{"id":415284,"date":"2025-09-11T21:14:31","date_gmt":"2025-09-11T21:14:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/415284\/"},"modified":"2025-09-11T21:14:31","modified_gmt":"2025-09-11T21:14:31","slug":"bund-warnt-vor-aufweichung-der-eu-flottengrenzwerte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/415284\/","title":{"rendered":"BUND warnt vor Aufweichung der EU-Flottengrenzwerte"},"content":{"rendered":"<p>Im Vorfeld eines anstehenden EU-Autogipfels und angesichts aktueller Forderungen nach einer Abschw\u00e4chung der CO\u2082-Flottengrenzwerte meldet sich Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), deutlich zu Wort. Er warnt eindringlich vor einer Aufweichung der bestehenden Regelungen und bezeichnet die Flottengrenzwerte als das derzeit \u201ewirkungsvollste Instrument, um die CO\u2082-Emissionen im Verkehrssektor zu senken\u201c.<\/p>\n<p>\u201eNur wegen dieser Regelung hat der notwendige Wandel hin zu E-Autos in der EU \u00fcberhaupt Fahrt aufgenommen. Diese CO2-Mindeststandards jetzt zu verschieben oder aufzuweichen, ist brandgef\u00e4hrlich\u201c, so Bandt weiter. \u201eJede Abschw\u00e4chung bedeutet, dass nationale und internationale Abkommen zum Klimaschutz noch schwerer zu erreichen sein werden. Wer jetzt gegen die CO2-Mindeststandards k\u00e4mpft, handelt kurzsichtig, auch wirtschaftspolitisch.\u201c<\/p>\n<p>Besonders an EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen richtet Bandt einen klaren Appell: Sie solle trotz des Drucks aus der Autoindustrie an der aktuellen Regelung festhalten. Der Umweltverband erinnert daran, dass die Automobilindustrie sowie ihre Zulieferer bereits in die Verhandlungen eingebunden waren und von der EU mehrere Zugest\u00e4ndnisse erhalten haben.<\/p>\n<p>Ein zentraler Kompromiss sei dabei die gemeinsame Einigung gewesen, ab dem Jahr 2035 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zuzulassen. Diese Entscheidung sei unter Mitwirkung der Konzerne getroffen worden. \u201eAus Klimasicht war das bereits ein schmerzhafter Kompromiss\u201c, so Bandt. Eine zus\u00e4tzliche Abschw\u00e4chung der Flottengrenzwerte w\u00fcrde diese \u00dcbereinkunft weiter aush\u00f6hlen.<\/p>\n<p>Bandt pl\u00e4diert stattdessen f\u00fcr eine europ\u00e4ische Initiative zur F\u00f6rderung kleiner, ressourcen- und energiesparender E-Autos \u201eMade in Europe\u201c. Entscheidend bleibe jedoch das konsequente Festhalten am Ausstiegsdatum f\u00fcr neue Verbrenner-Pkw.<\/p>\n<p>Hintergrund der Debatte sind Forderungen aus der Autobranche. Der Verband der Automobilindustrie (VDA), die European Automobile Manufacturers\u2018 Association (ACEA) sowie einzelne Unternehmen setzen sich f\u00fcr eine Abschw\u00e4chung der CO\u2082-Grenzwerte ein. Zu den Forderungen geh\u00f6ren unter anderem das Aussetzen von Strafzahlungen und die R\u00fccknahme des Verkaufsverbots f\u00fcr neue, fossil betriebene Verbrenner ab 2035.<\/p>\n<p>Obwohl die Branche bereits Regelungen durchsetzen konnte, die den Weiterverkauf von Verbrennern mit synthetischen Kraftstoffen (\u201ee-Fuels\u201c) auch nach 2035 erm\u00f6glichen, bleibt der Druck auf die Politik hoch. Der BUND warnt jedoch davor, diesen Forderungen weiter nachzugeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Vorfeld eines anstehenden EU-Autogipfels und angesichts aktueller Forderungen nach einer Abschw\u00e4chung der CO\u2082-Flottengrenzwerte meldet sich Olaf Bandt,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":415285,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,38734,548,663,158,3934,3935,13,4507,14,15,12],"class_list":{"0":"post-415284","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-emissionen","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-nachhaltigkeit","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115187739813712088","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/415284","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=415284"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/415284\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/415285"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=415284"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=415284"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=415284"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}