{"id":420857,"date":"2025-09-14T01:02:10","date_gmt":"2025-09-14T01:02:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420857\/"},"modified":"2025-09-14T01:02:10","modified_gmt":"2025-09-14T01:02:10","slug":"urban-sketchers-im-kessel-stuttgart-wird-zum-atelier-hunderte-menschen-zeichnen-die-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420857\/","title":{"rendered":"Urban Sketchers im Kessel: Stuttgart wird zum Atelier \u2013 Hunderte Menschen zeichnen die Stadt"},"content":{"rendered":"<p>Schnell gleitet der Filzstift \u00fcber das Ringbuchblatt. Hier ein Strich, da eine Rundung, den Trubel des samst\u00e4glichen Flohmarkts auf dem Karlsplatz festhaltend. Gwendolyn Kleemann zeichnet konzentriert, Hand, Arm und Blick erfassen die fl\u00fcchtigen Momente des Jetzt f\u00fcr das Morgen. \u201eGezeichnet? Habe ich seit ich denken kann\u201c, sagt sie und lacht. Nun m\u00fcsse sie schnell zu \u201eihrer Gruppe\u201c. Die Lehrerin ist auf einem \u201eSketchwalk\u201c, einem Stadtspaziergang, auf dem gezeichnet wird. Diese sind Teil des Deutschlandtreffens der Urban Sketchers, das zum neunten Mal stattfindet \u2013 und zum ersten Mal in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>. <\/p>\n<p>Urban Sketchers ist eine weltweite Bewegung mit dem Motto \u201eWe show the world, one drawing at a time!\u201c, also \u201eWir zeigen die Welt, Zeichnung f\u00fcr Zeichnung!\u201c. 2007 gr\u00fcndete sie der barcelonische Journalist und Illustrator Gabriel Campanario im US-amerikanischen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Seattle\" title=\"Seattle\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Seattle<\/a>: Er teilte seine Arbeiten und verbundenen Aktivit\u00e4ten in Blogs und sozialen Netzwerken. Das ging flugs um die Welt, Ortsgruppen entstanden und eine integrative Gemeinschaft aus professionell und in der Freizeit Kunst Schaffenden.<\/p>\n<p>Urban Sketchers erstmals in Stuttgart  <\/p>\n<p>An diesem Samstagmorgen empfangen die Urban Sketchers Stuttgart 750 Begeisterte aus der Republik und anderen L\u00e4ndern wie \u00d6sterreich, Frankreich, gar den <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/USA\" title=\"USA\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> am Eingang des StadtPalais, geben dort Namensschilder aus, teilen die Teilnehmenden den begleiteten Sketchwalks zu. Gezeichnet wird am Eugensplatz, Kraftwerk M\u00fcnster, Erwin-Sch\u00f6ttle-Platz, Kunstverein Wagenhallen, Teehaus, im Rosensteinpark, vor dem Le Corbusier-Haus in der Wei\u00dfenhofsiedlung und an vielen Orten mehr. \u201eDie Sketchwalks finden am Vormittag und Nachmittag statt\u201c, ist vom Orga-Team Christian Lang, Nadja Pidan und Riona Kuthe zu erfahren. \u201eZus\u00e4tzlich gibt es noch am Abend Sketchen im Dunkeln und Good Morning Sketching.\u201c So h\u00e4tten sich um 7.30 Uhr 30 Leute auf dem Degerlocher Santiago-de-Chile-Platz versammelt, um den grandiosen Blick auf die Innenstadt festzuhalten. Auch das \u201eDrink, Talk and Draw\u201c am Abend zuvor im Theaterhaus sei gut besucht gewesen.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1757811730_911_media.media.d3271108-ea78-4f82-ba91-37c2d7d037c5.original1024.media.jpeg\"\/>     Eine Zeichnerin bei der Arbeit am Schillerplatz.    Foto: Christoph Schmidt\/Lichtgut    <\/p>\n<p>Derweil zeichnen Gwendolyn und ihre Gruppe, nachdem sie von ihrer Begleiterin Edith Meissner im Renaissance-Innenhof des Alten Schlosses in die Geschichte der Bauten \u2013 Fruchtkasten, Alte Kanzlei, Markthalle und mehr \u2013 eingef\u00fchrt wurden, auf dem Schillerplatz; darunter Tobias aus Hamburg, Judith aus Berlin, Deisy aus Rottweil. Manche auf Klappsitz, andere auf der Treppen unter Bertel Thorvaldsens ber\u00fchmtem Dichterdenkmal. Neben Wasserfarben sei ein Edding zum Highlighten im Gep\u00e4ck, verr\u00e4t Deisy, neu bei USk. Alexandra, l\u00e4nger dabei, skizziert die Skyline in orange und schmunzelt: \u201eHabe alles mit, was der Schreibtisch hergibt, spannend hier, die Verbindung von Alt und Neu.\u201c<\/p>\n<p>Menschen aus aller Welt bei Urban Sketchers in Stuttgart  <\/p>\n<p>Wilfried, Dortmunder Architekt in Rente, f\u00e4hrt mit der Feder Bleistiftlinien nach: die Apsis der Stiftskirche, die Blumen des Markts. David Chamness bannt das Gesamtensemble mit Tusche aufs Papier. \u201eIch bin aus Seattle\u201c, nickt der pensionierte Architekt, von den Anf\u00e4ngen der Bewegung schw\u00e4rmend. Im August sei er erstmals beim internationalen USk-Symposium im polnischen Posen gewesen, jetzt in Stuttgart, wo seine Tochter lebt. \u201eBeim Sketchen erlebt man Gemeinschaft und Freiheit, bekommt neue Perspektiven. Wir sehen dasselbe, doch nicht gleich, immer kommt was anderes heraus, das \u00f6ffnet Horizonte.\u201c<\/p>\n<p>L\u00e4ngst mischen sich die Gruppen im Herzen Stuttgarts. Sophie aus Heidelberg beschreibt, es gehe ums Erinnern, um Ger\u00fcche, Gef\u00fchle. Das unterstreicht Simone, die mit 20 Leuten aus K\u00f6ln anreiste. \u201eMit nichts kann man so gut Stimmung und Atmosph\u00e4re ausdr\u00fccken, als mit Zeichnen.\u201c Das ist beim \u201eThrowdown\u201c zu sehen, nach den Sketchwalks betrachten die Gruppen ihre Arbeiten gemeinsam. Und am Sonntagvormittag werden ab 9.30 Uhr die Skizzenb\u00fccher im StadtPalais pr\u00e4sentiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schnell gleitet der Filzstift \u00fcber das Ringbuchblatt. 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