{"id":420674,"date":"2025-09-13T23:17:18","date_gmt":"2025-09-13T23:17:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420674\/"},"modified":"2025-09-13T23:17:18","modified_gmt":"2025-09-13T23:17:18","slug":"charlie-kirk-erschossen-trauer-und-debatten-in-europa-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420674\/","title":{"rendered":"Charlie Kirk erschossen: Trauer und Debatten in Europa | Politik"},"content":{"rendered":"<p>James Kirchick ist Mitglied des Axel Springer Global Reporters Network von BILD, Welt, Politico, Onet, und Business Insider. Er war zuvor Autor von Radio Free Europe\/Radio Liberty und ist \u201eNew York Times\u201c-Bestsellerautor. <\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>New York \u2013 <b>Wenige Minuten nachdem der konservative US-Aktivist Charlie Kirk durch die Kugel eines Attent\u00e4ters ums Leben gekommen war, trafen aus ganz Europa Beileidsbekundungen von f\u00fchrenden Politikern ein. \u201eEin grausamer Mord, eine tiefe Wunde f\u00fcr die Demokratie und f\u00fcr alle, die an die Freiheit glauben\u201c, schrieb Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni auf X. \u201eFrankreich ist zutiefst ersch\u00fcttert \u00fcber die Ermordung von Charlie Kirk\u201c, erkl\u00e4rte das franz\u00f6sische Au\u00dfenministerium.<\/b><\/p>\n<p>Obwohl der 31-j\u00e4hrige politische Provokateur Kirk sein Land als \u201etotalit\u00e4re H\u00f6lle der Dritten Welt\u201c bezeichnet hatte, sagte der britische Premierminister Keir Starmer, es sei \u201eherzzerrei\u00dfend, dass eine junge Familie ihres Vaters und Ehemanns beraubt wurde\u201c. <\/p>\n<p>Andere Reaktionen fielen weniger zur\u00fcckhaltend aus. \u201eDer Tod von Charlie Kirk ist das Ergebnis der internationalen Hasskampagne der progressiv-liberalen Linken\u201c, schimpfte der ungarische Ministerpr\u00e4sident Viktor Orb\u00e1n, obwohl der M\u00f6rder zu diesem Zeitpunkt noch auf freiem Fu\u00df war. Jordan Bardella, Vorsitzender der rechtsextremen Partei Rassemblement National in Frankreich, verurteilte die \u201eentmenschlichende Rhetorik der Linken und ihre Intoleranz\u201c.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte in Charlie Kirk einen Unterst\u00fctzer\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/6b2e9fc4a14ed7305c6cc87dd8bc5187,8e70ae60\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump (l.) hatte in Charlie Kirk einen Unterst\u00fctzer<\/p>\n<p>Foto: picture alliance\/AP Images<\/p>\n<p>Charlie Kirks Tod spaltet die Politik<\/p>\n<p>Es gibt kein deutlicheres Beispiel daf\u00fcr, wie sehr die Ermordung die politischen Spaltungen in Europa offenbart, als den Streit, der im EU-Parlament \u00fcber einen Antrag der rechtsextremen Fraktion auf eine Schweigeminute zu Ehren des jungen Amerikaners ausgebrochen ist. Nachdem der Antrag aus verfahrenstechnischen Gr\u00fcnden abgelehnt worden war, machte ein schwedischer EU-Abgeordneter auf die Ungerechtigkeit dieser Entscheidung aufmerksam, indem er auf einen anderen M\u00e4rtyrer hinwies, George Floyd, dessen Tod durch einen Polizeibeamten vor f\u00fcnf Jahren das Parlament mit einer Resolution zur Verurteilung von Polizeibrutalit\u00e4t gew\u00fcrdigt hatte.<\/p>\n<p>Dramatische Auswirkungen auf die USA<\/p>\n<p><b>Der Mord an Charlie Kirk am helllichten Tag \u2013 einem Mann, der sein Leben der \u00f6ffentlichen Debatte gewidmet hatte und eine Frau und zwei kleine Kinder hinterl\u00e4sst \u2013 wird dramatische Auswirkungen auf die US-Politik und Gesellschaft haben, deren volles Ausma\u00df nicht absehbar ist. <\/b><\/p>\n<p>Abgesehen von den vielen praktischen Ver\u00e4nderungen, die seine Ermordung mit sich bringen wird (weniger politische Veranstaltungen im Freien, verst\u00e4rkte Forderungen nach Zensur in den sozialen Medien, prominente Aktivisten und Experten, die private Sicherheitskr\u00e4fte engagieren), gibt es essenzielle Fragen, mit denen sich das Land auseinandersetzen muss. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Charlie Kirk redet an der Utah Valley Universit\u00e4t. Das Bild entstand kurz vor seiner Ermordung\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/52ed74d86bd34e888ad7efadb9a1fdf8,7c61b097\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Charlie Kirk redet an der Utah Valley Universit\u00e4t. Das Bild entstand kurz vor seiner Ermordung am Mittwoch<\/p>\n<p>Foto: AP<\/p>\n<p><b>Werden politische F\u00fchrer und einflussreiche Medienvertreter verantwortungsbewusst handeln und ihre entmenschlichende und apokalyptische Rhetorik m\u00e4\u00dfigen, die so viele Menschen davon \u00fcberzeugt hat, dass Gewalt die einzige L\u00f6sung f\u00fcr die Probleme Amerikas ist? Werden unsere Professoren lange und gr\u00fcndlich dar\u00fcber nachdenken, warum mehr als ein Drittel der amerikanischen College-Studenten glaubt, dass der Einsatz von Gewalt zur Unterbindung einer Rede auf dem Campus gerechtfertigt ist? Werden die B\u00fcrger ihre Mediennutzung diversifizieren oder sich noch tiefer in ihre fanatischen parteipolitischen Kaninchenl\u00f6cher zur\u00fcckziehen?<\/b><\/p>\n<p>So reagiert Europa auf das t\u00f6dliche Attentat<\/p>\n<p>Am interessantesten finde ich jedoch die emotionalen Reaktionen auf Kirks Tod in Europa. Die einfache Erkl\u00e4rung f\u00fcr dieses Ph\u00e4nomen lautet, dass es sich um einen Angriff auf die freie Gesellschaft handelte. Die Ermordung einer Pers\u00f6nlichkeit des \u00f6ffentlichen Lebens w\u00e4hrend einer friedlichen politischen Aktivit\u00e4t ist ein eklatanter Angriff auf die Grundwerte der transatlantischen Gemeinschaft, unabh\u00e4ngig davon, wo man politisch steht.<\/p>\n<p><b>Auch andere Aspekte dieser Trag\u00f6die finden bei den Europ\u00e4ern Resonanz. Kirks Jugend und Leidenschaftlichkeit machten ihn, zumindest in den Augen der Konservativen, zu einer Art moderner Jeanne d\u2019Arc, die Fernseh\u00fcbertragung seiner Ermordung erinnerte an das ersch\u00fctternde Attentat auf John F. Kennedy, und der Schauplatz des Universit\u00e4tscampus \u2013 wo das Streben nach Wissen eigentlich unantastbar sein sollte \u2013 machte den Angriff umso entsetzlicher. Schlie\u00dflich gibt es noch die durch soziale Medien vorangetriebene Internationalisierung der Politik. <\/b><\/p>\n<p>Wenn man die politischen Details der slowakischen Provinz Gelnica verfolgen m\u00f6chte, war dies noch nie so einfach wie heute. Ein Artikel des \u201eGuardian\u201c \u00fcber Kirks Einfluss, der am Tag nach seinem Tod ver\u00f6ffentlicht wurde, stammte von Korrespondenten in Tokio, Paris, Seoul, Taipeh und Delhi.<\/p>\n<p><b>Solche Faktoren k\u00f6nnen jedoch nicht ausreichend erkl\u00e4ren, warum in London, Berlin, Madrid und Rom Mahnwachen f\u00fcr Kirk stattfanden. <\/b><\/p>\n<p>Kirk war weder ein gew\u00e4hlter Politiker noch ein traditioneller Republikaner. Er begann seine politische Laufbahn als \u201eMAGA-Red Diaper Baby\u201c, was die \u00f6ffentlichen Erkl\u00e4rungen europ\u00e4ischer Politiker umso bemerkenswerter macht. Kirk, der effektivste Botschafter von Pr\u00e4sident Donald Trump f\u00fcr die Jugend Amerikas, stand f\u00fcr etwas, das weit \u00fcber seine Person hinausging. <\/p>\n<p><b>Zwar werden zuk\u00fcnftige Historiker den Einfluss von Kirks Tod auf die amerikanische Politik und Gesellschaft bestimmen, doch seine Ermordung hat eines ganz deutlich gemacht: die beispiellose ideologische Ann\u00e4herung zwischen der amerikanischen und der europ\u00e4ischen Rechten.<\/b><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Trump mit Viktor Orb\u00e1n, dem rechten Pr\u00e4sident Ungarns\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/59032ee387903a88ce381baa3713def9,90fd5f9f\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">US-Pr\u00e4sident Trump (l.) mit Viktor Orb\u00e1n, dem rechten Pr\u00e4sident Ungarns<\/p>\n<p>Foto: picture alliance\/AP Photo<\/p>\n<p>Die MAGA-Bewegung und Europa <\/p>\n<p>Der Grund, warum Kirks Tod in Europa so viel Interesse geweckt hat, ist die Synergie zwischen Trumps \u201eMake America Great Again\u201c-Bewegung und den aufstrebenden populistischen Nationalisten in Europa. Im Gro\u00dfen und Ganzen sind diese Bewegungen vereint in ihrer Ablehnung von Masseneinwanderung, ihrer Skepsis gegen\u00fcber internationalen Institutionen, ihrer Abneigung gegen alles, was nach \u201eGlobalismus\u201c riecht.<\/p>\n<p><b>Sie eint ihr unverhohlener Patriotismus und ihre Verachtung f\u00fcr die Eliten und Experten, die sie \u2013 nicht ohne Grund \u2013 als diejenigen darstellen, die in den letzten 35 Jahren alles ruiniert haben. Sie f\u00fchlen sich von einer sich schnell ver\u00e4ndernden Welt bedr\u00e4ngt und m\u00f6chten die Dinge wieder so haben, wie sie waren, bevor ihre L\u00e4nder so multikulturell, urban gepr\u00e4gt und international vernetzt wurden.<\/b><\/p>\n<p>Diese Parteien haben starke Netzwerke gebildet, und es gibt einen regen ideologischen und rhetorischen Austausch. Man denke beispielsweise an die \u00dcbernahme von MEGA (\u201eMake Europe Great Again\u201c) als akronymisches Credo oder an den britischen Ableger von Kirks \u00e4u\u00dferst erfolgreicher Jugendbewegung \u201eTurning Point UK\u201c, die sich einen internationalen Ausdruck der Solidarit\u00e4t zu eigen gemacht hat, der vor zehn Jahren nach einem weiteren schockierenden Akt politischer Gewalt gepr\u00e4gt wurde: \u201eJe Suis Charlie\u201c.<\/p>\n<p><b>Im Jahr 2019 startete Trumps Stratege Steve Bannon eine Initiative zur St\u00e4rkung der Rechtsau\u00dfen-Parteien auf dem gesamten Kontinent, doch seine Bem\u00fchungen trugen nie voll Fr\u00fcchte. Eine Reihe politischer Siege der Rechten in Gro\u00dfbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und \u2013 am bedeutendsten \u2013 den Vereinigten Staaten haben das, wor\u00fcber einst nur in Budapest ernsthaft gesprochen wurde, zur Realit\u00e4t werden lassen. <\/b><\/p>\n<p>Es gibt nur wenige Dinge, die Trump mehr liebt als zu gewinnen, und seine unorthodoxe Art hat zum Aufbau einer populistischen Alternative zum traditionellen, \u00fcberparteilichen transatlantischen B\u00fcndnis beigetragen. Trump ist alles andere als ein Parteimann und hat wenig Zeit f\u00fcr die komplizierten Regeln und steifen Traditionen, die politische Parteien durchsetzen wollen. Wie kein Pr\u00e4sident vor ihm geht er \u00fcber seine nominelle Parteizugeh\u00f6rigkeit hinaus und hat die Republikanische Partei nach seinem eigenen Bild neugestaltet. <\/p>\n<p><b>Kein anderer Pr\u00e4sident hat sich nach seinem Wahlsieg mit einem kleinen Oppositionsf\u00fchrer eines wichtigen Verb\u00fcndeten getroffen und ihn dann wiederholt im Oval Office empfangen, wie Trump es mit dem Vorsitzenden der britischen Reformpartei, Nigel Farage, getan hat. Kein anderer Pr\u00e4sident hat einem hochrangigen Mitglied seiner Regierung erlaubt, eine rechtsextreme Partei in einem anderen verb\u00fcndeten Land zu unterst\u00fctzen, oder seinem Vizepr\u00e4sidenten gestattet, gegen das diplomatische Protokoll zu versto\u00dfen, indem er sich mit dem Vorsitzenden dieser Partei trifft, wie Trump es mit Elon Musk und Vizepr\u00e4sident J.D. Vance gegen\u00fcber der AfD getan hat.<\/b><\/p>\n<p>Ein wesentliches Element dieser internationalen Allianz wurde durch Kirk selbst verk\u00f6rpert. Laut einer aktuellen Umfrage von NBC News bef\u00fcrworten 47 Prozent der M\u00e4nner der Generation Z Trumps F\u00fchrungsstil, gegen\u00fcber nur 26 Prozent der Frauen. Dies ist die gr\u00f6\u00dfte geschlechtsspezifische Diskrepanz aller Altersgruppen. Populistische nationalistische Parteien in Deutschland, Frankreich und Spanien erfreuen sich alle einer hohen Unterst\u00fctzung durch junge M\u00e4nner. Dies gilt insbesondere f\u00fcr Spanien, wo die populistische nationalistische Partei Vox bei M\u00e4nnern unter 25 Jahren die erste Wahl ist. <\/p>\n<p><b>Es f\u00e4llt schwer, sich an eine Zeit zu erinnern, in der die amerikanischen und die europ\u00e4ischen Rechte so sehr im Gleichschritt waren. W\u00e4hrend des Kalten Krieges waren die konservativen Parteien vor allem durch den Antikommunismus vereint. Die sogenannte \u201eGlobalisierung\u201d hatte noch keine Wurzeln geschlagen, und so hatten die kulturellen Themen, die heute die Politik dominieren, noch nicht die Bedeutung, die sie heute haben.<\/b><\/p>\n<p>Die politischen Parteien waren auch ideologisch vielf\u00e4ltiger (es gab etwa konservative Demokraten und liberale Republikaner), und in Europa schw\u00e4chte die Dominanz der Volksparteien (wie die deutschen Mitte-Links-Sozialdemokraten und Mitte-Rechts-Christdemokraten) den politischen Extremismus ab. All diese Faktoren senkten den Einfluss der Ideologie allein auf die Zusammensetzung einer politischen Koalition oder die Art und Weise, wie Pr\u00e4sidenten und Premierminister unterschiedlicher politischer Richtungen miteinander arbeiteten.<\/p>\n<p><b>Eine Ausnahme von dieser Tendenz bildete die Verbindung, die sich in den 1980er-Jahren zwischen Pr\u00e4sident Ronald Reagan und der britischen Premierministerin Thatcher entwickelte \u2013 die folgenreichste Beziehung zwischen einem amerikanischen Pr\u00e4sidenten und einem europ\u00e4ischen Staatschef seit Franklin Delano Roosevelt und Winston Churchill. Diese Verbindung war zwar stark ideologisch gepr\u00e4gt, da beide die freie Marktwirtschaft und hohe Verteidigungsausgaben bef\u00fcrworteten, beruhte jedoch vor allem auf ihrer Pers\u00f6nlichkeit.<\/b><\/p>\n<p>Die Beziehung zwischen der transatlantischen Linken k\u00f6nnte ebenfalls so beschrieben werden. Die Europ\u00e4er liebten Barack Obama, der 2008 einen beispiellosen Wahlkampfauftritt in einer ausl\u00e4ndischen Hauptstadt, Berlin, absolvierte. Der Tod von George Floyd l\u00f6ste Proteste auf dem gesamten Kontinent aus. Aber es gab keine programmatische Fortsetzung der europ\u00e4ischen Liebesbeziehung zu Obama, und auch die Versuche, \u201eBlack Lives Matter\u201c zu europ\u00e4isieren, waren nicht von Erfolg gekr\u00f6nt.<\/p>\n<p><b>Das letzte Mal, dass es eine echte substanzielle Zusammenarbeit zwischen der transatlantischen Linken gab, war w\u00e4hrend der Bl\u00fctezeit des neoliberalen \u201eDritten Weges\u201c in den 1990er- und fr\u00fchen 2000er-Jahren, als Tony Blairs New Labour, Gerhard Schr\u00f6ders Sozialdemokraten und Bill Clintons New Democrats \u00e4hnliche politische Ziele verfolgten, die darauf abzielten, die linke Politik f\u00fcr das 21. Jahrhundert zu reformieren, indem sie sich f\u00fcr freiere M\u00e4rkte einsetzten, den Sozialstaat abbauten und hart gegen Kriminalit\u00e4t vorgingen.<\/b><\/p>\n<p>Das liberale Amerika verwies fr\u00fcher auf Schweden als fortschrittliche Utopie; das ist heute angesichts der zunehmenden Bandenkriege unter Einwanderern, Granatenanschl\u00e4gen und dem Einsatz von Teenager-M\u00e4dchen als \u201eKillerinnen\u201c viel schwieriger.<\/p>\n<p><b>Bis zum gleichzeitigen Aufstieg von MAGA und MEGA war die transatlantische politische Zusammenarbeit vor allem ein Projekt der Elite. Tory- und gaullistische Abgeordnete besuchten j\u00e4hrlich den Parteitag der Republikaner, w\u00e4hrend Labour-Anh\u00e4nger und Sozialisten den der Demokraten besuchten. Die Zusammenarbeit fand auch au\u00dferhalb des transatlantischen Raums statt, weit entfernt von der Aufmerksamkeit der tats\u00e4chlichen W\u00e4hler.<\/b><\/p>\n<p>Engagierte Demokratief\u00f6rderer in traditionellen Institutionen des Kalten Krieges wie dem International Republican Institute (verbunden mit der Republikanischen Partei) und dem National Democratic Institute (verbunden mit den Demokraten) boten Schulungen f\u00fcr aufstrebende politische Parteien an und beobachteten Wahlen in Asien, Lateinamerika, Afrika und der ehemaligen Sowjetunion zusammen mit Kollegen der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) und der Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD). <\/p>\n<p>Diese Institutionen wurden von der Trump-Regierung ausgeh\u00f6hlt, und ihre Zukunft bleibt ungewiss, da sich Amerika nach innen wendet. Auch die Erwartung der Verb\u00fcndeten, dass die Vereinigten Staaten unabh\u00e4ngig davon, wer das Wei\u00dfe Haus besetzt, keine wilden Schwankungen in ihrer Au\u00dfenpolitik von einer Regierung zur n\u00e4chsten vornehmen w\u00fcrden, ist verschwunden.<\/p>\n<p><b>Es ist ein Paradox unserer Zeit, dass die politischen Parteien, die am meisten zusammenarbeiten, nationalistische Kr\u00e4fte sind, die versprechen, Grenzen zu schlie\u00dfen, sich aus internationalen Institutionen zur\u00fcckzuziehen und an heimischen Traditionen festzuhalten. Charlie Kirk war zu Lebzeiten eine Naturgewalt, und dass er sich auch nach seinem Tod als so beeindruckend erwiesen hat, ist nur ein kleiner Hinweis auf sein Talent.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"James Kirchick ist Mitglied des Axel Springer Global Reporters Network von BILD, Welt, Politico, Onet, und Business Insider.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":420675,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,45],"class_list":{"0":"post-420674","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-texttospeech"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115199544358275801","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=420674"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420674\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/420675"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=420674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=420674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=420674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}