{"id":415288,"date":"2025-09-11T21:16:10","date_gmt":"2025-09-11T21:16:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/415288\/"},"modified":"2025-09-11T21:16:10","modified_gmt":"2025-09-11T21:16:10","slug":"ohne-industrie-hat-deutschland-keine-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/415288\/","title":{"rendered":"Ohne Industrie hat Deutschland keine Chance"},"content":{"rendered":"<p>Ich brauche keine Manager, die mir mitteilen, dass sie Werke schlie\u00dfen. Ich brauche Manager, die Ideen haben, wie es weitergeht!\u201c Mit diesen Worten lobte Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) bei der Grundsteinlegung die Erweiterung des Transformatorenwerks von <a href=\"https:\/\/www.siemens-energy.com\/de\/de\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Siemens Energy<\/a> in N\u00fcrnberg. Der M\u00fcnchner Technologiekonzern investiert in der Frankenmetropole und schafft so 350 neue Arbeitspl\u00e4tze. Mit der Investition reagiert Siemens Energy auf die stark gestiegene weltweite Nachfrage nach Gro\u00dftransformatoren f\u00fcr den Netzausbau.<\/p>\n<p>S\u00f6der betonte auf Fr\u00e4nkisch, dass das N\u00fcrnberger \u201eDraffowerk\u201c einen Innovationsvorsprung im weltweiten Wettbewerb hat. Das best\u00e4tigte auch Christian Bruch, Vorstandschef von Siemens Energy, der Staatszeitung: \u201eWir haben ja mehrere dieser Werke in der ganzen Welt. Aber N\u00fcrnberg hat sich im Wettbewerb, der vor allem ein europ\u00e4ischer Wettbewerb war, durchgesetzt.\u201c Damit habe N\u00fcrnberg die interne Siemenskonkurrenz aus Kroatien ausgestochen.<\/p>\n<p>N\u00fcrnbergs S\u00fcdstadt in Siemens Energy City umbenennen<\/p>\n<p>N\u00fcrnbergs Oberb\u00fcrgermeister Marcus K\u00f6nig (CSU) hob hervor, dass Totgesagte l\u00e4nger leben. Denn das Trafowerk war schon vielfach Gegenstand von Schlie\u00dfungsdiskussionen. Er betonte, dass N\u00fcrnberg nach wie vor eine wichtige Industriestadt ist. Deutschlandweit liege die Frankenmetropole auf Platz sechs. Angesichts des Investments von Siemens sei zu \u00fcberlegen, ob die N\u00fcrnberger S\u00fcdstadt, in der sich das Trafowerk und andere Siemensbereiche befinden, nicht in \u201eSiemens Energy City\u201c umbenannt werden sollte.<\/p>\n<p>Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der unterstrich, dass Deutschland ohne Industrie keine Chance habe. Gerade digitale, von k\u00fcnstlicher Intelligenz getriebene Prozesse, w\u00fcrden bei der Steuerung von Maschinen immer wichtiger. Insofern liege die Zukunft in der Verbindung von digitalen Anwendungen mit dem Maschinen- und Anlagenbau. S\u00f6der betonte auch, dass der Standort Deutschland wieder wettbewerbsf\u00e4hig werden muss. Daran arbeite die Koalition in Berlin. \u201eBayern k\u00f6nnte ohne Deutschland, aber Deutschland ohne Bayern? Und Bayern ohne Franken?\u201c, fragte S\u00f6der launig angesichts der politischen, wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen. Er ist jedenfalls froh, dass \u201eSiemens immer noch f\u00fcr deutsche Wertarbeit steht\u201c.<\/p>\n<p>In N\u00fcrnberg werden seit 1912 Transformatoren hergestellt<\/p>\n<p>Derzeit besch\u00e4ftigt Siemens Energy knapp 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk in N\u00fcrnberg, in dem seit dem Jahr 1912 Transformatoren produziert werden. Aufgrund der erh\u00f6hten Nachfrage soll das Werk nun um rund 16 000 Quadratmeter erweitert werden, die Produktionskapazit\u00e4t wird so um circa 50 Prozent erh\u00f6ht. Die Bauma\u00dfnahmen erfolgen im laufenden Betrieb. Die neuen Fertigungsfl\u00e4chen sollen 2028 zur Verf\u00fcgung stehen. Der Freistaat Bayern f\u00f6rdert den Ausbau des Transformatorenwerks als regionalwirtschaftlich bedeutendes Zukunftsprojekt mit einer Technologief\u00f6rderung von bis zu 20 Millionen Euro \u2013 mit dem Ziel, den Innovationsstandort N\u00fcrnberg auch in Forschung und Entwicklung nachhaltig zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>\u201eN\u00fcrnberg wird ein Zentrum der Energiewende: Mit einer Investition von 220 Millionen Euro schafft Siemens Energy 350 moderne Arbeitspl\u00e4tze dort, wo seit \u00fcber einem Jahrhundert bereits erfolgreich Energiegeschichte geschrieben wird. Mit bis zu 20 Millionen Euro st\u00e4rken wir allein bei diesem Projekt die Forschung und Entwicklung. Wir schaffen damit ein Klima f\u00fcr wirtschaftsfreundliche Zukunft, sichere Arbeitspl\u00e4tze und umweltfreundliche Technologien\u201c, so S\u00f6der. Transformatoren und Konverter aus N\u00fcrnberg seien essenziell f\u00fcr sichere Stromnetze und ein wichtiger Baustein f\u00fcr die Energiewende. Die Technik von Siemens Energy sei die Voraussetzung f\u00fcr eine erfolgreiche Klimapolitik und der Freistaat f\u00f6rdere die Transformation nach Kr\u00e4ften. Siemens-Unternehmen sind laut S\u00f6der seit \u00fcber 100 Jahren in N\u00fcrnberg verwurzelt \u2013 ein Standort mit Tradition, Innovation und internationaler Strahlkraft.<\/p>\n<p>Schl\u00fcsseltechnologien f\u00fcr die Energiewende weltweit<\/p>\n<p>\u201eDeutschland bleibt attraktiv, wenn Wirtschaft und Politik gemeinsam Verantwortung \u00fcbernehmen\u201c, sagte Siemens Energy-Vorstandschef Christian Bruch. \u201eSiemens Energy verf\u00fcgt in N\u00fcrnberg \u00fcber 113 Jahre Erfahrung im Transformatorenbau, hochqualifizierte Mitarbeitende mit dem n\u00f6tigen Know-how sowie eine gute Infrastruktur. Das sind die richtigen Voraussetzungen, um Schl\u00fcsseltechnologien f\u00fcr die Energiewende weltweit auch zuk\u00fcnftig aus Deutschland heraus zu liefern.\u201c<\/p>\n<p>Transformatoren befinden sich an fast allen Knotenpunkten des Stromnetzes, um verschiedene Spannungsebenen zu verbinden und so Strom \u00fcber lange Distanzen hinweg transportieren zu k\u00f6nnen. Die in N\u00fcrnberg gefertigten Transformatoren werden weltweit in gro\u00dfen Energie-Infrastrukturprojekten eingesetzt \u2013 zum Beispiel zur Anbindung von gro\u00dfen Offshore-Windparks, zur Netzstabilisierung oder in internationalen Stromverbindungen, die den Energieaustausch zwischen L\u00e4ndern erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Bereits 2024 hatte Siemens Energy angek\u00fcndigt, am selben Standort 90 Millionen Euro in eine neue Fertigung f\u00fcr Konverter zu investieren. Insgesamt hat Siemens Energy in den letzten drei Jahren rund eine Milliarde Euro in Deutschland investiert. 2024 hat der Konzern rund 1300 neue Stellen in Deutschland geschaffen, bis Ende 2026 sollen bis zu 1500 weitere Stellen dazukommen.<br \/>(Ralph Schweinfurth)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ich brauche keine Manager, die mir mitteilen, dass sie Werke schlie\u00dfen. 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