{"id":421937,"date":"2025-09-14T11:21:11","date_gmt":"2025-09-14T11:21:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/421937\/"},"modified":"2025-09-14T11:21:11","modified_gmt":"2025-09-14T11:21:11","slug":"miroslav-klose-mit-dem-1-fc-nuernberg-in-karlsruhe-momentan-kein-ergebnissport-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/421937\/","title":{"rendered":"Miroslav Klose mit dem 1. FC N\u00fcrnberg in Karlsruhe: Momentan kein Ergebnissport &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Es geh\u00f6rt zu den Ritualen eines Spieltages, dass der Trainer der siegreichen Mannschaft dem des Gegners alles Gute f\u00fcr die n\u00e4here Zukunft w\u00fcnscht und seiner Zuversicht Ausdruck verleiht, dass dessen Team das n\u00e4chste Spiel gewinnt. Oft ist das reine H\u00f6flichkeit. Nicht so am Samstagnachmittag, als Karlsruhes Trainer Christian Eichner sein Statement gleich mit dem Lob f\u00fcr den bedr\u00f6ppelt neben ihm sitzenden Kollegen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Miroslav_Klose\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Miroslav Klose<\/a> einleitete: \u201eMan muss vor allem erst mal sagen, dass wir gegen einen Gegner gespielt haben, der sehr gute Spieler dabeihatte und einen sehr guten Ball gespielt hatte.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Das war sicher gut gemeint, geheuchelt war es trotzdem nicht. Denn zuvor war der Club in einem richtig guten Zweitligaspiel die bessere Mannschaft gewesen und hatte vier, f\u00fcnf richtig gute Torchancen in der ersten H\u00e4lfte und zwei noch bessere in der Nachspielzeit durch Luca Lochoshvili (90.+1) und Finn Becker (90.+2). Doch auch die vereitelte Karlsruhes starker Torwart Hans-Christian Bernard, sodass es am Ende 2:1 f\u00fcr den KSC stand.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Da der FCN in den vier Spielen zuvor auch nur einen k\u00fcmmerlichen Punkt geholt hatte, r\u00fcckte nun automatisch die Frage nach der Jobsicherheit des Trainers in den Mittelpunkt. Klose selbst fand es \u201enormal\u201c und bem\u00fchte die Floskel vom \u201eErgebnissport\u201c, der der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Fu%C3%9Fball\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fu\u00dfball<\/a> nun mal sei.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Zum Gl\u00fcck f\u00fcr Klose l\u00e4sst sich feststellen, dass er es in N\u00fcrnberg momentan nicht ist. Denn sonst w\u00e4re der Coach am Wochenende sicher gefeuert worden, anstatt von seinem Sportvorstand Joti Chatzialexiou schon unmittelbar nach dem Abpfiff h\u00f6ren zu d\u00fcrfen, er werde auch am kommenden Samstag gegen den VfL Bochum \u201eselbstverst\u00e4ndlich\u201c auf der Bank sitzen. Weil es im Fu\u00dfball eben nicht nur um die Resultate gehe: \u201eWir waren nie unterlegen. Wir haben immer auf Augenh\u00f6he gespielt, und irgendwann wird dieser Knoten platzen. Davon bin ich \u00fcberzeugt.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Den N\u00fcrnberger Verantwortlichen muss man zu ihrer Prinzipientreue gratulieren. Ein Punkt aus f\u00fcnf Spielen \u2013 angesichts von 29 ausstehenden Partien klingt das zun\u00e4chst nicht ganz so dramatisch. Es bedeutet allerdings schon jetzt, dass der Club, der in den vergangenen sechs Jahren am Ende immer in \u00e4hnlichen Tabellenregionen wie der KSC stand, bereits zehn Z\u00e4hler R\u00fcckstand auf die Badener hat. Ein Punkt aus f\u00fcnf Spielen \u2013 das ist so wenig, dass es jetzt schon einer Siegesserie gr\u00f6\u00dferen Ausma\u00dfes bedarf, um die Saison noch im oberen Tabellendrittel abzuschlie\u00dfen. Und Saisonziel war Platz sieben. Mindestens.<\/p>\n<p>\u201eWir wollten lange und oft den Ball haben. Dass wir dominieren, das haben wir geschafft\u201c, sagt Klose<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u00dcberhaupt ist das ja das Hundsgemeine an der gegenw\u00e4rtigen Situation: Der Club, bei dem die Neuen Adam Markhiev und Adriano Grimaldi nur eingewechselt wurden, spielte auch am Samstag eher wie eine Mannschaft mit Aufstiegsambitionen als wie eine, die vier von f\u00fcnf Spielen in Serie verliert. Und sie spielte wie eine, die grunds\u00e4tzlich wei\u00df, was sie zu tun hat. Der eigene Plan, fand auch Klose, sei eigentlich aufgegangen: \u201eWir wollten lange und oft den Ball haben. Dass wir dominieren, das haben wir geschafft.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Parameter, die \u00fcblicherweise auf die Notwendigkeit eines Trainerwechsels hindeuten, waren schon gar nicht zu beobachten: Nach den beiden Gegentreffern war kein Druckabfall festzustellen, die Loyalit\u00e4tsbekundungen, die beispielsweise Henri Koudossou loswurde, wirkten aufrichtig: \u201eAlle Spieler stehen hinter ihm, wir wissen, dass wir uns an die eigene Nase packen m\u00fcssen.\u201c Da passte es ins Bild, das auch die Fans, zu denen die Spieler mit gesenkten K\u00f6pfen schlichen, niemandem an die Nase packen wollten. Stattdessen gab es aufmunternden Applaus.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">In solch einem Fluidum braucht es gar nicht mal so viel Charakterst\u00e4rke, um eine Jobgarantie auszusprechen, die ja auch nur f\u00fcrs kommende Spiel gegen die vom langj\u00e4hrigen Coach und Sportvorstand Dieter Hecking trainierten Bochumer gilt. Zumal vieles darauf hindeutete, dass der Klose-Fu\u00dfball zu dieser Mannschaft passt, die ihre Offensivstrategie in den Jahren zuweilen ganz gut verbergen konnte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Richtung stimmt beim Tabellenletzten, k\u00f6nnte man ganz ohne Sarkasmus sagen. Wenn halt beim Fu\u00dfball nicht doch immer wieder Punkte vergeben w\u00fcrden. Und wenn der Club nicht in den vergangenen Wochen zu oft in diesen \u201eMomenten, wo du da sein musst\u201c (Klose), nicht dagewesen w\u00e4re. So wie beim Karlsruher F\u00fchrungstreffer durch Fabian Schleusener (44.), vor dem David Herolds Flanke weitgehend teilnahmslos bestaunt wurde.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eManchmal denken wir nicht, dass es gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnte\u201c, seufzte Klose. Wie auch bei der Chance von Micka\u00ebl Biron, die man eigentlich nur im Tor unterbringen kann (14.). Und wie in der Szene, in der es Karlsruhes Marvin Wanitzek mit ziemlicher Leichtigkeit gelang, den 2:1-Siegtreffer zu erzielen (75.) \u2013 wie es in Henri Koudossou auch ein N\u00fcrnberger vollbrachte, als er kurz vor der Pause das 1:1 mit einem Fernschuss erzielte (45.+4). Es w\u00e4re der angemessene Endstand gewesen. Das fand auch Koudossou, der f\u00fcrs Bochum-Spiel volle Geistesgegenwart versprach: \u201eDas hier nimmt keiner auf die leichte Schulter. Wir sind alle in Alarmbereitschaft.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es geh\u00f6rt zu den Ritualen eines Spieltages, dass der Trainer der siegreichen Mannschaft dem des Gegners alles Gute&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":421938,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1844],"tags":[783,621,1634,3364,29,347,30,8903,148,8900,265,10073,149],"class_list":{"0":"post-421937","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-karlsruhe","8":"tag-1-fc-nuernberg","9":"tag-2-bundesliga","10":"tag-baden-wuerttemberg","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-fussball","14":"tag-germany","15":"tag-karlsruhe","16":"tag-leserdiskussion","17":"tag-miroslav-klose","18":"tag-sport","19":"tag-sport-in-bayern","20":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115202391229695564","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421937","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=421937"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/421937\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/421938"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=421937"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=421937"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=421937"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}