{"id":412844,"date":"2025-09-10T23:10:17","date_gmt":"2025-09-10T23:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/412844\/"},"modified":"2025-09-10T23:10:17","modified_gmt":"2025-09-10T23:10:17","slug":"datenhandel-handynummern-deutscher-politiker-und-behoerdenchefs-im-netz-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/412844\/","title":{"rendered":"Datenhandel: Handynummern deutscher Politiker und Beh\u00f6rdenchefs im Netz &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Handynummern mehrerer deutscher Spitzenpolitiker und Beh\u00f6rdenchefs sind im Internet von H\u00e4ndlern zum Kauf angeboten worden. Den Angaben zufolge kursieren neben einer privaten Nummer von Bundeskanzler <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Friedrich_Merz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Friedrich Merz<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/CDU\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CDU<\/a>) unter anderem auch die Handynummern von mehreren Bundesministern sowie von BSI-Chefin Claudia Plattner im Internet. Deren Bundesamt f\u00fcr die Sicherheit in der Informationstechnik ist eigentlich f\u00fcr den Schutz sensibler Daten verantwortlich.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Auch das Bundeskriminalamt ist in die Ermittlungen involviert. Wie die S\u00fcddeutsche Zeitung erfuhr, wird nun intern gepr\u00fcft, ob die betroffenen Personen neue Mobilfunknummern bekommen m\u00fcssen, was gerade bei den weitverzweigten Netzwerken der Kabinettsmitglieder mit einigem Aufwand verbunden w\u00e4re. Ein Regierungssprecher wollte sich zu dem Vorfall nicht \u00e4u\u00dfern: \u201eWir sagen da aus Sicherheitsgr\u00fcnden nichts dazu.\u201c Das zeige, wie wichtig ein m\u00f6glichst sensibler Umgang mit den Daten sei, gerade in diesen Zeiten, hie\u00df es intern. In der Regel haben Hunderte Personen die Nummern zum Beispiel von Kabinettsmitgliedern, was nat\u00fcrlich das Risiko eines Abgreifens so sensibler Nummern erh\u00f6ht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Sicherheitsl\u00fccke gilt in jedem Fall als peinlich Panne. In den vergangenen Tagen hatten deutsche Beh\u00f6rden Hinweise erreicht, dass kommerzielle Anbieter im Netz private Daten deutscher Spitzenpolitiker anb\u00f6ten. Die Hinweise erh\u00e4rteten sich den Angaben zufolge, die Bundesregierung l\u00e4sst aber bisher offen, wie viele Kabinettsmitglieder betroffen sind und wie die Daten mit den Nummern in das Internet gelangen konnte. Das BSI best\u00e4tigte den Fall am Nachmittag, \u00fcber den zuerst der Spiegel berichtet hatte. \u201eDem BSI ist ein Sacherhalt bekannt, bei dem pers\u00f6nliche Daten, darunter Mobilfunknummern, von Politikern, Beh\u00f6rdenleitungen und weiteren Betroffenen auf sogenannten Sales-Intelligence-Plattformen angeboten werden\u201c, teilte die Beh\u00f6rde auf Anfrage mit. Darunter befinde sich auch eine Mobilfunknummer von Plattner.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise geht es nicht um illegalen Datendiebstahl<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Der Hinweis geht offenbar auf einen Informanten aus Italien zur\u00fcck. Er hatte die deutschen Beh\u00f6rden und Betroffene \u00fcber den Fund auf einer kommerziellen Internetplattform informiert und zuvor bereits in Italien Ermittlungen mit Hinweisen auf die Nummern italienischer Prominenter ausgel\u00f6st. Auch das Bundeskriminalamt ist wegen der Brisanz der Daten eingeschaltet. Das BSI stehe dar\u00fcber hinaus mit weiteren \u201ePartnerbeh\u00f6rden und Ministerien\u201c in Kontakt, hei\u00dft es. M\u00f6gliche \u201en\u00e4chste Schritte\u201c w\u00fcrden nun \u201eintensiv gepr\u00fcft\u201c.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/909c7c80-db0e-4c04-b743-18055acdce06.jpg\"   alt=\"Auch die Chefin des Bundesamts f\u00fcr die Sicherheit in der Informationstechnik ist betroffen: Claudia Plattner mit Innenminister Alexander Dobrindt im IT-Lagezentrum des BSI.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Auch die Chefin des Bundesamts f\u00fcr die Sicherheit in der Informationstechnik ist betroffen: Claudia Plattner mit Innenminister Alexander Dobrindt im IT-Lagezentrum des BSI. (Foto: Thomas Banneyer\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Offen ist bislang allerdings, ob es sich tats\u00e4chlich um einen illegalen Datendiebstahl handelt. Beh\u00f6rden pr\u00fcfen auch den Verdacht, dass KI-gest\u00fctzte Software \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Datenbanken oder auch berufliche Netzwerke durchforstet haben und so auf Eintr\u00e4ge gesto\u00dfen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Besorgt sind die Beh\u00f6rden vor allem, weil unklar ist, ob die Daten bereits verbreitet wurden. Politikern wurde deshalb den Angaben zufolge geraten, besser rasch die Nummern zu wechseln. Denn mit den Handydaten lie\u00dfen sich, abgesehen von nervenden Anrufen, auch weitere Cyberangriffe oder Abh\u00f6rma\u00dfnahmen ausf\u00fchren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201ePolitikerinnen und Politiker, F\u00fchrungskr\u00e4fte und Beh\u00f6rdenleitungen m\u00fcssen wie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwingend mobil erreichbar sein, um ihrer Arbeit effizient nachkommen zu k\u00f6nnen\u201c, r\u00e4umt zwar auch das BSI ein. \u201eDamit geht einher, dass Rufnummern nicht per se geheim sein k\u00f6nnen.\u201c Dennoch m\u00fcsse man sich dar\u00fcber im Klaren sein, dass diese Rufnummern und damit die Inhaber pers\u00f6nlich zum Ziel von Cyberangriffen oder unerw\u00fcnschten Kontaktaufnahmen werden k\u00f6nnten, r\u00e4t die Bonner Beh\u00f6rde, die dem Bundesinnenministerium unterstellt ist. Das gelte besonders f\u00fcr Personen in exponierten Positionen oder in sicherheitsrelevanten Kreisen, warnt das BSI.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Das BSI lie\u00df offen, warum auch die Daten der eigenen Chefin im Netz zu finden waren. Das Bundesamt fordert nun erneut den Einsatz modernster Technik im Kampf gegen solche Angriffe \u2013 und richtet sich damit offenbar auch an Adressaten wie das Kanzleramt oder die Spitze von Ministerien, denen das Leck zuvor nicht bekannt gewesen sein soll. F\u00fcr sicherheitsrelevante Kommunikation st\u00fcnden abgesicherte Kan\u00e4le zur Verf\u00fcgung. \u201eDiese m\u00fcssen gerade angesichts der aktuellen geopolitischen Lage konsequent genutzt werden\u201c. Vor allem Russland und China werden hinter Cyberangriffen auf deutsche Politiker und Beh\u00f6rden vermutet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/taurus-lieferung-spionage-russland-scholz-bundeswehr-1.6415170\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Im vergangenen Jahr h\u00f6rten russische Spione<\/a> eine nicht ausreichend abgesicherte Webex-Schalte f\u00fchrender Bundeswehr-Offiziere zu einem m\u00f6glichen Taurus-Einsatz in der Ukraine ab. Der Mitschnitt landete anschlie\u00dfend im Netz, nach internen Ermittlungen entschied sich Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) aber gegen personelle Konsequenzen wegen der verh\u00e4ngnisvollen Telefonschalte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Handynummern mehrerer deutscher Spitzenpolitiker und Beh\u00f6rdenchefs sind im Internet von H\u00e4ndlern zum Kauf angeboten worden. 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