{"id":417260,"date":"2025-09-12T15:32:09","date_gmt":"2025-09-12T15:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/417260\/"},"modified":"2025-09-12T15:32:09","modified_gmt":"2025-09-12T15:32:09","slug":"wettbewerb-fuer-architektur-und-designmuseum-helsinki-entschieden-heimsieg-fuer-jkmm-architektur-und-architekten-news-meldungen-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/417260\/","title":{"rendered":"Wettbewerb f\u00fcr Architektur- und Designmuseum Helsinki entschieden \/ Heimsieg f\u00fcr JKMM &#8211; Architektur und Architekten &#8211; News \/ Meldungen \/ Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\tOffenes Verfahren und \u00f6ffentliche Debatte \u0096 so entstand in Helsinki bereits die 2018 er\u00f6ffnete, breit wahr- und angenommene<a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Zentralbibliothek_in_Helsinki_von_ALA_Architects_5568162.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Zentralbibliothek Oodi<\/a>\u00a0nach Pl\u00e4nen von ALA Architects. Nun hat ein weiterer Wettbewerb nach diesem Erfolgsrezept seinen Abschluss gefunden: Aus laut Juryprotokoll insgesamt 624 Einreichungen im internationalen Wettbewerb um den Neubau eines Architektur- und Designmuseums in Helsinki gingen JKMM Architects (Helsinki) als Sieger hervor. Ein Heimsieg f\u00fcr das 1998 gegr\u00fcndete B\u00fcro, das f\u00fcr Kulturbauten wie das <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Amos_Rex_Privatmuseum_von_JKMM_5478827.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Privatmuseum Amos Rex<\/a>, das mit ILO geplante <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Zentrum_fuer_Tanz_in_Helsinki_von_JKMM_und_ILO_8062526.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dance House Helsinki<\/a>, das <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Museum_in_Suedfinnland_von_JKMM_9868394.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chappe in Tammisaari<\/a> oder den finnischen Pavillon auf der Expo 2020 in Dubai bekannt ist. Aktuell arbeiten JKMM zudem an Erweiterungen des Finnischen Nationalmuseums und des Kunstmuseums Lillehammer.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr den 10.050 Quadratmeter umfassenden Neubau ist ein prominentes Grundst\u00fcck am S\u00fcdhafen vorgesehen: Die umgebende Uferzone wird derzeit nach einem Masterplan von White Arkitekter und KS2 Architects zur Kulturmeile transformiert. Bauherrin und Betreiberin ist das st\u00e4dtische, aus der Fusion zweier Institutionen hervorgegangene AD Museum. Diese hatte den offenen, zweistufigen Wettbewerb im April 2024 mit der Stiftung des Museums f\u00fcr Architektur und Design, der Stadt Helsinki und dem finnischen Architektenverband SAFA ausgelobt. Ende 2024 w\u00e4hlte die Jury unter Vorsitz des ehemaligen Direktors des Stadtplanungsamtes von Helsinki, Mikko Aho, eine <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Helsinki_plant_Museumsneubau_9716766.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Shortlist von f\u00fcnf Entw\u00fcrfen<\/a>, die daraufhin im Netz \u00f6ffentlich kommentiert werden konnten.<\/p>\n<p>Seit gestern ist Phase Zwei des Verfahrens abgeschlossen. Folgende vier Preise und ein Ankauf wurden vergeben:<\/p>\n<ul>\n<li>1. Preis (60.000 Euro): \u0084Kumma\u0093 von JKMM Architects (Helsinki)<\/li>\n<li>2. Preis (35.000 Euro): \u0084City, Sky and Sea\u0093 von cossement cardoso (Lissabon)<\/li>\n<li>3. Preis (25.000 Euro): \u0084Moby\u0093 von Lopes Brenna (Chiasso)<\/li>\n<li>4. Preis (20.000 Euro): \u0084Tyrsky\u0093 vom finnischen Kollektiv Kertu Sn\u00e4kin, Henri Vierimaa, Petra Matikka und Mintumeri Hirsimaa<\/li>\n<li>Ankauf (10.000 Euro): \u0084Tau\u0093 von Atelier Orda (k.A.)<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u0084Kumma\u0093, so der Name, unter dem der Siegerentwurf im anonymen Verfahren gef\u00fchrt wurde, bedeutet seltsam, und tats\u00e4chlich wirkt der visualisierte Bauk\u00f6rper vor der Stadtsilhouette im Vergleich zu den anderen Shortlistkandidaten am wenigsten gef\u00e4llig. Kompakt und niedrig gehalten, soll er die Aussicht vom T\u00e4htitorninm\u00e4ki-Park auf den Marktplatz und auf das Hafenviertel Katajanokka nicht st\u00f6ren. Die schr\u00e4gen W\u00e4nde und die massiven, dreieckigen Formen der Fassade aus rezyklierten Ziegeln setzen sich in Innenraum und Haupttreppenhaus fort. Die Ausstellungsetage wird als umlaufende Terrasse weitergef\u00fchrt und bietet Ausblicke auf das Meer.\u00a0<\/p>\n<p>Die Jury bezeichnete den Beitrag als selbstbewusst und hob die sorgf\u00e4ltige Ber\u00fccksichtigung der betrieblichen Anforderungen des Museums sowie der Erfahrungen von Publikum und Mitarbeitenden hervor: Nach der neuerlichen Bearbeitung erscheine die Verbindung zur Stadt gest\u00e4rkt und der Austellungsrundgang intuitiver gestaltet. Kritisch gesehen, hinsichtlich Nutzbarkeit und Zug\u00e4nglichkeit, wurden die scharfen Kanten, die sich aus der dreieckigen Geometrie ergeben. Der geringe CO2-Fu\u00dfabdruck des Geb\u00e4udes ergebe sich aufgrund der Verwendung von recycelten Materialien und kohlenstoffarmen Produkten. In der Haustechnik sah das Preisgericht weitere M\u00f6glichkeiten zur Steigerung der Nachhaltigkeit, die aufgrund der Klimaziele Helsinkis im Fokus der Planung stehen.\u00a0<\/p>\n<p>Sowohl die Stadt Helsinki als auch der finnische Staat haben sich verpflichtet, das Museum mitzufinanzieren. Mit zus\u00e4tzlichen Spenden vier privater Stiftungen wurden die veranschlagten 150 Millionen Euro fast erreicht. Die Bauarbeiten f\u00fcr das Museum sollen 2027 beginnen, die Er\u00f6ffnung ist f\u00fcr 2030 geplant. (kms)<\/p>\n<p class=\"bold\">Zum Thema:<\/p>\n<p>Alle Hintergrundinfos zum Neubauprojekt gibt es auf <a href=\"https:\/\/admuseo.fi\/en\/museum-2030\/#competition\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">admuseo.fi<\/a>. Dort findet sich auch das Juryprotokoll, das neben ausf\u00fchrlichen Darlegungen zu den Shortlistkandidaten auch die stichpunktartige Wertung aller Einreichungen enth\u00e4lt. Wer dar\u00fcber hinaus noch Bedarf an kurzweiliger Architekturkritik hat, kann via\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLMmBY8f_R45kNxzdMpl3g_JTQNoe01NVO\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Helsinki Architecture Museum Competition<\/a>\u00a0dem Youtuber (und Ex-Chipperfield Mitarbeiter) Cathal Crumley\u00a0beim fundierten bis launigen Kommentieren aller Beitr\u00e4ge beiwohnen.<\/p>\n<p>Auf Karte zeigen:<br \/>&#13;<br \/>\n                                        <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/search\/60.16455170000002, 24.953810993253224\" class=\"lightgrey underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google Maps<\/a>&#13;<br \/>\n                                &#13;\n                                <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\tKommentare:<br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Wettbewerb_fuer_Architektur-_und_Designmuseum_Helsinki_entschieden_10040005.html?backurl=https%3A%2F%2Fwww.baunetz.de%2Fmeldungen%2Findex.html&amp;action=kommentieren\" class=\"lightgrey underline unvisible_print\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meldung kommentieren<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t\t\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Offenes Verfahren und \u00f6ffentliche Debatte \u0096 so entstand in Helsinki bereits die 2018 er\u00f6ffnete, breit wahr- und angenommene&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":417261,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[2252,2251,2250,1793,2248,2253,29,214,30,1794,2249,14,215],"class_list":{"0":"post-417260","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-architekt","9":"tag-architekten","10":"tag-architektur","11":"tag-art-and-design","12":"tag-baunetz","13":"tag-bauwesen","14":"tag-deutschland","15":"tag-entertainment","16":"tag-germany","17":"tag-kunst-und-design","18":"tag-meldungen","19":"tag-nachrichten","20":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115192053514183665","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/417260","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=417260"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/417260\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/417261"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=417260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=417260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=417260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}