{"id":42229,"date":"2025-04-18T17:12:14","date_gmt":"2025-04-18T17:12:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/42229\/"},"modified":"2025-04-18T17:12:14","modified_gmt":"2025-04-18T17:12:14","slug":"im-kommunalen-wohnbau-in-stuttgart-und-heilbronn-wird-nun-gewuerfelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/42229\/","title":{"rendered":"Im kommunalen Wohnbau in Stuttgart und Heilbronn wird nun gew\u00fcrfelt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Heilbronn\/Stuttgart. <\/strong> Das Haus ist zw\u00f6lf mal zw\u00f6lf Meter gro\u00df, neun Meter hoch, hat ein Flachdach und eine mit Holz verkleidete Fassade. \u201ePunkthaus\u201c nennt der Hersteller das w\u00fcrfelf\u00f6rmige Geb\u00e4ude, mit dem die Stuttgarter Wohnungs- und St\u00e4dtebaugesellschaft (SWSG) und die Stadtsiedlung Heilbronn rasch zus\u00e4tzliche Wohnungen schaffen wollen. <\/p>\n<p>\u201eZiel ist es, in kurzer Zeit, ohne langwierige Bebauungsplanverfahren, m\u00f6glichst viele Wohnungen kosteng\u00fcnstig zu erstellen\u201c, fasst Samir Sidgi, Vorsitzender der SWSG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, die Absicht der kommunalen Wohnungsunternehmen zusammen. Dazu werden die \u201eStadtbausteine\u201c, wie sie von den Auftraggebern genannt werden, in bestehenden Wohnanlagen errichtet.<\/p>\n<p>In der Landeshauptstadt sollen die Nachverdichtungsw\u00fcrfel, wie sie Sidgi nennt, an sieben Standorten aufgestellt werden, in Heilbronn an f\u00fcnf. Durch diese Art der Nachverdichtung f\u00e4llt der Grundst\u00fcckserwerb f\u00fcr die Bauherren ebenso weg, wie der Abriss bestehender Geb\u00e4ude. Das wirkt sich kostend\u00e4mpfend auf die Bauprojekte aus.<\/p>\n<p>Auf Keller und Aufzug wird verzichtet<\/p>\n<p>Zur Kostensenkung soll auch die <a data-mce-href=\"https:\/\/www.staatsanzeiger.de\/nachrichten\/wirtschaft\/wohnungsbau-mit-haeusern-von-der-stange-der-krise-trotzen\/\" href=\"https:\/\/www.staatsanzeiger.de\/nachrichten\/wirtschaft\/wohnungsbau-mit-haeusern-von-der-stange-der-krise-trotzen\/\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\"> serielle Produktion <\/a> der Bauteile beitragen. Die war von Angang an eines der Kriterien in der gemeinsamen Ausschreibung der beiden Wohnungsunternehmen. \u201eWir sind \u00fcberzeugt, dass wir durch das modulare System \u2013 am besten im Verbund mit anderen St\u00e4dten \u2013 bezahlbaren und bed\u00fcrfnisgerechten Wohnraum zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen\u201c, so Dominik Buchta, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stadtsiedlung Heilbronn. Die SWSG hatte zuvor mit verschiedenen st\u00e4dtischen Wohnungsgesellschaften im s\u00fcddeutschen Raum \u00fcber eine Kooperation gesprochen und sich letztlich f\u00fcr die Stadtsiedlung Heilbronn entschieden, weil diese in ihrem Immobilienbestand ausreichend Fl\u00e4chen f\u00fcr eine Nachverdichtung zur Verf\u00fcgung habe.<\/p>\n<p>Fabrik will Bauteile f\u00fcr bis zu 30.000 Wohnungen produzieren<\/p>\n<p>Den Zuschlag bekam mit Nokera ein noch sehr junges Unternehmen. Gegr\u00fcndet wurde es 2021 von dem aus B\u00f6blingen stammenden Immobilienunternehmer Norbert Ketterer in der Schweiz. Seit 2023 betreibt das Start-up bei Magdeburg die nach Firmenangaben weltweit gr\u00f6\u00dfte Fabrik f\u00fcr die Fertigung von Holzbauteilen. Die Kapazit\u00e4t der 116.000 Quadratmeter gro\u00dfen Produktionsst\u00e4tte gibt Nokera mit bis zu 30.000 Wohnungen pro Jahr an.<\/p>\n<p>Schon vor dem Zuschlag f\u00fcr den Stadtbaustein in Stuttgart und Heilbronn hat das Schweizer Unternehmen in Baden-W\u00fcrttemberg Auftr\u00e4ge bekommen. In Mannheim entstehen mehr als 360 Wohnungen aus Fertigteilen aus der Fabrik aus Sachsen-Anhalt, in Singen knapp 40. Und den f\u00fcr Stuttgart und Heilbronn entwickelten W\u00fcrfel will Nokera k\u00fcnftig auch anderen Bautr\u00e4gern anbieten.<\/p>\n<p>In jedem der H\u00e4user entstehen f\u00fcnf Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 52 Quadratmetern und ein Ein-Zimmer-Apartment mit 36 Quadratmetern. Auf einen Keller, Tiefgarage und einen Aufzug wurde zur Kostensenkung verzichtet. Allerdings erf\u00fcllen die Neubauten den Energieeffizienzstandard KfW 40 und werden mit Solaranlagen auf den Flachd\u00e4chern ausgestattet.<\/p>\n<p>Baukosten liegen um 30 Prozent unter dem \u00fcblichen Wert<\/p>\n<p>Die ersten vier Modulw\u00fcrfel werden noch in diesem Jahr im Stuttgarter Stadtteil Hallschlag errichtet. In Heilbronn sollen bis Anfang n\u00e4chsten Jahres die ersten f\u00fcnf H\u00e4user mit 30 Wohnungen entstehen. F\u00fcr den Rohbau rechnet die SWSG ohne die vorherige Errichtung des Fundaments und der Erschlie\u00dfung mit etwa einem Monat Bauzeit. F\u00fcr den Innenausbau k\u00e4men gesch\u00e4tzt weitere zwei bis drei Monate hinzu. Alle 34 in Stuttgart geplanten W\u00fcrfelh\u00e4user sollen bis 2027 stehen.<\/p>\n<p>Bei der SWSG rechnet man damit, dass die vier Bl\u00f6cke bis zum Jahresende bezugsfertig sein k\u00f6nnen. Zur Verf\u00fcgung stehen sollen die Wohnungen vor allem Sozialmietern.<\/p>\n<p>F\u00fcr die vier ersten Module veranschlagt die SWSG Kosten von rund vier Millionen Euro. Der Quadratmeterpreis f\u00fcr die Errichtung der Wohnungen liege damit \u201erund 30 Prozent unter den \u00fcblichen Baukosten\u201c, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage erkl\u00e4rt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Heilbronn\/Stuttgart. 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