{"id":422395,"date":"2025-09-14T15:36:11","date_gmt":"2025-09-14T15:36:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/422395\/"},"modified":"2025-09-14T15:36:11","modified_gmt":"2025-09-14T15:36:11","slug":"venezuela-meldet-festhalten-eines-fischerboots-durch-us-navy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/422395\/","title":{"rendered":"Venezuela meldet Festhalten eines Fischerboots durch US Navy"},"content":{"rendered":"<p><strong>Caracas.<\/strong> Caracas hat einen neuen Zwischenfall der US-Marine mit einem Zivilboot in venezolanischen Gew\u00e4ssern angeprangert. Die Regierung von Venezuela erkl\u00e4rte, dass ein Schiff der US-Marine am 12. September das venezolanische Fischerboot Carmen Rosa mit neun Fischern an Bord acht Stunden lang festgehalten habe. Der Vorfall soll sich 48 Seemeilen nord\u00f6stlich der Insel La Blanquilla in Gew\u00e4ssern ereignet haben, die zur ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszone Venezuelas geh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Laut dem venezolanischen Au\u00dfenministerium setzte der US-Zerst\u00f6rer Jason Dunham, ausger\u00fcstet mit leistungsstarken Marschflugk\u00f6rpern, 18 bewaffnete Soldaten ein, die das Schiff enterten. Es bezeichnete die Aktion als &#8222;illegalen und feindseligen \u00dcbergriff&#8220;, der &#8222;eine direkte Provokation durch den unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Einsatz milit\u00e4rischer Mittel&#8220; darstellt.<\/p>\n<p>Der Vorfall ereignet sich w\u00e4hrend des Milit\u00e4reinsatzes von acht US-Kriegsschiffen seit August im s\u00fcdlichen Karibikraum, darunter Zerst\u00f6rer und Versorgungsschiffe. Den Einsatz begr\u00fcndete die US-Regierung von Donald Trump mit der Bek\u00e4mpfung des internationalen Drogenhandels.<\/p>\n<p>Bereits am 2. September griff das US-Milit\u00e4r ein aus Venezuela stammendes Zivilboot an und versenkte es. Dabei kamen elf Menschen ums Leben, die laut der Darstellung Trumps im Drogenhandel t\u00e4tig waren. Die Operation l\u00f6ste Ablehnung in den Regierungen der Region aus. Caracas hatte den Vorfall allerdings nicht best\u00e4tigt und von einem gef\u00e4lschten Video gesprochen, welches Mittels K\u00fcnstlicher Intelligenz hergestellt wurde.<\/p>\n<p>Der venezolanische Au\u00dfenminister Yv\u00e1n Gil pr\u00e4zisierte zu dem aktuellen Vorfall, dass das Schiff Carmen Rosa ein Langleinenfischer ist, der vom venezolanischen Fischereiministerium f\u00fcr Fangfahrten im Karibischen Meer genehmigt wurde. Die US-milit\u00e4rische Aktion h\u00e4tte daher keine rechtliche Grundlage.<\/p>\n<p>Venezuela verlangte am Wochenende offizielle Erkl\u00e4rungen\u00a0und pr\u00fcft unterdessen, die Beschwerde bei den zust\u00e4ndigen internationalen Organisationen einzureichen.<\/p>\n<p>      \u00dcber den Tellerrand schauen?<\/p>\n<p>Mit Ihrer Spende k\u00f6nnen wir Ihnen t\u00e4glich das Geschehen in Lateinamerika n\u00e4her bringen.<\/p>\n<p>Gil warnte, dass Machtkreise in Washington darauf abzielten, Vorf\u00e4lle zu provozieren, die eine milit\u00e4rische Eskalation in der Karibik rechtfertigen sollen. Dies sei Teil ihrer &#8222;gescheiterten Regimewechselpolitik&#8220; gegen Venezuela.<\/p>\n<p>&#8222;Die venezolanische Regierung fordert, dass die Vereinigten Staaten diese Aktionen, die die Sicherheit und den Frieden in der Karibik gef\u00e4hrden, unverz\u00fcglich einstellen&#8220;, <a href=\"https:\/\/mppre.gob.ve\/publicacion\/5731-barco-destructor-misilistico-de-los-eeuu-asalta-a-pescadores-atuneros-del-caribe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hei\u00dft<\/a> es im Kommuniqu\u00e9 des venezolanischen Au\u00dfenministeriums.<\/p>\n<p>Die US-Milit\u00e4rpr\u00e4senz in der Karibik hat Kritik mehrerer Regierungen der Region geerntet. Der Pr\u00e4sident von Kolumbien, Gustavo Petro, lehnte die Entsendung von Kriegsschiffen ab. Er bekr\u00e4ftigte, dass Konflikte auf politischem und nicht auf milit\u00e4rischem Wege gel\u00f6st werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ebenso betonte die brasilianische Regierung in regionalen Foren wie der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (Celac), dass Lateinamerika eine Friedenszone bleiben m\u00fcsse. Sie lehnte Operationen ab, die Spannungen versch\u00e4rfen k\u00f6nnten. Die Celac selbst <a href=\"https:\/\/www.cancilleria.gov.co\/newsroom\/news\/colombia-lidera-reunion-extraordinaria-cancilleres-celac-defensa-zona-paz-america\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">forderte<\/a> Anfang September, Lateinamerika im Einklang mit UNO-Prinzipien und staatlicher Souver\u00e4nit\u00e4t als friedliche, interventionsfreie Region zu sichern (amerika21 <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2025\/09\/276799\/celac-zu-militaerpraesenz-der-karibik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berichtete<\/a>).<\/p>\n<p>Das Entern des Carmen Rosa versch\u00e4rft das Spannungsniveau in der Karibik. F\u00fcr einige Experten handelt es sich um eine Wahlkampfstrategie Trumps, um die Republikanische Partei im Hinblick auf die Zwischenwahlen 2026 zu st\u00e4rken. F\u00fcr andere ist es eine Provokation mit dem Ziel einer Invasion Venezuelas. Die Zukunft des Friedens in der Karibik bleibt ungewiss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Caracas. 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