{"id":412350,"date":"2025-09-10T18:42:14","date_gmt":"2025-09-10T18:42:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/412350\/"},"modified":"2025-09-10T18:42:14","modified_gmt":"2025-09-10T18:42:14","slug":"weltweit-fuehrender-experte-forscht-ab-sofort-in-stuttgart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/412350\/","title":{"rendered":"Weltweit f\u00fchrender Experte forscht ab sofort in Stuttgart"},"content":{"rendered":"<p>Nam-Gyu Park, Pionier der Perowskit-Solarzellenforschung, wird als Humboldt-Preistr\u00e4ger ab September 2025 am Institut f\u00fcr Photovoltaik der Universit\u00e4t Stuttgart t\u00e4tig sein. Gemeinsam mit Gastgeber Michael Saliba m\u00f6chte er die vielversprechende Technologie weiter voranbringen und einen Beitrag zu einer nachhaltigen Energiezukunft leisten.<\/p>\n<p>        <img width=\"1200\" height=\"511\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Perowskit-Solarzellen-1200x511.jpg\" class=\"single__post-image wp-post-image\" alt=\"Solaranlage auf einem Feld.\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\"  \/><\/p>\n<p>Perowskit-Solarzellen sind noch nicht so effizient wie Silizium-Zellen. Daran soll nun in Stuttgart geforscht werden.\n<\/p>\n<p class=\"wp-caption-source\">Foto: SmarterPix\/aa-w<\/p>\n<p>Der Chemieingenieur Nam-Gyu Park von der Sungkyunkwan University (SKKU) in Seoul wird in den kommenden Jahren mehrfach f\u00fcr k\u00fcrzere Forschungsaufenthalte an die Universit\u00e4t Stuttgart reisen. Als Tr\u00e4ger des Alexander-von-Humboldt-Forschungspreises wird er ab September 2025 am Institut f\u00fcr Photovoltaik (ipv) t\u00e4tig sein und dort eng mit Gastgeber Michael Saliba zusammenarbeiten. Im Fokus der gemeinsamen Forschung stehen Perowskit-Solarzellen, eine vielversprechende Alternative zu herk\u00f6mmlichen siliziumbasierten Solarzellen. Perowskite bezeichnen dabei keine spezifische chemische Verbindung, sondern eine Materialgruppe mit charakteristischer Kristallstruktur. Die Vorteile von Perowskit-Solarzellen liegen in ihrer kosteng\u00fcnstigen Herstellung, hohen Effizienz und vielseitigen Einsatzm\u00f6glichkeiten. Park, einer der weltweit f\u00fchrenden Experten auf diesem Gebiet, verfolgt das ehrgeizige Ziel, diese Technologie zur Marktreife zu f\u00fchren.\n<\/p>\n<p>Nanostrukturen als Schl\u00fcssel f\u00fcr effiziente Solarenergie<\/p>\n<p>Um Perowskit-Solarzellen f\u00fcr den breiten Einsatz tauglich zu machen, m\u00fcssen jedoch noch einige Herausforderungen bew\u00e4ltigt werden. Insbesondere gilt es, ihre Langzeitstabilit\u00e4t zu verbessern und die Produktion zu skalieren. Hierbei setzt Park auf den Einsatz nanostrukturierter Materialien, seinem Spezialgebiet. \u201eNanostrukturen bieten viele Vorteile f\u00fcr Perowskit-Solarzellen\u201c, erl\u00e4utert der Forscher. \u201eSie k\u00f6nnen Oberfl\u00e4chendefekte verhindern, die Ladungstrennung verbessern und Energieverluste verringern. Zudem er\u00f6ffnen sie neue Anwendungsm\u00f6glichkeiten.\u201c Dank ihres geringen Gewichts, ihrer Flexibilit\u00e4t und den niedrigen Produktionstemperaturen eignen sich Perowskit-Solarzellen nicht nur f\u00fcr klassische Solarmodule, sondern auch f\u00fcr Wearables, selbstversorgte Sensoren oder stromerzeugende Fenster. Selbst der Einsatz in der geb\u00e4udeintegrierten Photovoltaik, in Plug-in-Fahrzeugsystemen oder Weltraumsatelliten ist denkbar.<\/p>\n<p>Park geh\u00f6rt zu den Pionieren der Perowskit-Forschung und hat die erste funktionierende Solarzelle auf Perowskit-Basis entwickelt. Seitdem war er an zahlreichen weiteren Durchbr\u00fcchen beteiligt, die die Technologie entscheidend vorangebracht haben. \u201eWir konnten beispielsweise die Kristallqualit\u00e4t verbessern und Wege finden, um die Degradation der Zellen durch Feuchtigkeit, Licht und Hitze zu verhindern\u201c, sagt Park. Die Fortschritte sind beeindruckend: W\u00e4hrend Parks erster Prototyp einen Wirkungsgrad von neun Prozent aufwies, erreichen Perowskit-Solarzellen heute unter Laborbedingungen bereits eine Effizienz von rund 27 Prozent. Dennoch bleibt die Langzeitstabilit\u00e4t eine Herausforderung. \u201eUm wirklich konkurrenzf\u00e4hig zu sein, m\u00fcssten Perowskit-Solarzellen eine \u00e4hnliche Lebensdauer wie Silizium-Solarzellen erreichen, also mehr als 25 Jahre. Daran arbeiten wir intensiv\u201c, erl\u00e4utert Park.<\/p>\n<p>Solarenergie als Schl\u00fcssel zur nachhaltigen Energiezukunft<\/p>\n<p>Die Motivation f\u00fcr Parks Forschung ist klar: Er m\u00f6chte einen Beitrag zu einer nachhaltigen Energiezukunft leisten. \u201eSolarenergie ist die gr\u00f6\u00dfte erneuerbare Ressource, die uns zur Verf\u00fcgung steht\u201c, sagt der Wissenschaftler. Doch herk\u00f6mmliche Solartechnologien sto\u00dfen hinsichtlich Effizienz und Kosten an ihre Grenzen und weisen in der Produktion einen zu hohen CO2-Fu\u00dfabdruck auf. Parks Vision ist es, die Solarenergie kosteng\u00fcnstiger und flexibler zu gestalten, um den globalen Strombedarf im Terawatt- bis Petawattbereich zu decken \u2013 einschlie\u00dflich des wachsenden Energiebedarfs durch K\u00fcnstliche Intelligenz. \u201ePerowskit-Solarzellen haben das Potenzial, dabei eine Schl\u00fcsselrolle zu spielen\u201c, ist Park \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>            Lesen Sie mehr zu diesem Thema<\/p>\n<p>In Stuttgart erwartet Park ein Forschungsumfeld mit modernsten Einrichtungen. Am Institut f\u00fcr Photovoltaik wird er eng mit dem Team seines Gastgebers Michael Saliba zusammenarbeiten. Die beiden Wissenschaftler verbindet eine langj\u00e4hrige Bekanntschaft und gegenseitige Wertsch\u00e4tzung. F\u00fcr die gemeinsame Zeit in Stuttgart haben sie mehrere Ans\u00e4tze im Blick: In einem Projekt erforschen sie neue Materialkombinationen wie halbleitende Polymere oder anorganische Schichten, die umweltfreundlicher sind und die Lebensdauer der Zellen verl\u00e4ngern k\u00f6nnten. Dar\u00fcber hinaus plant Park In-situ-Untersuchungen von Perowskit-Solarzellen unter Beleuchtung, um Einblicke in die Natur der angeregten Zust\u00e4nde von Perowskiten zu gewinnen.<\/p>\n<p>Stuttgarter Institut bietet ideale Bedingungen f\u00fcr Solarenergie-Forschung<\/p>\n<p>Gastgeber Michael Saliba freut sich auf einen intensiven wissenschaftlichen Austausch mit Park und neue Impulse f\u00fcr die gemeinsame Forschung. \u201eUnsere Ans\u00e4tze erg\u00e4nzen sich hervorragend. W\u00e4hrend Prof. Park die Vorliebe f\u00fcr materialwissenschaftliche Grundlagen und strukturelle Optimierung mit uns teilt, konzentriert sich unsere Gruppe auch auf die skalierbare Herstellung und Prozessf\u00fchrung\u201c, erl\u00e4utert Saliba. Der Besuch biete eine einmalige Gelegenheit, die Kooperation zwischen den Forschungsgruppen in S\u00fcdkorea und Deutschland zu vertiefen.<\/p>\n<p>Auch Nam-Gyu Park blickt seiner Zeit in Stuttgart mit Vorfreude entgegen: \u201eIch freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Team. Es ist eine gro\u00dfartige Gelegenheit, unsere St\u00e4rken zu b\u00fcndeln und gemeinsam an der Weiterentwicklung der Perowskit-Solarzellen zu arbeiten.\u201c Mit vereinten Kr\u00e4ften wollen die Forscher diese vielversprechende Technologie voranbringen und einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer nachhaltigen Energiezukunft leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nam-Gyu Park, Pionier der Perowskit-Solarzellenforschung, wird als Humboldt-Preistr\u00e4ger ab September 2025 am Institut f\u00fcr Photovoltaik der Universit\u00e4t Stuttgart&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":412351,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,30,8820,2194,31973,58421,1441],"class_list":{"0":"post-412350","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-solaranlagen","13":"tag-solarenergie","14":"tag-solartechnik","15":"tag-solarzellen","16":"tag-stuttgart"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115181475901764381","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/412350","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=412350"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/412350\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/412351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=412350"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=412350"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=412350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}