{"id":4210,"date":"2025-04-03T06:16:09","date_gmt":"2025-04-03T06:16:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/4210\/"},"modified":"2025-04-03T06:16:09","modified_gmt":"2025-04-03T06:16:09","slug":"mathematiker-untersucht-an-der-uni-bonn-zufallsprozesse-kabinett-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/4210\/","title":{"rendered":"Mathematiker untersucht an der Uni Bonn Zufallsprozesse \u2013 Kabinett Online"},"content":{"rendered":"<p>\n\t\t\t\tDr. Alexis Pr\u00e9vost &#8211; leitet nun am Institut f\u00fcr Angewandte Mathematik der Universit\u00e4t Bonn eine Emmy Noether-Gruppe. | \u00a9 Foto: Albane Pr\u00e9vost\t\t\t<\/p>\n<p>\t\t\t<b>Mathematiker Dr. Alexis Pr\u00e9vost forscht mit Emmy Noether-Gruppe an der Universit\u00e4t Bonn zu Zufallsprozessen und komplexen Systemen<\/b><b\/><\/p>\n<p><strong>Wie bewegt sich Wasser durch einen Filter mit Kaffee? Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, weil sich benachbarte Bereiche im feuchten Kaffeepulver gegenseitig beeinflussen. Wie sich das hei\u00dfe Wasser durch das ger\u00f6stete Pulver bewegt, ist auch auf Zufallsprozesse zur\u00fcckzuf\u00fchren. Antworten liefern so genannte \u201ePerkolationsmodelle\u201c, die der Mathematiker Dr. Alexis Pr\u00e9vost untersucht. Anfang M\u00e4rz kam er von der Universit\u00e4t Genf an die Universit\u00e4t Bonn und leitet nun eine Emmy Noether-Gruppe. Sie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit bis zu 1,3 Millionen Euro gef\u00f6rdert.<\/strong><\/p>\n<p>\u201e<strong>In meinem Projekt geht es um Zufallsprozesse, die in der Natur und in vielen Wissenschaftsbereichen eine Rolle spielen<\/strong>\u201c, sagt <strong>Dr. Alexis Pr\u00e9vost<\/strong>. \u201eEin besseres Verst\u00e4ndnis dieser Modelle hilft nicht nur, mathematische Grundlagen weiterzuentwickeln, sondern kann auch langfristig Anwendungen in anderen Wissenschaften erm\u00f6glichen.\u201c Sie reichen von der Materialforschung \u00fcber theoretische Physik bis hin zur Wahrscheinlichkeitstheorie. Beispiele sind Fragen, wie Eis zu Wasser schmilzt oder wie sich bestimmte Strukturen in Netzwerken bilden.<\/p>\n<p><strong>Das Thema der neuen Emmy-Noether-Forschungsgruppe<\/strong> \u201eUniversalit\u00e4tsklassen f\u00fcr stark korrelierte Modelle\u201c dreht sich um komplexe Systeme, in denen sich Regionen in r\u00e4umlicher N\u00e4he gegenseitig beeinflussen. Solche \u201estark korrelierten Modelle\u201c treten zum Beispiel in der Physik oder Biologie auf, wenn man verstehen will, wie sich Magnetismus in Materialien verteilt oder wie Enzymgele abgebaut werden. \u201eMein Ziel ist es, solche Systeme mathematisch besser zu verstehen und allgemeine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zu finden, die auch f\u00fcr andere wissenschaftliche Fragestellungen wichtig sind\u201c, sagt <strong>Pr\u00e9vost<\/strong>, der auch assoziiertes Mitglied im Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics\u00a0 (<a href=\"https:\/\/www.mathematics.uni-bonn.de\/hcm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HCM<\/a>) der Universit\u00e4t Bonn ist.<\/p>\n<p><strong>Der Mathematiker arbeitet mit Forschenden aus verschiedenen L\u00e4ndern und Universit\u00e4ten zusammen<\/strong>, unter anderem die <a href=\"https:\/\/www.cam.ac.uk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">University of Cambridge<\/a>, das <a href=\"https:\/\/www.imperial.ac.uk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Imperial College London<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.epfl.ch\/fr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00c9cole Polytechnique F\u00e9d\u00e9rale de Lausanne<\/a>. Au\u00dferdem will er mit Wissenschaftlern an der <a href=\"https:\/\/www.uni-bonn.de\/de\/startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Universit\u00e4t Bonn<\/a> kooperieren, insbesondere aus dem Transdisziplin\u00e4ren Forschungsbereich \u201eModelling\u201c.<\/p>\n<p><strong>Seit Anfang M\u00e4rz leitet der Wissenschaftler am Institut f\u00fcr Angewandte Mathematik eine Emmy Noether-Gruppe<\/strong>, die herausragenden Wissenschaftlern die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, sich f\u00fcr eine Hochschulprofessur zu qualifizieren. Die Forschungsgruppe wird mit bis zu 1,3 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gef\u00f6rdert. Die Laufzeit betr\u00e4gt zun\u00e4chst drei Jahre und kann nach einer positiven Zwischenbegutachtung um weitere drei Jahre verl\u00e4ngert werden.<\/p>\n<p><strong>Weg an die Universit\u00e4t Bonn<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alexis Pr\u00e9vost, geboren 1992 in Versailles (Frankreich)<\/strong>, studierte in Paris Mathematik und promovierte an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln. Anschlie\u00dfend arbeitete er an der University of Cambridge und an der Universit\u00e4t Genf. Seit M\u00e4rz 2025 ist er Leiter einer Emmy Noether-Gruppe am Institut f\u00fcr Angewandte Mathematik der Universit\u00e4t Bonn. Er wurde 2023 mit dem F\u00f6rderpreis der Fachgruppe Stochastik ausgezeichnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dr. Alexis Pr\u00e9vost &#8211; leitet nun am Institut f\u00fcr Angewandte Mathematik der Universit\u00e4t Bonn eine Emmy Noether-Gruppe. |&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4211,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1842],"tags":[3830,1741,3364,3831,29,3832,30,3833,3834,3835,3836,1209,3837,3838,3839],"class_list":{"0":"post-4210","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bonn","8":"tag-alexis-prevost","9":"tag-bonn","10":"tag-de","11":"tag-deutsche-forschungsgemeinschaft","12":"tag-deutschland","13":"tag-emmy-noether-gruppe","14":"tag-germany","15":"tag-hausdorff-center","16":"tag-komplexe-systeme","17":"tag-mathematik","18":"tag-modellierung","19":"tag-nordrhein-westfalen","20":"tag-perkolationsmodelle","21":"tag-universitaet-bonn","22":"tag-zufallsprozesse"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4210","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4210"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4210\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4211"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4210"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4210"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4210"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}