{"id":417096,"date":"2025-09-12T13:59:10","date_gmt":"2025-09-12T13:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/417096\/"},"modified":"2025-09-12T13:59:10","modified_gmt":"2025-09-12T13:59:10","slug":"hamburg-schleswig-holstein-haftstrafen-fuer-verstoesse-gegen-russland-sanktionen-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/417096\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Haftstrafen f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe gegen Russland-Sanktionen gefordert"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Haftstrafen f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe gegen Russland-Sanktionen gefordert<\/p>\n<p>\t\t\t\t              12.09.2025, 14:28 Uhr<\/p>\n<p><strong>Wegen des Kriegs gegen die Ukraine hat die EU Sanktionen gegen Russland verh\u00e4ngt. Eine Hamburger Firma soll dennoch Elektronik und Laborausr\u00fcstung geliefert haben. Jetzt droht den Beteiligten Haft.<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211; In einem Prozess um Verst\u00f6\u00dfe gegen die Russland-Sanktionen hat die Staatsanwaltschaft Hamburg Haftstrafen f\u00fcr die f\u00fcnf Angeklagten beantragt. F\u00fcr den 46 Jahre alten Hauptangeklagten forderte die Staatsanwaltschaft f\u00fcnf Jahre und zehn Monate Gef\u00e4ngnis, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Verteidigung sprach sich f\u00fcr eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren aus. Der Deutsche sitzt bereits in Untersuchungshaft.<\/p>\n<p>Der Hamburger Kaufmann soll von November 2022 &#8211; also neun Monate nach Beginn des umfassenden russischen Angriffs auf die Ukraine &#8211; bis Februar 2024 insbesondere elektronische Bauteile wie Schaltungen, Steckvorrichtungen und Verst\u00e4rker im Gesamtwert von rund 800.000 Euro an Empf\u00e4nger in Russland ausgeliefert haben. Die Lieferungen der auf der EU-Sanktionsliste stehenden Waren und die Zahlungen wurden laut Anklage meist \u00fcber Hongkong abgewickelt.\u00a0<\/p>\n<p>Mitangeklagte sollen milder bestraft werden<\/p>\n<p>Die von dem Deutschen gef\u00fchrte Firma in Hamburg-Wandsbek soll zudem Laborbedarf wie ph-Puffer und Zentrifugen im Wert von 80.000 Euro nach Russland verkauft haben. Ph-Puffer sind L\u00f6sungen, die den ph-Wert von Stoffen konstant halten und in der technischen Chemie von Bedeutung sind.<\/p>\n<p>Die Mitangeklagten, eine Frau und ein Mann mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit im Alter von 38 und 46 Jahren sowie ein 44-j\u00e4hriger Russe und ein 55-j\u00e4hriger Deutsch-Russe, sollen nach dem Willen der Staatsanwaltschaft zu k\u00fcrzeren Haftstrafen &#8211; zum Teil auf Bew\u00e4hrung &#8211; verurteilt werden. Die Verteidigung sprach sich f\u00fcr geringere Haftzeiten aus, im Fall der 38-J\u00e4hrigen f\u00fcr einen Freispruch oder eine Geldstrafe. Der Prozess hatte im April begonnen, die Strafkammer am Landgericht Hamburg will das Urteil am n\u00e4chsten Dienstag verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>Russland-Sanktionen seit 2014<\/p>\n<p>Die Anklage gegen den Hauptbeschuldigten lautet auf gemeinschaftlichen bandenm\u00e4\u00dfigen Versto\u00df gegen das Au\u00dfenwirtschaftsgesetz in 21 F\u00e4llen. Nach dem Au\u00dfenwirtschaftsgesetz m\u00fcssen im Handel die Sanktionen der EU beachtet werden. Bei Verst\u00f6\u00dfen werden bis zu zehn Jahre Haft angedroht.<\/p>\n<p>Nach der Annexion der Krim durch Russland und dem Abschuss einer malaysischen Passagiermaschine \u00fcber der Ost-Ukraine im Jahr 2014 hatte die EU erste Wirtschaftssanktionen verh\u00e4ngt. Seit dem Beginn des umfassenden Kriegs gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die EU die Sanktionen immer weiter versch\u00e4rft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Haftstrafen f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe gegen Russland-Sanktionen gefordert 12.09.2025, 14:28 Uhr Wegen des Kriegs gegen die Ukraine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":417097,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,25790,692,38815,1971,57790],"class_list":{"0":"post-417096","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-haftstrafen","11":"tag-hamburg","12":"tag-russland-sanktionen","13":"tag-schleswig-holstein","14":"tag-verstoee"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115191687992327472","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/417096","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=417096"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/417096\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/417097"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=417096"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=417096"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=417096"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}