{"id":414521,"date":"2025-09-11T14:26:17","date_gmt":"2025-09-11T14:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/414521\/"},"modified":"2025-09-11T14:26:17","modified_gmt":"2025-09-11T14:26:17","slug":"uk-pilot-zeigt-weg-zur-flaechendeckenden-sammlung-von-flexverpackungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/414521\/","title":{"rendered":"UK-Pilot zeigt Weg zur fl\u00e4chendeckenden Sammlung von Flexverpackungen"},"content":{"rendered":"<p> 11. September 2025<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Der Flexible Plastic Fund hat gemeinsam mit Suez, Recoup und Wrap die Ergebnisse des dreieinhalbj\u00e4hrigen Projekts FlexCollect vorgelegt. Der Abschlussbericht skizziert, wie flexible Kunststoffverpackungen in Gro\u00dfbritannien fl\u00e4chendeckend per Hausabholung gesammelt und recycelt werden k\u00f6nnen \u2013 finanziert \u00fcber die erweiterte Herstellerverantwortung. Beteiligt und f\u00f6rdernd waren unter anderem die britische Regierung, Innovate UK sowie zahlreiche Markenhersteller.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Studie setzt an einer gro\u00dfen Stoffstromgr\u00f6\u00dfe an: Sch\u00e4tzungsweise 1,7 Mio. Tonnen flexibler Kunststoffverpackungen kommen j\u00e4hrlich im Vereinigten K\u00f6nigreich auf den Markt. Ab April 2027 sind Kerbside-Sammlungen vorgeschrieben; FlexCollect zeige, dass die Integration in bestehende Systeme mit geringem Aufwand m\u00f6glich ist. Zehn sehr unterschiedliche Kommunen nahmen teil, von urban bis l\u00e4ndlich und mit verschiedenen Erfassungssystemen.<\/p>\n<p>Ergebnisse zur Sammlung, Sortierung und Verwertung<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kernbefund ist, dass sich Flexverpackungen in allen g\u00e4ngigen Sammelvarianten per bereitgestelltem Sammelbeutel erfassen lassen \u2013 entweder in den vorhandenen Beh\u00e4ltern mitgef\u00fchrt oder, bei entsprechender Technik, auch lose in der Mischsammlung. Ein 40-Mikron-Beutel gilt als Standard f\u00fcr das sogenannte \u201eSurvival-Bag\u201c-Verfahren; Quellengetrennte Systeme k\u00f6nnen teils auch d\u00fcnnere Beutel nutzen. Wo Haushalte eigene Beutel nutzten, sanken Beteiligung und Qualit\u00e4ten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Materialqualit\u00e4t erwies sich als hoch. Laut Zusammensetzungsanalyse bestand der Input mehrheitlich aus Zielmaterial, sauber und frei von Lebensmittelresten; die Grafik auf Seite 6 weist 82 % \u201ePlastic bags and wrapping\u201c aus. Modellrechnungen auf Basis der Demografie deuten auf gut 150.000 Tonnen gesammelt in 2027 und rund 200.000 Tonnen bis 2030.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aufbereitungsseitig k\u00f6nnen viele Sortieranlagen Beutelsammlungen mit zus\u00e4tzlichen Greifkr\u00e4ften und ggf. kleineren Anpassungen bew\u00e4ltigen; f\u00fcr lose Flexanteile sind gr\u00f6\u00dfere Umbauten n\u00f6tig. Erfahrungen aus Sherbourne zeigen, dass vollkommene Mischfraktionen inklusive Flexmaterial technisch trennbar sind, jedoch mit geringeren Wirkungsgraden \u2013 <strong>besonders, wenn Papier und Karton in der Mischung enthalten sind<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In den Endm\u00e4rkten erzielten die getesteten Recyclingwege hohe R\u00fcckgewinnungsraten von meist \u00fcber 80 %. Mechanisch recyceltes Material lie\u00df sich als \u201ejazz\u201c-PE f\u00fcr flexible Anwendungen und als PP f\u00fcr starre Anwendungen einsetzen; zudem war eine vollst\u00e4ndige Nutzung in \u201eplastic lumber\u201c m\u00f6glich. Kleine Testmengen best\u00e4tigten die generelle Eignung f\u00fcr unterschiedliche chemische Verfahren. Gleichzeitig besteht aktuell noch eine Kapazit\u00e4tsl\u00fccke im Vereinigten K\u00f6nigreich; im Aufbau befindliche Anlagen sowie freie europ\u00e4ische Kapazit\u00e4ten k\u00f6nnten diese ab 2027 deutlich schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Kosten und Skalierung<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr eine Beispielkommune mit 75.000 Haushalten erg\u00e4ben sich modellierte Gesamtkosten von 6,56 Pfund pro Haushalt und Jahr. Darin enthalten sind Sammlung, zus\u00e4tzlicher Personalaufwand f\u00fcrs Abnehmen der Beutel an der Sortierlinie, moderate Anlagenanpassungen und Gate-Fees der Verwerter. Umgerechnet entspricht das rund 1.671 Pfund pro Tonne beziehungsweise etwa 0,12 Pence je verkaufsf\u00e4higer Produkteinheit am Markt. W\u00e4hrend die Marktpreise w\u00e4hrend der Projektlaufzeit schwankten, lag das am h\u00e4ufigsten gezahlte Gate-Fee bei 650 Pfund pro Tonne.<\/p>\n<p>Einordnung f\u00fcr Verpacker und Kommunen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr Kommunen legt der Bericht einen pragmatischen Startpfad nahe: fl\u00e4chendeckende Beutelverteilung zu Beginn, fortlaufende Nachversorgung auf Abruf oder via Ausgabestellen und enge Abstimmung mit den Sortierbetrieben \u00fcber Annahme- und Pick-Prozesse. F\u00fcr Inverkehrbringer liefere die Kostenaufteilung eine belastbare Basis f\u00fcr EPR-Kalkulationen und zeigt, dass verl\u00e4ssliche Inputmengen Investitionen in britische Endm\u00e4rkte beschleunigen k\u00f6nnen. Insgesamt beschreibt FlexCollect einen durchf\u00fchrbaren, datenbasierten Weg zu kreislauff\u00e4higeren Flexverpackungen \u2013 mit operativ \u00fcberschaubarem Mehraufwand, aber klarem Bedarf an z\u00fcgigem Kapazit\u00e4tsausbau in der Verwertung, wie es hei\u00dft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Quelle: Flexible Plastic Fund<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"11. 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