{"id":417794,"date":"2025-09-12T20:19:33","date_gmt":"2025-09-12T20:19:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/417794\/"},"modified":"2025-09-12T20:19:33","modified_gmt":"2025-09-12T20:19:33","slug":"unterwegs-in-muelheim-nachlese-einer-kommunalpolitische-sommferien-tour-durch-unsere-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/417794\/","title":{"rendered":"Unterwegs in M\u00fclheim: Nachlese einer kommunalpolitische Sommferien-Tour durch unsere Stadt"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Sommerferien machen unsere nebenamtlichen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker nicht nur Urlaub. Nicht nur, aber ganz besonders auch im Kommunalwahljahr suchen die Ratsfraktionen das Gespr\u00e4ch mit Unternehmen und Verb\u00e4nden, so auch die Ratsfraktion der CDU, die in der ablaufenden Wahlperiode mit den Gr\u00fcnen die Ratsmehrheit gebildet hat. Hier einige Schlaglichter der christdemokratischen Sommerferientour, die ich redaktionell begleiten durfte:<\/p>\n<p>\ufeffNeubau f\u00fcr 27 Millionen Euro<\/p>\n<p>Last, but not least besuchten Ratsmitglieder der CDU die seit 98 Jahren in M\u00fclheim ans\u00e4ssige Privat\u00e4rztliche Verechnungsstelle (PVS) an ihrem Standort in Saarn. Dort bezieht die PVS im Dezeember 2025 einen f\u00fcr 27 Millionen Euro errichteten B\u00fcrokomplex. Die Hauptverwaltung der PVS, die Bundesweit 820 Mitarbeitende besch\u00e4ftigt (davon 340 an ihrem Gr\u00fcndungsstandort M\u00fclheim) betreut zurzeit bundesweit neun Millionen Kunden und erwirtschaftet damit einen Umsatz von zwei Milliarden Euro. Die PVS bildet Kaufleute f\u00fcr das Gesundheitswesen und B\u00fcrokommunikation, aber auch IT-Fachleute aus. Zum Beginn des laufenden Jahres, konnten die PVS-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dieter Ludwig und Alexander Domene neun Auszubildende als neue Kolleginnen und Kollegen bei der PVS begr\u00fc\u00dfen, die seit 1978 ihren Sitz im Saarner Gewerbegebiet an der Solinger- und an der Remscheider Stra\u00dfe hat.<\/p>\n<p>\ufeffEin Unternehmen startet durch<\/p>\n<p>Eine unternehmerische Erfolgsgeschichte konnten die CDU-Ratsmitglieder auch im Hauptquartier der 1979 gegr\u00fcndeten KFZ-Kette Pitstop am Flughafen Essen-M\u00fclheim in Augenschein nehmen. Das vom CEO Stefan Kulas geleitete Unternehmen ist mit seiner Firmenzentrale seit zweieinhalb Jahren an der Brunshofstra\u00dfe ans\u00e4ssig. Es besch\u00e4ftigt bundesweit 1300 Mitarbeitende, davon 80 am Firmensitz in Raadt. Wie seine Kollegen von der PVS fand Stefan Kulas f\u00fcr die Zusammenarbeit mit der M\u00fclheimer Stadtverwaltung nur lobende Worte.<\/p>\n<p>Der CEO, der auch Pilot ist, zeigte den Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern unter anderem das Trainingscenter, in dem die Auszubildenden des Unternehmens, in dem die Auszubildenden des Unternehmens das kleine udn gro\u00dfe Einmaleins des KFZ-Handwerks erlernen. Laut Formenleitung hat Pitstop zum Beginn des Ausbildungsjahres 60 Auszubildende eingestellt und strebt bundesweit den Aufbau von 100 neuen Standorten an.<\/p>\n<p>Aus seiner Pilotenperspektive bescheinigte der Pitstop-Chef dem seit 100 Jahren bestehenden Flughafen Essen-M\u00fclheim ein ausbauf\u00e4higes Potenzial. W\u00fcnschenswert w\u00e4ren in den Augen von Stefan Kulas, den Flughafen mit einem GPS-gest\u00fctzten Landesystem auszustatten und seine \u00d6ffnungszeiten auszuweiten.<\/p>\n<p>\ufeffSozialpolitische Baustellen<\/p>\n<p>Um die sozial- und bildungspolitischen Baustellen unserer Stadtgesellschaft drehte sich das Gespr\u00e4ch beim Fraktionsbesuch im Caritas-Zentrum St. Raphael am Hingberg. Caritas-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Georg J\u00f6res lie\u00df die Geschichte des 1920 vom Ruhrpastor Konrad Jakobs ins Leben gerufenen katholischen Sozialverbandes Revue passieren. Kritisch beleuchtete J\u00f6res die Zahl der zunehmenden Kirchenaustritte. Sie h\u00e4tten, so J\u00f6res dazu gef\u00fchrt, dass die Sozialarbeit der Caritas inzwischen nur noch zu f\u00fcnf Prozent aus Kirchensteuermitteln finanziert werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Positiv \u00fcberrascht zeigten sich die Ratsmitglieder der CDU davon, dass die 430 hauptamtlichen Sozialarbeiter der Caritas von 130 ehrenamtlich Mitarbeitenden unterst\u00fctzt werden. Mit Blick auf die soziale und p\u00e4dagogische Arbeit, die die Caritas im Rahmen der offenen Ganztagsgrundschule leistet, w\u00fcrdigte J\u00f6res die zunehmende Bedeutung, die qualifizierten Quereinsteigern bei der p\u00e4dagogischen Assistenz im Rahmen der Klassenbegleitung und der individuellen Integrationshilfe. Tenor der Diskussion war, dass die Bildungs- und Sozialarbeit in unserer Stadtgesellschaft auf gelebte christliche Grundwerte angewiesen sei und dass man mit Blick auf die Finanzierbarkeit der Klassenbegleitung und der Integrationshilfe verst\u00e4rkt zu flexiblen und gruppenbezogenen Assistenzformen kommen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>\ufeffEine Chance f\u00fcrs Leben<\/p>\n<p>Die sozialpolitische Baustelle Arbeitsmarkt f\u00fchrte die Ratsmitglieder zum katholischen Jugendwerk Kurbel, dass in Eppinghofen, Broich und Styrum inzwischen drei Standorte aufgebaut hat. 20 hauptamtlich Mitarbeitende unterschiedlicher Disziplinen vermitteln junge Menchen mit Einstellungshandicaps in Ausbildung und Arbeit. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kurbe, Frank Jan\u00dfen, nannte f\u00fcr das Jahr 2024 1900 Frauen und M\u00e4nner, die an den Qualifikationsma\u00dfnahmen der Kurbel teilgenommen haben. Deren Spektrum reicht von der klassischen Vermittlung \u00fcber das Coaching und Bewerbungstraining bis hin zu Sprachkursen.\u00a0\u201eWir m\u00fcssen weiterhin m\u00f6glichst viele erwerbsf\u00e4hige Menschen in Arbeit und Ausbildung bringen.\u201c, bilanzierte CDU-Fraktionsvorsitzende Christina K\u00fcsters das Arbeitsmarktgespr\u00e4ch am Eppinghofer Standort der Kurbel.<\/p>\n<p>\ufeffSchulbaustelle in Broich<\/p>\n<p>\u201eDie umfangreichen Schulbauma\u00dfnahmen am Standort Schulzentrum Broich mit der Realschule Broich machen deutlich, dass trotz aller finanzieller Zw\u00e4nge die millionenschweren Sanierungs- und Erweiterungsma\u00dfnahmen insbesondere bei den weiterf\u00fchrenden M\u00fclheimer Schulen konsequent fortgef\u00fchrt und der vom Rat der Stadt 2022 beschlossene Bildungsentwicklungsplan umgesetzt wird. Es hilft dabei das Bekenntnis der Ratsmehrheit, dass im st\u00e4dtischen Investitions-programm seit Jahren richtigerweise die Priorit\u00e4t weiter auf den Schulbau gesetzt wurde und wird.\u201c<\/p>\n<p>So lautete das Fazit des CDU-Bildungspolitikers Heiko Hendriks, nachdem er sich mit seinen Fraktionskollegen an der Holzstra\u00dfe einen Eindruck vom Fortgang der 2022 begonnenen Sanierung und der Erweiterung der f\u00fcnfz\u00fcgigen Realschule Broich gemacht hatte. Edin\u00a0 Gracic und Derya Ceylan vom st\u00e4dtischen Immobilienservice bezifferten die Gesamtkosten des Schulbauprojekts beim Baustellenrundgang auf 20,8 Millionen Euro. Ab dem Schuljahr 2026\/2027, so lie\u00dfen die Mitarbeitenden des Immobilienserevice wissen, werden 22 neue Klassenr\u00e4ume die Schulcontainer an der Holzstra\u00dfe \u00fcberfl\u00fcssig machen.<\/p>\n<p>\ufeffZu Besuch bei der Feuerwehr<\/p>\n<p>Die 282 hauptamtlichen und 120 freiwilligen M\u00fclheimer Feuerwehrleute haben im Jahr 2024 insgesamt rund 44.500 Eins\u00e4tze gefahren, darunter 19.300 Notfall-Rettungstransporte und 18.000 Krankentransporte. Der Chef der 1924 gegr\u00fcndeten Berufsfeuerwehr, Sven Werner, nutzte den CDU-Fraktionsbesuch in der neuen Rettungswache Nord an der Augustastra\u00dfe auch f\u00fcr einen Appell an die M\u00fclheimer Bev\u00f6lkerung:\u00a0\u201eBitte, schalten Sie Ihren gesunden Menschenverstand<br \/>ein, wenn es darum geht, die 112 rechtzeitig oder gar nicht anzurufen.&#8220; In diese Worte fasste Werner die zunehmende und vor allem unproduktive Arbeitsbelastung seiner Kolleginnen und Kollegen, die es seit einigen Jahren mit einer deutlich ansteigenden Zahl von unn\u00f6tigen und missbr\u00e4uchlichen Notrufen zu tun haben.<\/p>\n<p>In der Diskussion \u00fcber eine neu einzurichtende Rettungswachse S\u00fcd, stellte Ratsmitglied\u00a0Werner Oesterwind, der dem daf\u00fcr zust\u00e4ndigen<br \/>Ratsausschuss f\u00fcr B\u00fcrgerangelegenheiten, Sicherheit und Ordnung vorsitzt, fest, dass diese St\u00e4rkung der lokalen Feuerwehrinfrastruktur nur eine Frage der Zeit und der Findung eines geeigneten Grundst\u00fccks sei. Den entsprechenden Fl\u00e4chenbedarf der Feuerwehr bezifferte Sven Werner mit rund 8500 Quadratmetern.<\/p>\n<p>\ufeffArbeit als Lebensmittel<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Diakonischen Werks, Birgit Hirsch<br \/>Palepu, und ihren f\u00fcr die Ambulante Gef\u00e4hrdetenhilfe zust\u00e4ndigen Kollegen Andrea<br \/>Krause und Lukas Brockmann diskutierten CDU-Ratsmitglieder bei ihrem Besuch im Diakonietreff an der Auerstra\u00dfe die Herausforderungen der \u00f6rtlichen Obdachlosenhilfe. Deutlich wurde, dass vor allem psychische Erkrankungen in Verbindung mit einer Suchtproblematik dazu f\u00fchren, dass Menschen ihre Wohnung nicht mehr halten k\u00f6nnen und in die Obdachlosigkeit abrutschen.\u00a0Birgit Hirsch<br \/>Palepu dankte nicht nur der Stadt, dem Land und den evangelischen Kirchensteuerzahlerinnen und Kirchensteuerzahlern, sondern auch &#8222;den Menschen, die unsere Arbeit mit ihren Spenden unterst\u00fctzen, weil sie das Herz am rechten Fleck haben&#8220; daf\u00fcr, dass sie die finanzielle Basis f\u00fcr eine zunehmend gefragte Betreuungs- und Beratungsarbeit schafften. Ein Rundgang durch die Teestube und 15 Apartments an der Auerstra\u00dfe verschaffte den Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern einen anschaulichen Eindruck von der segensreichen Arbeit, die die seit 1921 in M\u00fclheim aktive Diakonie f\u00fcr die Menschen leistet, die auf der Schattenseite unserer Gesellschaft leisten. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Diakonie machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass Arbeit das A und O sei, \u201eweil wir es hier selbst erleben, dass\u00a0Menschen aus der Wohnungslosigkeit und ihren anderen sozialen Problemen her<br \/>ausfinden, wenn wir ihnen Arbeit geben, die ihnen nicht nur Arbeit und Lohn, son<br \/>dern auch soziale Stabilit\u00e4t, soziale Kontakte, Lebenssinn und Tagesstruktur verschafft.\u201c Mit dieser Erkenntnis im Gep\u00e4ck, dankte die Vorsitzende der CDU-Fraktion, Christina K\u00fcsters der Diakonie: &#8222;f\u00fcr ihre gute und schwierige Arbeit, bei der Sie uns an Ihrer Seite wissen\u201c<\/p>\n<p>\ufeffNeues Leben in einem alten Haus<\/p>\n<p>In seiner Funktion als Vereinsvorsitzender des Freundes- und F\u00f6rderkreises des seit 2017 aus bautechnischen Gr\u00fcnden geschlossenen Heimatmuseums Tersteegenhaus war es dem CDU-Stadtrat und B\u00fcrgermeister Markus P\u00fcll ein Herzensanliegen, seinen Fraktionskollegen und Kolleginnen vor Ort an der Teinerstra\u00dfe, zusammen mit zwei Mitarbeitenden des st\u00e4dtischen Immobilienservice den aktuellen Stand der im zweiten Teil des zweiten Bauabschnitts befindlichen Restaurierung vor Augen zu f\u00fchren. P\u00fcll pr\u00e4sentierte den CDU-Ratsmitgliedern unter anderem eines der 16 historischen Fenster, die derzeit eingesetzt werden.<br \/>\u00a0<br \/>Der Planungsteamleiter des st\u00e4dtischen ImmobilienService, Edin Gracic, und die f\u00fcr<br \/>das Tersteegenhaus verantwortliche Projektleiterin Hatice Sezen-Singh erl\u00e4uterten<br \/>den aktuellen Stand der anspruchsvollen und herausfordernden Bauma\u00dfnahme im<br \/>Denkmal gesch\u00fctzten, fast 500 Jahre alten Geb\u00e4ude. In diesem Zusammenhang stellten sie die aktuelle \u00f6ffentliche F\u00f6rderkulisse des Projekts dar und bezifferten dessen Investitionsbedarf, einschlie\u00dflich des aus technischen Gr\u00fcnden geplanten Anbaus auf 4,9 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Markus P\u00fcll, der die Baustelle Tersteegenhaus auch am <a href=\"https:\/\/www.lokalkompass.de\/muelheim\/c-kultur\/das-tersteegenhaus-ist-mit-dabei_a2093332\" onclick=\"window.open(this.href); return false;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Tag des offenen Denkmals (14. September) <\/b><\/a>zu einem solchen machen wird, hofft, dass das dann interaktive und barrierearme Tersteegenhaus als Heimatmuseum 2027 wiederer\u00f6ffnet werden kann, wenn sich Gerhard Tersteegens Geburtstag zum 320. Mal j\u00e4hren wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend der Sommerferien machen unsere nebenamtlichen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker nicht nur Urlaub. 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