{"id":421523,"date":"2025-09-14T07:28:12","date_gmt":"2025-09-14T07:28:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/421523\/"},"modified":"2025-09-14T07:28:12","modified_gmt":"2025-09-14T07:28:12","slug":"frankreichs-premier-lecornu-geht-auf-linke-opposition-zu-dw-14-09-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/421523\/","title":{"rendered":"Frankreichs Premier Lecornu geht auf linke Opposition zu \u2013 DW \u2013 14.09.2025"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/frankreich\/t-17518447\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreichs<\/a>\u00a0neuer Premierminister <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/frankreich-premier-macron-s\u00e9bastien-lecornu-premierminister-v2\/a-73946981\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00e9bastien Lecornu<\/a>\u00a0hat das umstrittene Vorhaben seines gest\u00fcrzten Amtsvorg\u00e4ngers eingestampft, zwei Feiertage abzuschaffen. &#8222;Ich w\u00fcnsche mir, dass diejenigen verschont bleiben, die arbeiten. Deshalb habe ich entschieden, die geplante Streichung zweier Feiertage wieder zur\u00fcckzunehmen&#8220;, erkl\u00e4rte der Vertraute von Pr\u00e4sident <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/emmanuel-macron\/t-38664576\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Emmanuel Macron<\/a>. Stattdessen brauche es andere L\u00f6sungen zur Sanierung der Staatskasse.<\/p>\n<p>Lecornu bem\u00fcht sich derzeit um einen Kompromiss unter den verschiedenen politischen Lagern, um einen Sparhaushalt f\u00fcr 2026 durch das Parlament zu bringen. Fran\u00e7ois Bayrou, der am vergangenen Dienstag nach einer verlorenen Vertrauensfrage als Premier zur\u00fcckgetreten war, hatte 44 Milliarden Euro einsparen wollen &#8211; womit er auf heftigen Widerstand stie\u00df. Insbesondere der Vorschlag zur Feiertags-Abschaffung hatte gro\u00dfen Unmut ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"73925075\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/73925075_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Frankreich Paris 2025 | Fran\u00e7ois Bayrou spricht vor Abgeordneten im Parlament\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Stellte die Vertrauensfrage nach nicht einmal neun Monaten im Amt &#8211; und verlor: Fran\u00e7ois BayrouBild: Bertrand Guay\/AFP<\/p>\n<p>Das Misstrauensvotum brachte auch Bayrous Mitte-Rechts-Minderheitsregierung zu Fall. Macron ernannte daraufhin Lecornu zum Nachfolger. Der fr\u00fchere Verteidigungsminister kommt urspr\u00fcnglich von den Konservativen, wird aber seit Jahren dem Mitte-Lager zugerechnet.<\/p>\n<p>Suche nach\u00a0&#8222;anderen Finanzierungsquellen&#8220;<\/p>\n<p>Er setze auf den &#8222;Dialog mit den Sozialpartnern&#8220;, um &#8222;andere Finanzierungsquellen&#8220; f\u00fcr den Haushalt 2026 zu finden, betonte Lecornu. Ab n\u00e4chster Woche werde es Beratungen geben, wie Frankreich dezentralisiert, der Verwaltungsapparat verschlankt und Kommunalparlamenten mehr Verantwortung \u00fcbertragen werden k\u00f6nne, sagte der 39-J\u00e4hrige franz\u00f6sischen Regionalmedien in einem Interview. Er wolle Regierungsbeh\u00f6rden zusammenlegen oder ganz abschaffen und ehemaligen Kabinettsmitgliedern auf Lebenszeit gew\u00e4hrte Privilegien entziehen. &#8222;Reformen sind nicht immer nur &#8218;f\u00fcr die anderen&#8216;, das schafft Misstrauen&#8220;, unterstrich Lecornu.<\/p>\n<p>Frankreich hat mit rund 3,3 Billionen Euro den gr\u00f6\u00dften Schuldenberg in der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/europ\u00e4ische-union\/t-17281096\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ischen Union<\/a>\u00a0angeh\u00e4uft. Gemessen an der Wirtschaftsleistung ist die Schuldenquote mit 114 Prozent die dritth\u00f6chste nach der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/griechenland\/t-17287250\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Griechenlands<\/a>\u00a0und <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/italien\/t-17287308\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Italiens<\/a>. Auch die Staatsausgaben geh\u00f6ren zu den h\u00f6chsten in der EU.<\/p>\n<p>&#8222;Wir bezahlen f\u00fcr die Instabilit\u00e4t&#8220;<\/p>\n<p>Mitten in der Haushaltskrise stufte die Ratingagentur Fitch die Kreditw\u00fcrdigkeit Frankreichs herab &#8211; womit sie der Regierung in Paris die Finanzierung ihrer Staatsschulden erschwert. Als Gr\u00fcnde nannte Fitch unter anderem die hohe und voraussichtlich weiter steigende Staatsverschuldung sowie geringe Erfolgschancen f\u00fcr Wirtschaftsreformen, weil das Land politisch instabil und polarisiert sei.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"66416820\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/66416820_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Frankfurt am Main | Schild der Ratingagentur Fitch Ratings\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Bewertet die Bonit\u00e4t von Staaten: Fitch begr\u00fcndete die Herabstufung Frankreichs mit der politischen Instabilit\u00e4t im LandBild: Michael Gottschalk\/photothek.net\/picture alliance<\/p>\n<p>&#8222;Wir bezahlen f\u00fcr die Instabilit\u00e4t&#8220;, r\u00e4umte Lecornu ein, als er auf die Fitch-Analyse angesprochen wurde. Steigende Zinsen f\u00fcr den Schuldendienst h\u00e4tten direkte Folgen f\u00fcr die Staatskasse, aber auch f\u00fcr das Leben der Menschen und die Unternehmen im Land. In dieser Lage m\u00fcsse man einen stabilen Finanzkurs finden &#8211; das sei &#8222;auch eine Frage der Souver\u00e4nit\u00e4t&#8220;.<\/p>\n<p>wa\/ack (dpa, afp, rtr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankreichs\u00a0neuer Premierminister S\u00e9bastien Lecornu\u00a0hat das umstrittene Vorhaben seines gest\u00fcrzten Amtsvorg\u00e4ngers eingestampft, zwei Feiertage abzuschaffen. &#8222;Ich w\u00fcnsche mir, dass&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":421524,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-421523","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115201475080903212","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=421523"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421523\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/421524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=421523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=421523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=421523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}