{"id":411765,"date":"2025-09-10T13:29:16","date_gmt":"2025-09-10T13:29:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/411765\/"},"modified":"2025-09-10T13:29:16","modified_gmt":"2025-09-10T13:29:16","slug":"stromausfall-in-berlin-brandanschlag-vermutet-20-000-menschen-weiter-ohne-strom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/411765\/","title":{"rendered":"Stromausfall in Berlin: Brandanschlag vermutet \u2013 20.000 Menschen weiter ohne Strom"},"content":{"rendered":"<p>UPDATE 14.10 Uhr: Der S\u00fcdosten Berlins leidet unter einem Stromausfall. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Stromnetz Berlin rechnet erst am Donnerstag mit einer Schadenbehebung.<\/p>\n<p>10. September 2025 um 06:39 UhrBerlin<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/bbb86554-289d-4240-91e2-7db647294888.jpg\" class=\"u-base-image__image\" width=\"2048\" height=\"1152\" alt=\"Stromausfall im Berliner S\u00fcdosten\"\/><\/p>\n<p class=\"u-base-image__cap m-0\">Wegen eines Brandanschlags auf zwei Strommasten kam es im S\u00fcdosten Berlins zu einem gro\u00dffl\u00e4chigen Stromausfall. Die Reparaturarbeiten dauern an.<\/p>\n<p>Jens Kalaene\/dpa Zusammenfassung Neu<\/p>\n<ul>\n<li>Stromausfall im S\u00fcdosten Berlins: 50.000 Menschen in Johannisthal betroffen.<\/li>\n<li>S-Bahn-Linien S8, S85, S9, S45, S46 und S47 mit Ausf\u00e4llen und Versp\u00e4tungen.<\/li>\n<li>Stra\u00dfenbahnen und Ampeln au\u00dfer Betrieb \u2013 erhebliche Einschr\u00e4nkungen im Nahverkehr.<\/li>\n<li>Ursache: Brand an zwei Strommasten, Feuer gel\u00f6scht, Ursache noch unklar.<\/li>\n<li>Tiergartentunnel bis Nachmittag gesperrt, nach Sperrung am Montag erneut betroffen.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"u-ai-feedback__info\">Die Zusammenfassung wurde durch k\u00fcnstliche Intelligenz erstellt.<\/p>\n<p>War das hilfreich f\u00fcr Sie?<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Am zweiten Tag des gro\u00dffl\u00e4chigen Stromausfalls im S\u00fcdosten Berlins sind noch Zehntausende Menschen und zahlreiche Firmen und Gesch\u00e4fte ohne Elektrizit\u00e4t geblieben. Der Netzbetreiber Stromnetz Berlin sprach am Morgen von rund 20.000 Haushalten, die nach mehr als 24 Stunden noch betroffen waren. Die Ermittlungen der Polizei dauern weiterhin an. Inzwischen gehen Experten davon aus, dass bei dem Anschlag Insiderwissen notwendig gewesen sei.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\"><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.moz.de\/nachrichten\/brandenburg\/stromausfall-in-berlin-berlins-suedosten-im-dunkeln-das-sagen-betroffene-78300964.html\" rel=\"noopener\">Die Nacht im Berliner Bezirk Treptow-K\u00f6penick ist trotz des Stromausfalls aus Sicht der Feuerwehr \u201eweitestgehend ruhig\u201c verlaufen<\/a>. \u201eZahlreiche Einsatzkr\u00e4fte, vor allem aus den Hilfsorganisationen und den Freiwilligen Feuerwehren, sorgten f\u00fcr Sicherheit und eine st\u00e4ndige Erreichbarkeit\u201c, teilte die Feuerwehr mit.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Bezirksb\u00fcrgermeister Oliver Igel (SPD) sagte in einem Video, das auf X ver\u00f6ffentlicht wurde, dass es in der Nacht nur wenig Notf\u00e4lle mit dringenden Angelegenheiten gegeben habe. Die Menschen in den Gebieten ohne Strom k\u00f6nnten an bis zu 15 Notfall-Standorten Hilfe erhalten und Notrufe absetzen. Das Bezirksamt sei weiterhin erreichbar und biete seine volle Unterst\u00fctzung an.<\/p>\n<p>Stromausfall dauert l\u00e4nger als der \u201eBlackout\u201c 2019 in K\u00f6penick<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Noch ist unklar, wie lange der Stromausfall dauert. Der Netzbetreiber ist seit Dienstagabend mit den aufwendigen Reparaturarbeiten besch\u00e4ftigt. In Berlin kommt es immer wieder zu Stromausf\u00e4llen, allerdings von kleinerem Ausma\u00df. \u201eDiese Dimension ist die absolute Ausnahme\u201c, sagte ein Sprecher von Stromnetz Berlin am Dienstag. \u201eWir richten uns darauf ein, dass wir nicht heute damit fertig werden\u201c, sagte Stromnetz Berlin-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Erik Landeck vor Ort.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Vergleichbar sei der Fall mit einer St\u00f6rung 2019 in K\u00f6penick, sagte er. Damals war ein Kabel bei Bauarbeiten in der Salvador-Allende-Stra\u00dfe besch\u00e4digt worden. Der Stromausfall traf mehr als 30.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe und dauerte rund 30 Stunden.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Der aktuelle Stromausfall rund um den Stadtteil Adlershof im S\u00fcdosten Berlins bei anfangs 50.000 Haushalten und Firmen begann am fr\u00fchen Dienstagmorgen und dauerte am Mittwoch damit bereits l\u00e4nger als der gro\u00dfe Stromausfall 2019 in K\u00f6penick, als 30 Stunden lang mehr als 30.000 Haushalte betroffen waren.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Die Wiederversorgung f\u00fcr alle betroffenen Kunden werde im schlechtesten Fall im Laufe des Donnerstags erfolgen, teilte ein Sprecher von Stromnetz Berlin am Abend mit. \u201eZur Not-Reparatur sind umfangreiche Tiefbauarbeiten und Kabelmontagen notwendig. Im Laufe des Mittwochs werden die Voraussetzungen f\u00fcr die Kabelmontagearbeiten geschaffen\u201c, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Hatten die T\u00e4ter Insiderwissen zur Stromversorgung?<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Der Berliner SPD-Innenpolitiker Martin Matz sagte, f\u00fcr eine solche Tat sei Spezialwissen n\u00f6tig. \u201eWenn man sieht, wo diese Strommasten in Johannisthal stehen oder gestanden haben, dass die etwas mit der Stromversorgung in Adlershof zu tun haben, ist nicht so v\u00f6llig einsichtig\u201c, sagte Matz im RBB-Inforadio. \u201eMindestens stellt sich die Frage, ob m\u00f6glicherweise Insider-Informationen oder Informationen, wie man so was genau macht, weitergegeben worden sind.\u201c Allerdings gibt es immer wieder Berichte, dass Pl\u00e4ne zur Stromversorgung von Metropolen etwa durch Cyberangriffe von Hackern gestohlen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Nach Einsch\u00e4tzung der Berliner Gr\u00fcnen sollte der Stromausfall ein \u201eAlarmsignal\u201c sein. \u201eUnsere kritische Infrastruktur ist nicht ausreichend vorbereitet\u201c, sagte die Sprecherin f\u00fcr Sicherheitspolitik, Gollaleh Ahmadi. Berlin sei weder auf solche technischen St\u00f6rungen noch auf politisch motivierte Angriffe von innen wie von au\u00dfen ausreichend eingestellt. \u201eMan muss sich fragen, was passiert, wenn nicht nur ein Stadtteil, sondern mehrere Bezirke oder gar die gesamte Stadt lahmgelegt werden, etwa durch Cyberangriffe\u201c.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Der Gr\u00fcnen-Innenpolitiker Vasili Franco kritisierte: \u201eEs darf nicht sein, dass kritische Infrastruktur alleine durch das Lahmlegen eines Kabels kollabiert.\u201c Bestimmte Stellen der Stromversorgung m\u00fcssten besser gesichert werden. In der Lagebew\u00e4ltigung habe es gro\u00dfe Probleme gegeben. \u201eKrisenst\u00e4be wurden sp\u00e4t eingerichtet, die Katastrophenschutzdatenbank des Landes fiel aus und es gab vielerorts Abstimmungsschwierigkeiten zwischen den beteiligten Stellen.\u201c<\/p>\n<p>Mobilfunknetz nur eingeschr\u00e4nkt verf\u00fcgbar<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Weil das Handynetz durch den fehlenden Strom schw\u00e4cher und teilweise gar nicht mehr vorhanden ist, kann nur eingeschr\u00e4nkt telefoniert werden. Das betreffe aber nicht speziell die Notrufnummern 112 und 110, sondern alle Telefonverbindungen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ohne Mobilfunknetz k\u00f6nne man nicht mehr telefonieren. Die Mobilfunkmasten auf H\u00e4usern werden \u00fcber das normale Stromnetz betrieben, haben aber f\u00fcr Notf\u00e4lle auch Akkus, die eine Zeit lang reichen.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Am Dienstag warnten Polizei und Feuerwehr davor, dass die Notrufnummern 110 und 112 aufgrund des Stromausfalls nicht erreichbar sein k\u00f6nnten. Dazu wurde auch \u00fcber das Modulare Warnsystem MoWas eine Meldung \u00fcber g\u00e4ngige Warnapps wie zum Beispiel NINA an die Betroffenen geschickt. In dringenden Notf\u00e4llen solle man sich daher auch direkt an die n\u00e4chstgelegene Polizeidienststelle oder Feuerwache wenden.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr auf Nachfrage mitteilte, seien dazu auch die Freiwilligen Feuerwehren in dem betroffenen Gebiet zur \u201eWachbesetzung\u201c alarmiert, hei\u00dft, im Notfall sind die Wachen mit Personal ausgestattet. \u201eAu\u00dferdem wurden Anlaufstellen, bei denen Sie Informationen und Hilfsangeboten erhalten k\u00f6nnen, eingerichtet\u201c, teilte die Berliner Feuerwehr mit. Lautsprecherwagen sollen per Durchsage ebenfalls dar\u00fcber Informieren.<\/p>\n<p>Anlaufstellen und Hilfsangebote:Notrufannahmestellen:<\/p>\n<ul lazy=\"true\">\n<li>Hans-Schmidt-Stra\u00dfe 16, 12489 Berlin<\/li>\n<li>Schliersee Stra\u00dfe 10, 12527 Berlin<\/li>\n<li>Semmelweiss Stra\u00dfe 83, 12524 Berlin<\/li>\n<li>Anna-Seghers-Stra\u00dfe 171, 12489 Berlin<\/li>\n<li>Selchow Stra\u00dfe 3, 12489 Berlin<\/li>\n<li>S-Bhf Sch\u00f6neweide<\/li>\n<li>Segelfliegerdamm 42, 12487 Berlin<\/li>\n<li>Mohnweg\/ Tiburtius Stra\u00dfe, 12524 Berlin<\/li>\n<li>Keltensteig\/ Gr\u00fcnauer Stra\u00dfe, 12524 Berlin<\/li>\n<li>Gr\u00fcnauer Stra\u00dfe 118, 12537 Berlin<\/li>\n<li>Schneller Stra\u00dfe 74, 12439 Berlin<\/li>\n<li>Ligusterweg, 12487 Berlin<\/li>\n<li>Oberspree Stra\u00dfe\/ Bundeswehr, 12439 Berlin<\/li>\n<li>S-Bahnhof Adlershof<\/li>\n<li>S-Bahnhof Gr\u00fcnau<\/li>\n<\/ul>\n<p>Betreuungsstellen (KatLeuchtturm)<\/p>\n<ul lazy=\"true\">\n<li>Hans- Schmidt- Stra\u00dfe 16, 12489, Gesundheitsamt<\/li>\n<li>Sterndamm 102, 12487, Rathaus Johannisthal<\/li>\n<li>Mohnweg 20, 12524 Grundschule Mohnweg<\/li>\n<li>Glienicker Stra\u00dfe 24-30, 12557 Schule an der Dahme<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\"><strong>B\u00fcrgertelefon des Bezirksamtes:<\/strong> 030 90 297 4888<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Quelle: <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.berliner-feuerwehr.de\/news-preview\/?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;tx_news_pi1%5Bnews%5D=5043&amp;cHash=385c9a1a6e9ce147c103cbe9002d7ad6\" rel=\"noopener\">Berliner Feuerwehr<\/a><\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Die Feuerwehr hatte zudem am Dienstag vier sogenannte Katastrophenschutz-Leuchtt\u00fcrme aufgestellt, an denen betroffene Anwohner etwa ihr Handy aufladen k\u00f6nnen und Informationen erhalten. Nachts wurde auch vom Technischen Hilfswerk (THW) Beleuchtung an einem Bahnhof und Notstrom an Anlaufstellen zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Netzbetreiber richtet Bitte an die Kunden<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">\u201eWir m\u00f6chten nochmals alle Kunden, die vom Stromausfall betroffen waren und zurzeit schon wieder versorgt sind, um Mithilfe bitten\u201c, teilte der Netzbetreiber Stromnetz Berlin mit. \u201eBitte reduzieren Sie Ihren Stromverbrauch.\u201c So k\u00f6nne die Stromversorgung stabil gehalten und &#8211; wenn technisch m\u00f6glich &#8211; weitere Kunden ans Netz angeschlossen werden, hie\u00df es. Urspr\u00fcnglich waren rund 50.000 Haushalte betroffen.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Stromnetz Berlin richtet sich darauf ein, dass erst im Verlauf des Donnerstags alle Kunden wieder mit Energie versorgt werden. Nachdem in der Nacht Baugruben ausgebuddelt werden sollten, stehen f\u00fcr den heutigen Tag Kabelarbeiten an.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Bei der Polizei gehen derweil die Ermittlungen zu den Hintergr\u00fcnden des Brandanschlags weiter. Das Landeskriminalamt (LKA) pr\u00fcft ein Bekennerschreiben, das auf der linksradikalen Internetseite \u201eIndymedia\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister und Innensenatorin verurteilen Anschlag<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner hat den Brandanschlag auf Strommasten und Kabel verurteilt. \u201eDer Stromausfall im S\u00fcdosten unserer Stadt ist die Folge eines gef\u00e4hrlichen Anschlags, der sich unmittelbar gegen die Berlinerinnen und Berliner richtet\u201c, erkl\u00e4rte der CDU-Politiker. \u201eMit diesem Angriff auf unsere Strominfrastruktur wurden bewusst Menschenleben und die Sicherheit unserer Stadt gef\u00e4hrdet.\u201c Er habe volles Vertrauen in die Arbeit der Polizei und Ermittlungsbeh\u00f6rden, so Wegner. \u201eBerlin l\u00e4sst sich nicht einsch\u00fcchtern.\u201c<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat den Brandanschlag auf Strommasten und Kabel im S\u00fcdosten der Stadt als Respektlosigkeit anderen Menschen gegen\u00fcber bezeichnet. \u201eIch verurteile das aufs Sch\u00e4rfste, dass man so respektlos mit Leben anderer umgeht\u201c, sagte Spranger. \u201eEs geht hier auch um Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Wir haben Menschen, die sind darauf angewiesen, dass ihnen jeden Tag Hilfe zukommt.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Infolge des Anschlags und des Stromausfalls mussten mehrere Menschen von Pflegeheimen in Krankenh\u00e4user verlegt werden, um ihre Beatmung sicherzustellen. \u201eDas d\u00fcrfen wir auch als Gesellschaft nicht dulden\u201c, sagte Spranger. An die mutma\u00dflichen T\u00e4ter gerichtet sagte sie: \u201eWir kriegen euch!\u201c<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Ausdr\u00fccklich dankte der Regierende B\u00fcrgermeister den Einsatzkr\u00e4ften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten sowie den Besch\u00e4ftigten des Stromnetzes Berlin. \u201eSie arbeiten mit aller Kraft daran, die Versorgung wiederherzustellen und die Menschen in den betroffenen Bezirken zu unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Bekennerschreiben auf Indymedia aufgetaucht<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Nach dem Brandanschlag am Dienstagmorgen ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Es wurde gegen 14.20 Uhr auf der linksextremistischen Plattform Indymedia publiziert. Laut dem Bekennerschreiben galt die Attacke der Stromversorgung vom \u201eTechnologiepark in Adlershof\u201c.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Die Autoren schreiben darin unter anderem: \u201eDen technologischen Angriff sabotieren &#8211; dem milit\u00e4risch-industriellen Komplex den Saft abdrehen.\u201c Im Technologiepark seien laut dem Schreiben Firmen und Forschung aus den Bereichen IT, Robotik, Bio- &amp; Nanotech, Raumfahrt, KI, Sicherheits- und R\u00fcstungsindustrie vertreten. Ihnen wird vorgeworfen, \u201eKompliz:innen der Waffenindustrie\u201c zu sein.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">\u201eZwei 110KV Strommasten in der K\u00f6nigsheide in Johannisthal wurden durch Brandstiftung der Saft abgedreht und damit ein Blackout im Technologiepark verursacht\u201c, hie\u00df es in dem Text. Unterzeichnet wurde das Schreiben mit: \u201eEinige Anarchist:innen\u201c.<\/p>\n<p>Polizei pr\u00fcft Schreiben\u00a0\u2013 bislang kein Tesla-Bezug<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Die vom Stromausfall betroffenen Anwohner wurden von den Autoren um Nachsicht gebeten. Die Polizei pr\u00fcft das Schreiben aktuell, h\u00e4lt es jedoch f\u00fcr authentisch. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten dazu am Mittwoch aber keine neuen Erkenntnisse mit. Die Beh\u00f6rden hatten mit Blick auf den Brandschlag auch einen m\u00f6glichen Bezug zur Tesla-Fabrik in Gr\u00fcnheide nicht ausgeschlossen. Konkrete Hinweise dazu gebe es aber bislang nicht, hie\u00df es von einer Sprecherin gegen\u00fcber MOZ.de.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">In der Vergangenheit hatte es bereits mehrfach Sabotage-Akte im Zusammenhang mit dem US-Unternehmen gegeben. Zudem hatte Tesla erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.moz.de\/nachrichten\/brandenburg\/tesla-in-koepenick-wie-berlin-und-brandenburg-von-neuer-ansiedelung-profitiert-78289432.html\" rel=\"noopener\">in K\u00f6penick ein Entwicklungszentrum ansiedeln zu wollen<\/a>.<\/p>\n<p>Technologiepark-Betreiber reagieren auf Brandanschlag<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Die Betreiber des Technologieparks Adlershof haben mit Emp\u00f6rung auf den Brandanschlag auf die Stromversorgung im Berliner S\u00fcdosten reagiert. \u201eWir verurteilen Anschl\u00e4ge auf die Energieinfrastruktur aufs Sch\u00e4rfste, da solche Anschl\u00e4ge immer Menschenleben in Gefahr bringen\u201c, erkl\u00e4rte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der WISTA Management GmbH, Roland Sillmann.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">\u201eMit dem Technologiepark Adlershof ist auch einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte der Hauptstadt mit \u00fcber 1.300 Unternehmen und Forschungseinrichtungen vom Stromausfall seit den fr\u00fchen Morgenstunden betroffen.\u201c Die Infrastruktur der Unternehmen und Einrichtungen am Standort sei unterschiedlich organisiert, daher seien sie in unterschiedlichem Ausma\u00df betroffen.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Es seien alle Ma\u00dfnahmen ergriffen worden, um die Arbeitsf\u00e4higkeit unter den gegebenen Umst\u00e4nden so weit m\u00f6glich sicherzustellen. Manche Firmen h\u00e4tten B\u00fcrot\u00e4tigkeiten an andere Standorte verlagert. Andere seien zum Beispiel mit Notstromaggregaten auf derartige F\u00e4lle vorbereitet.<\/p>\n<p>Brandanschlag auf Berliner Stromversorgung?<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">50.000 Stromkunden, vor allem Haushalte und auch Firmen waren seit der Nacht von dem Stromausfall betroffen. Der Alarm zu dem Brand ging um 3.30 Uhr in der Leitstelle der Berliner Feuerwehr ein. Das Feuer zerst\u00f6rte mehrere dicke Starkstromleitungen am Fu\u00df von zwei Masten am K\u00f6nigsheideweg im Bezirk Treptow-K\u00f6penick nahe einem Wohnviertel mit Einfamilienh\u00e4usern und viel Gr\u00fcn. Auch die S-Bahn und Stra\u00dfenbahnen waren von dem Stromausfall betroffen und fuhren deshalb zeitweise nicht. Ampeln fielen ebenfalls aus, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Betroffen von dem Stromausfall sind auch die Stadtteile Niedersch\u00f6neweide, K\u00f6penick, Altglienicke, Gr\u00fcnau, Adlershof, Splindersfeld und Johannesthal. Die Polizei hat den Brandort am K\u00f6nigsheideweg weitr\u00e4umig abgesperrt. Kriminaltechniker und Ermittler des Landeskriminalamtes waren bis in die Abendstunden vor Ort im Einsatz. Wie die Beh\u00f6rde am Dienstag \u00fcber X (Twitter) mitteilte, gehen die Ermittler derzeit von einer vors\u00e4tzlichen Brandstiftung aus. Der f\u00fcr politisch motivierte Straftaten zust\u00e4ndige Staatschutz hat die Ermittlungen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/91cadb49-5bed-42ea-ba9c-735c2ca447ac.jpg\" class=\"u-base-image__image\" width=\"4000\" height=\"2251\" alt=\"Nach dem Brand liegen mehrere Stromkabel frei, deren Isolierung geschmolzen ist. Offensichtlich haben die T\u00e4ter zus\u00e4tzlich eine Kette um die Kabel gelegt, um einen Kurzschluss zu verursachen.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"u-base-image__cap m-0\">Nach dem Brand liegen mehrere Stromkabel frei, deren Isolierung geschmolzen ist. Offensichtlich haben die T\u00e4ter zus\u00e4tzlich eine Kette um die Kabel gelegt, um einen Kurzschluss zu verursachen.<\/p>\n<p>John Boutin<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Nach dem Brand liegen an dem betroffenen Strommast mehrere Kabel frei. Ihre Isolierung ist durch das Feuer geschmolzen. Zwischen den Kabeln haben die T\u00e4ter offenbar eine Kette geh\u00e4ngt, vermutlich, um einen Kurzschluss zu verursachen.<\/p>\n<p>Stromausfall sorgt f\u00fcr Probleme im Nahverkehr<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Die S-Bahn Berlin teilte am Dienstag zun\u00e4chst mit, wegen des Ausfalls der Energieversorgung im Bereich Sch\u00f6neweide k\u00f6nne es zu Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4llen kommen. Genannt wurden die Linien S8, S85, S9, S45, S46 und S47. Nach Angaben der S-Bahn rollten die Z\u00fcge im Laufe des Nachmittags wieder. Einrichtungen in den Bahnh\u00f6fen seien jedoch noch betroffen: Lautsprecheransagen, Anzeigen und Fahrkartenautomaten. Auch die Bahnhofsbeleuchtung. Das THW musste deshalb in der Nacht auch die Bahnh\u00f6fe ausleuchten.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">In dem betroffenen Gebiet fahren keine Stra\u00dfenbahnen. Laut der BVG sind davon unter anderem die Tramlinien M17 und 63 betroffen. Ein \u201eBasisangebot mit Ersatzbussen\u201c sei organisiert worden, so einer BVG-Sprecher. Mehrere Stra\u00dfenbahnen, die in stromlosen Abschnitten liegen geblieben waren, wurden im Laufe des Tages dem Sprecher zufolge aus dem betroffenen Gebiet abgeschleppt.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Aufgrund des fehlenden Stroms haben Superm\u00e4rkte und andere Verkaufseinrichtungen geschlossen, wie ein Reporter vor Ort berichtet. In einer Pflegeeinrichtung in der Semmelweisstra\u00dfe l\u00f6ste der Stromausfall einen Feuerwehreinsatz aus. Mehrere Menschen mussten in Krankenh\u00e4user verlegt werden, da die Beatmungsger\u00e4te ausfielen.<\/p>\n<p>Angriffe auf kritische Infrastruktur keine Seltenheit<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Es ist nicht der erste Angriff auf kritische Infrastruktur. Am 5. M\u00e4rz 2024 hatte es einen \u00e4hnlichen Brand in Steinfurt, einem Ortsteil der Gemeinde Gosen-Neu Zittau (Landkreis Oder-Spree) gegeben. Damals bekannte sich die als linksextremistisch eingestufte \u201eVulkangruppe\u201c zu dem Brand, der offenbar der Tesla-Gigafactory galt und hunderte Menschen betraf.<\/p>\n<p class=\"u-paragraph\" lazy=\"true\">Am 12. Februar dieses Jahres hatte es in der Wuhlheide in Berlin bereits einen Brandanschlag auf die Stromversorgung der Deutschen Bahn gegeben. Wenig sp\u00e4ter tauchte dazu ein Bekennerschreiben im Internet auf, welches die Polizei als authentisch eingestuft hat. Auch hier gab es einen Tesla-Bezug.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"UPDATE 14.10 Uhr: Der S\u00fcdosten Berlins leidet unter einem Stromausfall. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. 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