{"id":41510,"date":"2025-04-18T10:51:12","date_gmt":"2025-04-18T10:51:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/41510\/"},"modified":"2025-04-18T10:51:12","modified_gmt":"2025-04-18T10:51:12","slug":"the-who-trennt-sich-von-zak-starkey-das-ende-einer-aera-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/41510\/","title":{"rendered":"The Who trennt sich von Zak Starkey \u2013 das Ende einer \u00c4ra? &#8211; Kultur"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-lead\">Die legend\u00e4re englische Rockband The Who feuert Schlagzeuger Zak Starkey. Ein schlechter Witz. Und wom\u00f6glich gef\u00e4hrlich f\u00fcr die Band selbst.<\/p>\n<p class=\"article-author__name\">\n            Autor:\u00a0<\/p>\n<p>                Michael Luisier<\/p>\n<p class=\"article-author__date js-dateline\" data-publicationdate=\"2025-04-17T16:15:53+02:00\" data-modificationdate=\"2025-04-17T17:43:42+02:00\">\n            17.04.2025, 16:15\n        <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Was f\u00fcr ein Paukenschlag! Die ehemals lauteste Rockband der Welt, mit entsprechendem Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde, trennt sich von ihrem Schlagzeuger \u2013 weil er zu laut gespielt hat. Ausgerechnet die Band, die f\u00fcr das Zerschlagen von Gitarren und das Zerh\u00e4mmern von Schlagzeugen bekannt ist und die nicht zuletzt einen Basssound produzierte, der allein durch seine Lautst\u00e4rke ein Schlagzeug quer \u00fcber die B\u00fchne verschieben konnte, trennt sich von Zak Starkey.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Gr\u00fcnde gibt die Band nicht bekannt. Aber der Ausl\u00f6ser ist vermutlich der Eklat am Konzert vom 31. M\u00e4rz in der Londoner Royal Albert Hall, als der S\u00e4nger Roger Daltrey einen Einsatz verpasste und einen Song abbrechen musste, weil er sich \u00fcber eine zugegebenermassen etwas laut gespielte Tempoversch\u00e4rfung Zak Starkeys ge\u00e4rgert hat.<\/p>\n<p>                                                        Rauswurf wegen Konzert-Eklat?<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Gitarrist und Songwriter Pete Townshend, Kreativkopf und neben Roger Daltrey das andere noch lebende Gr\u00fcndungsmitglied der einst vierk\u00f6pfigen Band, stand derweil stoisch daneben und wartete ab, bis Roger sich beruhigt hat. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Band auf B\u00fchne mit 'The Who'-Logo im Hintergrund.\" class=\"image-ng__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Bei einem Auftritt von The Who in London gab es k\u00fcrzlich Streit. S\u00e4nger Roger Daltrey beklagte sich \u00fcber Schlagzeuger Zak Starkey: \u00abUm den Song zu singen, muss ich die Tonart h\u00f6ren \u2013 aber ich h\u00f6re nur das Schlagzeug, das \u2039Bumm, Bumm, Bumm\u203a macht\u00bb.<\/p>\n<p>                    Getty Images\/Ian West\/PA Images<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Dann spielte dann das Intro ein zweites Mal. Who cares? Rogers Wutausbr\u00fcche sind bekannt. Dass es jetzt aber zum Rauswurf Starkeys kommt, ist schlimm f\u00fcr die Band.<\/p>\n<p>                                                        Alle sind im Lead<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Um das zu verstehen, muss man ins musikalische Universum dieser Band einsteigen. The Who ist keine normale Band. Die \u00fcbliche Aufteilung in Rhythmussektion und Leadinstrumente gibt es dort nicht. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Bei The Who ist alles Lead. Leadgesang, Leadbass und Leadschlagzeug. Das Einzige, was nicht Lead ist, ist Townshends Gitarrenspiel. Es ist vor allem rhythmisch. Das eigentliche Zentrum der Band. Der Rest hat freie Hand.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Diese Neudefinition der Rockmusik durch The Who hat M\u00f6glichkeiten geschaffen und zu Freiheiten gef\u00fchrt. Der The-Who-Bassist John Entwistle (1944-2002) und der The-Who-Schlagzeuger Keith Moon (1946-1978) haben ihre Instrumente quasi neu erfunden. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Vier M\u00e4nner vor rotem Hintergrund.\" class=\"image-ng__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                The Who 1965: Pete Townshend, Keith Moon, John Entwistle, Roger (v.l.n.r.). Sie krempelten die Definition von Rockmusik geh\u00f6rig um. Townshend und Daltrey sind bis heute dabei. Moon starb 1978, Entwistle 2002.<\/p>\n<p>                    Getty Images\/GAB Archive\/Redferns<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Der Songwriter Pete Townshend hat sich von Barockkomponisten gleichermassen inspirieren lassen wie von Minimalmusic und elektronischer Musik. Das f\u00fchrte innerhalb weniger Jahre vom Zweieinhalb-Minuten-Song zur Rockoper. Eine gewaltige Entwicklung der Rockmusik, die sp\u00e4ter von Bands wie \u00abQueen\u00bb und anderen weitergetragen wurde. <\/p>\n<p>                                                        Sohn von Ringo Starr<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das Problem dabei ist: Man muss das spielen k\u00f6nnen. Als Keith Moon 1978 starb, war die Band ein erstes Mal am Ende. Weder sein Nachfolger Kenny Jones (zu solide) noch dessen Nachfolger Simon Philipps (zu gut) passten hinein. Es musste schon einer wie Zak Starkey kommen, um ein Revival der Band zu erm\u00f6glichen. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Schlagzeuger hinter Plexiglaswand auf der B\u00fchne.\" class=\"image-ng__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Dem Branchenmagazin Variety sagte Zak Starkey nach seinem Rauswurf, dass er nun \u00abeine dringend n\u00f6tige Auszeit\u00bb mit seiner Familie plane. Zudem wolle er seine Autobiografie fertigstellen.<\/p>\n<p>                    Getty Images\/Dave J Hogan<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Zak Starkey aber kennt The Who wie kein zweiter. Er ist Ringo Starrs Sohn und Keith Moons Patenjunge. Er ist neben Keith Moon aufgewachsen, hat bei ihm Schlagzeug gelernt. Von ihm hat er die Musikalit\u00e4t \u00fcbernommen und ist trotzdem ein \u00abmoderner Drummer\u00bb geworden. Einer, der eine Band durch einen Abend f\u00fchren kann. Ganz im Gegensatz zu Moon, der nicht ein Konzert n\u00fcchtern gespielt hat.<\/p>\n<p>                                                        The Bandgeschichte is Over?<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Jetzt ist er weg, was angesichts der Bandgeschichte zum Ende f\u00fchren kann. Who\u2019s End ist man versucht zu sagen. So mutet der Titel des Songs, in dem das Malheur passiert ist, fast prophetisch an. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Es handelte sich n\u00e4mlich um ein St\u00fcck aus dem legend\u00e4ren Album \u00abWho\u2019s Next\u00bb aus dem Jahr 1971, das die Band \u00fcbrigens bis zu jenem fatalen Konzert in London noch nie live gespielt hatte. Und zwar um das St\u00fcck \u00abThe Song is Over\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die legend\u00e4re englische Rockband The Who feuert Schlagzeuger Zak Starkey. Ein schlechter Witz. 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