{"id":412752,"date":"2025-09-10T22:18:13","date_gmt":"2025-09-10T22:18:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/412752\/"},"modified":"2025-09-10T22:18:13","modified_gmt":"2025-09-10T22:18:13","slug":"diese-laender-und-branchen-profitieren-am-meisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/412752\/","title":{"rendered":"Diese L\u00e4nder und Branchen profitieren am meisten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Ausl\u00e4ndische Investoren kehren an die lange verschm\u00e4hte europ\u00e4ische B\u00f6rse zur\u00fcck. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind die Dollarschw\u00e4che, die Finanzwende und die niedrige Bewertung. Einige Sektoren und Unternehmen d\u00fcrften davon besonders profitieren.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4q2fu350\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Europ\u00e4ische Aktien geh\u00f6rten Anfang 2025 zu den grossen Gewinnern an der B\u00f6rse. Die Bewertungen waren allzu niedrig gewesen, Investoren hatten Europa seit Jahren den R\u00fccken gekehrt \u2013 und dann vollzog der damals noch designierte deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz die finanzpolitische Wende. Der Weg sollte von der viele Jahre lang herrschenden Sparpolitik weg- und zu Hunderten Milliarden f\u00fcr Infrastruktur und Verteidigung hinf\u00fchren.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        Themarket.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Ist der B\u00f6rsenaufschwung schon vorbei?<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4q2oqvd0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Analysten von Goldman Sachs glauben das nicht: \u00abIn Europas Augenblick investieren\u00bb, lautet der Titel einer am 1. September publizierten Studie der US-Grossbank. Aktienstrategin Sharon Bell und ihre Kollegen sehen Anzeichen f\u00fcr eine Konjunkturverbesserung in den kommenden zwei Jahren.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j45chunh0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Sie stellen fest, dass Investoren \u2013 gerade auch die einheimischen \u2013weiterhin nur einen geringen Anteil ihres Kapitals in Europa deponiert haben. Investoren w\u00fcrden nun einen Teil des zuvor in den USA angelegten Geldes abziehen, dies aufgrund der Dollarschw\u00e4che und wegen des allzu hohen Gewichts einiger weniger Tech-Aktien. Die Bewertung europ\u00e4ischer Titel sei ausserdem noch immer niedrig.<\/p>\n<p>Stimmungsumschwung bei internationalen Anlegern<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j458nhcl0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Bell ist mit ihrem Loblied auf die Anlagechancen in Europa nicht allein. J\u00e9r\u00e9mie Peloso, Chefstratege f\u00fcr Europa beim Researchanbieter BCA, nannte bereits Mitte August f\u00fcnf Gr\u00fcnde, in Europa zu investieren: die g\u00fcnstigen Bewertungen, die engere fiskalische Integration, das Ende der Austerit\u00e4tspolitik, das Ende des Schuldenabbaus im Privatsektor und die Dollarschw\u00e4che.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j45dhn1i1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Laut Cedric Gemehl, Europa-\u00d6konom bei Gavekal Research in Hongkong, liegt nur die erste von drei Phasen der Europa-Rally hinter uns. Zun\u00e4chst sei der bis Ende 2024 vorherrschende extreme Pessimismus verschwunden. Nun habe die zweite Phase begonnen, in der Anleger das Ende der seit 2010 herrschenden Austerit\u00e4tspolitik einpreisen, was zwei oder drei Jahre dauern kann. Sollte es zu einer tats\u00e4chlichen wirtschaftlichen Wiedergeburt kommen, k\u00f6nnte daran eine dritte Phase anschliessen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j45dhp341\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Konsequenz f\u00fcr Anleger fasst Christopher Wood, Stratege des US-Brokerhauses Jefferies, zusammen. Er bekr\u00e4ftigte Ende August seinen Rat von Ende 2024: Europa sei in einem globalen Aktienportfolio \u00fcberzugewichten, und zwar insbesondere Unternehmen mit einer starken Abh\u00e4ngigkeit von der einheimischen Nachfrage.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4ag2nse0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Es ist vor allem die Finanzwende der deutschen Bundesregierung mit ihren R\u00fcstungs- und Infrastrukturpaketen, die f\u00fcr viele Beobachter das Ende der Austerit\u00e4tspolitik anzeigt. Die deutschen Mehrausgaben d\u00fcrften das Bruttoinlandprodukt der Eurozone von 2025 bis 2027 um einen halben Prozentpunkt erh\u00f6hen, sch\u00e4tzen die Deutsche-Bank-\u00d6konomen Clemente Delucia, Yacine Rouimi und Mark Wall. Zusammen mit indirekten Effekten k\u00f6nnte das Wachstum sogar 0,75 Prozentpunkte st\u00e4rker ausfallen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4ag7rjh0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Mehr als doppelt so stark ist der Effekt, betrachtet man nur die deutsche Wirtschaft. Seit Jahresanfang haben die Deutsche-Bank-\u00d6konomen ihre Wachstumsprognose f\u00fcr Deutschland im Zeitraum 2025 bis 2027 um zwei Prozentpunkte angehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4agvmdg0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone \u00abdeuten auf eine allm\u00e4hliche konjunkturelle Stabilisierung in der Eurozone hin\u00bb, sagt Cyrus de la Rubia, Chef\u00f6konom der Hamburg Commercial Bank. Der Index f\u00fcr das produzierende Gewerbe kletterte erstmals seit Juni 2022 \u00fcber die Marke von 50 Punkten, die Wachstum andeutet. \u00abDer Index steigt seit Anfang 2025 und stimmt \u00fcberein mit der positiven Entwicklung anderer Konjunkturindikatoren wie des Ifo-Index sowie den Studien der Europ\u00e4ischen Kommission\u00bb, sagt Gavekal-\u00d6konom Gemehl. Europas Industrie stehe wahrscheinlich vor einer Wachstumsphase.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4kb2cn00\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die deutsche Industrieproduktion legte zuletzt sp\u00fcrbar zu, und zwar st\u00e4rker als von \u00d6konomen erwartet. Im Juli stieg sie um 1,3% (Sch\u00e4tzung: 1%), und bereits im Juni kratzte sie gem\u00e4ss revidierten Zahlen des Statistischen Bundesamtes Destatis mit \u20130,1% an der Expansionsschwelle. Das ist eine deutliche Verbesserung gegen\u00fcber dem vor einem Monat gemeldeten vorl\u00e4ufigen Wert von \u20131,9%. Der Maschinenbau verzeichnete im Juli sogar ein Wachstum von 9,5%. Die Industrie steht f\u00fcr 30% der Wertsch\u00f6pfung in Deutschland. Angesichts dieser positiven \u00dcberraschung h\u00e4lt Daniel Hartmann, Chef\u00f6konom beim Fondsanbieter Bantleon, einen Anstieg des Bruttoinlandprodukts im Jahr 2025 um 0,5 bis 0,6% f\u00fcr realistisch (nach \u20130,5% im Vorjahr).<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j47d24gs0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Wer von dem aufgrund der Finanzwende erhofften Aufschwung in Europa profitieren will, muss seine Investition allerdings gut ausw\u00e4hlen. Einen Index wie den MSCI Europe zu kaufen, ist nicht optimal. Die darin erfassten Unternehmen erzielen nicht einmal die H\u00e4lfte ihres Umsatzes in Europa, zeigt die Analyse von Morgan Stanley Research, die 90% der im Index enthaltenen Aktien umfasst.<\/p>\n<p>Europa-Anteil am Umsatz nahe dem Tiefstand<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Umsatzanteil aus Westeuropa (\u00abDeveloped Europe\u00bb) bei gelisteten europ\u00e4ischen Unternehmen, in %Sch\u00e4tzungen f\u00fcr 2025 von Morgan Stanley\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"440\" height=\"219\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/75850e69-5f51-4d89-95a8-b21a327f9c10.png\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Umsatzanteil aus Westeuropa (\u00abDeveloped Europe\u00bb) bei gelisteten europ\u00e4ischen Unternehmen, in %<br \/>Sch\u00e4tzungen f\u00fcr 2025 von Morgan Stanley <\/p>\n<p>Morgan Stanley Research<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j47d3vea0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der Westeuropa-Anteil betr\u00e4gt im Durchschnitt 44%, einschliesslich Osteuropas steigt er auf 48%.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4k8uu971\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Polen, Griechenland und Italien ragen dagegen mit einem hohen Heimmarktanteil heraus. Die entsprechenden Leitindizes sind seit Jahresanfang deutlich st\u00e4rker gestiegen als der Dax (fast 20%) und der europ\u00e4ische Stoxx 600 (10%).<\/p>\n<p>Polen, Griechenland und Italien: Banken und Europa helfen<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4ka8b9a0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der grosse Heimmarktanteil ist vor allem auf das Gewicht der auf das Inland ausgerichteten Banken und anderer Finanzdienstleister in diesen Indizes zur\u00fcckzuf\u00fchren. Finanzwerte machen 50% der Marktkapitalisierung des MSCI Poland aus, beim Mail\u00e4nder FTSE Mib sind es 48% und beim Athener ATX 45%. Wegen der niedrigen Bewertung der Finanztitel sind auch diese L\u00e4nderindizes insgesamt niedriger bewertet als der Dax (Finanztitel: 21%) und der Stoxx 600 (23%).<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4mmm7840\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Wer auf den anhaltenden Aufschwung dieser L\u00e4nder und auf das steigende Interesse der Anleger an diesen B\u00f6rsen setzen will, kann daf\u00fcr passive Indexfonds nutzen.<\/p>\n<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j458ni1i0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Marktakteure sind insgesamt optimistischer f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen mit grossem einheimischem Engagement. Branchen, die mehr als die H\u00e4lfte des Umsatzes in Europa erzielen, haben gem\u00e4ss der Studie von Goldman Sachs zuletzt \u00fcberdurchschnittlich gut abgeschnitten. Die Analysten haben ihre Erwartungen f\u00fcr diese Sektoren weniger stark reduziert und teils sogar angehoben.<\/p>\n<p>Branchen mit einheimischem Fokus entt\u00e4uschen weniger<img decoding=\"async\" alt=\"Branchen in Europa nach Kursentwicklung 2025 (Y-Achse) und Ver\u00e4nderung der Gewinnsch\u00e4tzung f\u00fcr 2026 seit Jahresbeginn (X-Achse)Orange Punkte: Branchen mit mehr als 55% Europa-Anteil am Umsatz\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"1159\" height=\"661\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAAAAACH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==\" loading=\"lazy\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Branchen in Europa nach Kursentwicklung 2025 (Y-Achse) und Ver\u00e4nderung der Gewinnsch\u00e4tzung f\u00fcr 2026 seit Jahresbeginn (X-Achse)<\/p>\n<p>Orange Punkte: Branchen mit mehr als 55% Europa-Anteil am Umsatz <\/p>\n<p>Goldman Sachs Global Investment Research, Datastream (Ver\u00f6ffentlichung: 1.9.2025)<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j458niic0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Kotierte Unternehmen aus zwei einheimisch orientierten Sektoren haben 2025 schon mehr als an Wert 20% gewonnen: Versicherer und Banken. Telecom und Versorger sind nicht weit von dieser Marke entfernt.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j45gjqes0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Andere Branchen mit hohem Europa-Engagement haben seit Jahresbeginn dagegen weniger gewonnen als der Gesamtmarkt gemessen am Stoxx Europe 600: Reise- und Freizeitunternehmen, Einzelh\u00e4ndler, Immobilienverwalter und sonstige Finanzdienstleister.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j458nj700\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">The Market hat die Branchen, die mindestens zwei Drittel ihres Umsatzes in Europa erzielen, durchleuchtet und pr\u00e4sentiert eine Auswahl an kotierten Fonds (ETF) und spannenden Unternehmen.<\/p>\n<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j47grqg60\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Europ\u00e4ische Immobilienverwalter fokussieren vollst\u00e4ndig auf die Heimatregion \u2013 und die Aktien sind weiterhin g\u00fcnstig. Die meisten Immobilienunternehmen an der B\u00f6rse werden mit einem erheblichen Abschlag auf ihren Nettoinventarwert gehandelt, sagt Carl Pauli, Co-Fondsmanager des Branchenfonds DPAM Real Estate Europe Dividend. Niedrig bewertet sind die Titel auch gemessen am operativen Ergebnis aus der Immobilienbewirtschaftung (Funds from Operations). Deshalb bestehe \u00abviel Potenzial f\u00fcr eine Neubewertung\u00bb, urteilt Pauli.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4g36eo50\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Unternehmen haben begonnen, die teils hohe Verschuldung aus der Niedrigzinsphase zu reduzieren. Der Transaktionsmarkt f\u00fcr Immobiliengesellschaften und -portfolios habe sich 2024 wiederbelebt. Schon seit 2022 steigen die Mieten im Durchschnitt schneller als die Inflation in der Eurozone, sagt Pauli.<\/p>\n<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j47h581s0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Auch Guy Barnard, Co-Head of Global Property Equities bei Janus Henderson Investors, ist zuversichtlich. \u00abWir gehen davon aus, dass sich die Fundamentaldaten des Immobilienmarktes weiterhin allm\u00e4hlich verbessern werden.\u00bb Die Branchenaktien reagieren allerdings negativ auf die zuletzt steigenden langfristigen Anleihenrenditen.<\/p>\n<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4p81mb40\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der ETF f\u00fcr europ\u00e4ische Immobilienverwalter des Anbieters State Street (siehe Tabelle unten) enth\u00e4lt als gr\u00f6sste Positionen <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/themarket.ch\/mister-market\/vonovia-chefwechsel-kommt-aktionaere-teuer-nach-dem-aerger-ueber-die-verguetung-ld.13947\" rel=\"nofollow noopener\">den deutschen Wohnungsverwalter Vonovia<\/a> (fast 15% des Fondskapitals) und den Gewerbeimmobilienverwalter Swiss Prime Site (fast 7%).<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j47gslvk0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Aktien der Versorger sind 2025 mit einem Kursplus von 17% bislang gut gelaufen, nach zwei schwachen Jahren. \u00abWir bleiben optimistisch f\u00fcr den Sektor\u00bb, heisst es bei den UBS-Analysten. Sie sehen ein Gewinnwachstum von 5% f\u00fcr das laufende Jahr, w\u00e4hrend der Markt Stagnation oder allenfalls geringes Wachstum einpreise (0 bis 2%).<\/p>\n<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4p92d7m0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Im Branchen-ETF von State Street vereinen die gr\u00f6ssten drei Unternehmen fast die H\u00e4lfte des Fondskapitals auf sich: der spanische Versorger Iberdrola (20%), der italienische Versorger Enel (14%) und der britische Stromnetzbetreiber National Grid (13%). Die Dividendenrendite des zugrundeliegenden Index betrug per Ende Juli \u00fcppige 4,6%.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j47h2khl0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Konsumenten Europas seien derzeit zwar \u00abvorsichtig\u00bb, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.mckinsey.com\/industries\/consumer-packaged-goods\/our-insights\/an-update-on-european-consumer-sentiment\" rel=\"nofollow noopener\">schreibt McKinsey<\/a>. Die Unternehmensberater attestieren der Shoppinglaune aber auch eine gewisse Stabilit\u00e4t. Zudem steht das Weihnachtsgesch\u00e4ft bevor. Davon k\u00f6nnten beispielsweise Modeh\u00e4ndler profitieren.<\/p>\n<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4pblqns0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der Invesco European Retail Sector b\u00fcndelt auf seinen gr\u00f6ssten Positionen gleich drei Modeunternehmen: Next (\u00fcber 20%), Inditex (fast 19%) und Zalando (mehr als 10%). Auf Rang vier folgt Howden Joinery, kurz Howdens, ein britischer K\u00fcchenanbieter. Regional bilden mit \u00fcber 50% Unternehmen aus Grossbritannien den Schwerpunkt des ETF, dahinter folgen solche aus Spanien (19%) und Deutschland (\u00fcber 16%). Das Volumen des ETF ist mit 2 Mio. zwar niedrig und eine Schliessung nicht vollkommen ausgeschlossen. Daf\u00fcr sind die laufenden Geb\u00fchren, die auf der Wertentwicklung lasten, deutlich niedriger als die der Konkurrenz.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j47gvsip0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Um mehr als 60% hat der ETF f\u00fcr europ\u00e4ische Banken von Amundi allein 2025 zugelegt. Die gestiegenen Zinsen und das Kreditwachstum treiben das Gesch\u00e4ft der Kreditinstitute an.<\/p>\n<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4pbokua0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Schwergewichte im ETF sind Spaniens Banco Santander (13%), Italiens UniCredit (11%) und Frankreichs BNP Paribas (9%). Deutsche Bank (6%) und Commerzbank (4%) finden sich auf Rang sieben und zehn. F\u00fcr Anleger, die lieber in Einzeltitel investieren, hat <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/themarket.ch\/analyse\/banken-vier-attraktive-titel-aus-europa-ld.14668\" rel=\"nofollow noopener\">The Market j\u00fcngst vier attraktive europ\u00e4ische Bankaktien identifiziert:<\/a> Banco Santander, Intesa Sanpaolo, ING und Soci\u00e9t\u00e9 G\u00e9n\u00e9rale.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j47h013j0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">In den vergangenen drei Jahren hatte die Assekuranz Hochkonjunktur mit guter Nachfrage und steigenden Preisen. Der europ\u00e4ische Branchenindex kletterte in dieser Zeit fast 90% und legte allein 2025 um mehr als 20% zu. Obwohl <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/themarket.ch\/analyse\/europaeische-versicherungsaktien-stabil-stark-und-zu-teuer-ld.14181\" rel=\"nofollow noopener\">die R\u00fcckversicherungspreise zuletzt gefallen sind<\/a>, bleibt das Niveau ausk\u00f6mmlich.<\/p>\n<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4paq7o10\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Top vier vereinen mehr als die H\u00e4lfte des Kapitals auf sich im Branchen-ETF von Amundi: Allianz (19%), Zurich (13%), Axa und M\u00fcnchener R\u00fcck (beide 10%). Unter den Schwergewichten <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/themarket.ch\/unternehmen\/muenchener-rueck-ist-immer-noch-ein-kauf-ld.14484\" rel=\"nofollow noopener\">h\u00e4lt The Market besonders M\u00fcnchener R\u00fcck f\u00fcr langfristig aussichtsreich<\/a>. Dank des Lateinamerikagesch\u00e4fts wachstumsstark und ebenfalls sehr gut gef\u00fchrt ist <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/themarket.ch\/analyse\/aktien-fuer-2025-die-elf-favoriten-von-the-market-ld.12657#subtitle-talanx-w-chst-auch-dank-der-expansion-in-lateinamerika-first\" rel=\"nofollow noopener\">der Dax-Konzern Talanx<\/a>.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j4p9qki50\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Seit mehr als einem Jahr sind Telekommunikationstitel gefragt: Die Branche hat den Stoxx 600 zuletzt geschlagen. In den meisten europ\u00e4ischen Staaten ist das Gros der Investitionen in die Glasfasernetze bew\u00e4ltigt, sodass die Kapitalausgaben sinken, was den freien Cashflow erh\u00f6hen d\u00fcrfte.<\/p>\n<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j47gvec20\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der gr\u00f6sste Titel im Branchen-ETF von Invesco ist die Deutsche Telekom mit 20%. Der Dax-Konzern profitiert aber vor allem vom starken Gesch\u00e4ft der US-Tochter T-Mobile. Beide Aktien sind ausserdem bereits recht hoch bewertet. Eine g\u00fcnstigere Alternative mit h\u00f6herer Dividendenrendite sind die Schweizer Sunrise und als Spekulation auf eine Trendwende die britische Vodafone, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/themarket.ch\/unternehmen\/zwei-telecomaktien-die-warren-buffett-statt-t-mobile-us-kaufen-koennte-ld.14759\" rel=\"nofollow noopener\">die The Market k\u00fcrzlich analysiert hat<\/a>.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ausl\u00e4ndische Investoren kehren an die lange verschm\u00e4hte europ\u00e4ische B\u00f6rse zur\u00fcck. 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