschuldigten frei. Laut Anklage sollte er versucht haben, im Jahr 1980 eine Jugendliche im Stadtteil Steilshoop zu ermorden. Die Vorsitzende Richterin warf der Soko vor, unter anderem Zeugen get\u00e4uscht und den Hauptbelastungszeugen mit einer Belohnung zur Aussage bewegt zu haben. Die Ermittlungsgruppe war daraufhin innerhalb des Landeskriminalamts neu strukturiert worden. <\/p>\n<p>Die AfD-Fraktion fordert jetzt eine deutliche St\u00e4rkung der Cold-Case-Einheit. \u201eHamburg muss alles daransetzen, dass auch alte Gewaltverbrechen aufgekl\u00e4rt werden\u201c, erkl\u00e4rte Fraktionschef Dirk Nockemann. Die Einheit brauche daf\u00fcr mehr Personal, bessere Technik und klare Strukturen. \u201eWir schulden dies nicht nur den Opfern, sondern auch dem Rechtsstaat\u201c, so Nockemann weiter.<\/p>\n<p>dfe, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei Ermittlungen zu Mord und Totschlag kommt die Polizei in manchen F\u00e4llen nicht weiter. 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