{"id":417484,"date":"2025-09-12T17:32:12","date_gmt":"2025-09-12T17:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/417484\/"},"modified":"2025-09-12T17:32:12","modified_gmt":"2025-09-12T17:32:12","slug":"wie-horizon-europe-auf-die-europaeische-wirtschaft-wirkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/417484\/","title":{"rendered":"Wie Horizon Europe auf die europ\u00e4ische Wirtschaft wirkt"},"content":{"rendered":"<p>Welchen wirtschaftlichen Effekt hat die F\u00f6rderung \u00fcber das Programm Horizon Europe? Dieser Frage ist das Joint Research Centre (JRC) der Europ\u00e4ischen Kommission nachgegangen, das vergangene Woche eine Studie vorgestellt hat. Laut dieser Studie war das EU-Bruttoinlandsprodukt (BIP) durch das aktuelle Forschungsf\u00f6rderungsprogramm bereits im Jahr 2024 um bis zu 0,1 Prozent h\u00f6her als noch in 2020.\u00a0<\/p>\n<p>Die Analyse stellt eine Zwischenbewertung des neunten Rahmenprogramms zur F\u00f6rderung von Forschung und Innovation dar, das von 2021 bis 2027 l\u00e4uft und ein Gesamtbudget von 93,5 Milliarden Euro hat. Regional seien Unterschiede festzustellen: Nicht alle L\u00e4nder und Regionen profitieren gleichsam. Das Onlinemagazin Science Business und der Briefing-Dienst Table.Media hatten zuerst \u00fcber die Ergebnisse berichtet.\u00a0<\/p>\n<p>Welcher Sektor besonders von Horizon Europe profitiert<\/p>\n<p>Bereits nach vier Jahren bringe jeder \u00fcber Horizon Europe ausgegebene Euro einen Euro ein, so das Joint Research Center. Es sei zu erwarten, dass die Effekte noch zunehmen. Hochschulen und Forschungseinrichtungen h\u00e4tten an diese Profite zu einem Anteil von 28 Prozent bewirkt. F\u00fcr den Gro\u00dfteil der Zugewinne sei aber der Unternehmenssektor mit 69 Prozent verantwortlich. Die Impact-Analyse zeige den positiven Effekt von Horizon Europe vor allem im Fertigungsbereich. Am meisten profitierten jene, die Maschinen und Ger\u00e4te, Computer-, Elektronik- und Optikprodukte, Kraftfahrzeuge, Anh\u00e4nger und Sattelauflieger sowie Metallerzeugnisse herstellten.<\/p>\n<p>Br\u00fcssel bei Pro-Kopf-F\u00f6rdergeldern vorne<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/joint-research-centre.ec.europa.eu\/events\/interim-evaluation-impact-horizon-2025-09-04_en\" target=\"_blank\" class=\"link-external\" title=\"Zum Bericht\" rel=\"noreferrer noopener\">Studie <\/a>erl\u00e4utert, wie sich die Horizon-Europe-F\u00f6rderung in Euro pro Kopf auf die verschiedenen Regionen verteilt:\u00a0 Die f\u00fchrenden Regionen mit F\u00f6rdereinnahmen von mehr als 128 Euro pro Kopf seien gr\u00f6\u00dftenteils in Zentraleuropa gelegen. Andere Regionen erhielten weniger als sechs Euro pro Kopf. Sie seien zumeist in Mitgliedsl\u00e4ndern wie Polen, Rum\u00e4nien und Bulgarien zu finden. Aber auch einige Regionen in Frankreich, Italien und Deutschland weisen \u00e4hnlich niedrige Ergebnisse auf. Allgemein erhielten Hauptstadtregionen h\u00f6here Pro-Kopf-F\u00f6rdergelder.<\/p>\n<p>Die Verteilung der Horizon-Europe-F\u00f6rdergelder korreliere dabei weitestgehend mit nationalen Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung sowie mit der Anzahl der Forschenden, Ingenieurinnen und Ingenieure, die in der Gegend angestellt seien. Allerdings blieben die Unterschiede selbst nach der Bereinigung der Ergebnisse bestehen: So erhalte die Hauptstadtregion Br\u00fcssel laut den Berechnungen rund 15.600 Euro Horizon-Europe-F\u00f6rdergelder pro wissenschaftlicher Fachkraft, w\u00e4hrend der polnische Verwaltungsbezirk Lebus nur auf 12 Euro komme.<\/p>\n<p>Die Zahlen beruhen laut JRC auf Simulationen und Annahmen. Zu ihrer Berechnung seien die Daten aller durch Horizon Europe gef\u00f6rderten Projekte verwendet worden, die zwischen Januar 2021 und Ende Juni 2024 unterzeichnet wurden.\u00a0<\/p>\n<p>Von der Leyen betont Relevanz von Forschung<\/p>\n<p>Hinter der Studie steht das Interesse, die europ\u00e4ische Wirtschaft und vor allem ihre Innovationskraft wirksam zu st\u00e4rken. Deren Bedeutung hat auch EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen in ihrer <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/de\/speech_25_2053\" target=\"_blank\" class=\"link-external\" title=\"Link zur Rede\" rel=\"noreferrer noopener\">Rede zur Lage der Europ\u00e4ischen Union<\/a> am 10. September vor dem Europ\u00e4ischen Parlament in Stra\u00dfburg betont. Innovation sei zentral f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Unabh\u00e4ngigkeit der EU angesichts aktueller Bedrohungen wie dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben gesehen, wie Abh\u00e4ngigkeiten gegen uns eingesetzt werden k\u00f6nnen. Deshalb werden wir massiv in Digitales und Clean Tech investieren&#8220;, so von der Leyen. Die Bem\u00fchungen w\u00fcrden k\u00fcnftig weiter gesteigert: &#8222;mit unserem k\u00fcnftigen Fonds f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit und der Verdopplung der Mittel f\u00fcr &#8218;Horizont Europa'&#8220;. Wissenschaft habe keinen Pass, kein Geschlecht, keine ethnische Zugeh\u00f6rigkeit und keine politische Farbe. Sie sei &#8222;eines der wertvollsten globalen G\u00fcter&#8220;. Daher habe die Kommission das Paket Choose Europe im Umfang von 500 Millionen Euro auf den Weg gebracht, das die besten K\u00f6pfe aus Wissenschaft und Forschung nach Europa holen und sie zum Bleiben bewegen soll.\u00a0<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber Science Business kommentierten Vertreter europ\u00e4ischer Hochschulorganisationen von der Leyens Rede und bewerteten den gro\u00dfen Stellenwert, den sie Forschung und Innovation gegeben hat, positiv, darunter der Generalsekret\u00e4r der Guild of European Research-Intensive Universities, Professor Jan Palmowski, und der Generalsekret\u00e4r der League of European Research Universities (LERU), Professor Kurt Deketelaere.\u00a0<\/p>\n<p>Gleichzeitig berichtete Science Business, dass einige Aspekte des <a href=\"https:\/\/www.forschung-und-lehre.de\/politik\/budget-fuer-eu-forschungs-foerderung-soll-fast-verdoppelt-werden-7201\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">n\u00e4chsten Mehrj\u00e4hrigen Finanzrahmens <\/a>der EU, dessen Entwurf Ende Juli ver\u00f6ffentlicht wurde, bereits erneut zur Diskussion st\u00fcnden. Der Vorschlag werde aktuell von den Mitgliedsl\u00e4ndern und dem Europ\u00e4ischen Parlament verhandelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Welchen wirtschaftlichen Effekt hat die F\u00f6rderung \u00fcber das Programm Horizon Europe? 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