{"id":422662,"date":"2025-09-14T18:09:11","date_gmt":"2025-09-14T18:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/422662\/"},"modified":"2025-09-14T18:09:11","modified_gmt":"2025-09-14T18:09:11","slug":"industriepark-krisenjahre-mit-blessuren-gut-ueberstanden-mit-bildergalerie-woerth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/422662\/","title":{"rendered":"Industriepark: Krisenjahre mit Blessuren gut \u00fcberstanden (mit Bildergalerie) &#8211; W\u00f6rth"},"content":{"rendered":"<p class=\"rhp-dpa-teaser\"><b>Vor 25 Jahren war er kommunalpolitisch umstritten, inzwischen ist er fest etabliert: Der Industriepark W\u00f6rth. Sein Erfolg ist fest mit seiner Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin verkn\u00fcpft.<\/b><\/p>\n<p>Eine kreiseigene GmbH, die Produktionshallen f\u00fcr Zulieferer des Lastwagenwerks vermietet: Diese Idee war bei der Gr\u00fcndung des Industrieparks <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"W\u00f6rth\" data-rtr-id=\"c68b4afdf45a0ab361d35b4a6813e0800f76b867\" data-rtr-score=\"123.9328735185545\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"15\" href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/themen\/woerth-am-rhein?utm_source=rheinpfalz.de&amp;utm_medium=tms&amp;utm_campaign=intext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">W\u00f6rth<\/a> (IPW GmbH) kommunalpolitisch durchaus umstritten. Die Entscheidung im Kreistag fiel knapp aus. Doch das ist inzwischen Geschichte, 2025 wird Jubil\u00e4um gefeiert. Seit dem ersten Tag dabei: Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Andrea Jung. \u201eIch wollte es mir drei Monate anschauen, jetzt bin ich schon seit 25 Jahre da\u201c, sagt sie. <\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wurde in Kooperation mit Daimler Truck eine einzige Halle geplant, der Lieferant war vorgegeben. Doch dann ging alles  ganz schnell: Die Gr\u00fcndung des Industrieparks W\u00f6rth war im Mai 2000, Spatenstich war f\u00fcr die erste Halle im Oktober 2000. Diese wurde im Juni 2001 bezogen.  Eine  zweite Halle war im Sommer 2002 fertig, die dritte Halle konnte 2003 eingeweiht werden. Der erste Lieferant, Fritzmeier Composite, ist noch immer einer der Mieter, mittlerweile nutzt er drei Hallenbereiche mit 50.000 Quadratmetern. <\/p>\n<p>Jung war zu Beginn noch bei der Wirtschaftsf\u00f6rderung des Landkreises angestellt und hatte die ersten beiden Hallen im Nebenjob betreut, erinnert sie sich mit einem L\u00e4cheln. Doch so ein Millionenprojekt auf diese Art und Weise zu stemmen sei eine Herausforderung gewesen. Inzwischen ist sie Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin und damit in Vollzeit mit dem Industriepark befasst, seit  2010 ist sie mit ihrem B\u00fcro vor Ort. <\/p>\n<p>\u201eDas war blanker Boden. Wir haben hier ein bl\u00fchendes mittelst\u00e4ndisches Unternehmen geschaffen\u201c, sagt Jung. Und da sie quasi alleine verantwortlich ist, gilt: \u201eHomeoffice gibt es f\u00fcr mich nicht.\u201c Entscheidungen m\u00fcssten schnell getroffen werden, an manchen Tagen macht sie zwischen den Hallen mehr als 10.000 Schritte. \u201eMan will das oder man will das nicht\u201c, sagt sie. Bei ihr ist ganz klar: Sie will. \u201eDas ist mein Projekt, ich w\u00e4re in der Verwaltung nicht gl\u00fccklich geworden\u201c, unterstreicht sie.  <\/p>\n<p>Eine Branchenfremde setzt sich durch<\/p>\n<p>Jung ist in das Thema hineingewachsen, wie in die viel zu gro\u00dfen Gummistiefel, die sie ganz zu Beginn zu einem Termin noch  tragen musste. Inzwischen wei\u00df die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin mit der zierlichen Figur, wo sie passende Helme, Schuhe und Schutzkleidung bestellen kann. Als eine zu Beginn Branchenfremde  \u2013 \u201eich komme nicht vom Bau\u201c \u2013 ,noch dazu als Frau, \u201eda musste ich mich schon durchsetzen\u201c, erinnert sie sich. Heute ist das alles \u00fcberstanden und Jung kann schmunzelnd so manche Anekdote erz\u00e4hlt.   \u201eEs war ein Lernprozess, jetzt habe ich ein tolles Netzwerk von Handwerkern und Firmen.\u201c<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist die Auftragslage im Industriepark W\u00f6rth, in Sichtweite vom Lastwagenwerk gelegen, stark davon abh\u00e4ngig, wie es Daimler Truck und der Branche geht. Derzeit z\u00e4hle man zwischen 170 und 200 Angestellte, darunter seien auch Zeitarbeitnehmer, sagt Jung.   Sollte es jedoch im Werk Kurzarbeit geben, \u201edann schwappt das r\u00fcber\u201c. Auch  Ver\u00e4nderungen im Produktionsvolumen seien zu sp\u00fcren. Allerdings arbeiten die Lieferanten im Industriepark auch f\u00fcr andere Daimler Truck-Werke. <\/p>\n<p>Von einer Krise zur anderen<\/p>\n<p>In 25 Jahren hat der Industriepark schon so manche Krise gemeistert: Die erste  war die Finanzkrise 2008. Damals habe es auch Entlassungen gegeben, \u201edie Anzahl der Angestellten ist innerhalb von kurzer Zeit von 220 auf 130 geschrumpft\u201c. W\u00e4hrend der Corona-Pandemie  ging es dann darum, die Lagerfl\u00e4chen m\u00f6glichst flexibel zu nutzen.  Im Lastwagenbereich gebe es keine Wellen, \u201esondern eher Zacken\u201c, erl\u00e4utert Jung. Bislang habe man die Entwicklungen aber mit ein paar Blessuren \u00fcberstanden. <\/p>\n<p>Doch selbst ohne weltweite Krisen w\u00fcrde es nicht langweilig werden: \u201eEs ist ein Projekt, das nicht endet\u201c, umschreibt Jung die Situation. Die Instandhaltungsma\u00dfnahmen an den inzwischen \u00fcber 20 Jahre alten Hallen laufen immer, \u201edaher haben wir keinen Investitionsstau\u201c. Im Gesch\u00e4ftsjahr 2024 hat die IPW GmbH bei einem Umsatz von 1,379 Millionen Euro mit einem  Jahres\u00fcberschuss von 113.000 Euro abgeschlossen. Der Schuldenstand von einst 13,5 Millionen Euro wurde inzwischen auf 1,745 Millionen Euro reduziert. <\/p>\n<p>Leitplanken f\u00fcr die Hallensicherheit<\/p>\n<p>Und es gibt keine Atempause: Eine Halle wird im Oktober von einem neuen Lieferanten \u00fcbernommen. Vorher wird das Geb\u00e4ude aufpoliert und an die \u201enutzerspezifischen Anforderungen\u201c angepasst. Dazu geh\u00f6ren frisch gestrichene W\u00e4nde, neu beleuchtete B\u00fcror\u00e4ume, aufgepeppte Sanit\u00e4ranlagen und noch vieles mehr. \u201eManche brauchen eine F\u00f6rdertechnik oder eine Krananlage oder einen Energiew\u00fcrfel\u201c, z\u00e4hlt Jung auf. Um zu verhindern, dass Gabelstapler aus Versehen im Inneren der Hallen  L\u00f6cher in die W\u00e4nde rammen, laufen an diesen inzwischen Leitplanken entlang \u2013 auch das eine Idee der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin. <\/p>\n<p>Sicherheit spielt, wie im benachbarten Werk, eine gro\u00dfe Rolle. Temperatur und Raumfeuchtigkeit m\u00fcssen immer \u00fcberwacht werden, nicht nur bei der Starkstromanlage. In einer sogenannten Alarmzentrale laufen die Informationen aus Flutsensoren, Brandschutz, L\u00fcftung und  Beleuchtung  auf einem gro\u00dfen Monitor zusammen. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Jung hat ihn von ihrem Schreibtisch aus fest im Blick. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vor 25 Jahren war er kommunalpolitisch umstritten, inzwischen ist er fest etabliert: Der Industriepark W\u00f6rth. 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