{"id":416201,"date":"2025-09-12T05:43:17","date_gmt":"2025-09-12T05:43:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/416201\/"},"modified":"2025-09-12T05:43:17","modified_gmt":"2025-09-12T05:43:17","slug":"kuerzungen-treffen-barrierefreie-kulturangebote-in-sachsen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/416201\/","title":{"rendered":"K\u00fcrzungen treffen barrierefreie Kulturangebote in Sachsen"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Dresden\/Leipzig<\/strong> &#8211; In Sachsen gibt es weniger Geld f\u00fcr barrierefreie Kulturangebote &#8211; mit Folgen f\u00fcr zahlreiche Einrichtungen. Experten warnen vor R\u00fcckschritten bei der kulturellen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. So muss etwa das Filmfestival DOK Leipzig in diesem Bereich deutlich k\u00fcrzen: \u201eDass die Mittel gestrichen wurden, bedeutet f\u00fcr uns, dass wir nur unter gro\u00dfen Anstrengungen ein Kleinstangebot an barrierefreien Formaten anbieten k\u00f6nnen\u201c, sagte Sprecherin Nina K\u00fchne.\u00a0<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Durch Einnahmen aus einer Crowdfunding-Kampagne und mit Hilfe von Festivalpartnern k\u00f6nnen insgesamt sechs barrierefreie Filmfassungen gezeigt werden. Das Internationale Leipziger Festival f\u00fcr Dokumentar- und Animationsfilm findet in diesem Jahr vom 27. Oktober bis 2. November statt.\u00a0<\/p>\n<p>Weniger Filme mit Untertiteln<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">In den vergangenen Jahren wurden den Angaben zufolge rund 30 Filme mit Audiodeskription oder Untertiteln gezeigt. \u201eDa sind 6 Filme nun sehr wenig\u201c, so K\u00fchne. Zudem h\u00e4tten bisher mit Hilfe von F\u00f6rdermitteln drei bis f\u00fcnf Filmgespr\u00e4che mit deutscher Geb\u00e4rdensprache angeboten werden k\u00f6nnen. Das falle nun komplett weg. Schon in den vergangenen Jahren musste das DOK Leipzig mit weniger Geldern f\u00fcr barrierefreie Angebote auskommen: 2023 und 2024 beliefen sich die F\u00f6rdermittel daf\u00fcr vom Land auf rund 49.000 Euro, in den Jahren zuvor waren es noch rund 67.000 Euro.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Im Juni hatte der Landtag den Doppelhaushalt f\u00fcr 2025\/2026 beschlossen. Die geplanten K\u00fcrzungen im Kulturbereich fielen zwar weniger drastisch aus als geplant &#8211; allerdings wurden etwa die Mittel f\u00fcr die F\u00f6rderrichtlinie Inklusion in der Kultur gestrichen. Hintergrund sei eine angespannte Ausgangslage f\u00fcr den gesamten s\u00e4chsischen Haushalt und damit verbunden auch notwendige Einsparungen im gesamten Bereich der Kultur, hei\u00dft es dazu aus dem Kulturministerium. 2024 standen knapp 462.000 Euro f\u00fcr die Umsetzung von Inklusions-Projekten in Kultureinrichtungen zur Verf\u00fcgung, 2021 waren es noch knapp 1,7 Millionen Euro. Gleichwohl sei es auch weiterhin m\u00f6glich, dass Kultureinrichtungen aus aktuell bestehenden F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten Ma\u00dfnahmen zur Inklusion mit umsetzen k\u00f6nnten, so eine Ministeriumssprecherin.\u00a0<\/p>\n<p>Menschen mit Behinderung \u201emassiv\u201c benachteiligt<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">\u201eDie F\u00f6rderrichtlinie Inklusion ist auf null gesetzt und der Kulturbereich insgesamt muss K\u00fcrzungen verkraften\u201c, sagte Johanna von der Waydbrink, Leiterin der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich des Landesverbandes Soziokultur Sachsen. Das f\u00fchre dazu, dass Menschen mit Behinderung massiv benachteiligt werden &#8211; sowohl als Kulturbesucher als auch als K\u00fcnstler und Akteure. In Sachsen leben rund 20 Prozent der Menschen mit einer Behinderung, so Waydbrink. Es gebe bereits zahlreiche Berichte von Kultureinrichtungen, dass geplante Vorhaben im Bereich der Inklusion entweder wegfallen oder nur teilweise umgesetzt werden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Im Tanzlabor Leipzig tanzen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam. Angesichts von K\u00fcrzungen k\u00f6nnten zentrale Projekte nicht mehr umsetzbar sein, f\u00fcrchtet Projektkoordinatorin Franziska Oertel. \u201eSchlussendlich bedeutet dies einen deutlich sp\u00fcrbaren Verlust an Lebensqualit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Auch das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden muss Abstriche machen: \u201eGerade f\u00fcr Sonderausstellungsprojekte stehen uns aktuell sp\u00fcrbar weniger F\u00f6rdermittel im Bereich Inklusion zur Verf\u00fcgung als fr\u00fcher\u201c, so ein Sprecher. 2026 stehen zudem K\u00fcrzungen im Gesamthaushalt des bekannten Museums an. \u201eWie in allen Abteilungen des Museums werden wir auch bei der Inklusion Abstriche machen m\u00fcssen.\u201c Auch ein schon l\u00e4nger geplantes Blindenleitsystem f\u00fcr das Museum werde vorerst nicht realisierbar sein, hie\u00df es.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden\/Leipzig &#8211; In Sachsen gibt es weniger Geld f\u00fcr barrierefreie Kulturangebote &#8211; mit Folgen f\u00fcr zahlreiche Einrichtungen. 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