{"id":419216,"date":"2025-09-13T09:39:15","date_gmt":"2025-09-13T09:39:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/419216\/"},"modified":"2025-09-13T09:39:15","modified_gmt":"2025-09-13T09:39:15","slug":"regierungssturz-in-frankreich-auf-deutschland-kommt-es-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/419216\/","title":{"rendered":"Regierungssturz in Frankreich: Auf Deutschland kommt es an"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2025-09\/regierungssturz-frankreich-finanzmarkt-staatsfinanzen-eurozone\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2025-09\/regierungssturz-frankreich-finanzmarkt-staatsfinanzen-eurozone\" data-ct-label=\"1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 1Droht jetzt die n\u00e4chste Eurokrise?<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 2Auf Deutschland kommt es an<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der neuen Regierung k\u00f6nnte es \u00e4hnlich ergehen. Weil die<br \/>\nAbgeordneten von Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron keine eigene Mehrheit haben, k\u00f6nnte das Parlament sie<br \/>\njederzeit per Misstrauensvotum st\u00fcrzen. F\u00fcr die Lage der Staatsfinanzen w\u00e4re das eine verheerende Entwicklung. Ohne Sparma\u00dfnahmen oder Steuererh\u00f6hungen<br \/>\nk\u00f6nnten Schuldenstand und Zinslast weiter ansteigen. Jeder Regierungssturz,<br \/>\njede l\u00e4ngere unsichere Phase, d\u00fcrfte sich zudem negativ auf die Einnahmen des<br \/>\nStaates auswirken: Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger konsumieren weniger, Unternehmen<br \/>\nz\u00f6gern mit Investitionen.<\/p>\n<p>            Regierungskrise         <\/p>\n<p>Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/frankreich-krise-emmanuel-macron-proteste-demokratie-fuenfte-republik\" data-ct-label=\"Regierungskrise in Frankreich: In Frankreich k\u00f6nnte die Republik auf der Kippe stehen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Regierungskrise in Frankreich:<br \/>\n                        In Frankreich k\u00f6nnte die Republik auf der Kippe stehen<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/proteste-frankreich-regierung-sturz-haushalt\" data-ct-label=\"Proteste in Frankreich: Diffuse Wut, viel gr\u00f6\u00dfer als erwartet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Proteste in Frankreich:<br \/>\n                        Diffuse Wut, viel gr\u00f6\u00dfer als erwartet<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-09\/vertrauensfrage-francois-bayrou-premierminister-frankreich\" data-ct-label=\"Vertrauensfrage in Frankreich: Gefangen in einer gef\u00e4hrlichen Dauerschleife\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Vertrauensfrage in Frankreich:<br \/>\n                        Gefangen in einer gef\u00e4hrlichen Dauerschleife<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Anders als vor rund 15 Jahren, als Griechenland gerettet wurde, r\u00fcckt nun ein<br \/>\nKernland des Euroraums verst\u00e4rkt in den Blick. \u00d6konomen halten das Risiko einer<br \/>\nneuen Schuldenkrise jedoch f\u00fcr \u00fcberschaubar. &#8222;Die Stabilit\u00e4t des Euroraums ist nicht in<br \/>\nGefahr, nur weil Frankreich im Moment mehr Geld ausgibt, als es<br \/>\nsich leisten kann&#8220;, sagt Heider. Zumindest kurzfristig sei keine neue <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/euro-krise\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eurokrise<\/a><br \/>\nabzusehen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein Grund daf\u00fcr ist, dass die W\u00e4hrungsunion<br \/>\nheute robuster aufgestellt ist als in der Finanzkrise. &#8222;Die Europ\u00e4ische<br \/>\nZentralbank hat ihren Instrumentenkasten deutlich erweitert und sehr wirksame<br \/>\nMittel, um die M\u00e4rkte zu beruhigen&#8220;, sagt Heider und verweist unter<br \/>\nanderem auf das Transmission Protection Instrument (TPI). Damit kann die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ezb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EZB<\/a> im<br \/>\nKrisenfall Anleihen einzelner Eurostaaten ohne festgelegtes Limit kaufen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dem vorausgegangen war ein pr\u00e4gender Satz des fr\u00fcheren EZB-Pr\u00e4sidenten Mario Draghi, mit dem er mehr oder minder im Alleingang die schlimmsten Aufwallungen der Eurokrise beruhigte und die Politik der Zentralbank \u00fcber Jahre pr\u00e4gte. In einer Rede im Jahr 2012 sagte Draghi, die EZB werde innerhalb ihres Mandats &#8222;alles Notwendige unternehmen&#8220;, um den Euro zu erhalten. &#8222;Und glauben Sie mir, es wird gen\u00fcgen.&#8220; Aus dem englischen Original wurde das beinahe gefl\u00fcgelte Wort: &#8222;Whatever it takes.&#8220;\n<\/p>\n<p>        Riskanter Trend zu mehr Schulden        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Sollten<br \/>\ndie Risikoaufschl\u00e4ge franz\u00f6sischer Staatsanleihen<br \/>\nweiter deutlich steigen, k\u00f6nnte die EZB also notfalls eingreifen. Wegen der h\u00f6heren Nachfrage d\u00fcrften die Renditen dann wieder<br \/>\nsinken. Die EZB zeigt sich wegen der Lage in Frankreich noch<br \/>\ngelassen. Die Anleihenm\u00e4rkte funktionierten, betonte Zentralbankchefin Christine<br \/>\nLagarde am Donnerstag.\u00a0Die Franz\u00f6sin hatte zuletzt immer wieder die Stabilit\u00e4t ihres Heimatlandes beschworen.\u00a0Auch der Wissenschaftler Heider geht nicht davon aus, dass St\u00fctzungsk\u00e4ufe<br \/>\nder EZB kurzfristig n\u00f6tig sein werden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der \u00d6konom sorgt sich jedoch um einen generellen Trend im<br \/>\nEuroraum hin zu mehr Schulden. Die &#8222;Unf\u00e4higkeit mancher Regierungen,<br \/>\nschmerzhafte Reformen anzugehen und die Haushalte zu konsolidieren&#8220;, sei problematisch. Vom Schuldenmachen<br \/>\nkann die EZB die Mitglieder der W\u00e4hrungsunion jedoch kaum abhalten. Hier ist vor allem<br \/>\ndie EU-Kommission gefragt. Auch in Deutschland steigt die Kreditaufnahme in den kommenden Jahren deutlich. Aktuell liegt die Schuldenquote noch bei etwa 62 Prozent. Sie droht jedoch deutlich anzuwachsen, wenn<br \/>\ndie geplanten Milliardeninvestitionen der schwarz-roten Koalition in Infrastruktur und<br \/>\nVerteidigung nicht zu einem sp\u00fcrbaren Wirtschaftswachstum f\u00fchren.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Sollte Frankreich keine L\u00f6sung f\u00fcr seine<br \/>\nProbleme finden, d\u00fcrfte die fiskalische Stabilit\u00e4t im Euroraum k\u00fcnftig noch<br \/>\nst\u00e4rker von Deutschland abh\u00e4ngen. Bundesanleihen gelten als ausgesprochen sicheres Referenzpapier im Euroraum, da sie von Deutschland ausgegeben werden,<br \/>\ndas eine sehr hohe Bonit\u00e4t hat (AAA-Rating). Damit das so bleibt, m\u00fcsse die<br \/>\ndeutsche Regierung unbedingt daf\u00fcr sorgen, dass die neuen Schulden tats\u00e4chlich<br \/>\nauch f\u00fcr Investitionen verwendet werden, mahnt Heider. Mit Blick auf den Euroraum<br \/>\nsagt er: &#8222;Entscheidend ist, dass Deutschland als Stabilit\u00e4tsanker erhalten<br \/>\nbleibt.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Droht jetzt die n\u00e4chste Eurokrise? 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