{"id":422261,"date":"2025-09-14T14:20:15","date_gmt":"2025-09-14T14:20:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/422261\/"},"modified":"2025-09-14T14:20:15","modified_gmt":"2025-09-14T14:20:15","slug":"fuenfkampf-rebecca-langrehr-sie-haben-mir-den-lebensinhalt-genommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/422261\/","title":{"rendered":"F\u00fcnfkampf: Rebecca Langrehr \u2013 \u201eSie haben mir den Lebensinhalt genommen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Moderne F\u00fcnfk\u00e4mpferin Rebecca Langrehr kehrt ihrer Heimat den R\u00fccken. Sie wandert in die USA aus, will nie mehr f\u00fcr Deutschland starten. Die Olympiateilnehmerin geht im Streit mit dem Verband. Hier erkl\u00e4rt sie ihre Sicht der Dinge. Es ist die Abrechnung einer frustrierten Athletin.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Den Flug hat Rebecca Langrehr noch nicht gebucht. Sie warte noch auf ihr Visum, sagt sie im Gespr\u00e4ch mit WELT. Ihre Entscheidung aber steht: Die zweifache Weltmeisterin und zweimalige Olympia-Starterin im Modernen F\u00fcnfkampf <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/olympia\/article68bd881f72019652f128d11c\/Fuenfkampf-Rebecca-Langrehr-Traurig-dass-ich-nicht-mehr-fuer-Deutschland-starten-kann.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/olympia\/article68bd881f72019652f128d11c\/Fuenfkampf-Rebecca-Langrehr-Traurig-dass-ich-nicht-mehr-fuer-Deutschland-starten-kann.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wandert in die USA aus.<\/a> Sie will nicht mehr f\u00fcr Deutschland starten. Die Schuld daf\u00fcr gibt die 27-J\u00e4hrige dem hiesigen Verband. Hier begr\u00fcndet sie ihre Entscheidung ausf\u00fchrlich.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Frau Langrehr, warum haben Sie sich dazu entschieden, nicht mehr f\u00fcr Deutschland starten zu wollen? <\/p>\n<p><b>Rebecca Langrehr:<\/b> So richtig angefangen hat das ganze Drama letztes Jahr nach den Olympischen Spielen. Seitdem bin ich von bestimmten Personen verbal aber auch durch verschiedene Aktionen diskreditiert worden. Mir wurde deutlich gemacht, dass ich vom deutschen Verband als Athletin nicht wertgesch\u00e4tzt werde. Ich war zu diesem Zeitpunkt beste deutsche Athletin, habe immer gute Leistung erbracht und habe mich zweimal f\u00fcr die Olympischen Spielen qualifiziert. Ich bin nicht fair behandelt worden, wurde als schlecht dargestellt. Irgendwann habe ich dann gesagt: Sorry, aber nicht mit mir.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> K\u00f6nnen Sie konkrete Beispiele nennen, was Ihnen vom Verband entgegen gesto\u00dfen ist?<\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Es wurde aktiv Druck auf mich ausge\u00fcbt durch die ehemalige Sportdirektorin Susanne Wiedemann und den M\u00e4nner-Bundestrainer Andrii Iefremenko. Mir wurde immer wieder gesagt, ich w\u00e4re keine High-Performance-Athletin. Ich habe das als Scherz empfunden, da ich mich immerhin f\u00fcr die Olympischen Spiele in Paris qualifiziert habe. Dazu kam die Sache mit den Kadernormen. Durch den Wechsel der Disziplin (Reiten wurde durch einen Hindernislauf ersetzt, d. Red.) sollten alle Sportler noch mal die Normen f\u00fcr die entsprechenden Kader erf\u00fcllen. Damit wir Olympia-Starter weniger Stress haben, sollten wir aber eigentlich Sonderregelungen bekommen. Die haben wir aber nie erhalten. Das habe ich auch mehrere Male angesprochen, es gab aber nie eine R\u00fcckmeldung. Einem anderen Athleten wurde zudem die Option unterbreitet, dass er nur die Leistung f\u00fcr den Hindernisparcours nachweisen m\u00fcsse und nicht die anderen Disziplinen. Diese Option wurde mir nie unterbreitet. Das war auf jeden Fall eine Bevorteilung eines anderen Athleten. Mir hingegen wurde gesagt, dass ich es nicht verdient habe im Kader zu sein, wenn ich die Norm nicht schaffe.<\/p>\n<p><b>WELT: <\/b>So kam es dann auch. Sie wurden im Sommer aus allen Kadern gestrichen. Wie wurde Ihnen die Entscheidung mitgeteilt?<\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Es gab eine E-Mail, in der stand, dass ich im ersten Halbjahr des Jahres die entsprechende Norm h\u00e4tte erf\u00fcllen m\u00fcssen. Ich hatte aber nicht einmal die Chance dazu \u2013 aus mehreren Gr\u00fcnden. Zum einen hatte der Verband zu dem Zeitpunkt keinen beschlussf\u00e4higen Vorstand. Es h\u00e4tten also eigentlich keine Wettk\u00e4mpfe mit deutschen Athleten besetzt werden d\u00fcrfen. Zum anderen hatte ich zum Zeitpunkt der Wettk\u00e4mpfe, die mir vorgeschlagen wurden, einen Bundeswehrlehrgang. Ich habe nach einem Ersatzwettkampf gefragt, der anderthalb Monate vorher gewesen w\u00e4re. Darauf habe ich nie eine Antwort bekommen. <\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Welche Folgen hatte der Verlust des Kaderplatzes f\u00fcr Sie? <\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Da h\u00e4ngt ganz vieles dran. Der Verband kann jemanden ohne Kaderplatz nicht mehr f\u00fcr internationale Wettk\u00e4mpfe melden. Damit ist die Chance, mich f\u00fcr die Olympischen Spiele zu qualifizieren gleich null. Dazu habe ich alle Vorz\u00fcge des Kaders verloren \u2013 kein Geld mehr, keine Unterst\u00fctzung f\u00fcr Wettk\u00e4mpfe oder Trainingslager, keine Physiotherapeuten, keine Sportpsychologen. Und nat\u00fcrlich ist auch die Sportf\u00f6rderung f\u00fcr die Bundeswehr weg. Die Bundeswehr hat wirklich alles versucht, mich zu behalten, aber sie konnten ohne Kaderplatz nicht verl\u00e4ngern. <\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Wie haben Sie unter diesen Voraussetzungen in den vergangenen Monaten trainiert?<\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Ich war zum Zeitpunkt der Streichung bei meiner besten Freundin, die auch Modernen F\u00fcnfkampf macht. Da habe ich noch mit ihr trainiert. Als ich nach Hause gekommen bin, habe ich zu Hause ganz normal in meinem Verein trainiert.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Wie kam der Kontakt in die USA zustande?<\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Die Anfrage der USA kam schon letztes Jahr im Dezember. Sie haben mitbekommen, dass im deutschen Verband viel Stress ist und mir gesagt, dass sie mich sehr gerne haben wollen, wenn ich wechseln m\u00f6chte. Ich habe das damals noch f\u00fcr sehr unrealistisch gehalten, weil ich dachte, dass sich die Sachen hier wieder regeln w\u00fcrden. Als ich dann aber aus dem Kader geworfen wurde, habe ich aktiv den Kontakt in die USA gesucht und das Angebot letztlich angenommen. So wie ich hier behandelt wurde, war es f\u00fcr mich nicht mehr tragbar. Sie haben mir in Deutschland meinen Lebensinhalt genommen. Wer mich so behandelt, hat mich als Athlet nicht verdient. Die USA haben mir gezeigt, dass es einen Verband gibt, der mich als Sportler sch\u00e4tzt. <\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Wollen Sie in Zukunft dann auch f\u00fcr die USA starten? <\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Das ist das gemeinsame Ziel. Ich will \u00fcber kurz oder lang auch die Staatsb\u00fcrgerschaft annehmen. Mein \u00fcbergeordnetes Ziel ist Olympia. In Los Angeles 2028 will ich die bestm\u00f6gliche Leistung bringen und am besten eine Medaille gewinnen. Das ist mein Traum. Und der wurde mir in Deutschland manipulativ kaputt gemacht \u2013 durch den Verband.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Bei den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/olympia\/article252939444\/Olympia-2024-Wieder-Reit-Drama-um-Annika-Zillekens-im-Modernen-Fuenfkampf.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/olympia\/article252939444\/Olympia-2024-Wieder-Reit-Drama-um-Annika-Zillekens-im-Modernen-Fuenfkampf.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Olympischen Spielen in Paris<\/a> erlebten Sie ein Drama. Nach einem Sturz beim Abreiten vor dem Wettkampf wurde ihr zugelostes Pferd nicht freigegeben. Sie hatten ohne Punkte aus dem Reiten keine Chance aufs Finale. Haben Sie mit Olympia noch eine Rechnung offen? <\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Ja, aller guten Dinge sind drei. Ich war zweimal bei Olympia, zweimal in Topform. Ich konnte zweimal nicht das zeigen, was ich draufhabe. Das m\u00f6chte ich unbedingt nachholen und mir den Traum von guten Olympischen Spielen erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Lassen Sie uns noch mal \u00fcber den deutschen Verband sprechen. Es gab in den letzten Monaten Machtk\u00e4mpfe ums Amt des Pr\u00e4sidenten. Mit Barbara Oettinger und Jan Veder haben sich zwei konkurrierende Funktion\u00e4re kurz hintereinander w\u00e4hlen lassen. Ihre Legitimierung war unklar, es wurde ein Notvorstand eingesetzt. F\u00f6rdermittel vom Bund waren eingefroren, Wettk\u00e4mpfe ausgesetzt. Der Verband stand kurz vor der Abwicklung. Wie haben Sie die letzten Monate abseits ihrer Person erlebt? <\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Wenn ich es in einem Wort beschreiben m\u00fcsste: turbulent. Pers\u00f6nlich stand ich die ganze Zeit auf einer der beiden Seiten. Aber ich war Athletensprecherin \u2013 und als solche stand ich nur auf der Seite der Athleten. Das, was da passiert ist, war einfach nicht in Ordnung. Es war unterirdisch, absolut nicht fair gegen\u00fcber den Sportlern. Da ging es nicht mehr um Sport und die Athleten, sondern nur darum, wie sich eigene Interessen durchdr\u00fccken lassen.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Inwiefern haben die Athleten unter der Situation gelitten? <\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Extrem. So wie es Spaltungen innerhalb des Verbandes gab, gab es sie auch unter den Athleten. Das hat sehr tiefe Wunden hinterlassen. Viele hatten irgendwann nicht mehr nur mental mit der Situation zu k\u00e4mpfen, sondern auch k\u00f6rperlich. Nicht zu wissen, wann man bei Wettk\u00e4mpfen startet, wo man startet, ob es \u00fcberhaupt noch Trainingslager gibt. Es war wirklich schlimm.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Hatten Sie selbst mit psychischen Problemen zu k\u00e4mpfen?<\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Ich hatte extrem damit zu k\u00e4mpfen. Vor allem, weil ich von den schon benannten Personen so unter Druck gesetzt worden bin. Ich finde, so sollte kein Athlet behandelt werden. Dazu dieser ganze Stress im Verband: Wir haben tagt\u00e4glich so viele E-Mails bekommen, in denen sich gegenseitig mit irgendwelchen Paragrafen beworfen und beschuldigt wurde, was alles falsch l\u00e4uft. Irgendwann war es einfach zu viel.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Gibt f\u00fcr Sie den einen Schuldigen im Verband? <\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Ich als Rebecca Langrehr, also nicht als Athletensprecherin, habe bestimmte Personen ausgemacht, die sehr viel Schuld daran haben, dass alles so gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Dazu z\u00e4hlt eindeutig der ehemalige Vizepr\u00e4sident Jan Veder. Ganz gro\u00dfen Beitrag haben eben auch die ehemalige Sportdirektorin Susanne Wiedemann und M\u00e4nner-Bundestrainer Iefremenko. Sie haben alle daran gearbeitet, dass es Kluften zwischen Trainern und zwischen Athleten gab und im Verband so extreme Mauern hochgezogen wurden.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Gegen Andrii Iefremenko wurden zuletzt in einer Ver\u00f6ffentlichung von \u201eSportschau\u201c und \u201eDeutschlandfunk\u201c schwere Vorw\u00fcrfe erhoben. Er soll Athleten und Trainer eingesch\u00fcchtert, bedroht und herabgew\u00fcrdigt haben. Die ehemalige Chefbundestrainerin Kim Raisner sprach sogar von \u201ediktatorischen Z\u00fcgen\u201c. Wie haben Sie ihn erlebt? <\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Ich kann das alles best\u00e4tigen. Ich habe das selbst erlebt, mit mir wurde genau so umgegangen. Es gab genug F\u00e4lle und Versuche, diese zu kl\u00e4ren. Aber die ehemalige Sportdirektorin hat diese entweder f\u00fcr nicht wichtig erkannt oder heruntergespielt, als w\u00e4re es gar nicht so schlimm. Der Verband hat sich da bislang immer gut herausgezogen. Die neue Koalition, die jetzt zur Verbandsspitze gew\u00e4hlt worden ist, hat sich vorgenommen, dass diese F\u00e4lle vern\u00fcnftig aufgearbeitet werden. Ich vertraue darauf.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Auf dem Verbandstag am vergangenen Sonntag wurden zwei gleichberechtigte Vizepr\u00e4sidenten zur neuen Verbandsspitze ernannt. Der Verband ist damit wieder handlungsf\u00e4hig. Wie bewerten Sie die L\u00f6sung?<\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Es ist die beste Chance, um den Sport wieder dahin zu bekommen, wo er mal war. Beide Vizepr\u00e4sidenten haben T\u00f6chter, die den Sport betreiben und daran h\u00e4ngen und wollen, dass es funktioniert. Dadurch werden sie auf jeden Fall L\u00f6sungen und Kompromisse finden. Es geht darum, das ganze Konstrukt, was in die Br\u00fcche gegangen ist, so wieder aufzubauen, dass die Athleten ihren Sport aus\u00fcben k\u00f6nnen. Ohne Gedanken dar\u00fcber, ob sie bezahlt werden, ob sie \u00fcberhaupt starten d\u00fcrfen. Ohne Krieg unter den Athleten, ohne Krieg unter den Trainern.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Einer der Vizepr\u00e4sidenten ist Ihr Vater Jan Langrehr. Hat er Sie nicht \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, doch in Deutschland zu bleiben? <\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Die Wahl hat nichts mehr an meiner Entscheidung ge\u00e4ndert. Ich m\u00f6chte auch nicht, dass gesagt wird, dass ich nur starten w\u00fcrde, weil mein Vater der Vizepr\u00e4sident ist. Ich habe mich ausschlie\u00dflich \u00fcber die Rangliste und meine Leistungen qualifiziert und konnte somit f\u00fcr Deutschland an den Start gehen. <\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Es wurde berichtet, dass Sie beim Verbandstag genauso wie ihr Athletensprecher-Kollege Patrick Dogue von Sicherheitspersonal aus den R\u00e4umlichkeiten in Frankfurt gebracht werden sollten. Wie kam es dazu?<\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Jan Veder hat die Security geholt, weil er der Meinung war, dass wir nicht die richtigen Athletenvertreter seien. Die Situation wurde aber durch den Notvorstand gekl\u00e4rt und auch klargemacht, dass wir rechtm\u00e4\u00dfig in diesem Raum sind. Wir durften bleiben. Aber ich hatte extremen Puls und fand das \u00fcberhaupt nicht witzig. <\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Ihre Wahl zum Athletensprecher Ende letzten Jahres wurde durch den Rechtsausschuss des Verbandes annulliert. Es sei dabei \u201emehrfach gegen die Satzung und die Ordnungen versto\u00dfen\u201c worden. Wie lautet Ihre Darstellung des Falls?<\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Wir haben ein Online-Programm genutzt, das anscheinend L\u00f6cher hatte. Man konnte den Link, den wir verschickt haben, immer wieder neu verschicken. Dadurch passten die Stimmen nicht, der Wahldurchgang war immer wieder ung\u00fcltig. Es ging dann eine Beschwerde beim Rechtsausschuss ein, der die Wahl dann nicht anerkannt hat. Das Urteil wurde aber erst g\u00fcltig, als wir es per Einschreiben zugeschickt bekommen haben. Das war erst im April. <\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Sie w\u00e4ren f\u00fcr die Organisation einer Neuwahl verantwortlich gewesen. Warum kam es seitdem von Ihrer Seite nie dazu?<\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Wir h\u00e4tten keine Neuwahlen machen k\u00f6nnen, weil wir gar keine best\u00e4tigten Kader hatten, also gar nicht wussten, wer alles wahlberechtigt ist. Als dann Ende Juni, Anfang Juli die Kader best\u00e4tigt wurden, lagen mehrere Einspr\u00fcche gegen Kaderentscheidungen beim Schiedsgericht oder beim Rechtsausschuss vor. Wir wollten bis zu den Entscheidungen in diesen F\u00e4llen warten, es h\u00e4tte n\u00e4mlich sein k\u00f6nnen, dass sich an den Kadern dadurch noch etwas \u00e4ndert. Der Rechtsausschuss hat dem Pr\u00e4sidium dann aber auf den Weg gegeben, es solle Neuwahlen durchf\u00fchren. Weder der Rechtsausschuss noch das Pr\u00e4sidium ist dazu befugt. Jan Veder hat uns gesagt, wir w\u00fcrden den Leuten, die w\u00e4hlen wollen, das demokratische Recht dazu vorenthalten. So war es nicht. Veder hat dann eine Wahl durchgef\u00fchrt, bei der andere Athleten gewonnen haben. Deswegen war er auf dem Verbandstag auch der Meinung, dass wir nicht mehr die rechtm\u00e4\u00dfigen Athletenvertreter sind. Es wurde dann aber vom Notvorstand best\u00e4tigt, dass Patrick Dogue und ich rechtlich gesehen noch die amtierenden Athletenvertreter sind, weil die Ergebnisse der Neuwahlen bei einem Verbandstag best\u00e4tigt werden m\u00fcssen. Und das stand nicht auf der Tagesordnung.<\/p>\n<p><b>WELT:<\/b> Wenn Sie auf die letzten Monate zur\u00fcckblicken: Bereuen sie irgendetwas? <\/p>\n<p><b>Langrehr:<\/b> Ich h\u00e4tte mich fr\u00fcher entscheiden k\u00f6nnen, zu gehen. Das h\u00e4tte mir sehr viel Stress erspart. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Moderne F\u00fcnfk\u00e4mpferin Rebecca Langrehr kehrt ihrer Heimat den R\u00fccken. 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