{"id":420801,"date":"2025-09-14T00:27:11","date_gmt":"2025-09-14T00:27:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420801\/"},"modified":"2025-09-14T00:27:11","modified_gmt":"2025-09-14T00:27:11","slug":"50-jahre-sicherheitstechnik-an-der-bergischen-universitaet-wuppertal-ein-pionier-feiert-jubilaeum-blickfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420801\/","title":{"rendered":"50 Jahre Sicherheitstechnik an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal: Ein Pionier feiert Jubil\u00e4um &#8211; blickfeld"},"content":{"rendered":"<p><strong>VDI:<\/strong> Wie kam es zur Gr\u00fcndung des Faches Sicherheitstechnik und was zeichnet den bundesweit einmaligen Studiengang in puncto Forschung und Lehre aus?<\/p>\n<p><strong>Pieper:<\/strong> Bereits kurz nach Gr\u00fcndung der Bergischen Universit\u00e4t als Gesamthochschule im Jahr 1972 kam es zu ersten Bem\u00fchungen f\u00fcr den Aufbau einer sicherheitstechnischen Fachrichtung \u2013 zun\u00e4chst im Rahmen des Maschinenbaus, mit dem die Sicherheitstechnik seit 2015 in einer gemeinsamen Fakult\u00e4t integriert ist. Am 1. Oktober 1975 wurde der bis 2003 bestehende Fachbereich 14 Sicherheitstechnik gegr\u00fcndet. Das erste Fachgebiet war \u201eAllgemeine Sicherheitstechnik\u201c, danach folgten \u201eArbeitssicherheitstechnik\u201c, \u201eBrandschutz\u201c und \u201eVerkehrssicherheitstechnik\u201c.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Peter C. Compes gilt in diesem Zusammenhang als Gr\u00fcnder der Sicherheitstechnik. Seiner \u00dcberzeugung nach z\u00e4hlt es zu den Kernaufgaben der Sicherheitswissenschaft, eigenst\u00e4ndige Konzepte und Methoden zu erforschen und zu lehren, mit dem Ziel, die Sicherheit von Menschen bei der Arbeit und den Schutz der Umwelt zu gew\u00e4hrleisten und zu verbessern. Die Sicherheitstechnik war und ist dabei nicht auf ingenieurs- und naturwissenschaftliche F\u00e4cher begrenzt. Vielmehr kennzeichnet sie seit ihrer Etablierung die disziplin\u00fcbergreifende Auseinandersetzung mit Risiken.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Jahrzehnte Forschung und Lehre in der Sicherheitstechnik haben in zentralen Bereichen wie Arbeits-, Umwelt- und Verkehrssicherheit, Qualit\u00e4ts- und Zuverl\u00e4ssigkeitswesen, Brandschutz, Chemikaliensicherheit, Bev\u00f6lkerungs- und Katastrophenschutz sowie in sozial- und arbeitswissenschaftlichen Schwerpunkten wichtige Beitr\u00e4ge zum heutigen Stand der Pr\u00e4vention und Gefahrenabwehr geleistet. Inzwischen hat eine Reihe von Hochschulen die Blaupause der Sicherheitstechnik an der BUW \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Ein Studium der Sicherheitstechnik er\u00f6ffnet viele berufliche M\u00f6glichkeiten<\/p>\n<p><strong>VDI:<\/strong> Welche beruflichen Perspektiven haben Absolventinnen und Absolventen der Sicherheitstechnik?<\/p>\n<p><strong>Bracke: <\/strong>Die Absolventinnen und Absolventen der Studieng\u00e4nge Bachelor Sicherheitstechnik, der auch dual m\u00f6glich ist, Master Sicherheitstechnik und Master Qualit\u00e4ts- und Zuverl\u00e4ssigkeitsingenieurwesen erwerben fundierte sicherheitswissenschaftliche Kenntnisse. Diese bef\u00e4higen sie, sicherheitstechnisch relevante Risiken zu ermitteln, zu beurteilen und Minimierungsstrategien abzuleiten. Sie k\u00f6nnen Problemstellungen identifizieren und innovative L\u00f6sungswege auf Basis des Stands der Technik und aktueller sicherheitswissenschaftlicher Erkenntnisse entwickeln. Dar\u00fcber hinaus sind sie in der Lage, wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch einzuordnen und gesellschaftliche Prozesse verantwortungsbewusst mitzugestalten. Der Abschluss qualifiziert sie zur Entwicklung eigener L\u00f6sungsstrategien f\u00fcr typische Herausforderungen der Sicherheitstechnik und des Ingenieurwesens. Dabei sind sie bef\u00e4higt, in wissenschaftlichem und praxisnahem Kontext teamorientiert sowie interdisziplin\u00e4r zu arbeiten und komplexe Aufgaben effektiv in Teams zu l\u00f6sen, auch durch ausgepr\u00e4gte Selbstorganisation.<\/p>\n<p>Diese Kompetenzen qualifizieren unsere Absolventinnen und Absolventen f\u00fcr T\u00e4tigkeitsfelder sowohl in Industrie, Wissenschaft, bei Beh\u00f6rden und gesetzlichen Unfallversicherungstr\u00e4gern als auch im technischen Sachverst\u00e4ndigenwesen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in freiwilligen und Berufsfeuerwehren und in Katastrophen- und Notfalldiensten. Dazu kommen T\u00e4tigkeiten als Auditorinnen und Auditoren, bei Zertifizierungsstellen und im industriellen Qualit\u00e4tsmanagement. Nach dem Master-Abschluss kann eine Promotion aufgenommen werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ralf-pieper_02.webp.webp\" data-slb-active=\"1\" data-slb-asset=\"2084856451\" data-slb-internal=\"0\" data-slb-group=\"45312\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ralf-pieper_02.webp.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-45317\"  \/><\/a>Prof. Dr. Ralf Pieper \u2013 Foto: Bergische Universit\u00e4t Wuppertal<br \/>\nDas Studienfach Sicherheitstechnik ist interdisziplin\u00e4r aufgebaut<\/p>\n<p><strong>VDI: <\/strong>Welche Rolle spielt die interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit in der Sicherheitstechnik?<\/p>\n<p><strong>Pieper:<\/strong> Bezogen auf die Lehre sind Psychologie und Informatik im Bachelor-Studiengang integrale Bestandteile des Curriculums. Die Grundlagen der Arbeitspsychologie ist im ersten Fachsemester ein Pflichtfach. Die Informatik ist essenziell, um Gefahrensituationen zu simulieren, und wird im f\u00fcnften Fachsemester gelehrt. Des Weiteren sind die F\u00e4cher Maschinenelemente, Technisches Zeichen, Technische Mechanik und wesentliche Aspekte des Maschinenbaus Pflichtveranstaltungen sowohl im Bachelor- als auch im Master-Studiengang Sicherheitstechnik.<\/p>\n<p>Das Studienfach ist von Grund auf interdisziplin\u00e4r aufgebaut, worauf bereits die Bezeichnungen der Fachgebiete hinweisen. Zu diesen geh\u00f6ren Soziotechnische Systeme, Zuverl\u00e4ssigkeitstechnik und Risikoanalytik, Arbeitssicherheit, Umweltsicherheit, Verkehrssicherheit, Prozess- und Anlagensicherheit, Produktsicherheit und Qualit\u00e4t, Branddynamik, Chemische Sicherheit und abwehrender Brandschutz, Bev\u00f6lkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit, Arbeitswissenschaft und Sicherheits- und Qualit\u00e4tsrecht. Interdisziplinarit\u00e4t ist insofern ein Wesensmerkmal der Sicherheitstechnik.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctze die CampusZeitung blickfeld<\/p>\n<p><strong>Schon ein kleiner Beitrag hilft uns, unseren Job noch besser zu machen!<\/strong> So kannst du uns unterst\u00fctzen:<\/p>\n<p>Abo per <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCw2MA==\" href=\"https:\/\/steadyhq.com\/de\/blickfeld-wuppertal\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Steady<\/a>, <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCw2MA==\" href=\"https:\/\/www.paypal.me\/blickfeldwtal\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Einmalzahlung<\/a> oder <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCw2MA==\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/anzeigen-abo\/werbeanzeige-schalten\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Anzeige<\/a><\/p>\n<p>Damit wir unser Engagement ausbauen k\u00f6nnen, ist eure Unterst\u00fctzung gefragt &#8211; f\u00fcr mehr Recherchen und Berichte.<\/p>\n<p><strong>Ihr k\u00f6nnt uns mit einem monatlichen oder einmaligen Beitrag unterst\u00fctzen oder eine Anzeige schalten.<\/strong><\/p>\n<p><a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCw2MA==\" href=\"https:\/\/steadyhq.com\/de\/blickfeld-wuppertal\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Abo per Steady<\/a> | <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCw2MA==\" href=\"https:\/\/www.paypal.me\/blickfeldwtal\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Einmalzahlung mit PayPal<\/a> | <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCw2MA==\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/anzeigen-abo\/werbeanzeige-schalten\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Anzeige schalten<\/a><br \/>\nZur CampusZeitung blickfeld:<\/p>\n<p>Seit 2011 versorgen wir als <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCw2MA==\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/ueber-uns\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">unabh\u00e4ngiges Medium an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal<\/a> die Studierenden, Mitarbeiter\/-innen und alle Interessierten aus dem Bergischen St\u00e4dtedreieck und dar\u00fcber hinaus mit Nachrichten vom Campus und aus dem Tal. Unsere <strong>Unabh\u00e4ngigkeit<\/strong> ist unsere st\u00e4rkste Eigenschaft. Wir sind weder eine Zeitung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) noch eine Publikation unter der Schirmherrschaft der Universit\u00e4t. Damit sind wir keinen fremden Interessen verpflichtet, k\u00f6nnen frei Themen w\u00e4hlen und dabei auch unbequem werden. <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCw2MA==\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/ueber-uns\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Mehr \u00fcber uns &#8230;<\/a><\/p>\n<p>Megatrends wie Klimawandel, Digitalisierung oder Urbanisierung geh\u00f6ren zu den Forschungsfeldern<\/p>\n<p><strong>VDI:<\/strong> Inwieweit beeinflussen gesellschaftliche Megatrends wie Klimawandel, Digitalisierung oder Urbanisierung die Sicherheitstechnik heute und in Zukunft?<\/p>\n<p><strong>Bracke:<\/strong> Die Profillinie \u201eUmwelt, Engineering und Sicherheit\u201c der BUW verbindet interdisziplin\u00e4re Forschungen zu den Themen Umweltsysteme und \u00f6konomische, \u00f6kologische sowie soziale Nachhaltigkeit. Input daf\u00fcr liefern die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Sicherheitstechnik sowie f\u00fcr Teile der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften \u2013 auch in Kooperation mit dem <a href=\"https:\/\/wupperinst.org\/index\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wuppertal Institut f\u00fcr Klima, Umwelt, Energie<\/a>. Bedient wird die gesamte Kette der Wissensproduktion von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung anwendungsnaher Produkte und Hightech-Verfahren beziehungsweise effizienter Systeme in Kooperation mit der Industrie. Umweltsystemforschung, Engineering und Sicherheitsstrategien haben das Ziel, das Verst\u00e4ndnis komplexer Zusammenh\u00e4nge in \u00f6kologischen und technischen Systemen zu verbessern und technologische Innovationen zu f\u00f6rdern. Anwendungsbezogen steht die Frage im Vordergrund, wie sich im Wandel der Umweltbedingungen und der Ressourcenverf\u00fcgbarkeit k\u00fcnftige Bed\u00fcrfnisse von Konsumenten und Produzenten, aber auch die Herausforderungen des Umweltschutzes und der Globalisierung erf\u00fcllen lassen.<\/p>\n<p>In der Sicherheitstechnik machen zudem die in Forschungsprojekten, Dissertationen und studentischen Abschlussarbeiten vermehrt behandelten Themen zu den Megatrends wie Klimawandel, Digitalisierung oder Urbanisierung deren heutigen und k\u00fcnftigen Einfluss deutlich.<\/p>\n<p>Die Wuppertaler Sicherheitstechnik ist stark mit der Industrie verbunden und International vernetzt<\/p>\n<p><strong>VDI: <\/strong>Welche Kooperationen werden mit der Industrie, \u00f6ffentlichen Einrichtungen, internationalen Partnern sowie weiteren Institutionen gepflegt?<\/p>\n<p><strong>Pieper:<\/strong> Die Lehrst\u00fchle der Sicherheitstechnik verf\u00fcgen \u00fcber eine Vielzahl von internationalen und nationalen Kooperationen mit der Industrie, Universit\u00e4ten und Hochschulen sowie mit weiteren Non-Profit-Organisationen. Aufgrund der ausgepr\u00e4gten Interdisziplinarit\u00e4t bestehen Kooperationen zu einer Reihe von Industriezweigen \u2013 zu diesen geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die Automobil- und Zulieferindustrie, einschlie\u00dflich Elektromobilit\u00e4t und Batteriezellfertigung,<\/li>\n<li>der Maschinen- und Anlagenbau, wozu Werkzeugmaschinen, Apparate- und Anlagenbau, Chemieanlagen sowie Energieanlagen z\u00e4hlen,<\/li>\n<li>die Chemie- und Verfahrenstechnik,<\/li>\n<li>die Elektro- und Elektronikindustrie, speziell in den Bereichen Halbleiterfertigung, Automatisierung, Medizintechnik und Messtechnik,<\/li>\n<li>die Energiewirtschaft und die Umwelttechnik mit Fokus auf erneuerbare Energien wie Wind, Solar und Wasserstoff und<\/li>\n<li>die Recycling- und Kreislaufwirtschaft.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dasselbe gilt f\u00fcr die Kooperationen zu anderen Universit\u00e4ten und Hochschulen: Enge Zusammenarbeit in Forschung und Lehre findet hier beispielsweise in Europa, insbesondere Frankreich, Polen, Norwegen, Italien, Slowakei und Tschechien, den USA sowie in Asien, vor allem Japan und S\u00fcdkorea, statt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/stefan-bracke.webp.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-45318\"  \/>Prof. Dr. Stefan Bracke \u2013 Foto: Bergische Universit\u00e4t Wuppertal<br \/>\nDie Sicherheitstechnik begegnet vielen neuen sicherheitstechnischen Problemstellungen <\/p>\n<p><strong>VDI: <\/strong>Was w\u00fcnschen Sie sich f\u00fcr die n\u00e4chsten 50 Jahre Sicherheitstechnik an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal?<\/p>\n<p><strong>Bracke: <\/strong>Es zeichnen sich einige Trends und Herausforderungen ab, denen sich die Sicherheitstechnik stellen wird. Diese betreffen zum einen die Fachdisziplin selbst, zum anderen die Entwicklung der Gesellschaft im Allgemeinen sowie der universit\u00e4ren Lehre und Forschung im Besonderen. Beeinflusst werden diese etwa durch technologische Entwicklungen und globale Bedrohungsszenarien. Die Komplexit\u00e4t und Funktionalit\u00e4t technischer Produkte und Prozesse steigt weiterhin exponentiell. Hier gilt es, die soziale und \u00f6kologische Beherrschbarkeit der Technologie sicherzustellen und die Risikopr\u00e4vention in den Vordergrund zu r\u00fccken. Des Weiteren werden sicherheitstechnische Problemstellungen vermehrt durch den Einsatz von Artificial Intelligence, kurz A.I., gel\u00f6st werden m\u00fcssen; dazu geh\u00f6rt unter anderem die Chancen und Risiken von A.I. zu bewerten. Sie kann Anomalien feststellen, aber auch missbraucht werden, zum Beispiel durch Deepfakes oder automatisierte Angriffe. A.I. muss erkl\u00e4rbar sein, damit Sicherheitsentscheidungen, insbesondere im \u00f6ffentlichen Raum oder bei automatisierter Risikopr\u00e4vention, nachvollziehbar sind.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass durch den technologischen Fortschritt und die weltweiten Umbr\u00fcche neue Bedrohungsszenarien entstehen, darunter Hybrid- und Terrorbedrohungen und die Kombination physischer und digitaler Angriffe, aber auch biologische und chemische Risiken, etwa im Kontext von Pandemien und Laborunf\u00e4llen. Schlie\u00dflich f\u00fchren globale Krisen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit zu neuen Sicherheitsanforderungen, beispielsweise beim Schutz von Wasser- und Energieanlagen.<\/p>\n<p>Neue Konzepte und Studienformate sollen Einzug in das Fach finden<\/p>\n<p><strong>VDI:<\/strong> Wie wird sich die Sicherheitstechnik an der Bergischen Universit\u00e4t diesen Herausforderungen stellen?<\/p>\n<p><strong>Pieper:<\/strong> Mit Internationalisierung und globalen Wettbewerb, damit einhergehend ein st\u00e4rkerer Austausch von Studierenden, Lehrenden und Forschenden im Bereich der Sicherheitstechnik weltweit. Hierbei wird der Aufbau internationaler Studienprogramme sowie strategischer Partnerschaften mit weiteren Top-Universit\u00e4ten zur Gewinnung internationaler Studierender und Lehrender von zentraler Bedeutung sein.<br \/>Die Implementierung von Digitalisierung und A.I. wird angemessen in die Disziplinen des Faches erfolgen. Hierbei ist ein erg\u00e4nzender Kompetenzaufbau unabdingbar. Auch wird sich der lange abzeichnende demografische Wandel weiter fortsetzen. Dazu geh\u00f6rt auch, dass die Qualifizierung von Menschen nicht mit dem Abschluss des ersten Hochschulstudiums enden kann. Vielmehr werden Konzepte f\u00fcr ein lebenslanges Lernen, also berufliche Weiterbildung, Zertifikatskurse und flexible Studienformate, in den n\u00e4chsten Jahren an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n<p>Auch werden Diversit\u00e4t und Inklusion weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Neben der bereits etablierten F\u00f6rderung benachteiligter Gruppen und der Gendergerechtigkeit wird die F\u00f6rderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf \u2013 explizit im Hinblick auf die seit Jahren sinkende Geburtenrate \u2013 ein entscheidender Aspekt sein.<\/p>\n<p>Dies alles ist im Kontext des Wettbewerbs um die besten Talente bei Studierenden und Lehrenden zu sehen. Die Sicherheitstechnik an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal ist daf\u00fcr gut aufgestellt! \u00bb<a href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/ueber-uns\/blickfeld-redaktion\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mw<\/a>\u00ab<\/p>\n<p>Prof. Dr. Stefan Bracke<\/p>\n<p>Prof. Dr. Stefan Bracke leitet seit 2010 den <a href=\"https:\/\/www.lsr.uni-wuppertal.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lehrstuhl f\u00fcr Zuverl\u00e4ssigkeitstechnik und Risikoanalytik<\/a> an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal. Der Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit und Lehre liegt in der Zuverl\u00e4ssigkeits- und Risikoanalytik bei der Entwicklung, Herstellung sowie beim Feldeinsatz technischer, komplexer Produkte. Des Weiteren forscht und lehrt Stefan Bracke seit 2013 in Kooperation mit der Meiji-Universit\u00e4t, Tokyo, Japan zu den Themenfeldern Technische Zuverl\u00e4ssigkeit und Nachhaltigkeit und war Gastprofessor an der Meiji-Universit\u00e4t, Kanagawa, Japan.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Ralf Pieper<\/p>\n<p>Prof. Dr. Ralf Pieper ist seit 2003 Leiter des <a href=\"https:\/\/suqr.uni-wuppertal.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fachgebiets Sicherheits- und Qualit\u00e4tsrecht<\/a>. Neben der Forschung und Lehre zu sicherheitsrechtlichen Schwerpunkten konzipiert und organisiert Ralf Pieper in Kooperation mit dem Institut ASER e.V. seit 2004 das Sicherheitswissenschaftliche Kolloquium und seit 2015 in Kooperation mit dem VDSI e.V. das Sicherheitswissenschaftliche Forum. Der Wuppertaler Sicherheitstag 2025 zum <a href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/oncampus\/beim-diesjaehrigen-wuppertaler-sicherheitstag-feiert-das-fach-sicherheitstechnik-sein-50-jubilaeum\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jubil\u00e4um \u201e50 Jahre Sicherheitstechnik an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal\u201c<\/a> wird im Rahmen des 14. Sicherheitswissenschaftlichen Forum am 18. September 2025 auf dem Campus Freudenberg durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Sicherheitstechnik an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal<\/p>\n<p><strong>Bergische Universit\u00e4t Wuppertal \u2013 Fakult\u00e4t f\u00fcr Maschinenbau und Sicherheitstechnik<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"VDI: Wie kam es zur Gr\u00fcndung des Faches Sicherheitstechnik und was zeichnet den bundesweit einmaligen Studiengang in puncto&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":420802,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[15121,3364,29,597,30,946,35334,48581,1209,3931,12945,383,4418],"class_list":{"0":"post-420801","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-berufseinstieg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-forschung","12":"tag-germany","13":"tag-maschinenbau","14":"tag-mw","15":"tag-naturwissenschaften","16":"tag-nordrhein-westfalen","17":"tag-sicherheit","18":"tag-sicherheitstechnik","19":"tag-umwelt","20":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115199819454243244","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=420801"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420801\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/420802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=420801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=420801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=420801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}