{"id":422491,"date":"2025-09-14T16:31:13","date_gmt":"2025-09-14T16:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/422491\/"},"modified":"2025-09-14T16:31:13","modified_gmt":"2025-09-14T16:31:13","slug":"wie-der-einstieg-in-die-private-altersvorsorge-gelingen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/422491\/","title":{"rendered":"Wie der Einstieg in die private Altersvorsorge gelingen kann"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 14.09.2025 17:22 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Rentenl\u00fccke bedroht den gewohnten Lebensstandard im Alter: Vielen fehlt sp\u00e4ter Geld, um ihren Alltag zu finanzieren. Ein gut durchdachtes Depot kann bei der Absicherung helfen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/lilli-hiltscher-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Lilli Hiltscher\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/lilli-hiltscher-104.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Rund 1.700 Euro monatlich weniger als im Arbeitsleben &#8211; wer heute 30 Jahre alt ist und 50.000 Euro brutto im Jahr verdient, wird zum regul\u00e4ren Renteneintritt den aktuellen Lebensstandard nur mit der gesetzlichen Rente nicht mehr finanzieren k\u00f6nnen. Das zeigen Berechnungen des Verbraucherportals <a href=\"https:\/\/www.finanztip.de\/gesetzliche-rentenversicherung\/rentenluecke\/\" title=\"So viel Geld brauchst Du im Ruhestand jeden Monat\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Finanztip<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Fast jede und jeder Deutsche wird im Alter weniger Geld zur Verf\u00fcgung haben, als er oder sie eigentlich braucht, um den gewohnten Lebensstil zu halten. Denn die gesetzliche Rente ist nicht \u00e4quivalent mit den aktuellen Arbeitseinkommen, die Inflation frisst zus\u00e4tzliche Kaufkraft, und der Bedarf steigt Jahr f\u00fcr Jahr. Umso wichtiger ist deshalb die private Altersvorsorge.<\/p>\n<p>    Inflation mehr als ausgleichen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Daf\u00fcr gibt es verschiedene M\u00f6glichkeiten. Investments in einen breit gestreuten ETF werden oft als Basis empfohlen, weil das Verh\u00e4ltnis von Rendite zu Risiko Experten zufolge gut ist und die Rendite von ETFs wahrscheinlich die Inflation schl\u00e4gt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Olaf Stotz von der Frankfurt School of Finance and Management betont im <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7bvEUA497JY\" title=\"So erstellst du das perfekte Depot f\u00fcr deine Altersvorsorge\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">ARD-Finanzformat 50k auf YouTube<\/a>, dass Anlegende diesen Inflationsausgleich immer mitdenken sollten: &#8222;Ich nehme immer das Beispiel Br\u00f6tchen einkaufen: Vor 30, 40 Jahren haben Br\u00f6tchen 30 Pfennige gekostet, das w\u00e4ren heute 15 Cent. Wenn ich heute zum B\u00e4cker gehe, dann kostet ein Br\u00f6tchen ungef\u00e4hr 40, 50 oder sogar 60 Cent.&#8220; \u00dcber vier Jahrzehnte hinweg habe sich die Kaufkraft beim B\u00e4cker laut Stotz also um teils mehr als 50 Prozentpunkte reduziert. Wer also heute Geld f\u00fcrs Alter anlegt, sollte dies immer im Hinterkopf haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Experte Stotz betont, dass ein Inflationsausgleich besonders gut mit einer Geldanlage am Aktienmarkt gelingt: &#8222;\u00dcber lange Zeitr\u00e4ume &#8211; also drei, vier Jahrzehnte &#8211; lag die Rendite nach der Inflation im Durchschnitt bei f\u00fcnf Prozentpunkte pro Jahr.&#8220; Das hei\u00dft, die Inflation wird nicht nur ausgeglichen, sondern man macht dar\u00fcber hinaus noch Gewinn.<\/p>\n<p>    Die finanzielle Lage im Blick<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bevor man allerdings \u00fcberhaupt damit anf\u00e4ngt, Geld f\u00fcrs Alter anzulegen, sollte die eigene finanzielle Situation \u00fcberblickt werden. Und dabei die Frage beantworten: Wie viel Geld kann man jeden Monat beiseitelegen? Daf\u00fcr empfiehlt es sich, zun\u00e4chst eine Bestandsaufnahme des eigenen Einkommens, des Verm\u00f6gens und der Schulden zu machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Anschlie\u00dfend werden zun\u00e4chst die Schulden zur\u00fcckgezahlt, und ein Notgroschen angelegt. Expertinnen und Experten empfehlen, drei bis sechs Monatsgeh\u00e4lter so anzulegen, dass sie f\u00fcr unerwartete Ausgaben jederzeit verf\u00fcgbar sind &#8211; zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto. So lassen sich Reparaturen oder eine neue Waschmaschine bezahlen, ohne dass man das ganze Depot daf\u00fcr leerr\u00e4umen muss.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schlie\u00dflich gilt: F\u00fcr die Altersvorsorge sollte man nur Geld investieren, auf das man mittelfristig verzichten kann. Geld f\u00fcrs t\u00e4gliche Leben oder aus dem Notgroschen sollte nicht an der B\u00f6rse angelegt werden.<\/p>\n<p>    Die 50-30-20-Regel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Um an dieser Stelle denn auch ein Gef\u00fchl daf\u00fcr zu bekommen, wie man sein Nettogehalt aufteilen sollte, kann die 50-30-20-Regel helfen. Sie besagt, dass man 50 Prozent des Nettoeinkommens f\u00fcr die normalen Lebenshaltungskosten einplanen sollte &#8211; also Miete inklusive Nebenkosten, Essen, Versicherungen, Mobilit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">30 Prozent sollte man f\u00fcr Spa\u00df ausgeben, also Urlaube, Abos, Essen gehen oder f\u00fcr Kinobesuche. Und die restlichen 20 Prozent sind f\u00fcrs Sparen gedacht. Dabei geht es nicht nur ums langfristige Anlegen, sondern auch um den Notgroschen, falls der nach einer Investition wieder nachgef\u00fcllt werden muss.<\/p>\n<p>    Mehr sparen als Durchschnitt?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wenn es um die Altersvorsorge geht, lautet die Empfehlung: In jedem Alter sollte man etwa 15\u00a0Prozent seines Nettoeinkommens langfristig zur\u00fcckzulegen. Das sollte Experten zufolge &#8211; zusammen mit der gesetzlichen Rente &#8211; reichen, damit man seinen aktuellen Lebensstandard halten kann.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Konkret in Zahlen hei\u00dft das: Bei einem Nettoverdienst von 2.700\u00a0Euro im Monat sollte man rund 405\u00a0Euro davon monatlich langfristig investieren. &#8222;Gerade f\u00fcr junge Leute h\u00f6rt sich diese Zahl nat\u00fcrlich sehr hoch an. Wichtiger als die tats\u00e4chliche Summe ist aber, dass junge Menschen erst mal mit dem Sparen anfangen. Und da reicht es vielleicht auch, nur mit 50 oder 100 Euro anzufangen, die aber dann sukzessive planm\u00e4\u00dfig zu erh\u00f6hen&#8220;, so Experte Stotz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00dcbrigens: Wer es schafft, 15 bis 20 Prozent seines Nettoeinkommens anzulegen, der liegt im deutschen Vergleich ziemlich gut im Rennen. Denn die durchschnittliche Sparquote in Deutschland lag 2024 laut Statistischem Bundesamt bei 11,1\u00a0Prozent.<\/p>\n<p>    Zwei wichtige Bestandteile<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber nicht nur die Sparquote, sondern auch die eigentliche Zusammensetzung des Depots. Sinnvollerweise sollte dies immer aus zwei Bausteinen bestehen: einem Sicherheitsbaustein und einem Renditebaustein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Sicherheitsbaustein besteht dabei aus stabilen Anlagen wie zum Beispiel Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarktfonds. Die schwanken kaum, aber es gibt eben auch kaum Zuwachs. F\u00fcr den Sicherheitsbaustein gilt vor allem, dass die hier zugeh\u00f6rigen Anlagen unkompliziert, g\u00fcnstig und jederzeit verf\u00fcgbar sein sollten. Auf komplizierte und riskante Investments sollte man verzichten.<\/p>\n<p>    Rendite mit Welt-ETFs<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Renditebaustein finden sich dagegen vor allem breit gestreute Aktien-ETFs. Sie sind besonders mit Blick auf die langfristige Geldanlage interessant, denn wegen der breiten Streuung minimieren sie das Anlagerisiko. Ein ETF steckt das angelegte Geld nicht in eine einzelne Aktie, sondern verteilt es auf viele Unternehmen. Unter den sogenannten Welt-ETFs gibt es vor allem drei Indizes, die f\u00fcr das langfristige Investieren als Standard gelten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">ETFs auf den MSCI World Index investieren in die gr\u00f6\u00dften b\u00f6rsennotierten Unternehmen aus Industriel\u00e4ndern. Ein solcher ETF gilt als solides Basisinvestment und bringt im Schnitt rund sechs Prozent Rendite im Jahr. Weil der Index so breit gestreut ist, ist das Risiko vergleichsweise gering. Sogar noch breiter gestreut ist der MSCI ACWI. Dieser Index funktioniert \u00e4hnlich wie der MSCI World, er umfasst aber neben Industriel\u00e4ndern auch noch Unternehmen aus 24 Schwellenl\u00e4ndern, etwa aus China, Indien oder Brasilien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der FTSE All-World investiert in rund 4.000 Unternehmen aus \u00fcber 50 L\u00e4ndern, wobei ebenfalls in Industrie- und Schwellenl\u00e4ndern investiert wird. Laut Anbieter deckt der Index etwa 90 bis 95\u00a0Prozent der weltweit investierbaren Marktkapitalisierung ab. Angesichts ihrer breiten Streuung eignen sie sich gut f\u00fcr den langfristigen Verm\u00f6gensaufbau. Verbraucherplattformen wie Finanztip raten dazu, dass mindestens ein ETF auf einen dieser drei Welt-Indizes im Depot landen sollte.<\/p>\n<p>    Anlageentscheidungen sind individuell<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen zum Renditebaustein auch ETFs geh\u00f6ren, die etwa bestimmte Regionen oder Branchen im Blick haben. Auch Investments in Rohstoffe oder Immobilien sind m\u00f6glich. Allerdings raten viele Expertinnen und Experten dazu, nicht zu viele verschiedene Investments zu t\u00e4tigen. Denn je mehr verschiedene Investments man t\u00e4tigt, desto komplizierter und un\u00fcbersichtlicher wird es.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wie genau die Aufteilung zwischen Sicherheits- und Renditebaustein am Ende ist, h\u00e4ngt vor allem vom eigenen Risikoprofil ab. Das ist sehr individuell, ein Richtig oder Falsch gibt es hier nicht. Experte Stotz betont im <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7bvEUA497JY\" title=\"So erstellst du das perfekte Depot f\u00fcr deine Altersvorsorge\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">ARD-Finanzformat 50k auf YouTube<\/a> vor allem, dass man sich mit folgendem auseinander setzen sollte: &#8222;Kann ich das Risiko langfristig tragen und wie bin ich gegen\u00fcber kurzfristigen Wertschwankungen in meinem Portfolio eingestellt? Diese beiden zentralen Fragen kann jeder Anleger nur selbst beantworten.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 14.09.2025 17:22 Uhr Die Rentenl\u00fccke bedroht den gewohnten Lebensstandard im Alter: Vielen fehlt sp\u00e4ter Geld, um ihren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":422492,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[791,175,170,169,7479,29,6891,27611,30,171,174,173,172],"class_list":{"0":"post-422491","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-aktien","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-depot","13":"tag-deutschland","14":"tag-etf","15":"tag-geldanlage","16":"tag-germany","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115203610095917501","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/422491","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=422491"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/422491\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/422492"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=422491"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=422491"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=422491"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}