{"id":420956,"date":"2025-09-14T01:57:26","date_gmt":"2025-09-14T01:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420956\/"},"modified":"2025-09-14T01:57:26","modified_gmt":"2025-09-14T01:57:26","slug":"bundeskanzler-merz-trifft-praesident-macron","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/420956\/","title":{"rendered":"Bundeskanzler Merz trifft Pr\u00e4sident Macron"},"content":{"rendered":"<p>Elf Wochen nach seinem Antrittsbesuch in Paris hat Bundeskanzler Friedrich Merz erstmals Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron in Berlin zu einem Arbeitsbesuch empfangen. \u201eSie wissen, wie wichtig mir pers\u00f6nlich auch das deutsch-franz\u00f6sische Verh\u00e4ltnis ist\u201d, betonte der Bundeskanzler in einem Statement.<\/p>\n<p>Man st\u00fcnde auf dem Fundament einer \u00fcber Jahrzehnte gewachsenen engen deutsch-franz\u00f6sischen Freundschaft. \u201eUnd wir beide empfinden es als eine gro\u00dfe Verpflichtung, daran auch in den n\u00e4chsten Jahren weiterzuarbeiten\u201d, sagte Kanzler Merz.<\/p>\n<p>Eng austauschen und abgestimmt agieren<\/p>\n<p>So werde man einen Deutsch-Franz\u00f6sischen Ministerrat Ende August in Toulon vorbereiten, \u201ebei dem wir mit Teilen unserer Kabinette zusammentreffen werden, um wesentliche Fragen der deutsch-franz\u00f6sischen Zusammenarbeit zu besprechen\u201d, k\u00fcndigte der Bundeskanzler an. Bei dem Arbeitsbesuch gehe es aber auch um aktuelle Fragen der Handelspolitik sowie der gemeinsamen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, sagte der Bundeskanzler.<\/p>\n<p>Lesen Sie hier die Mitschrift der Pressestatements:<\/p>\n<p>(Die Protokollierung des fremdsprachlichen Teils erfolgte anhand der Simultandolmetschung.)\u00a0<\/p>\n<p class=\"Rednerkopf\"><strong>Bundeskanzler Friedrich Merz:<\/strong><\/p>\n<p>Einen sch\u00f6nen guten Abend, meine Damen und Herren! Ich freue mich sehr, dass ich heute Abend hier in der Villa Borsig in Berlin den franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten Emmanuel Macron herzlich willkommen hei\u00dfen darf. Lieber Emmanuel, herzlich willkommen, bienvenue \u00e0 Berlin! Wir freuen uns sehr, dass wir uns heute Abend hier sehen, auch mit deiner Delegation. Wir bereiten au\u00dferdem ein deutsch-franz\u00f6sisches Treffen Ende August in Toulon vor, bei dem wir mit Teilen unserer Kabinette zusammentreffen werden, um wesentliche Fragen der deutsch-franz\u00f6sischen Zusammenarbeit zu besprechen. Das werden wir heute Abend vorbereiten.<\/p>\n<p>Wir treffen uns zu einem Zeitpunkt, der besser nicht h\u00e4tte sein k\u00f6nnen; denn wir werden \u00fcber einige sehr aktuelle Fragen miteinander beraten. Wir werden unter anderem \u00fcber die aktuelle Handelspolitik sprechen, zu der wir in diesen Minuten h\u00f6ren, dass es m\u00f6glicherweise Entscheidungen geben k\u00f6nnte. Wir werden aber auch \u00fcber die gemeinsame Au\u00dfenpolitik und Sicherheitspolitik sprechen. Wir werden \u00fcber die gemeinsamen Projekte sprechen, die wir beide bereits vor l\u00e4ngerer Zeit besprochen haben und an denen intensiv gearbeitet wird. Mittlerweile hat mehr als die H\u00e4lfte des Bundeskabinetts Antrittsbesuche in Frankreich gemacht. Ich habe meinen ersten Besuch, wie Sie alle wissen, gleich am ersten Tag meiner Amtszeit gemacht und Pr\u00e4sident Macron eingeladen, nach Berlin zu kommen.<\/p>\n<p>Wir sind heute Abend hier zusammen, um genau \u00fcber diese Themen zu sprechen, und Sie wissen, wie wichtig mir pers\u00f6nlich auch das deutsch-franz\u00f6sische Verh\u00e4ltnis ist. Wir stehen auf dem Fundament einer \u00fcber Jahrzehnte gewachsenen engen deutsch-franz\u00f6sischen Freundschaft, und wir beide empfinden es als eine gro\u00dfe Verpflichtung, daran auch in den n\u00e4chsten Jahren weiterzuarbeiten.<\/p>\n<p>Deshalb noch einmal sehr herzlich willkommen, lieber Emmanuel, bienvenue \u00e0 Berlin!<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4sident <\/strong><strong>Emmanuel Macron<\/strong><strong>:<\/strong><\/p>\n<p>Vielen Dank, Herr Bundeskanzler, lieber Friedrich, f\u00fcr deine Einladung! Ich freue mich, dass wir uns hier schon wieder sehen k\u00f6nnen, und ich freue mich, dass wir uns im Juli sehen werden.<\/p>\n<p>Wie der Kanzler eben sagte, ist dies eine Gelegenheit f\u00fcr uns, viele internationale und europ\u00e4ische Fragen zu besprechen und die Arbeit, die wir zusammen geleistet haben, diese deutsch-franz\u00f6sische Zusammenarbeit in den letzten Monaten, die wir zusammen und auch auf Regierungsebene gestaltet haben, ist eine Arbeit, die wir durch bilaterale Besuche Ende August, den Deutsch-Franz\u00f6sischen Ministerrat und den Verteidigungs- und Sicherheitsrat in Toulon Ende August weiterf\u00fchren werden. Wir wissen ja, dass die bilaterale Agenda sehr voll ist mit Strukturierungen und Fragen, und das werden wir heute Abend gemeinsam vorbereiten.<\/p>\n<p>Bei der Verteidigung und Sicherheit investieren wir jetzt. Wir haben gemeinsame Programme, die wichtig f\u00fcr uns sind, seien es Kampfflugzeuge oder der Kampfpanzer der Zukunft, und die Konvergenz zwischen unseren beiden L\u00e4ndern soll Sicherheit gew\u00e4hrleisten. Wir investieren auch in KI, gr\u00fcne Technologien, Energiewende und auch k\u00fcnstliche Intelligenz und Quanten. Das ist sehr wichtig, um effizienter zu werden und eine kritische Gr\u00f6\u00dfe zu erreichen\u00a0\u2011 und diesen Willen haben wir beide.<\/p>\n<p>Wir wollen auch weiter einen Impuls geben. Wir sind beide von der europ\u00e4ischen Agenda \u00fcberzeugt: Es geht jetzt um mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit, Vereinfachung, rasche Umsetzungen und die M\u00f6glichkeit, schnell in kritische Systeme zu investieren, um ein Europa mit mehr Wachstum, das die gro\u00dfen Herausforderungen meistert. Diese Agenda wird auch durch die Aktualit\u00e4t strukturiert, deshalb wird es auch um Handel gehen. Wir koordinieren das heute weiter nach dem Austausch in den letzten Tagen. Wir waren im st\u00e4ndigen Kontakt \u2011\u00a0auch mit unseren italienischen und anderen europ\u00e4ischen Kollegen sowie mit der Kommissionsvorsitzenden\u00a0\u2011, um gemeinsam zu koordinieren und unsere Antworten auf die Zolloffensive zu gestalten.<\/p>\n<p>Wir sehen das beide gleich. Wir wollen Stabilit\u00e4t. Wir wollen Z\u00f6lle haben, die so niedrig wie m\u00f6glich sind, und nat\u00fcrlich wollen wir als Partner respektiert werden. Wir waren schon immer wichtige Partner und Akteure im internationalen Handel. Das wollen wir auch weiter, und in diesem Kontext laufen die Verhandlungen. Die technischen Einzelheiten brauche ich heute nicht zu erkl\u00e4ren. Wichtig ist, dass wir das gleich sehen und da auch mit der Kommissionsvorsitzenden konvergent sind, um dieses Thema so gut wie m\u00f6glich zu behandeln.<\/p>\n<p>Dann werden wir auch Krisen und Sicherheiten ansprechen. Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich die Ukraine, die Verteidigung in Europa, in einem besorgniserregenden Kontext.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte noch einmal unterstreichen, wie wichtig die Zusammenarbeit ist und wie sehr sie von Qualit\u00e4t gepr\u00e4gt ist. Auch mit Keir Starmer und Donald Tusk haben wir zusammen geredet. Das ist ein Schl\u00fcsselelement, um Europ\u00e4er und andere B\u00fcndnispartner zusammenzubringen; bei unserer letzten Sitzung haben wir es ja gesehen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich werden wir auch \u00fcber den Nahen und Mittleren Osten sprechen. Unsere beiden L\u00e4nder und die Briten haben im Rahmen des Atomvertrags mit Iran, dem JCPoA, eine gewisse Verantwortung, um dieser Region die M\u00f6glichkeit zu geben, nachhaltig in Sicherheit zu leben.<\/p>\n<p>Es geht also heute Abend um sehr viele weitreichende Themen. Unsere pers\u00f6nliche Freundschaft zwischen unseren beiden L\u00e4ndern sowie unser Wille, diese Chance zu nutzen, um Fortschritt zu erreichen und unsere europ\u00e4ische Agenda voranzubringen, sind dabei unverzichtbar.<\/p>\n<p>Vielen Dank, Herr Bundeskanzler, lieber Friedrich, f\u00fcr die Einladung und unsere Gespr\u00e4che.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Elf Wochen nach seinem Antrittsbesuch in Paris hat Bundeskanzler Friedrich Merz erstmals Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron in Berlin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":420957,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,110550,548,663,3934,3980,156,13,7301,14,15,12],"class_list":{"0":"post-420956","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bundeskanzler-merz","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-france","15":"tag-frankreich","16":"tag-headlines","17":"tag-macron","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115200173259565465","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420956","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=420956"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420956\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/420957"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=420956"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=420956"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=420956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}