{"id":414075,"date":"2025-09-11T10:24:12","date_gmt":"2025-09-11T10:24:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/414075\/"},"modified":"2025-09-11T10:24:12","modified_gmt":"2025-09-11T10:24:12","slug":"wuetender-protest-gegen-macron-in-frankreich-es-reicht-sie-koennen-nicht-gegen-alle-entscheiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/414075\/","title":{"rendered":"W\u00fctender Protest gegen Macron in Frankreich: &#8222;Es reicht. Sie k\u00f6nnen nicht gegen alle entscheiden&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Tr\u00e4nengas, Barrikaden und Tausende von Menschen auf den Stra\u00dfen &#8211; Frankreichs neuer Premierminister S\u00e9bastien Lecornu tritt sein Amt mitten in einer Protestwelle an. Am Mittwoch demonstrierten Zehntausende in der Hauptstadt und im ganzen Land unter dem Motto &#8222;Bloquons tout&#8220; (&#8222;Alles blockieren&#8220;). Alles blockiert haben die Protestierenden nicht.<\/p>\n<p>Die Regierung setzte landesweit rund 80 000 Polizisten ein. In Paris versuchten einige Demonstranten am fr\u00fchen Morgen, \u00f6ffentliche Verkehrsmittel und den Autoverkehr an entscheidenden Punkten zu blockieren, wurden aber schnell von der Polizei auseinandergetrieben. In l\u00e4ndlichen Regionen gab es Protest von ehemaligen Gelbwesten an Kreisverkehrspl\u00e4tzen. 2018 und 2019 hatten die Gelbwesten immer wieder den in Frankreich beliebten Kreisverkehr blockiert.<\/p>\n<p>In Lyon war der Place Bellecour in der Innenstadt f\u00fcr den Verkehr abgeriegelt. Die Polizei lieferte sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit vorwiegend schwarz gekleideten jungen Leuten. Viele Gesch\u00e4fte machten vor\u00fcbergehend dicht, weil die Sicherheitskr\u00e4fte immer wieder Tr\u00e4nengas einsetzten, um die Protestierenden zu vertreiben.<\/p>\n<p>Zuvor hatten sich in Paris Hunderte vor dem Gare du Nord, einem der verkehrsreichsten Bahnh\u00f6fe Europas, versammelt. Sp\u00e4ter kamen viele weitere auf dem Place du Ch\u00e2telet im Zentrum von Paris, zusammen &#8211; diesmal in einer viel ruhigeren Atmosph\u00e4re, aber unter der Oberfl\u00e4che ist die Wut sp\u00fcrbar. <\/p>\n<p>&#8222;Lecornu ist wirklich das Schlimmste&#8220;<\/p>\n<p>Dass Emmanuel Macron seinen langj\u00e4hrigen Vertrauten S\u00e9bastien Lecornu zum Premierminister ernannt hat, bringt viele politische Gegner auf die Palme.<\/p>\n<p>Sandrine Rousseau, Abgeordnete der Gr\u00fcnen Partei, sagte in Paris im Gespr\u00e4ch mit Euronews: &#8222;S\u00e9bastien Lecornu ist das Symptom der Krise, mit anderen Worten, er ist wirklich das Schlimmste vom Schlimmsten, was wir uns im Moment vorstellen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Rousseau wirft Macron auch eine Art Alleinherrschaft vor: &#8222;Es ist unglaublich, dass Emmanuel Macron dies getan hat, nach der Niederlage von Bayrou bei der Vertrauensabstimmung, nach der Entlassung von Barnier. Wir k\u00f6nnen es nicht mehr ertragen. Emmanuel Macron, Sie haben nicht Recht &#8211; gegen alle. Emmanuel Macron, Sie sind nicht der Einzige, der wei\u00df, was zu tun ist. Es reicht. Tatsache ist, dass Sie nur eine Minderheit im Land vertreten, Sie k\u00f6nnen Politik nicht allen und gegen alle durchsetzen.&#8220; <\/p>\n<p>Eric Challal &#8211; Eisenbahner und Gewerkschaftsvertreter &#8211; beklagt, dass die Vorschl\u00e4ge der Regierung Bayrou an den Bed\u00fcrfnissen der Menschen vorbeigehen: &#8222;Die Ank\u00fcndigung des Bayrou-Plans, an zwei Feiertagen umsonst zu arbeiten, die f\u00fcnft\u00e4gige Wartezeit, bevor Krankentage bezahlt werden: wir haben es satt, wir sind es leid zu zahlen, wir arbeiten hart, wir halten uns kaum \u00fcber Wasser mit unseren Geh\u00e4ltern und dann zu sagen, das Defizit w\u00e4re unsere Schuld. Es ist unertr\u00e4glich, das zu h\u00f6ren.&#8220; <\/p>\n<p>F\u00fcr den neuen Premierminister war es ein harter erster Arbeitstag. S\u00e9bastien Lecornu hat nun die Aufgabe, die politische Stabilit\u00e4t in einem zersplitterten und feindseligen Parlament wiederherzustellen, w\u00e4hrend er gleichzeitig mit einer massiven B\u00fcrgerbewegung konfrontiert ist, die entschlossen ist, den Druck aufrechtzuerhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG Tr\u00e4nengas, Barrikaden und Tausende von Menschen auf den Stra\u00dfen &#8211; Frankreichs neuer Premierminister S\u00e9bastien Lecornu tritt sein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":414076,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,710,1356,548,663,3934,3980,156,109227,1109,13,14,15,121,12],"class_list":{"0":"post-414075","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-demonstrationen","11":"tag-emmanuel-macron","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-france","16":"tag-frankreich","17":"tag-frankreichs-schulden","18":"tag-haushalt","19":"tag-headlines","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-polizei","23":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115185180415785054","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/414075","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=414075"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/414075\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/414076"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=414075"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=414075"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=414075"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}