{"id":414828,"date":"2025-09-11T17:09:16","date_gmt":"2025-09-11T17:09:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/414828\/"},"modified":"2025-09-11T17:09:16","modified_gmt":"2025-09-11T17:09:16","slug":"was-tut-die-eu-um-die-ostsee-zu-schuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/414828\/","title":{"rendered":"Was tut die EU, um die Ostsee zu sch\u00fctzen?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 11.09.2025 14:26 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Schwindende Fischbest\u00e4nde, Verschmutzung und Klimakrise: Die Ostsee suchen seit Jahrzehnten viele Krisen heim. Kann der Naturschutzraum erhalten werden und was tut die Europ\u00e4ische Union daf\u00fcr?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/korrespondenten\/magro-102.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Jean-Marie Magro\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/magro-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Ostsee geht es nicht gut. N\u00e4hrstoffe belasten sie, Algen verhindern, dass Sonnenlicht in die tieferen Lagen durchdringt. Die Lage wird seit Jahren nicht besser. Und das \u00fcber alle acht EU-Anrainerstaaten hinweg, denn das Meer kennt keine Grenzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Fischbest\u00e4nde in der Ostsee bleiben seit Jahren gering &#8211; und das trotz strenger Fangquoten auf EU-Ebene: &#8222;Das Problem liegt heute nicht mehr nur im Fang, sondern auch in den verschiedenen Umweltver\u00e4nderungen, am Kormoran und der Robbe&#8220;, sagt Hendrik Terras. Der estnische Landwirtschaftsminister ist auch f\u00fcr die Fischerei zust\u00e4ndig. &#8222;Die Best\u00e4nde sind kritisch, und wir m\u00fcssen etwas machen, um das zu verbessern.&#8220; Fr\u00fcher war der Kormoran vom Aussterben bedroht. Mittlerweile aber nisten allein in Estland \u00fcber 44.000 Paare, erz\u00e4hlt Terras.<\/p>\n<p>    Viele Ma\u00dfnahmen &#8211; kaum Wirkung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie verschiedenen EU-L\u00e4nder tauschen sich zwar aus, aber die Interessen sind unterschiedlich. Die Europ\u00e4ische Union hat mittlerweile einen bunten Strau\u00df an Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Schutz der Ostsee auf den Weg gebracht. Nur zeigen diese kaum positive Wirkung. Allein, um N\u00e4hrstoffeintr\u00e4ge wie Stickstoff und Phosphor zu verringern, hat die EU eine Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, eine Wasserrahmenrichtlinie und einen Aktionsplan Ostsee verabschiedet. Die Ziele: klar verfehlt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs mangele nicht an Vorschriften, sondern an der Umsetzung, sagt der CDU-Europaabgeordnete Niclas Herbst: &#8222;Wir neigen dazu, mit dem Finger auf die Landwirtschaft zu zeigen, weil wir dort am ehesten glauben, etwas machen zu k\u00f6nnen. Und wir schauen immer auf die Fangquoten, als ob das die einzige Stellschraube w\u00e4re. Da fehlt so der Blick aufs gro\u00dfe Ganze.&#8220; Fr\u00fcher mag es vielleicht \u00dcberfischung gegeben haben, das tr\u00e4fe jedoch lange nicht mehr zu.<\/p>\n<p>    Neue Fangquoten geplant<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Oktober wird ein neuer Vorschlag der Kommission debattiert: Die Fangquote f\u00fcr den Hering soll halbiert werden, die des Dorschs um 84 Prozent zur\u00fcckgehen. Dabei d\u00fcrften die beiden wichtigsten Fischarten schon heute kaum mehr gefangen werden, sagt Europaabgeordneter Herbst. Au\u00dferdem soll eine Ausnahmeregelung f\u00fcr kleine K\u00fcstenfischer, die mit Stellnetzen Hering fangen, abgeschafft werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer CDU-Politiker fordert, die EU sollte lieber versuchen, N\u00e4hrstoffeintr\u00e4ge aus industriellen Abw\u00e4ssern und Ballungsgebieten, die in Fl\u00fcsse wie die Oder gelangen, zu verringern: &#8222;Aktuell sehe ich eher den Ansatz hier in Br\u00fcssel zu sagen: &#8218;Wir machen eher so weiter, und wenn die Fischerei weg ist, ist sie weg.&#8216; Das kann es aber nicht sein.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Auswirkungen langj\u00e4hriger \u00dcberfischung bleiben dabei unbestritten: Forschende des Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Ozeanforschung in Kiel haben in einer Studie nachgewiesen, dass sich das Erbgut von Dorschen ver\u00e4ndert hat. Die gefangenen Fische sind inzwischen nur noch halb so gro\u00df wie vor 25 Jahren. Dennoch pflichtet die SPD-Europaabgeordnete Sabrina Repp ihrem Parlamentskollegen Herbst zumindest teilweise bei: &#8222;Was wir nat\u00fcrlich auch nicht wollen ist, dass dieser Zweig komplett verloren geht, aber er muss sich eben auch an die transformativen Aufgaben anpassen.&#8220; Schon heute gebe es etwa Programme f\u00fcr Fischer, die nicht nur fangen, sondern auch Wasserproben entnehmen.<\/p>\n<p>    Europ\u00e4ische Zusammenarbeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr die Rostockerin sind f\u00fcr die Zukunft der Ostsee zwei Dinge entscheidend: Erstens m\u00fcssten Umweltschutz und wirtschaftliche Interessen zusammengehen. Daf\u00fcr brauche es ein Bekenntnis zu Erneuerbaren Energien, nicht zu weiteren Bohrungen nach Gas. Zweitens: &#8222;Die Ostsee endet nicht irgendwie an den Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern, sondern geht dar\u00fcber hinaus.&#8220; Und deswegen sei es wichtig, dass alle Staaten gemeinsam Verantwortung \u00fcbernehmen &#8222;und es nicht hei\u00dft: &#8218;Die nehmen mehr Fische raus und die auch.&#8216; (&#8230;) Es braucht dann eben auch diese Fangquoten &#8211; und auch eine Kontrolle dieser.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDar\u00fcber sind sich alle Gespr\u00e4chspartner einig: So gro\u00df der \u00c4rger mancher Fischer sein mag, ohne europ\u00e4ische Zusammenarbeit w\u00e4ren die einzelnen L\u00e4nder der Willk\u00fcr anderer Staaten ausgeliefert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.09.2025 14:26 Uhr Schwindende Fischbest\u00e4nde, Verschmutzung und Klimakrise: Die Ostsee suchen seit Jahrzehnten viele Krisen heim. 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