{"id":416600,"date":"2025-09-12T09:28:13","date_gmt":"2025-09-12T09:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/416600\/"},"modified":"2025-09-12T09:28:13","modified_gmt":"2025-09-12T09:28:13","slug":"verbrenner-aus-2035-eu-haelt-an-ausstiegsdatum-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/416600\/","title":{"rendered":"Verbrenner-Aus 2035: EU h\u00e4lt an Ausstiegsdatum fest"},"content":{"rendered":"<p>                                    <a class=\"td-modal-image\" href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/von-der-leyen-768x465.jpg\" data-caption=\"EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen.\" data-mfp-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/von-der-leyen-768x465.jpg\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/von-der-leyen-768x465.jpg\" alt=\"Verbrenner-Aus 2035: EU h\u00e4lt an Ausstiegsdatum fest\"\/><\/p>\n<p>                                    <\/a><\/p>\n<p>                                                                                EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen.<br \/>\n                                                                                \u00a9 dpa<\/p>\n<p>Die Elektromobilit\u00e4t nimmt Fahrt auf. Dennoch will die Autoindustrie beim Dialog mit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen (CDU) ein Aufweichen des Verbrenner-Aus 2035 erreichen. Die Chancen stehen schlecht. <\/p>\n<p>Die Autoindustrie will beim heute in Br\u00fcssel mit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen stattfinden Treffen ein Aufweichen des ab 2035 geltenden <a href=\"https:\/\/autogazette.de\/politik\/verbrenner-aus-2035-von-der-leyen-fuer-ausnahmen-fuer-e-fuels-989424344.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verbrenner-Aus<\/a> und eine Flexibilisierung der CO2-Flottengrenzwerte erreichen. Die EU will aber nach einem internen Strategiepapier an dem Ausstiegsdatum festhalten. \u201eDas Ziel einer zu 100 Prozent sauberen und erschwinglichen Mobilit\u00e4t in zehn Jahren bleibt weiterhin erreichbar\u00bb, hei\u00dft es in einem Konzeptpapier der Beh\u00f6rde, \u00fcber das mehrere Medien berichteten. Europaweit steigen derzeit die <a href=\"https:\/\/autogazette.de\/kba\/neuzulassungen\/neuwagen\/neuzulassungen-elektroautos-legen-im-juli-um-58-prozent-zu-989429572.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Absatzzahlen von E-Autos<\/a>, was die Argumentation der EU st\u00fctzt.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Flottengrenzwerte sind die Hersteller nach einer aktuellen Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) nur noch wenige Gramm CO2 davon entfernt, das n\u00e4chsten EU-Zwischenziel f\u00fcr 2027 zu erreichen. Der internationale Umweltforschungsverbund hatte zusammen mit US-Umweltbeh\u00f6rden dazu beigetragen, dass die VW-Dieselaff\u00e4re 2015 aufflog. Doch Verz\u00f6gerungen bei der Elektrifizierung des Verkehrssektors k\u00f6nnten die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Industrie gef\u00e4hrden, hei\u00dft es mit Blick auf die aktuelle Auswertung, die anl\u00e4sslich der EU-\u00dcberpr\u00fcfung des geplanten Aus f\u00fcr Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 ver\u00f6ffentlicht werde.<\/p>\n<p>Ab 2035 nur noch emissionsfreie Autos erlaubt<\/p>\n<p>Der EU-Beschluss zum Verbrenner-Aus sieht vor, dass von 2035 an keine neuen Autos mit Benzin- oder Dieselmotor mehr zugelassen werden d\u00fcrfen, um die CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu senken. Derzeit ber\u00e4t die EU-Kommission mit der europ\u00e4ischen Autoindustrie \u00fcber Herausforderungen der Branche. In Deutschland gab es j\u00fcngst vor allem aus der Union, aber auch von Wirtschaftsvertretern vermehrt Druck, das sogenannte Verbrenner-Aus zur\u00fcckzunehmen.<\/p>\n<p>\u00abUnsere Analyse zeigt: Die Elektrifizierung in der EU ist nicht nur auf Kurs, sie nimmt sogar immer mehr Fahrt auf\u00bb, sagte Peter Mock, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des ICCT Berlin. Seit dem VW-Abgasskandal 2015 habe sich die europ\u00e4ische Autoindustrie tiefgreifend gewandelt. Um Vertrauen zur\u00fcckzugewinnen und Emissionen zu reduzieren, versprachen die Autohersteller, verst\u00e4rkt auf Elektrifizierung zu setzen.<\/p>\n<p>Studie: EU weltweit zweitgr\u00f6\u00dfter Produzent von Elektroautos<\/p>\n<p>Nach Angaben der <a href=\"https:\/\/autogazette.de\/vw\/bmw\/unternehmen\/icct-lob-fuer-bmw-und-vw-bei-transformation-989418112.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ICCT-Organisation<\/a> ist die EU mittlerweile Nettoexporteur vollelektrischer Fahrzeuge und der weltweit zweitgr\u00f6\u00dfte Produzent von Elektroautos. Im ersten Halbjahr 2025 erreichten vollelektrische Modelle im Durchschnitt einen Rekordmarktanteil von 17 Prozent in Europa. \u00abDie Hersteller sollten sich weniger um die n\u00e4chsten EU-Ziele und eher um ihre globale Wettbewerbsf\u00e4higkeit sorgen\u00bb, sagte Mock. Jedes Z\u00f6gern untergrabe das Vertrauen von Investoren und Verbrauchern, w\u00e4hrend andere M\u00e4rkte, vor allem China, weiter an Bedeutung gewinnen, sagte der ICCT-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p>Im Vorfeld des heutigen Treffens der Autoindustrie hatte unter anderem der europ\u00e4ische Herstellerverband ACEA einen Brandbrief an Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen geschickt, in dem ACEA-Pr\u00e4sident Ola K\u00e4llenius zusammen mit den Zulieferern eine Aufweichung des Verbrenner-Aus gefordert hatte. Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt die Autoindustrie dabei auch von der Politik. \u201eDas Verbrennerverbot bedroht Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland und Europa. Es muss weg \u2013 und zwar schnell! Unsere Autoindustrie stellt absolute Spitzentechnologie her. Deswegen brauchen wir Technologieoffenheit und keine Verbote!\u201c, schrieb der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, am Donnerstag auf LinkedIn. Man mache Politik f\u00fcr die Menschen in Europa, so Weber. \u201eDazu geh\u00f6ren Millionen Besch\u00e4ftigte in der Autoindustrie. Wir h\u00f6ren zu, nehmen die Sorgen ernst und bieten L\u00f6sungen an. Pragmatismus statt Ideologie. Wir sind die Arbeiterpartei Europas!\u201c<\/p>\n<p>VDIK f\u00fcr Flexibilisierung der CO2-Grenzwerte<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"CO2 steigt weiter an. Foto: dpa\" width=\"1320\" height=\"800\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/CO2-Belastung.jpg\"\/><\/p>\n<p>Die CO2-Belastung ist ein Gesundheitsrisiko. Foto: dpa<\/p>\n<p>Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) begr\u00fc\u00dft \u201eden \u00fcberf\u00e4lligen Austausch\u201c zwischen der Autoindustrie und der EU-Kommissionspr\u00e4sidentin, wie der Verband am Freitag mitteilte. \u201eEs kommt nun darauf an, dass wir Klarheit hinsichtlich der CO2-Regulierung und die dringend notwendige Flexibilisierung der Flottengrenzwerte bekommen\u201c, sagte VDIK-Pr\u00e4sidentin Imelda Labb\u00e9. Der VDIK spricht sich f\u00fcr eine Flexibilisierung der Flottengrenzwerte\u201c aus, \u201ebis die Rahmenbedingungen zum Hochlauf der Elektromobilit\u00e4t in Europa geschaffen sind.\u201c Die Flottenziele seien nur erreichbar, wenn mehr Autofahrer auf die Elektroautos umsteigen. Doch das sei f\u00fcr viele Durchschnittsverdiener gerade mit Blick auf die \u201eStrompreise und den Ausbau der Ladeinfrastruktur gerade in st\u00e4dtischen Wohnquartieren noch keine alltagstaugliche Option\u201c, so Labb\u00e9 weiter. \u201eDeshalb brauchen wir nun dringend die Review-Prozesse. Die Europ\u00e4ische Kommission muss jetzt einen neuen Zeitplan f\u00fcr die Flottengrenzwerte aufstellen und an die zuk\u00fcnftige Entwicklung der Rahmenbedingungen anpassen\u201c, so Labb\u00e9 weiter.<\/p>\n<p>Begr\u00fc\u00dft werden vom VDIK die \u00dcberlegungen der EU, bei der Erf\u00fcllung der CO2-Ziele mehr Gewicht auf das Angebot kleiner und g\u00fcnstiger E-Autos zu legen. Gerade das Kleinwagensegment w\u00fcrde mit seinem gro\u00dfen Marktvolumen eine wichtige Rolle f\u00fcr bezahlbare E-Mobilit\u00e4t spielen.<\/p>\n<p>Meinung in Industrie geteilt<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" width=\"1320\" height=\"800\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Schaefer.jpg\"\/><\/p>\n<p>VW-Markenchef Thomas Sch\u00e4fer mit dem ID. Cross auf der IAA. Foto: VW<\/p>\n<p>Die Meinung in der Industrie gehen indes weit auseinander. So hatte VW-Markenvorstand Thomas Sch\u00e4fer in dieser Woche auf Linkedin geschrieben. \u201eUm es klar zu sagen: Elektromobilit\u00e4t im Volumensegment ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit\u201c, so der Markenchef. VW zeigt auf der IAA in M\u00fcnchen derzeit seine \u201eElectric Urban Car Family\u201c mit vier Modellen aus dem gesamten VW-Konzern, die E-Mobilit\u00e4t f\u00fcr breite K\u00e4uferschichten \u201ein ganz Europa wirklich zug\u00e4nglich machen sollen\u201c.<\/p>\n<p>Sch\u00e4fer wies zugleich darauf hin, dass man sich in einer \u00dcbergangsphase befinden w\u00fcrde, in der Hybridantriebe weit verbreitet sind und auch \u201ekurz- und mittelfristig weiter eine Rolle spielen\u201c werden. Mit Blick auf die Diskussion der Technologieoffenheit merkt Sch\u00e4fer an, dass auch \u201ealternative Kraftstoffe und Brennstoffzellentechnologien\u201c einen Beitrag leisten k\u00f6nnen. \u201eWenn es jedoch darum geht, die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen, ist die vollst\u00e4ndige Elektrifizierung der einzige gangbare Weg \u2013 insbesondere im Volumensegment.\u201c Allerings w\u00fcnscht sich auch Sch\u00e4fer in einem \u201eschwierigen europ\u00e4ischen Marktumfeld\u201c mit Blick auf \u201edie CO2-Ziele f\u00fcr 2035 einen realistischen Ansatz. Genau wie der nun best\u00e4tigte Mittelungsmechanismus f\u00fcr die Flottenziele von 2025 bis 2027 muss Flexibilit\u00e4t so gestaltet werden, dass die Gesamtklimaziele erreichbar sind\u201c. Wie Sch\u00e4ffer weiter schrieb, br\u00e4uchten die Menschen, aber auch die Unternehmen \u2013 die Milliarden-Investitionen t\u00e4tigen \u2013 \u201eKlarheit, um sichere Entscheidungen treffen zu k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<p>Unterschriftenaktion gegen Aufweiche<\/p>\n<p>Gegen einen Abschied vom Verbrenner-Aus 2035 hatten sich in der vergangenen Woche auch viele der 6000 Teilnehmer bei der Intercharge Network Conference (ICCN) in Berlin gewandt und dazu eine Unterschriftenaktion auf den Weg gebracht, die auch nach Br\u00fcssel gesandt wurde.<\/p>\n<p>Wie der Chef der internationalen eRoaming-Plattform Hubject, Christian Hahn, im Podcast der Autogazette sagte, sollte man an dem Verbrenner-Aus 2035 festhalten. Dieses Ziel in Frage zu stellen, h\u00e4lt Hahn f\u00fcr fatal. Er verweist darauf, dass es nicht nur die Autoindustrie gibt, sondern auch Unternehmen beispielsweise aus der Hardware- und Softwareindustrie, die in die E-Mobilit\u00e4t investieren. Darunter seien auch \u201eviele Startups, die alle davon abh\u00e4ngig sind, dass die Industrie w\u00e4chst\u201c. Jetzt die falschen Signale zu setzen und das Datum 2035 in Frage zu stellen, bezeichnete Hahn als fatalistisch, weil das auch viele Investoren absto\u00dfen w\u00fcrde. (mit dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen. \u00a9 dpa Die Elektromobilit\u00e4t nimmt Fahrt auf. 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