{"id":416687,"date":"2025-09-12T10:15:15","date_gmt":"2025-09-12T10:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/416687\/"},"modified":"2025-09-12T10:15:15","modified_gmt":"2025-09-12T10:15:15","slug":"muenchner-philharmoniker-israels-botschafter-verurteilt-ausladung-von-lahav-shani","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/416687\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchner Philharmoniker: Israels Botschafter verurteilt Ausladung von Lahav Shani"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\"><a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/israel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Israels<\/a> Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/musik\/2025-09\/muenchner-philharmoniker-belgien-ausgeladen-israel\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Ausladung der M\u00fcnchner Philharmoniker<\/a> mit ihrem designierten israelischen Dirigenten Lahav Shani von einem belgischen Festival verurteilt. &#8222;Die Musiker, Besucher und Sponsoren des Festivals kommen aus aller Welt. Ausgerechnet der Dirigent aus Israel wird jedoch ausgeladen \u2013 das ist purer Antisemitismus&#8220;, sagte Prosor den Zeitungen der Funke Mediengruppe.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Veranstalter in Gent h\u00e4tten nicht deutlicher machen k\u00f6nnen, &#8222;dass Juden dort unerw\u00fcnscht sind&#8220;, sagte Prosor. &#8222;Ein Frontalangriff auf die Kunstfreiheit&#8220; werde unter dem &#8222;Deckmantel der Israelkritik&#8220; verborgen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Flanders Festival Ghent hatte die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2025-09\/muenchner-philharmoniker-felix-klein-lahav-shani-absage-antisemitismus-gxe\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">kurzfristige Absage des f\u00fcr den 18. September geplanten Konzerts<\/a> damit begr\u00fcndet, dass der in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/tel-aviv\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tel Aviv<\/a> geborene Shani auch Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra sei. Man sei deswegen &#8222;nicht in der Lage, f\u00fcr die n\u00f6tige Klarheit \u00fcber seine Haltung dem genozidalen Regime in Tel Aviv gegen\u00fcber zu sorgen&#8220;, hie\u00df es auf der Homepage des Festivals.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Tats\u00e4chlich hat sich Shani mehrfach f\u00fcr einen Frieden in Gaza ausgesprochen und dirigierte Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra, das sich aus Israelis und Pal\u00e4stinensern zusammensetzt. Auch hat er keine \u00f6ffentlichen Verbindungen zur israelischen Regierung. Letztere hat ihren Sitz \u2013 anders als in der Mitteilung des Festivals behauptet \u2013 nicht in Tel Aviv, sondern in Jerusalem.\n<\/p>\n<p>        Belgiens Premierminister kritisiert &#8222;beispiellose Forderung&#8220;        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch der belgische Premierminister Bart De Wever verurteilte die Ausladung. &#8222;Jemandem allein aufgrund seiner Herkunft ein Berufsverbot aufzuerlegen, ist sowohl r\u00fccksichtslos als auch unverantwortlich&#8220;, schrieb De Wever auf <a href=\"https:\/\/x.com\/Bart_DeWever\/status\/1966398102144794991\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">X<\/a>. Die Entscheidung habe dem Ansehen <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/belgien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Belgiens<\/a> schweren Schaden zugef\u00fcgt.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Nat\u00fcrlich intelligent<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">K\u00fcnstliche Intelligenz ist die wichtigste Technologie unserer Zeit. Aber auch ein riesiger Hype. Wie man echte Durchbr\u00fcche von hohlen Versprechungen unterscheidet, lesen Sie in unserem KI-Newsletter.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die &#8222;beispiellose Forderung&#8220;, dass K\u00fcnstler schriftliche Erkl\u00e4rungen zu ihren politischen Ansichten abgeben m\u00fcssten, sei &#8222;beunruhigend&#8220;, sagte De Wever. Diese Entscheidung habe zurecht gro\u00dfe Best\u00fcrzung ausgel\u00f6st. Auch der Regierungschef der Region Flandern Matthias Diependaele bedauerte die Entscheidung der Festivalorganisatoren.\n<\/p>\n<p>        &#8222;Nur, weil er israelischer Jude ist&#8220;        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der weltbekannte deutsche Pianist Igor Levit kritisierte die Ausladung ebenfalls deutlich. Er sei &#8222;w\u00fctend und ersch\u00fcttert&#8220;, sagte er am Donnerstagabend in den ARD-tagesthemen. Die Ausladung Lahav Shanis &#8222;als israelischer K\u00fcnstler und auch nur, weil er israelischer Jude ist&#8220;, bezeichnete er als kollektive Bestrafung f\u00fcr das gesamte Orchester.\u00a0Man knicke ein vor dem &#8222;Druck der Stra\u00dfe&#8220;, sagte Levit. Dabei sei die Kernaufgabe von Kulturinstitutionen, Diskursraum zu sein, offen zu sein, zuzuh\u00f6ren, Menschen sein zu lassen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, schrieb in einem Newsletter seines Verbandes: &#8222;Ich halte die Ausladung f\u00fcr absolut falsch.&#8220;\u00a0K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler seien weder Diplomaten noch Politiker, ihr Arbeitsfeld sei die Kunst.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die M\u00fcnchner Philharmoniker geh\u00f6ren zu den f\u00fchrenden Orchestern Europas. Ab der Saison 2026\/27 \u00fcbernimmt <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/musik\/2025-09\/muenchner-philharmoniker-ausladung-gent-israel-dirigent-lahav-shani\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Lahav Shani<\/a> \u2013 geboren 1989 in Tel Aviv und einer der profiliertesten Dirigenten seiner Generation \u2013 die Position des Chefdirigenten. Das abgesagte Konzert in Gent sollte ein H\u00f6hepunkt der Europatournee des Ensembles werden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Statt des Auftritts in Belgien haben die M\u00fcnchner Philharmoniker und Shani nun einem Gastspiel am 15. September auf dem Musikfest Berlin zugesagt.\u00a0Die Einladung sei als gemeinsame Initiative der Berliner Festspiele und der Stiftung Berliner Philharmoniker in Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin erfolgt,\u00a0hei\u00dft es in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.\u00a0Damit solle ein Zeichen gesetzt werden &#8222;f\u00fcr die verbindende Kraft der Kunst, die Grundwerte unserer demokratischen Gesellschaften in Europa und gegen Antisemitismus, Diskriminierung und den Boykott in Kunst und Wissenschaft&#8220;.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/musik\/2025-09\/muenchner-philharmoniker-ausladung-gent-israel-dirigent-lahav-shani\" data-ct-label=\"M\u00fcnchner Philharmoniker: Das klingt gr\u00e4sslich\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    M\u00fcnchner Philharmoniker:<br \/>\n                        Das klingt gr\u00e4sslich<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat die Ausladung der M\u00fcnchner Philharmoniker mit ihrem designierten israelischen Dirigenten Lahav&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":416688,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[155],"tags":[712,1423,29,214,30,411,80,1268,108889,810,4894,11301,215],"class_list":{"0":"post-416687","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unterhaltung","8":"tag-antisemitismus","9":"tag-belgien","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-israel","14":"tag-kultur","15":"tag-muenchen","16":"tag-muenchner-philharmoniker","17":"tag-musik","18":"tag-orchester","19":"tag-tel-aviv","20":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/416687","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=416687"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/416687\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/416688"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=416687"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=416687"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=416687"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}