{"id":415193,"date":"2025-09-11T20:24:18","date_gmt":"2025-09-11T20:24:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/415193\/"},"modified":"2025-09-11T20:24:18","modified_gmt":"2025-09-11T20:24:18","slug":"red-storm-bravo-in-hamburg-grossuebung-des-militaers-ende-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/415193\/","title":{"rendered":"\u201eRed Storm Bravo\u201c in Hamburg: Gro\u00df\u00fcbung des Milit\u00e4rs Ende September"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Es ist ein Fall, der hoffentlich niemals eintritt, den aber Experten des Bundesnachrichtendienstes und des Bundesverteidigungsministeriums durchaus f\u00fcr denkbar halten:<a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/operationsplan-deutschland-krieg-in-fuenf-jahren-wie-sich-hamburg-vorbereitet\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> dass n\u00e4mlich Russland in zwei, drei Jahren in der Lage und auch willens sein k\u00f6nnte, einen NATO-Staat anzugreifen<\/a>. Denkbares Ziel: Litauen. In einem solchen Fall w\u00fcrde Deutschland nicht zum Kampf-, aber zum Aufmarschgebiet. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit m\u00fcssten Hunderttausende NATO-Soldaten per Stra\u00dfe, Schiene und in der Luft einmal quer durch unser Land an die Ostgrenze des B\u00fcndnisgebiets verlegt werden, um die russische Armee zu stoppen. Genau dieses Szenario wird vom 25. bis 27. September in Hamburg ge\u00fcbt.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eRed Storm Bravo\u201c \u2013 so hei\u00dft das Gro\u00dfman\u00f6ver, an dem 500 Soldaten und eine gro\u00dfe Zahl an Helfern und Mitarbeitern von Polizei, Feuerwehr und THW beteiligt sind, au\u00dferdem Hamburger Beh\u00f6rden und Unternehmen. Die \u00dcbung findet in verschiedenen Hamburger Stadtteilen statt. Das \u00dcbungsszenario geht davon aus, dass im Hafen bereits gro\u00dfe NATO-Truppenkontingente eingetroffen sind, und nun besteht die Herausforderung darin, sie \u00fcber Stra\u00dfen und Autobahnen auf den Weg in Richtung Nordosten zu bringen.<\/p>\n<p>Falls Russland das Baltikum angreift, wird Deutschland zum Aufmarschgebiet der NATO<\/p>\n<p>\u201eSollte Russland beabsichtigen, die NATO zu testen, wird Deutschland zur Drehscheibe f\u00fcr die Verlegung von Truppen und Material an die Ostflanke des B\u00fcndnisgebiets\u201c, erl\u00e4utert der Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, Kapit\u00e4n zur See Kurt Leonards, die Grundidee von \u201eRed Storm Bravo\u201c. \u201eDer milit\u00e4rische ,<a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/operationsplan-deutschland-krieg-in-fuenf-jahren-wie-sich-hamburg-vorbereitet\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Operationsplan Deutschland<\/a>\u2018 regelt, was dann zu tun ist. Deshalb \u00fcben wir verschiedene Szenarien.\u201c<\/p>\n<p> Kapit\u00e4n zur See Kurt Leonards, neuer Kommandeur des Landeskommandos Hamburg: \u201eWenn es uns nicht gelingt, eine glaubw\u00fcrdige Abschreckung hinzubekommen, dann gibt es wirklich Grund zur Sorge.\u201c Olaf Wunder<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/owu-1358-scaled.jpg\" alt=\"Bundeswehr\" class=\"\" data-recalc-dims=\"1\"\/>Kapit\u00e4n zur See Kurt Leonards, neuer Kommandeur des Landeskommandos Hamburg: \u201eWenn es uns nicht gelingt, eine glaubw\u00fcrdige Abschreckung hinzubekommen, dann gibt es wirklich Grund zur Sorge.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich <a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/polizei\/wegen-bedrohung-durch-russland-soldaten-ueben-im-hamburger-hafen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eRed Storm Alpha\u201c<\/a> im Jahr 2024 auf den Schutz verteidigungswichtiger Infrastruktur im Hamburger Hafen konzentrierte, steht bei \u201eRed Storm Bravo\u201c die zivil-milit\u00e4rische Zusammenarbeit im Fokus. Ziel der \u00dcbung ist es, das Landeskommando Hamburg noch besser auf seine Aufgabe im B\u00fcndnisfall vorzubereiten: zum einen die milit\u00e4rische F\u00fchrung, zum anderen die Koordination und Zusammenarbeit mit den zivilen Institutionen f\u00fcr das Funktionieren der \u201eDrehscheibe Deutschland\u201c hier im Bundesland zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>An \u201eRed Storm Bravo\u201c nehmen 500 Soldaten und zahlreiche zivile Akteure teil<\/p>\n<p>Insgesamt werden rund 500 Soldatinnen und Soldaten mit zahlreichen Fahrzeugen und Hubschraubern an \u201eRed Storm Bravo\u201c teilnehmen. Dazu kommen die Teilnehmer der beteiligten zivilen Institutionen und Unternehmen sowie deren Fahrzeuge und Ausr\u00fcstung. Um Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr Verkehr und Wirtschaft zu verringern, finden die Truppenbewegungen auf den Stra\u00dfen in der Nacht statt. Zu rechnen ist unter anderem tags\u00fcber mit Flugl\u00e4rm durch Hubschrauber sowie einer n\u00e4chtlichen Kolonnenfahrt im Stadtgebiet.<\/p>\n<p>Zur Koordination der \u00dcbung wird eine Operationszentrale in der Reichspr\u00e4sident-Ebert-Kaserne in Iserbrook eingerichtet und besonders gesichert. Zum \u00dcbungsszenario geh\u00f6ren zudem St\u00f6rf\u00e4lle wie beispielsweise zahlreiche Verwundete, die die Teilnehmenden vor zus\u00e4tzliche Herausforderungen stellen werden.<\/p>\n<p>Die Linke ruft zum Protest auf: \u201eKeine Kriegsspiele in Hamburg\u201c<\/p>\n<p>Verschiedene Gruppen protestieren gegen die \u00dcbung. Das B\u00fcndnis\u00a0\u201eGemeinsam gegen ,Red Storm Bravo\u2019\u201c, zu dem auch die linke B\u00fcrgerschaftsfraktion geh\u00f6rt, ruft zur Demonstration gegen das Man\u00f6ver auf. Ein Protestzug wird am Freitag, 26. September, ab 18 Uhr vom Rathausmarkt \u00fcber den St. Annenplatz zu den Landungsbr\u00fccken ziehen. Tenor: \u201eKeine Kriegsspiele in Hamburg\u201c. Kritisiert wird, dass neben logistischen Abl\u00e4ufen zur Truppenverlegung auch die\u00a0Repression zivilen Widerstands und die Umsetzung des Arbeitssicherstellungsgesetzes geh\u00f6re, mit dem Besch\u00e4ftigte im Kriegsfall\u00a0zur Zwangsarbeit herangezogen\u00a0werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" class=\"vg_wort_pixel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/vgzm.1021513-mopo-1634594.gif\" alt=\"\" style=\"width: 1px; height: 1px; position: absolute; pointer-events: none;\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist ein Fall, der hoffentlich niemals eintritt, den aber Experten des Bundesnachrichtendienstes und des Bundesverteidigungsministeriums durchaus f\u00fcr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":415194,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692],"class_list":{"0":"post-415193","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115187539564251925","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/415193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=415193"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/415193\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/415194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=415193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=415193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=415193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}