{"id":421377,"date":"2025-09-14T06:07:14","date_gmt":"2025-09-14T06:07:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/421377\/"},"modified":"2025-09-14T06:07:14","modified_gmt":"2025-09-14T06:07:14","slug":"rechte-grossdemo-in-london-zusammenstoesse-mit-polizei-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/421377\/","title":{"rendered":"Rechte Gro\u00dfdemo in London: Zusammenst\u00f6\u00dfe mit Polizei &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Sie schwenken Union-Jack-Flaggen, skandieren gegen Migration und f\u00fcr Meinungsfreiheit: Mehr als 100 000 Menschen sind bei einer Gro\u00dfdemonstration der rechten Szene in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Gro%C3%9Fbritannien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfbritannien<\/a> nach Sch\u00e4tzungen der Polizei auf die Stra\u00dfe gegangen. Das teilte die Londoner Met Police mit. Stellenweise kam es bei der Demo auch zu Ausschreitungen. Mehrere Beamte wurden verletzt, es gab zahlreiche Festnahmen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Angef\u00fchrt und organisiert wurde der Aufzug im Zentrum Londons von dem bekannten britischen Rechtsextremisten Tommy Robinson. Auf Plakaten und Fahnen waren Slogans f\u00fcr eine sch\u00e4rfere Asylpolitik \u2013 etwa \u201eStoppt die Boote\u201c oder \u201eSchickt sie nach Hause\u201c \u2013 zu lesen, wie der Sender Sky berichtete. Am Abend sch\u00e4tzte die Polizei, dass zwischen 110 000 und 150 000 Menschen teilgenommen haben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">26 Polizeibeamte seien im Zuge der Demo verletzt worden, vier davon schwer, teilte die Met Police mit. Viele Menschen h\u00e4tten die Anweisungen der Polizei ignoriert und teils etwa versucht, in gesperrte Bereiche zu gelangen. Einsatzkr\u00e4fte seien bei dem Versuch, den Weg zu versperren, mit Tritten und Schl\u00e4gen attackiert worden. Die Zahl der Teilnehmer war den Angaben nach deutlich h\u00f6her als von den Organisatoren gesch\u00e4tzt. Flaschen, Bengalische Feuer und andere Gegenst\u00e4nde wurden demnach geworfen. Viele seien mit der Absicht gekommen, Gewalt auszu\u00fcben, sagte Assistant Commissioner Matt Twist laut Mitteilung. 25 Festnahmen gab es den Angaben nach bis zum Abend. Man wolle jedoch weitere Personen identifizieren, die an den Ausschreitungen beteiligt gewesen seien.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Bereits am Nachmittag teilte die Met Police auf X mit, dass es an mehreren Stellen zu Zusammenst\u00f6\u00dfen kam. Auf Bildern waren auch verletzte Demonstranten zu sehen. Einige h\u00e4tten unter anderem versucht, Absperrungen zu durchbrechen, um zu den Gegendemonstranten zu gelangen. Im Laufe des Nachmittags habe man zus\u00e4tzlich Einsatzkr\u00e4fte mit Schutzausr\u00fcstung sowie Polizeipferde anfordern m\u00fcssen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Bereits kurz nach Mittag waren die Stra\u00dfen im Zentrum Londons voller Menschen mit Flaggen \u2013 auch die Englands, die ein rotes Kreuz auf wei\u00dfem Grund zeigt. Sprechch\u00f6re gegen den britischen Premierminister Keir Starmer waren laut Sky zu h\u00f6ren. Thema war auch das Attentat auf den ultrakonservativen US-Aktivisten Charlie Kirk, manche Demonstranten hielten Banner im Gedenken an ihn hoch. Doch nicht nur Unterst\u00fctzer Robinsons fanden sich auf Londons Stra\u00dfen, auch eine Gegendemonstration gab es. Die Polizei sch\u00e4tzte die Zahl der Teilnehmer hier auf etwa 5 000.<\/p>\n<p>Musk gibt BBC Mitschuld \u201ean der Zerst\u00f6rung Gro\u00dfbritanniens\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Neben dem Marsch durch das Zentrum Londons gab es auch eine Kundgebung im Regierungsviertel. Als Redner per Video zur Kundgebung zugeschaltet wurde Tech-Milliard\u00e4r und Tesla-Chef <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Elon_Musk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Elon Musk<\/a>. Die britische \u00d6ffentlichkeit habe \u201eAngst, ihre Meinungsfreiheit auszu\u00fcben\u201c, sagte er dabei unter anderem laut der Nachrichtenagentur PA. Die BBC sei \u201ean der Zerst\u00f6rung Gro\u00dfbritanniens mitschuldig\u201c. Auch Themen wie Migration und den Brexit schnitt Musk demnach an.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Zu der Demo in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/London\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">London<\/a> reisten mehrere rechte Politiker und Aktivisten aus Europa an, darunter auch der AfD-Europaabgeordnete Petr Bystron.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Robinson begleitete die Demonstration und Kundgebung mit einem Livestream und zahlreichen Beitr\u00e4gen auf der Plattform X. Mehrmals rief er die Teilnehmer der Demo dazu auf, friedlich zu bleiben. Immer wieder sprach er dabei von Millionen \u201ebritischen Patrioten\u201c, die \u201egegen den Abbau unserer Meinungsfreiheit\u201c auf den Stra\u00dfen unterwegs seien.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Tommy Robinson, der eigentlich Stephen Yaxley-Lennon hei\u00dft, ist einer der bekanntesten Rechtsextremen Gro\u00dfbritanniens und h\u00f6chst umstritten. Der fr\u00fchere Chef der rechtsextremen Vereinigung English Defence League ist bekannt f\u00fcr seine islamfeindlichen Aktivit\u00e4ten. Robinson spielte unter anderem w\u00e4hrend der rechtsextremen Ausschreitungen in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/England\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">England<\/a> im vergangenen Sommer mit seinen Social-Media-Aktivit\u00e4ten eine problematische Rolle. Mit seinen millionenfach geklickten Posts heizte er die Stimmung weiter an. Erst im Oktober 2024 musste Robinson in Haft. Trotz einer gerichtlichen Unterlassungsverf\u00fcgung hatte er falsche Behauptungen \u00fcber einen Syrer verbreitet. Monate sp\u00e4ter wurde er wieder entlassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sie schwenken Union-Jack-Flaggen, skandieren gegen Migration und f\u00fcr Meinungsfreiheit: Mehr als 100 000 Menschen sind bei einer Gro\u00dfdemonstration&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":421378,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,147,444,3058,551,13,148,4036,14,15,16,770,12,149,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-421377","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-elon-musk","12":"tag-england","13":"tag-grossbritannien","14":"tag-headlines","15":"tag-leserdiskussion","16":"tag-london","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-politik","20":"tag-rechtsextremismus","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-sueddeutsche-zeitung","23":"tag-uk","24":"tag-united-kingdom","25":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","26":"tag-vereinigtes-koenigreich","27":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","28":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115201156248376448","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421377","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=421377"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421377\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/421378"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=421377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=421377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=421377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}