{"id":413597,"date":"2025-09-11T06:05:12","date_gmt":"2025-09-11T06:05:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/413597\/"},"modified":"2025-09-11T06:05:12","modified_gmt":"2025-09-11T06:05:12","slug":"wiesbaden-im-fokus-europaeischer-austausch-zu-barrierefreier-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/413597\/","title":{"rendered":"Wiesbaden im Fokus: Europ\u00e4ischer Austausch zu barrierefreier Kultur"},"content":{"rendered":"<p>Die KulturRegion FrankfurtRheinMain lud vom 3. bis 5. September zum vierten internationalen Treffen im Rahmen des Projekts \u201eOpenRegioCulture \u2013 Barrierearme Zug\u00e4nge zu Kultur\u201c ein. Als eine von neun Partnerregionen im Interreg Europe Programm f\u00f6rdert die KulturRegion den l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Dialog \u00fcber inklusive Kulturformate.<\/p>\n<p>Ziel des vierj\u00e4hrigen Projekts ist es, praxisnahe Leitlinien zu entwickeln, die zur Nachahmung anregen und den Zugang zur Kultur f\u00fcr Menschen mit Behinderungen erleichtern. Ausgangspunkt f\u00fcr die regionale Umsetzung sind die im Kulturentwicklungsplan der Landeshauptstadt Wiesbaden verankerten Standards zur Barrierefreiheit.<\/p>\n<p>Inklusive Kulturangebote in Wiesbaden und Frankfurt<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt des Treffens standen Angebote f\u00fcr blinde und sehbehinderte Menschen. Die internationalen G\u00e4ste besuchten gemeinsam mit regionalen Akteuren ausgew\u00e4hlte Kulturorte in Frankfurt und Wiesbaden.<\/p>\n<p>In Frankfurt \u00f6ffneten das K\u00fcnstlerhaus Mousonturm und das Dialogmuseum ihre T\u00fcren. In Wiesbaden standen F\u00fchrungen durch das Stadtmuseum am Markt (sam), das Kunsthaus Wiesbaden, das Museum Reinhard Ernst und das Schloss Freudenberg auf dem Programm.<\/p>\n<p>Barrierefreie Kulturformate als Vorbild<\/p>\n<p>Nach den Besuchen reflektierten die Teilnehmer ihre Eindr\u00fccke im Hinblick auf die eigene kulturelle Praxis. Dabei wurde deutlich, wie vielf\u00e4ltig die barrierefreien Angebote in der Rhein-Main-Region bereits sind: von inklusiven Kunstf\u00fchrungen \u00fcber Tastformate im Theater bis hin zu Ausstellungen im Dunkeln. Viele Einrichtungen setzen sich oft mit begrenzten Ressourcen, aber mit gro\u00dfem Engagement daf\u00fcr ein, Kultur f\u00fcr unterschiedliche Zielgruppen zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<p>Besonders eindrucksvoll war das Erleben der Dunkelheit, das Empathie und Sinneswahrnehmung sch\u00e4rft. Ob beim Rundgang durch den lichtlosen Parcours im Dialogmuseum oder beim Getr\u00e4nkebestellen in der Dunkelbar im Schloss Freudenberg, Inklusion wurde hier unmittelbar erfahrbar. Die Anleitung durch blinde und sehbehinderte Experten erm\u00f6glichte einen Perspektivwechsel, der nachhaltig wirkt.<\/p>\n<p>Schloss Freudenberg als Ort f\u00fcr Begegnung<\/p>\n<p>Im Schloss Freudenberg kamen die europ\u00e4ischen G\u00e4ste mit Vertretern aus Politik, Kultur und Inklusionsinitiativen aus der Region zusammen.<\/p>\n<p>Die Tanzperformance \u201eMoving Through Imperfect Time\u201c er\u00f6ffnete den Austausch. Sie thematisierte die Wahrnehmung von Bewegung im Raum und wurde durch eine offene Audiodeskription in Deutsch und Englisch f\u00fcr alle Besucherinnen und Besucher zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<p>Stimmen aus Politik und Kultur<\/p>\n<p>\u201eWir glauben, dass Kultur durch die Beteiligung jedes Einzelnen gepr\u00e4gt wird, dass sie in vielen Bereichen wirkt und eine Grundlage unserer politischen und sozialen Interaktionen ist\u201c, sagte Christoph Degen (SPD), Staatssekret\u00e4r im Hessischen Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.<\/p>\n<p>\u201eDie Entwicklung der Kultur ist kein einseitiger Prozess, bei dem Verwaltungen und Institutionen den B\u00fcrgern und dem Publikum etwas beibringen. Es ist ein Prozess der gemeinsamen Gestaltung. Indem vielf\u00e4ltige Sichtweisen einbezogen werden, gewinnen wir Erkenntnisse und Impulse, die die Kultur f\u00fcr alle bereichern\u201c, erg\u00e4nzte Bettina Gies (B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen), Stadtr\u00e4tin der Landeshauptstadt Wiesbaden.<\/p>\n<p>Austausch st\u00e4rkt Inklusion<\/p>\n<p>\u201eProjekte wie OpenRegioCulture zeigen besonders deutlich, wie wichtig es ist, ein nachhaltiges und dauerhaftes Netzwerk aufzubauen, in dem wir nicht nur unsere Ideen, sondern auch unsere Fragen austauschen und zu einem aktiven Kulturfeld beitragen\u201c, w\u00fcrdigte Dr. Ina Hartwig (SPD), Aufsichtsratsvorsitzende der KulturRegion und Dezernentin f\u00fcr Kultur und Wissenschaft in Frankfurt am Main.<\/p>\n<p>Workshop zu Barrierefreiheit in Kunst und Kultur<\/p>\n<p>Der Austausch im Schloss Freudenberg dauerte bis in die Abendstunden und wurde am Folgetag mit einem Workshop fortgesetzt. Unter dem Titel \u201eBuilding Capacity\u201c ging es um Sensibilisierung im Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen sowie um konkrete Ma\u00dfnahmen zum Abbau von Barrieren in kulturellen Einrichtungen.<\/p>\n<p>N\u00e4chste Station in den Niederlanden<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf des Projekts steht im M\u00e4rz 2026 ein weiteres Treffen in der niederl\u00e4ndischen Partnerregion Zuid-Limburg an. Dort werden erneut inklusive Kulturangebote besucht und Erfahrungen ausgetauscht.<\/p>\n<p>Internationale Partner f\u00fcr inklusive Kultur<\/p>\n<p>Zu den Projektpartnern z\u00e4hlen neben der KulturRegion FrankfurtRheinMain die Ma\u0142opolska Region und das Ma\u0142opolska Institute of Culture in Krak\u00f3w (Polen), Maramure\u0219 County (Rum\u00e4nien), Hajd\u00fa-Bihar County (Ungarn), Central Greece Region (Griechenland), Corsica Region (Frankreich), Stichting VVV Zuid-Limburg\/Visit Zuid-Limburg (Niederlande), Riga Planning Region (Lettland) und das KMOP Policy Center ASBL (Belgien).<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: <a href=\"https:\/\/www.interregeurope.eu\/openregioculture\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.interregeurope.eu\/openregioculture<\/a><\/p>\n<p>P.S.: Sind Sie bei Facebook? 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