{"id":416056,"date":"2025-09-12T04:22:14","date_gmt":"2025-09-12T04:22:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/416056\/"},"modified":"2025-09-12T04:22:14","modified_gmt":"2025-09-12T04:22:14","slug":"millionen-loch-treibt-uni-mitarbeiter-auf-die-strasse-video-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/416056\/","title":{"rendered":"Millionen-Loch treibt Uni-Mitarbeiter auf die Stra\u00dfe + Video \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Es fehlt an Geld. Viel Geld. Insgesamt 16 Millionen Euro muss die Universit\u00e4t Leipzig in den kommenden drei Jahren einsparen. Das ist die Folge politischer Entscheidungen des Freistaates Sachsen. \u201eEs ist ein Einschnitt ins Fleisch, viele Kolleginnen und Kollegen sind in einer verzweifelten Lage\u201c, mahnt Uni-Mitarbeiterin und Gewerkschaftlerin Caroline. Am Dienstag z\u00e4hlte sie zu den rund 150 Menschen, die ihre Sorge dar\u00fcber auf die Stra\u00dfe brachten.<\/p>\n<p>\u201e<a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/bildung\/leipzig-bildet\/2025\/08\/universitat-leipzig-droht-16-millionen-defizit-studentinnenrat-finanzielle-verantwortung-land-630738\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die jetzt drohenden Einschnitte<\/a> versch\u00e4rfen die ohnehin prek\u00e4re Besch\u00e4ftigungssituation noch einmal deutlich\u201c, erkl\u00e4rt Burkhard Naumann, Vorsitzender der <a href=\"https:\/\/www.gew-sachsen.de\/presse\/pressemitteilungen\/gewerkschaften-und-beschaeftigte-der-universitaet-leipzig-protestieren-heute-auf-dem-nikolaikirchhof-gegen-kuerzungen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)<\/a> Sachsen. \u201eDa die Kostenstruktur der Universit\u00e4t vor allem durch Personalausgaben gepr\u00e4gt ist, wird der Gro\u00dfteil der im Doppelhaushalt des Landtages festgeschriebenen K\u00fcrzungen unweigerlich in diesem Bereich wirksam werden.\u201c<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/454581d7e8704e93b2ea0d36fe05b896.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/bildung\/leipzig-bildet\/2025\/09\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/bildung\/leipzig-bildet\/2025\/09\/1\"\/><\/p>\n<p>Das sorgt bei vielen Besch\u00e4ftigten der Universit\u00e4t f\u00fcr Angst und Ratlosigkeit \u2013 und sie f\u00fchlten sich bisher von der Uni-Leitung nicht ausreichend geh\u00f6rt. In einer Belegschaftsversammlung planten sie daher, sich am Dienstag in den universit\u00e4ren R\u00e4umlichkeiten im Geschwister-Scholl-Haus zu treffen und gemeinsam mit Personalrat und Gewerkschaftsvertretern von GEW und Verdi \u00fcber die aktuelle Situation zu beraten.<\/p>\n<p>Als die Anmeldezahlen f\u00fcr diese Zusammenkunft die 100 \u00fcberschritt, pochte die Uni-Leitung nach Verdi-Angaben auf die unbedingte Einhaltung der Kapazit\u00e4tsgrenze. Nur einen Tag vor der seit Wochen angek\u00fcndigten Versammlung kippelte damit der Austragungsort. Kurzerhand entschieden sich die Beteiligten daher, in den \u00f6ffentlichen Raum auszuweichen. So wurde aus einer Belegschaftsversammlung eine \u00f6ffentliche Kundgebung auf dem Nikolaikirchhof.<\/p>\n<p>Und irgendwie passt diese b\u00fcrokratische Episode gut zu dem Gef\u00fchl, das die Uni-Mitarbeitenden gegen\u00fcber ihrer Leitungsebene bisher auch im Bezug auf den Umgang mit den K\u00fcrzungsank\u00fcndigungen des Freistaates empfunden haben. \u201eWorum es uns aktuell geht ist, dass sich unser Rektorat f\u00fcr uns einsetzt und sich mit uns solidarisiert \u2013 und die K\u00fcrzungen nicht einfach abnickt. Denn das ist es, was hier gerade zu Recht f\u00fcr so viel Unmut sorgt\u201c, unterstreicht Caroline.<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00fcssen mit der Universit\u00e4tsleitung wirklich in ein konstruktives Gespr\u00e4ch kommen\u201c, benennt sie den wichtigsten n\u00e4chsten Schritt. Ein entsprechendes Gespr\u00e4chsangebot ist dem Rektorat unterbreitet worden. Bei Professorin Brigitte Latzko f\u00e4llt dieses Ansinnen auf fruchtbaren Boden. Die Prorektorin war pers\u00f6nlich auf der Kundgebung zugegen und richtete auch einige Worte an die Anwesenden. Dabei machte sie deutlich: \u201eMeine T\u00fcr ist offen\u201c.<\/p>\n<p>Sie sei vor allem zu dieser Veranstaltung gekommen, um zuzuh\u00f6ren, sagte sie im Anschluss im LZ-Interview. \u201eAls Rektoratsmitglied ist es mir wichtig, ein offenes Ohr zu haben und zun\u00e4chst einmal einfach nur zuzuh\u00f6ren: Was bewegt die Kolleginnen und Kollegen? Und das m\u00f6chte ich mit ins Rektorat nehmen, damit wir genau an diesen Punkten weiterarbeiten und ansetzen k\u00f6nnen.\u201c Das zarte Pfl\u00e4nzchen der Ann\u00e4herung gr\u00fcnt also. Alles andere w\u00e4re mit Blick auf die gewaltigen finanziellen Herausforderungen auch nicht vermittelbar.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es fehlt an Geld. Viel Geld. 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