{"id":420943,"date":"2025-09-14T01:50:22","date_gmt":"2025-09-14T01:50:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420943\/"},"modified":"2025-09-14T01:50:22","modified_gmt":"2025-09-14T01:50:22","slug":"in-wuppertal-gibt-es-nun-ukrainisch-unterricht-fuer-herkunftssprecher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420943\/","title":{"rendered":"In Wuppertal gibt es nun Ukrainisch-Unterricht f\u00fcr Herkunftssprecher"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In Wuppertal wird seit dieser Woche Ukrainisch-Unterricht f\u00fcr Sch\u00fcler mit ukrainischer Herkunft angeboten. In drei Lerngruppen mit je maximal 25 Sch\u00fclern werden sie hierf\u00fcr donnerstag- und freitagnachmittags im Johannes-Rau-Gymnasium unterrichtet. In zwei der drei Gruppen lernen Grundsch\u00fcler nach Sprachniveau eingeteilt miteinander. In der dritten Gruppe werden Sch\u00fcler von der f\u00fcnften bis zur zehnten Klasse gemeinsam unterrichtet. Welche Schulform sie normalerweise besuchen, spielt hierbei keine Rolle. Die Bewertung, die sie im Ukrainischunterricht erhalten, wird die zust\u00e4ndige Lehrerin am Ende jedes Halbjahres an ihre Schulen weiterleiten, sodass sie als zus\u00e4tzliche Leistung im Zeugnis steht, wie Iryna Shtern, stellvertretende Vorsitzende des Deutsch-ukrainischen Kulturzentrums Lerche erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der herkunftssprachliche Unterricht an \u00f6ffentlichen Schulen ist fester Bestandteil der nordrhein-westf\u00e4lischen Integrationspolitik. Sch\u00fcler mit internationaler Familiengeschichte, die mehrsprachig aufwachsen, sollen so neben dem Erwerb der deutschen Sprache in ihrer ethnischen, kulturellen und sprachlichen Identit\u00e4t gef\u00f6rdert werden. Au\u00dferdem bietet Mehrsprachigkeit ein wichtiges Potenzial f\u00fcr die kulturelle, wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Alle unterrichteten Herkunftssprachen unterliegen demselben Lehrplan und umfassen bis zu f\u00fcnf Wochenstunden. Die Teilnahme am Unterricht ist kostenlos und die Lehrb\u00fccher werden von den Schulen zur Verf\u00fcgung gestellt. Am Ende der Sekundarstufe I legen die Sch\u00fcler eine Sprachpr\u00fcfung ab, deren Ergebnis auf ihrem Abschlusszeugnis vermerkt wird. Die durchf\u00fchrenden Lehrkr\u00e4fte sind Muttersprachler mit einer Lehrbef\u00e4higung nach deutschem Recht und beim Land NRW angestellt.<\/p>\n<p>Schulministerium<br \/>winkte erst ab      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">An Wuppertaler Schulen wurde herkunftssprachlicher Unterricht bislang in 14 Sprachen angeboten \u2013 darunter Arabisch, T\u00fcrkisch, Italienisch und Russisch \u2013 Ukrainisch aber nicht, im Gegensatz zu anderen St\u00e4dten wie D\u00fcsseldorf, Solingen und Remscheid. In der Spielgruppe, die der Verein Lerche seit Mai 2022 f\u00fcr ukrainische Kinder ohne regul\u00e4ren Kitaplatz anbietet, kam die dort als Erzieherin t\u00e4tige Iryna Shtern mit einer Mutter in Kontakt, die mehrfach vergebens versucht hatte, ihr Kind f\u00fcr herkunftssprachlichen Ukrainisch-Unterricht an der Schule anzumelden. Dort hie\u00df es, dass aufgrund zu geringer Anmeldezahlen kein Unterricht zustande k\u00e4me. \u201eEin Angebot existiert nur dann, wenn es genug Anmeldungen gibt\u201c, sagt Shtern. Also wandte sie sich an das Schulministerium, wo ihr gesagt worden sei, dass ein Bedarf an herkunftssprachlichem Ukrainischunterricht derzeit nicht bestehe, da viele Eltern ihre ukrainischen Kinder f\u00fcr den Russischunterricht anmelden. Dies sei f\u00fcr manche Eltern jedoch nicht akzeptabel und die ukrainische Sprache sei ihnen wichtig, wie sie betont. Sie lernte eine Ukrainischlehrerin kennen, die seit 2022 in Remscheid und Solingen Herkunftssprecher unterrichtet und betrieb Werbung auf Facebook und Telegram, um gen\u00fcgend Anmeldungen zusammenzutragen. Interessenten schickte sie das Anmeldeformular. Rund 100 Anmeldungen kamen zusammen, woraufhin das Ministerium die drei Gruppen genehmigte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Iryna Shtern findet es wichtig, dass die geflohenen Sch\u00fcler unabh\u00e4ngig davon, ob sie nach dem Krieg in ihre Heimat zur\u00fcckkehren, ihre Sprache nicht verlieren und dass sie dort nach dem Krieg wieder die Schule besuchen k\u00f6nnen, sagt sie. \u201eDie Kultur f\u00e4ngt mit Sprache an. Wenn sie ihre Kultur behalten m\u00f6chten, m\u00fcssen sie ihre Sprache behalten.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zur allerersten Ukrainischstunde begr\u00fc\u00dfte Iryna Shtern die Sch\u00fcler pers\u00f6nlich und beschenkte sie mit ukrainischen B\u00fcchern und Armb\u00e4ndern mit ukrainischen Symbolen. Aktuell sind etwa 30 Sch\u00fcler auf der Warteliste. Iryna Shtern: \u201eWir w\u00fcrden uns freuen, wenn wir n\u00e4chstes Jahr mehr Klassen anbieten k\u00f6nnten.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Wuppertal wird seit dieser Woche Ukrainisch-Unterricht f\u00fcr Sch\u00fcler mit ukrainischer Herkunft angeboten. 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