{"id":415491,"date":"2025-09-11T23:12:14","date_gmt":"2025-09-11T23:12:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/415491\/"},"modified":"2025-09-11T23:12:14","modified_gmt":"2025-09-11T23:12:14","slug":"dieser-mord-ist-eine-zaesur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/415491\/","title":{"rendered":"\u201eDieser Mord ist eine Z\u00e4sur\u00a0\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der Mord an dem prominenten konservativen US-Aktivisten Charlie Kirk hat in den Vereinigten Staaten eine Welle der Best\u00fcrzung ausgel\u00f6st. Der 31-J\u00e4hrige war am Mittwoch bei einer Diskussionsveranstaltung an der Utah Valley University nur wenige Augenblicke nach Beginn seines Auftritts niedergeschossen worden. Kirk galt als enger Vertrauter von Pr\u00e4sident Donald Trump und hatte mit der Organisation \u201eTurning Point USA\u201c versucht, junge Menschen f\u00fcr konservative Politik zu begeistern.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Auch in Deutschland l\u00f6ste der Mordanschlag Betroffenheit aus, besonders bei der Alternative f\u00fcr Deutschland. Martin Kohler, Fraktionsvorsitzender der Berliner AfD, rief am Donnerstagabend zu einer Gedenkveranstaltung vor der US-Botschaft auf: \u201eIn Gedenken an Charlie Kirk.\u201c Laut der Berliner Polizei haben etwa 150 Personen an der Trauerveranstaltung teilgenommen.<\/p>\n<p>\u201eFriedrich Merz etwa hat sich bislang nicht ge\u00e4u\u00dfert\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Nachricht vom Mord an Charlie Kirk habe ihn \u201esprachlos\u201c gemacht, sagt Kohler der Berliner Zeitung. Im Dezember wollte er nach Phoenix in den Bundesstaat Arizona reisen, um am America Festival von \u201eTurning Point USA\u201c teilzunehmen. \u201eCharlie Kirk war nur vier Jahre \u00e4lter als ich, er hinterl\u00e4sst zwei kleine Kinder und eine Witwe\u201c, f\u00fcgt er hinzu. Nur etwas in den sozialen Medien zu posten, sei ihm nicht genug gewesen. Die Gedenkveranstaltung sei das Ergebnis dieser \u00dcberlegung.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Das viele Politiker \u00fcber die Tat schweigen, mache ihn \u201efassungslos\u201c, sagt Kohler. \u201eFriedrich Merz etwa hat sich bislang gar nicht ge\u00e4u\u00dfert, obwohl er sonst zu allen m\u00f6glichen au\u00dfenpolitischen Themen Stellung bezieht. Gleichzeitig gibt es auch positive Beispiele wie Cem \u00d6zdemir, der die Tat klar verurteilt hat.\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Mit der Mahnwache wolle man ein Zeichen setzen. Dennoch r\u00e4umt der AfD-Politiker ein, dass Angst vor Gewalt bei politischen Auftritten immer eine Rolle spiele: \u201eOb an Infost\u00e4nden oder beim Plakatieren\u201c. Aber man d\u00fcrfe sich davon nicht leiten lassen: \u201eSonst h\u00e4tten die ja gewonnen.\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Teilnehmer der Veranstaltung haben keine Schilder mitgebracht, sondern wei\u00dfe Rose und Kerzen. Minute f\u00fcr Minute wurden es am Donnerstagabend immer mehr. Sie stehen in kleinen Gruppen beieinander. Neben Martin Kohlen nehmen die AfD-Politiker Alexander Bertram, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch, sowie Berlins AfD-Chefin Christin Brinker, an der Gedenkfeier teil.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Ein Gymnasiallehrer, der anonym bleiben m\u00f6chte, berichtete am Rande der Gedenkveranstaltung von seinen Erfahrungen mit dem gesellschaftlichen Klima in Deutschland. Wer heute von der Mehrheitsmeinung abweiche, laufe schnell Gefahr, ausgegrenzt oder angefeindet zu werden, so der Lehrer. \u201eWenn man sich nicht einordnet und eigene Gedanken \u00e4u\u00dfert, kann das gef\u00e4hrlich enden\u201c, sagte er. Auch im privaten Umfeld habe er von Angriffen auf AfD-Politiker geh\u00f6rt, von besch\u00e4digten Autos bis hin zu k\u00f6rperlichen Attacken in Restaurants. \u201eDa st\u00fcrmen Leute einfach rein, kippen den Tisch um und schreien: \u201aIch hasse euch\u2018. Wo sind wir denn hingekommen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eMenschen m\u00fcssen wieder miteinander reden, nicht \u00fcbereinander\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Er warnte vor einer zunehmenden Verengung des Meinungskorridors: \u201eEs gibt nur noch ein sehr kleines Fenster, was man \u00f6ffentlich sagen darf, ohne angegriffen zu werden.\u201c Wichtiger als Lagerdenken sei, wieder in den Dialog zu kommen: \u201eMenschen m\u00fcssen wieder miteinander reden, nicht \u00fcbereinander. Man sollte sich die M\u00fche machen, sich in andere hineinzuversetzen und auch die eigenen Standpunkte infrage zu stellen.\u201c Nur so lasse sich die wachsende gesellschaftliche Spaltung \u00fcberwinden, betonte der Lehrer.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Auf der Kundgebung ergreift Kohler als erster das Wort und er\u00f6ffnet die Gedenkfeier: \u201eWir stehen an der Seite von Charlie Kirk und wollen sein Verm\u00e4chtnis weiterf\u00fchren, damit sein Tod nicht umsonst war. Wir wollen zeigen das alles, wof\u00fcr er stand \u2013 Familienwerte, seinen christlichen Glauben, seinen Patriotismus \u2013 hier in Deutschland weiterleben.\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Die Berliner AfD-Landesvorsitzende Kristin Brinker w\u00fcrdigte Kirk als \u201eeinen Mann, der Kontroversen nicht scheute, sondern suchte und der viele junge Menschen f\u00fcr konservative Werte begeistern konnte\u201c. Kirk sei ein \u201eVerfechter der absoluten Meinungsfreiheit\u201c gewesen, dessen Einsatz f\u00fcr Debatte, Freiheit und Familie unvergessen bleiben m\u00fcsse.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Der Mord an Kirk sei \u201egrausam und furchtbar, aber auch ein Fanal\u201c, sagt Brinker. Er habe Millionen von Menschen Hoffnung auf einen politischen Wandel gegeben, in den USA wie auch in Europa. \u201eDieser 10. September wird f\u00fcr mich eine Z\u00e4sur in der Geschichte des Westens bleiben. Ich werde mich in zehn oder 20 Jahren noch daran erinnern, wo ich war, als ich von diesem Attentat erfuhr.\u201c<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ\">Brinker sprach auch \u00fcber Kirks Familie: Seine Frau und seine beiden kleinen Kinder h\u00e4tten den Anschlag live miterleben m\u00fcssen. \u201eMan kann sich kaum vorstellen, was f\u00fcr ein traumatisches Erlebnis das gewesen sein muss\u201c, sagte sie und bat die Anwesenden, f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen zu beten.<\/p>\n<p class=\"article_paragraph__hXYKJ article_paragraph_end-of-article-icon__tzjPO\">Scharfe Kritik \u00fcbte Brinker, ganz \u00e4hnlich wie Parteikollege Kohler, an dem lauten politischen Schweigen: \u201eMan erkennt viel \u00fcber einen Menschen daran, wie er damit umgeht, wenn jemand stirbt\u201c. Sp\u00e4ter f\u00fcgt sie hinzu: \u201eWir d\u00fcrfen nicht zulassen, dass dies das Ende ist. Charlie stand f\u00fcr Freiheit und Debatte. Wir werden seine Botschaft weitertragen.\u201c Nach etwa 30 Minuten wurde die Gedenkveranstaltung am Brandenburger Tor beendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Mord an dem prominenten konservativen US-Aktivisten Charlie Kirk hat in den Vereinigten Staaten eine Welle der Best\u00fcrzung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":415492,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-415491","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115188199859216441","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/415491","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=415491"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/415491\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/415492"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=415491"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=415491"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=415491"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}