{"id":420608,"date":"2025-09-13T22:39:24","date_gmt":"2025-09-13T22:39:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420608\/"},"modified":"2025-09-13T22:39:24","modified_gmt":"2025-09-13T22:39:24","slug":"gemuetlich-und-lustig-mainz-ist-inspiration-fuer-romantasy-buchreihe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420608\/","title":{"rendered":"Gem\u00fctlich und lustig: Mainz ist Inspiration f\u00fcr Romantasy-Buchreihe"},"content":{"rendered":"<p>Mit 14 Jahren schrieb Lea Melcher ihren ersten Fantasy-Roman. Sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichte die Autorin auch mehrere Kinderb\u00fccher, entdeckte das Illustrieren f\u00fcr sich und feierte jetzt im August mit \u201eCat People\u201c ihr Graphic-Novel-Deb\u00fct. Ihren bisher gr\u00f6\u00dften Erfolg hatte die Mainzerin jedoch mit der Romantasy-Reihe \u201eButtercream Witch\u201c, in der die magische Tortenb\u00e4ckerin Millie gegen das Aufkeimen dunkler Magie k\u00e4mpft \u2013 unterst\u00fctzt von den anderen Hexen ihres Dorfes, einer tollpatschigen Fledermaus und dem doch nicht ganz so unscheinbaren Paketboten Remington. Im Oktober 2025 soll das Spin-Off \u201eWerecat Caf\u00e9\u201c erscheinen, das in derselben Welt spielt.<\/p>\n<p>Romantasy-Hype und ein Zuckerschock<\/p>\n<p>Das Genre Romantasy, eine Mischung aus Liebesgeschichte (Romance) und Fantasy, wird seit einigen Jahren immer beliebter auf dem Buchmarkt und hat mittlerweile eine riesige Fangemeinde in den sozialen Medien. Die Hoffnung, von dieser Erfolgswelle zu profitieren, sei aber nicht der Grund daf\u00fcr gewesen, dass die Mainzer Autorin sich f\u00fcr dieses Genre entschieden habe.<\/p>\n<p>\u201eDie Idee hatte ich im Sommer 2023 beim Tortenbacken\u201c, erz\u00e4hlt Melcher (31) im Merkurist-Gespr\u00e4ch. Zu dieser Zeit sei ihr das Schreiben besonders schwergefallen. \u201eUnd dann habe ich einen kleinen Zuckerschock bekommen, glaube ich\u201c, sagt sie lachend. Die Torten und der k\u00fcnstlerische Aspekt des Verzierens h\u00e4tten sie so sehr inspiriert, dass sie die magisch angehauchte Liebesgeschichte von Millie und Remington innerhalb von drei Wochen runtergeschrieben habe. \u201eIch habe auch gar nicht wirklich viel Werbung gemacht, weil ich dachte, das ist einfach ein Projekt f\u00fcr mich, f\u00fcr meine Freunde und um die Freude am Schreiben zur\u00fcckzubringen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eKinderb\u00fccher f\u00fcr Erwachsene\u201c<\/p>\n<p>Dann die \u00dcberraschung: Die selbstverlegte Dilogie \u201eButtercream Witch\u201c und \u201eButtercream Magic\u201c, erg\u00e4nzt von der Novelle \u201eButtercream Christmas\u201c, habe sich viel besser verkauft als ihre bisherigen B\u00fccher, die gr\u00f6\u00dftenteils bei bekannten Verlagen erschienen sind. \u201eIch habe damit gerechnet, dass ich vielleicht hundert St\u00fcck verkaufe \u2013 und jetzt habe ich \u00fcber tausend verkauft.\u201c Irgendwann habe sich Melcher sogar ein externes Lager angemietet, um die neuen Buchsendungen aus der Druckerei nicht immer in den vierten Stock ihrer Altstadt-Wohnung schleppen zu m\u00fcssen. \u201eBei einem Verlag sind ein paar Hundert B\u00fccher nichts, bei mir ist das viel\u201c, sagt sie. \u201eIch verpacke jedes Buch einzeln in Geschenkpapier, das ich extra zu den jeweiligen B\u00fcchern designt habe\u201c, sagt sie. \u201eIch liebe solche Kleinigkeiten, die das Haptische von B\u00fcchern zur\u00fcckbringen. Und ich merke auch, dass es den Leuten gef\u00e4llt.\u201c<\/p>\n<p>Positives Feedback habe Melcher auch zum Inhalt der \u201eButtercream Witch\u201c-B\u00fccher erhalten. \u201eIch beschreibe das manchmal gerne als Kinderb\u00fccher f\u00fcr Erwachsene\u201c, erkl\u00e4rt die Autorin. \u201eDie Geschichte nimmt sich nicht so ernst, es gibt viele spielerische und quatschige Aspekte.\u201c Ob beim Tortenbacken, positiv dargestellten Sexszenen oder der allgemein herrschenden Herbst-Stimmung: Gem\u00fctlichkeit ist das Stichwort. \u201eCozy\u201c ist eine Unterkategorie des Romantasy-Genres, das vor allem im englischsprachigen Raum bekannt ist \u2013 und aus Melchers Sicht einen guten Gegenpol zur komplexen Realit\u00e4t bietet. \u201eViele Leserinnen schreiben mir, dass man mit der Welt drau\u00dfen, die gerade unsicher und be\u00e4ngstigend ist, besser klarkommt, wenn man sich mal kurz zur\u00fcckziehen kann in eine heile Welt.\u201c<\/p>\n<p>Das Mainzer Stadtgef\u00fchl<\/p>\n<p>Diese \u201eheile Welt\u201c spielt bei Melcher im imagin\u00e4ren englischen Dorf Snickerford. Die Inspiration daf\u00fcr habe sie aber nicht in England gefunden, sondern direkt an dem Ort, an dem sie schreibt: Mainz. \u201eIn meinen B\u00fcchern gibt es eine enge Dorf-Community und ich empfinde die Mainzer Innenstadt auch so\u201c, sagt sie. \u201eIch treffe st\u00e4ndig bekannte Leute, wenn ich rausgehe, und jeder hat so seine Lieblingsorte, wo man st\u00e4ndig hingeht. Ich finde das schrecklich gem\u00fctlich, in Mainz ist alles so entschleunigt.\u201c <\/p>\n<p>Das gem\u00fctliche Mainzer Stadtgef\u00fchl soll sich auch im neuen Buch \u201eWerecat Caf\u00e9\u201c widerspiegeln, das am 1. Oktober erscheint. Darin geht es ebenfalls um die magische Snickerford-Welt, allerdings mit einer zuvor eher unscheinbaren Figur in der Hauptrolle. Die Geschichte der magischen Tier\u00e4rztin Dorothy Murphy, die einen Werkatzen-Fluch brechen muss und dabei einem schuldengeplagten Caf\u00e9besitzer n\u00e4herkommt, wird vermutlich nicht das einzige Spin-Off bleiben. \u201eVielleicht kommt da n\u00e4chstes Jahr noch was\u201c, verr\u00e4t Melcher. \u201eDa gibt es einfach so viele witzige Sachen, die man machen kann, so viele Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr ein bisschen absurde, quatschige Ideen.\u201c<\/p>\n<p>Erste eigene Graphic Novel: \u201eCat People\u201c<\/p>\n<p>Doch auch Buchprojekte au\u00dferhalb des Romantasy-Genres stehen f\u00fcr Melcher weiterhin auf dem Programm. Erst im August erschien ihr Buch \u201eCat People\u201c im Coppenrath Verlag, ihre erste Graphic Novel \u00fcber zwei Katzenliebhaber, die durch einen Zufall zusammen Silvester verbringen. \u201eEs war nat\u00fcrlich ein gro\u00dfer Traum von mir, das mal zu machen, weil es eben Schreiben und Illustrieren so verbindet\u201c, erkl\u00e4rt sie. Auch die film\u00e4hnliche Erz\u00e4hltechnik reize sie als studierte Filmwissenschaftlerin sehr. \u201eWenn ich die Zeit h\u00e4tte, w\u00fcrde ich das viel \u00f6fter machen, weil ich das Format echt toll finde \u2013 aber es ist leider sehr aufwendig.\u201c<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur \u201eButtercream Witch\u201c-Reihe ist \u201eCat People\u201c schon f\u00fcr Kinder ab 12 Jahren geeignet, erz\u00e4hlt aber ebenfalls eine Liebesgeschichte. Das Besondere: ein r\u00e4tselhaftes Ende, das Raum f\u00fcr Interpretation bietet \u2013 und Diskussionen dar\u00fcber, was richtig ist. Eine Fortsetzung, die diese Spannung etwas aufl\u00f6st, k\u00f6nne sich Melcher zwar vorstellen. \u201eAber eigentlich hatte ich das nicht geplant.\u201c Das unbestimmte Ende, das man sonst seltener in Kinder- und Jugendb\u00fcchern findet, sei in diesem Fall eine bewusste Entscheidung gewesen. \u201eDer Verlag hat es auch deswegen eingekauft, weil sie das so spannend fanden und gehofft haben, dass man Gespr\u00e4che unter jungen Menschen anregen kann.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Neuerscheinung im Jahr 2025<\/p>\n<p>Auch ein weiteres Buch soll noch innerhalb dieses Jahres erscheinen. Details will Melcher vorab noch nicht verraten. Nur so viel: \u201eEs wird eine Weihnachts-Romance ohne Fantasy.\u201c Und: Das Buch wurde nicht von ihr alleine geschrieben. Es handele sich um ein gemeinsames Projekt mit ihrem Ehemann, mit dem sie auch schon mehrere Kinderb\u00fccher zusammen geschrieben hat.<\/p>\n<p>Dass es sich um neuen Buch wieder um die Liebe dreht, geh\u00f6re f\u00fcr Melcher gerade einfach dazu. \u201eMomentan schreibe ich sehr gerne Geschichten \u00fcber Liebe\u201c, erkl\u00e4rt sie. Sollte sie jemals wieder ein Buch schreiben, das in Mainz spielt, w\u00fcrde es daher wahrscheinlich ebenfalls eine Liebesgeschichte werden. \u201eIch k\u00f6nnte mir vorstellen, dass man eine Schnitzeljagd durch Mainz macht oder so was. Das bringt den Leuten vielleicht auch die Stadt ein bisschen n\u00e4her\u201c, \u00fcberlegt sie. H\u00e4ufig werde sie n\u00e4mlich gefragt, warum sie als Autorin in Mainz wohne und nicht in Kulturmetropolen wie K\u00f6ln, Hamburg oder Berlin. \u201eEs gibt oft in Gro\u00dfst\u00e4dten be\u00e4ngstigende Aspekte, die ich in Mainz nicht so empfinde\u201c, findet Melcher. \u201eHier kann man sich sehr wohl f\u00fchlen.\u201c<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zum romantischen Aspekt stehe auch schon ein weiteres Kriterium f\u00fcr einen zuk\u00fcnftigen Mainz-Roman fest: \u201eEs m\u00fcsste was mit Humor sein. Mainz ist eine sehr humorvolle Stadt, die sich auch manchmal nicht so ernst nimmt \u2013 was mir gef\u00e4llt.\u201c Eine Mainz-Romance hat Melcher bereits 2019 ver\u00f6ffentlicht: \u201eDas Karmagotchi\u201c, eine romantische Kom\u00f6die \u00fcber WG-Leben in Mainz, Liebeskummer und eine geklaute Start-up-Idee.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit 14 Jahren schrieb Lea Melcher ihren ersten Fantasy-Roman. 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