{"id":411850,"date":"2025-09-10T14:15:18","date_gmt":"2025-09-10T14:15:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/411850\/"},"modified":"2025-09-10T14:15:18","modified_gmt":"2025-09-10T14:15:18","slug":"europaeische-akkuhersteller-fordern-unterstuetzung-der-produktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/411850\/","title":{"rendered":"Europ\u00e4ische Akkuhersteller fordern Unterst\u00fctzung der Produktion"},"content":{"rendered":"<p>CEOs europ\u00e4ischer Batteriehersteller mit Produktionen in  Frankreich, Deutschland und Spanien fordern in einer gemeinsamen Mitteilung gezielte Unterst\u00fctzung f\u00fcr die lokale Batterieproduktion in Europa. <\/p>\n<p>Im Vorfeld eines Treffens, das die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission am 12. September zur Zukunft der europ\u00e4ischen Automobilindustrie einberuft, betonen Frank Blome von der Volkswagen-Tochter PowerCo, Benoit Lemaignan von Verkor aus Frankreich sowie Yann Vincent vom Stellantis-Mercedes-Saft-Joint-Venture ACC die Bedeutung eines widerstandsf\u00e4higen, wettbewerbsf\u00e4higen und nachhaltigen Batterie-\u00d6kosystems auf dem Kontinent. <\/p>\n<p>Ohne unmittelbare Ma\u00dfnahmen riskiere Europa den Verlust seiner strategischen Autonomie in einer Schl\u00fcsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, warnen die Manager. Batterien seien zentral f\u00fcr den Wandel der europ\u00e4ischen Automobilindustrie hin zu emissionsfreiem Verkehr und spielten auch eine wichtige Rolle f\u00fcr die europ\u00e4ische Sicherheit. <\/p>\n<p>Aktuell w\u00fcrden 99 Prozent aller Batterien weltweit von au\u00dfereurop\u00e4ischen Unternehmen produziert, was Europas Automobilsektor mit seinen 800 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 13 Millionen Besch\u00e4ftigten stark abh\u00e4ngig von asiatischen Lieferanten mache. W\u00e4hrend die USA und China umfangreiche Subventionen f\u00fcr die lokale Produktion gew\u00e4hrten, k\u00f6nnten europ\u00e4ische Hersteller, die sich noch im Aufbau befinden, ausgestochen werden.<\/p>\n<p>\u201eUnt\u00e4tigkeit kann schwerwiegende Folgen haben\u201c<\/p>\n<p>Die Folgen eines Nichthandelns w\u00e4ren laut PowerCo, Verkor und ACC gravierend: Investitionsverluste entlang der europ\u00e4ischen Wertsch\u00f6pfungskette, der Verlust eines j\u00e4hrlichen Marktes von 250 Milliarden Euro zugunsten asiatischer Importe, ein R\u00fcckgang bei Innovation und Know-how sowie eine strategische Verwundbarkeit im Automobilsektor und die Abh\u00e4ngigkeit von au\u00dfereurop\u00e4ischen Lieferanten f\u00fcr kritische Technologien.  \u201eDies ist nicht nur ein industrielles, sondern ein geopolitisches Thema\u201c, unterstreichen die CEOs.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hat die Dringlichkeit erkannt und im M\u00e4rz 2025 Ma\u00dfnahmen f\u00fcr direkte Produktionsunterst\u00fctzung vorgeschlagen. Erg\u00e4nzend zu den nationalen staatlichen Beihilfen empfiehlt die European Battery Alliance ein umfassendes EU-F\u00f6rderprogramm. Dieses sieht unter anderem eine Milliarde Euro f\u00fcr den Hochlauf der Produktion und 1,8 Milliarden Euro f\u00fcr die ersten drei Produktionsjahre vor, die an die tats\u00e4chlich erreichte Produktionsmenge gekoppelt sind. Von 2028 bis 2030 sollen weitere EU-Mittel bereitgestellt werden, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit langfristig zu sichern.<\/p>\n<p>\u201eDies sind keine Almosen, sondern eine Br\u00fccke zur Leistungsf\u00e4higkeit, die bis 2027 90 GWh an in der EU hergestellten Batterien erm\u00f6glicht \u2013 genug f\u00fcr 1,2 Millionen Elektrofahrzeuge\u201c, so die CEOs. \u201eWir arbeiten hart daran, Talente zu gewinnen, technologisches Know-how aufzubauen und unserem Anspruch gerecht zu werden, zur globalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Widerstandsf\u00e4higkeit Europas beizutragen. Jetzt ist es an der Zeit f\u00fcr eine direkte Produktionsf\u00f6rderung, die an die Produktion gekoppelt ist und mit der Zeit abnimmt. \u00d6ffentliche Mittel werden erst bei Lieferung an den Kunden ausgezahlt, wodurch eine eingebaute Sicherheitsvorkehrung geschaffen wird, die Leistung und nicht Versprechungen belohnt.\u201c<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung sollte laut den Managern mit Schutz einhergehen. Die Kopplung von Subventionen f\u00fcr Elektrofahrzeuge an einen schrittweise eingef\u00fchrten Anteil europ\u00e4ischer Komponenten w\u00fcrde einen doppelten Hebel schaffen: die Stimulierung der Verbrauchernachfrage bei gleichzeitiger St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen Lieferketten.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend appellieren die Verantwortlichen an die europ\u00e4ischen Entscheidungstr\u00e4ger, pragmatisch zu handeln, b\u00fcrokratische H\u00fcrden abzubauen und die notwendigen Gelder bereitzustellen. \u201eDie Kosten des Nicht-Handelns \u00fcberwiegen bei weitem die Kosten der Unterst\u00fctzung\u201c, warnen sie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"CEOs europ\u00e4ischer Batteriehersteller mit Produktionen in Frankreich, Deutschland und Spanien fordern in einer gemeinsamen Mitteilung gezielte Unterst\u00fctzung f\u00fcr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":411851,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,3964,548,663,158,3934,3935,6586,13,14,15,842,12],"class_list":{"0":"post-411850","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-batterie","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-forderung","17":"tag-headlines","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-produktion","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115180426035895366","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/411850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=411850"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/411850\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/411851"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=411850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=411850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=411850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}