{"id":415313,"date":"2025-09-11T21:32:13","date_gmt":"2025-09-11T21:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/415313\/"},"modified":"2025-09-11T21:32:13","modified_gmt":"2025-09-11T21:32:13","slug":"ein-schutzraum-aus-vergangenen-zeiten-bunkerfuehrungen-zum-tag-des-offenen-denkmals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/415313\/","title":{"rendered":"Ein Schutzraum aus vergangenen Zeiten: Bunkerf\u00fchrungen zum Tag des offenen Denkmals"},"content":{"rendered":"<p>\u201eIch kann diese Angst niemals nachempfinden\u201c, ist Ingmar Luther \u00fcberzeugt. Das Gef\u00fchl, von dem der Stadtarch\u00e4ologe spricht, kennt wohl kaum jemand mehr, der hierzulande aufgewachsen ist, \u201eweil wir die gl\u00fcckliche Situation hatten, dass wir bisher keinen Krieg hier in Deutschland hatten\u201c. Es ist das Gef\u00fchl, dass die Menschen im Zweiten Weltkrieg in die Schutzr\u00e4ume trieb, wo sie hofften, vor Bombenangriffen sicher zu sein. Aus dieser Zeit stammen auch die Relikte, die sich im Tiefbunker \u201eDanziger Freiheit\u201c heute noch finden. Zum diesj\u00e4hrigen Tag des offenen Denkmals veranstaltet die Untere Denkmalbeh\u00f6rde erstmals F\u00fchrungen durch das unterirdische Bauwerk an der Bornstra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Gut erhaltenes Zeugnis aus dem Zweiten Weltkrieg<br \/><\/strong>\u00dcber 2.000 Menschen suchten nach Einsch\u00e4tzung des Stadtarch\u00e4ologen auf den etwa 30 mal 36 Metern Schutz. Nach dem Ende des Krieges nutzte das Deutsche Rote Kreuz die R\u00e4ume dann, um Obdachlose unterzubringen, denn Wohnraum war rar. Als sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt Anfang der Sechzigerjahre entspannte, blieb der Tiefbunker ungenutzt zur\u00fcck. Etwaige Pl\u00e4ne der Stadt f\u00fcr eine Nutzung verliefen im Sande. Darum aber ist Luther als Leiter der Unteren Denkmalbeh\u00f6rde nicht traurig \u2013 im Gegenteil: \u201eIch bin sehr dankbar, dass die Anlage so verschlossen geblieben ist, sodass wir zum heutigen Zeitpunkt (\u2026) eine recht ungest\u00f6rte Anlage sehen.\u201c<\/p>\n<p>                                2. Studierende der FH Dortmund interpretieren die R\u00e4ume auf ihre eigene Weise.<\/p>\n<p>                                3. Relikte wie dieses zerfallene Bett finden sich zu Hauf in dem alten Bunker.<\/p>\n<p>                                4. F\u00fcr die F\u00fchrungen werden Schutzmasken empfohlen.<\/p>\n<p><strong>F\u00fchrungen durch den Bunker und Installationen der FH<br \/><\/strong>Noch immer liegen auf den weitgehend erhaltenen Sitzb\u00e4nken Schuhe, Cremedosen, Schnapsgl\u00e4ser und andere Gegenst\u00e4nde, Anweisungen wie \u201eRuhe bewahren\u201c oder \u201eRauchen verboten\u201c prangen nach wie vor gut leserlich an den W\u00e4nden. Lediglich die Feuchtigkeit macht diesem historischen Ort zu schaffen, weshalb die Beh\u00f6rde denjenigen, die den Bunker am Wochenende besichtigen, zu Schutzmasken r\u00e4t.<\/p>\n<p>Zu sehen sein werden dann neben den originalgetreuen Einrichtungen auch Werke der FH Dortmund. Studierende aus dem Fachbereich Design installieren derzeit neun k\u00fcnstlerische Projekte im Bunker und werden zum Tag des offenen Denkmals \u201eihren eigenen Umgang mit den R\u00e4umen darlegen\u201c, so Stadtarch\u00e4ologe Luther.<\/p>\n<p>Von 10 bis 15:15 Uhr erhalten am Samstag alle Interessierten die M\u00f6glichkeit, den Tiefbunker zu besichtigen, am Sonntag sogar bis 17 Uhr. Wer in diesem Rahmen jedoch keine Gelegenheit findet, soll zuk\u00fcnftig auch \u00fcber einen virtuellen Rundgang Einblicke in das historische Bauwerk erlangen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eIch kann diese Angst niemals nachempfinden\u201c, ist Ingmar Luther \u00fcberzeugt. 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