{"id":420569,"date":"2025-09-13T22:17:24","date_gmt":"2025-09-13T22:17:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420569\/"},"modified":"2025-09-13T22:17:24","modified_gmt":"2025-09-13T22:17:24","slug":"prozess-um-raubueberfall-mit-einem-toten-liegt-vorerst-auf-eis-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420569\/","title":{"rendered":"Prozess um Raub\u00fcberfall mit einem Toten liegt vorerst auf Eis \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Vor \u00fcber zwei Jahren sorgte ein versuchter Raub\u00fcberfall in der Leipziger Nordstra\u00dfe f\u00fcr Schlagzeilen: Ein junger Mann und sein Geld sollen in dessen Wohnung Ziel eines Trios gewesen sein. Da sich das 18-j\u00e4hrige Opfer unerwartet heftig wehrte, wurde einer der drei mutma\u00dflichen T\u00e4ter (20) offenbar so schwer verletzt, dass er an den Folgen verstarb. Diese Woche nun sollten sich die zwei anderen vor Gericht verantworten \u2013 doch daraus wurde nichts.<\/p>\n<p>Versuchter besonders schwerer Raub in Tateinheit mit gef\u00e4hrlicher K\u00f6rperverletzung: Es sind alles andere als Bagatellen, f\u00fcr die sich Joshua Z. (23) und der gleichaltrige Julius L. ab diesem Donnerstag vor dem Leipziger Landgericht h\u00e4tten verantworten m\u00fcssen. Laut Staatsanwaltschaft h\u00e4tten sich beide am 8. Juli 2023, einem Samstagabend, mit einem Dritten verabredet, einen 18-J\u00e4hrigen in dessen eigener Wohnung in der Nordstra\u00dfe zu \u00fcberfallen und ihm Geld zu entwenden.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/12b4ce809dc448e78558c67d1e675097.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2025\/09\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/faelle-unfaelle\/2025\/09\/1\"\/><\/p>\n<p>Mutma\u00dflicher T\u00e4ter starb an schweren Verletzungen<\/p>\n<p>Doch das Ende war ein schreckliches: Denn entgegen dem Kalk\u00fcl habe sich der Gesch\u00e4digte, so die Staatsanwaltschaft Leipzig, weder durch das gewaltsame Vordringen des maskierten Trios in seine R\u00e4umlichkeiten noch durch eine mitgef\u00fchrte Schreckschusswaffe einsch\u00fcchtern lassen.<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Mit Pfefferspray und einem Messer habe er massive Gegenwehr gegen die Verd\u00e4chtigen geleistet, die in der Auseinandersetzung selbst Werkzeuge als Tatwaffe genutzt haben sollen, darunter die Schreckschusswaffe als Schlagobjekt. Einer der mutma\u00dflichen T\u00e4ter, ein 20-J\u00e4hriger, habe in der brutalen Auseinandersetzung mehrere Stichverletzungen im Oberk\u00f6rper davongetragen.<\/p>\n<p>Daher sei das Trio ohne Beute aus der Wohnung gefl\u00fcchtet, man habe noch versucht, die Verletzungen des verletzten Kumpels zu versorgen und schlie\u00dflich den Notarzt alarmiert. Aber der mutma\u00dfliche Mitt\u00e4ter verstarb im Krankenhaus. Die Ermittlungen gegen den \u00dcberfallenen, der Kopfwunden und H\u00e4matome erlitt, wurden eingestellt, da sein Handeln als Notwehr gerechtfertigt gewesen sei. Ein Anfangsverdacht, dass Joshua Z. und Julius L. selbst den 20-J\u00e4hrigen get\u00f6tet haben k\u00f6nnten, best\u00e4tigte sich nicht.<\/p>\n<p>Einer der Angeklagten soll gesundheitliche Probleme haben<\/p>\n<p>Der eigentliche Plan sei gewesen, dass der Verd\u00e4chtige Z. das Opfer unter einem Vorwand herauslockt, um dann beim \u00d6ffnen der Wohnungst\u00fcr gemeinsam zuzuschlagen und gewaltsam in die R\u00e4ume einzudringen, um an Geld zu kommen. Wie gut sich beide Seiten kannten und ob es m\u00f6glicherweise um Drogengesch\u00e4fte ging, ist derzeit unklar.<\/p>\n<p>Der f\u00fcr Donnerstag anberaumte Prozessbeginn im Leipziger Landgericht fand dann jedenfalls nicht statt: Nach Gerichtsangaben habe einer der Tatverd\u00e4chtigen \u201eerhebliche gesundheitliche Probleme\u201c, wie seine Verteidiger kurzfristig geltend machten.<\/p>\n<p>Dies m\u00fcsse nun durch die zust\u00e4ndige Strafkammer gekl\u00e4rt werden. Neue Termine zur Verhandlung stehen bisher nicht fest. Da das Verfahren aber bereits vorbereitet ist, d\u00fcrfte ein Interesse bestehen, es zeitnah neu aufzurollen. An sich waren schon Termine bis 17. Oktober geplant.<\/p>\n<p>M\u00f6glicher Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit<\/p>\n<p>Laut Landgericht will die Verteidigung mindestens eines Angeklagten m\u00f6glicherweise auch erreichen, dass der Prozess unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit stattfindet, Zuschauer und Medien also vor verschlossener T\u00fcr stehen. Ob es dazu kommt, liegt in der Entscheidungsgewalt der verantwortlichen Kammer.<\/p>\n<p>Gerichtsverhandlungen in Deutschland sind in der Regel \u00f6ffentlich. Ausnahmen gelten beispielsweise dann, wenn gegen Minderj\u00e4hrige verhandelt wird, aber mitunter auch beim Erwachsenen, sofern Umst\u00e4nde aus dem h\u00f6chstpers\u00f6nlichen und intimen Lebensbereich zur Sprache gebracht werden. Hier werden dann \u00f6ffentliches Interesse und Pers\u00f6nlichkeitsrechte Beteiligter abgewogen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor \u00fcber zwei Jahren sorgte ein versuchter Raub\u00fcberfall in der Leipziger Nordstra\u00dfe f\u00fcr Schlagzeilen: Ein junger Mann und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":420570,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,682,4933,71,4576,5309,859],"class_list":{"0":"post-420569","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-koerperverletzung","12":"tag-landgericht","13":"tag-leipzig","14":"tag-raub","15":"tag-raubueberfall","16":"tag-sachsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115199308241488537","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=420569"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420569\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/420570"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=420569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=420569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=420569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}