{"id":422461,"date":"2025-09-14T16:13:33","date_gmt":"2025-09-14T16:13:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/422461\/"},"modified":"2025-09-14T16:13:33","modified_gmt":"2025-09-14T16:13:33","slug":"hamburger-zukunftsentscheid-ein-schnellschuss-der-hamburg-mehr-schadet-als-nuetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/422461\/","title":{"rendered":"\u201eHamburger Zukunftsentscheid\u201c: Ein Schnellschuss, der Hamburg mehr schadet, als n\u00fctzt"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/zukunftsentscheid-hamburg.de\/\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/zukunftsentscheid-hamburg.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">\u201eHamburger Zukunftsentscheid\u201c<\/a>, der am 12. Oktober 2025 zur Abstimmung steht, verspricht eine beschleunigte Klimaneutralit\u00e4t bis 2040. Dieses Ziel klingt im ersten Moment ehrenwert und ambitioniert. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die Initiative jedoch als ein unrealistisches und potenziell verheerendes Vorhaben f\u00fcr unsere Hansestadt. Wir lehnen diesen \u201eZukunftsentscheid\u201c ab, weil wir an einen Klimaschutz glauben, der realistisch, wirtschaftlich tragf\u00e4hig und sozial gerecht ist \u2013 und nicht an Symbolpolitik auf Kosten der Hamburgerinnen und Hamburger.<\/p>\n<p>Gerade weil das Thema Klimaschutz so wichtig ist, m\u00fcssen wir zur Erreichung der Ziele diejenigen Mittel und Methoden nutzen, die auch Erfolg versprechend sind. Der Zukunftsentscheid hingegen ist ein Schnellschuss, der Hamburg mehr schadet, als n\u00fctzt.<\/p>\n<p>Die Illusion der Beschleunigung: ein unrealistisches Versprechen<\/p>\n<p>Die Kernforderung des Entscheids, Hamburgs Klimaneutralit\u00e4t von 2045 auf 2040 vorzuziehen, basiert auf einem Wunschdenken, das die Realit\u00e4t ignoriert. Obwohl die Initiative behauptet, ihr vorgezogenes Ziel sei im bundesweiten Vergleich wettbewerbsf\u00e4hig, fehlen die Beweise f\u00fcr seine tats\u00e4chliche Umsetzbarkeit. Der Hamburger Senat selbst hat betont, dass ihm keine wissenschaftlichen Studien vorliegen, die eine Klimaneutralit\u00e4t f\u00fcr die gesamte Stadt bis 2040 belegen.<\/p>\n<p>Die von den Bef\u00fcrwortern ins Feld gef\u00fchrte OECD-Studie der Handelskammer konzentriert sich ausschlie\u00dflich auf den Wirtschaftssektor und ist daher keine umfassende Machbarkeitsstudie f\u00fcr die gesamte Stadt. Sie ignoriert den immensen und komplexen Transformationsbedarf in so kritischen Sektoren wie der Energieversorgung, dem Verkehr und vor allem im Wohnungsbau. Selbst das weniger ambitionierte 2045-Ziel wird von Experten als \u201esehr ehrgeizig\u201c bewertet.<\/p>\n<p>Zudem zeigen Beispiele aus anderen Bundesl\u00e4ndern, dass \u201eschnell\u201c nicht immer \u201egut\u201c bedeutet. Baden-W\u00fcrttemberg wird die Klimaziele der ersten Stufe voraussichtlich nicht erreichen. Wir sollten nicht mit der Brechstange versuchen, ein paar Jahre fr\u00fcher klimaneutral zu werden, wenn dies am Ende nur zu einem Scheitern f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Die unbezahlbare Last<\/p>\n<p>Das Versprechen der \u201everpflichtenden sozialen Vertr\u00e4glichkeit\u201c ist ein abstraktes Lippenbekenntnis ohne konkrete Antworten. Es delegiert die immensen Kosten einfach an den Staat und damit an den Steuerzahler. Die Fakten sind dramatisch und m\u00fcssen klar benannt werden:<\/p>\n<p><b>Explosion der Wohnkosten:<\/b> Allein die Dekarbonisierung des Hamburger Wohngeb\u00e4udebestands wird auf mindestens 40 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt. Die Wohnungswirtschaft warnt zu Recht, dass diese Investitionen unweigerlich zu \u201edeutlich h\u00f6heren Mieten\u201c f\u00fchren w\u00fcrden. Das w\u00fcrde ausgerechnet jene Hamburgerinnen und Hamburger am h\u00e4rtesten treffen, die ohnehin schon mit steigenden Lebenshaltungskosten zu k\u00e4mpfen haben.<\/p>\n<p><b>Gef\u00e4hrdung des Landeshaushalts: <\/b>Die Initiative w\u00fcrde den Senat zwingen, j\u00e4hrlich zus\u00e4tzliche Millionenbetr\u00e4ge f\u00fcr Subventionen auszugeben, beispielsweise zur Abfederung von Mieterh\u00f6hungen oder zur Bezuschussung des \u00d6PNV. Diese gigantischen Summen stehen nicht zur Verf\u00fcgung. Sie m\u00fcssten an anderer Stelle eingespart werden \u2013 bei unseren Schulen, Kitas oder der \u00f6ffentlichen Sicherheit. Eine neue, teure Kontrollinstanz mit circa 200 Mitarbeitern w\u00fcrde die B\u00fcrokratie massiv aufbl\u00e4hen und den Haushalt zus\u00e4tzlich belasten.<\/p>\n<p><b>Abwanderung von Unternehmen und Arbeitspl\u00e4tzen:<\/b> Die \u00fcberst\u00fcrzten CO\u2082-Sparma\u00dfnahmen w\u00fcrden die Hamburger Wirtschaft mit erheblichen Zusatzkosten belasten und ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit schw\u00e4chen. Hamburgs Hafen, Logistik und die energieintensiven Industrien (wie Aurubis und ArcelorMittal) sind das R\u00fcckgrat unserer Wirtschaft. Sie sichern hunderttausende Arbeitspl\u00e4tze. Wenn Betriebe ins Umland oder sogar ins Ausland abwandern, ist nicht nur Hamburg, sondern auch dem Klima nicht gedient, da dort oft mit niedrigeren Standards produziert wird.<\/p>\n<p>Wirkungslose Symbolpolitik<\/p>\n<p>Klimaschutz ist ein globales Problem, das globale L\u00f6sungen braucht \u2013 und keine kostspieligen Alleing\u00e4nge eines kleinen Stadtstaates. Mit einem Anteil von gerade einmal 0,001 Prozent an den weltweiten CO\u2082-Emissionen und einem Prozent am deutschen Aussto\u00df ist Hamburgs Alleingang eine wahnwitzige Ausgabenschlacht f\u00fcr einen Effekt, der global nicht einmal messbar ist. Der angebliche \u201eVorteil\u201c einer \u201eregionalen F\u00fchrungsrolle\u201c ist eine Illusion, die die realen Sch\u00e4den f\u00fcr unsere Wirtschaft verharmlost.<\/p>\n<p>Der Weg der EU, mit dem Emissionshandel (EU-ETS) einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen, ist der richtige Weg. Das ist Klimaschutz mit Vernunft, der die Marktwirtschaft nutzt, um die effizientesten L\u00f6sungen zu finden.<\/p>\n<p>Unsere Vision: Klimaschutz mit Vernunft und Realismus<\/p>\n<p>Als FDP nehmen wir den Klimaschutz sehr ernst, aber wir lehnen \u201eFesseln\u201c und Verbotskultur ab. Wir setzen auf einen wirtschaftsfreundlichen, technologieoffenen Ansatz.<\/p>\n<p><b>Marktwirtschaftliche Anreize statt dirigistischer Regulierung:<\/b> Die besten Klimaschutzma\u00dfnahmen sind jene, die sich rechnen. Eine konsequente CO\u2082-Bepreisung, wie sie der EU-Emissionshandel vorgibt, setzt klare Anreize f\u00fcr Unternehmen, in Innovationen zu investieren. Sie l\u00e4sst den Markt die effizientesten Wege zur Emissionsreduktion finden, anstatt dass eine neue Hamburger Beh\u00f6rde starre, teure Vorschriften machen muss. Innovation entsteht nicht durch Zeitdruck, sondern durch Anreize und Freir\u00e4ume.<\/p>\n<p><b>Planungssicherheit statt j\u00e4hrlicher Hektik:<\/b> Die Initiative fordert j\u00e4hrliche CO\u2082-Budgets, was f\u00fcr unsere Unternehmen, deren Investitionszyklen oft f\u00fcnf Jahre und l\u00e4nger sind, massive Unsicherheit schafft. Wir brauchen langfristige, planbare Rahmenbedingungen, die es unserer Wirtschaft erlauben, die Transformation geordnet und erfolgreich zu gestalten.<\/p>\n<p><b>Soziale Gerechtigkeit durch Wohlstand, nicht durch Subventionen: <\/b>Die beste soziale Absicherung ist ein starker Wirtschaftsstandort mit sicheren Arbeitspl\u00e4tzen. Anstatt teure Sanierungen mit \u201eGie\u00dfkannen-Subventionen\u201c zu finanzieren und die Mieten so zu erh\u00f6hen, brauchen wir gezielte Unterst\u00fctzung f\u00fcr H\u00e4rtef\u00e4lle und eine Politik, die Wohnraum nicht durch immer neue Auflagen unbezahlbar macht.<\/p>\n<p>Der \u201eZukunftsentscheid\u201c ist nicht der Weg in die Zukunft, sondern ein teurer Umweg. Er ruiniert Hamburgs Wirtschaft und verunsichert seine B\u00fcrger, ohne einen wirklichen Beitrag zur L\u00f6sung des globalen Klimaproblems zu leisten. Wir k\u00f6nnen Klimaschutz viel besser erreichen: mit professionellen, marktwirtschaftlichen Mitteln und zu tragbaren Kosten.<\/p>\n<p>Klimaschutz ist wichtig! Darum lieber ordentlich machen als hektisch verschlimmbessern! Am 12. Oktober 2025 haben die B\u00fcrger der Hansestadt die Chance, Hamburg vor teurem Aktionismus zu retten. Zukunft gescheit anstatt Zukunftsentscheid!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der \u201eHamburger Zukunftsentscheid\u201c, der am 12. Oktober 2025 zur Abstimmung steht, verspricht eine beschleunigte Klimaneutralit\u00e4t bis 2040. 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