{"id":423085,"date":"2025-09-14T22:09:13","date_gmt":"2025-09-14T22:09:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/423085\/"},"modified":"2025-09-14T22:09:13","modified_gmt":"2025-09-14T22:09:13","slug":"landvolk-braunschweig-getreideernte-mit-starken-schwankungen-sorgenfalten-vor-schaedling-in-den-zuckerrueben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/423085\/","title":{"rendered":"Landvolk Braunschweig: Getreideernte mit starken Schwankungen \u2013 Sorgenfalten vor Sch\u00e4dling in den Zuckerr\u00fcben"},"content":{"rendered":"<p><b>Braunschweiger Land.<\/b> Die Getreideernte 2025 in der Region ist abgeschlossen \u2013 und sie zeigt ein stark differenziertes Bild. W\u00e4hrend Standorte mit schw\u00e4cheren Bodenqualit\u00e4ten durch die Trockenheit deutliche Einbu\u00dfen verzeichneten, konnten auf guten B\u00f6den sogar au\u00dfergew\u00f6hnlich hohe Ertr\u00e4ge eingefahren werden.<\/p>\n<p>\u201eWir haben in diesem Jahr sehr deutliche Unterschiede gesehen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Niels Pelka, Vorstandsmitglied beim Landvolk Braunschweiger Land. \u201eAuf B\u00f6den mit einem schlechteren Wasserspeicherverm\u00f6gen, besonders dort, wo der Untergrund von Kies oder Kalk gepr\u00e4gt ist, lagen die Getreideertr\u00e4ge teilweise bei unter f\u00fcnf Tonnen pro Hektar. Auf besonders guten Standorten dagegen wurden auch mal \u00fcber elf Tonnen erreicht.\u201c<\/p>\n<p>Karoline Vorlop, ebenfalls Vorstandsmitglied beim Landvolk Braunschweiger Land, betont eine weitere erfreuliche Entwicklung: \u201ePositiv ist die hohe Qualit\u00e4t des Ernteguts. Vor allem die Proteingehalte liegen in diesem Jahr \u00fcberdurchschnittlich hoch.\u201c<\/p>\n<p>Dass die Ertr\u00e4ge trotz der langen Trockenphase regionsspezifisch so gut ausfielen, f\u00fchren die Landwirte auf mehrere Faktoren zur\u00fcck. Zum einen habe es im Winter ausreichend Niederschlag gegeben, der die Wasserversorgung der B\u00f6den zun\u00e4chst sicherte. Zum anderen entwickelten sich in der trockenen Witterung kaum Pilzkrankheiten auf den Getreidebest\u00e4nden, sodass die Pflanzen ges\u00fcnder blieben als in feuchteren Jahren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/cremlingen-online.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Foto_Rapsernte-e1757685988664.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-107805 size-large\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Foto_Rapsernte-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\"\/><\/a><\/p>\n<p>Mit dem Ende der Getreideernte richtet sich der Blick nun auf die Zuckerr\u00fcben. Die Ernte startet Anfang September \u2013 \u00fcber die endg\u00fcltigen Ertr\u00e4ge l\u00e4sst sich derzeit jedoch kaum etwas sagen. \u201eNoch ist nicht absehbar, wie stark der Regenmangel auch bei den R\u00fcben zu Einbu\u00dfen f\u00fchren wird\u201c, so Pelka.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Sorgen bereitet den R\u00fcbenanbauern im Braunschweiger Land jedoch ein Sch\u00e4dling, der im S\u00fcden Deutschlands und in Osteuropa bereits erhebliche Sch\u00e4den angerichtet hat: die Schilf-Glasfl\u00fcgelzikade. Sie \u00fcbertr\u00e4gt zwei gef\u00e4hrliche Krankheiten \u2013 Stolbur und SBR \u2013 die zu sogenannten \u201eGummir\u00fcben\u201c und folglich massiven Ertragseinbu\u00dfen f\u00fchren.\u201eBisher ist die Zikade in unserer Region noch nicht in gr\u00f6\u00dferem Umfang aufgetreten\u201c, erkl\u00e4rt Vorlop. \u201eDoch in diesem Jahr wurde sie erstmals auch s\u00fcdlich und s\u00fcd\u00f6stlich von Braunschweig nachgewiesen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis sie auch hier Krankheiten verbreitet.\u201c<\/p>\n<p>Angesichts dieser Herausforderungen richtet das Landvolk Braunschweig eine klare Botschaft an die Politik: \u201eWir brauchen eine realistische Pflanzenschutzpolitik\u201c, fordert Pelka. \u201eIn Folge des Klimawandels treten vermehrt neue Sch\u00e4dlinge und Pflanzenkrankheiten in unseren Breitengraden auf. Der verbleib von vorhandenen und die Zulassung neuer Wirkstoffe f\u00fcr Pflanzenschutzmittel ist deshalb unabdingbar, um in Deutschland weiterhin sichere Lebensmittel von hoher Qualit\u00e4t produzieren zu k\u00f6nnen. Nirgendwo in der Welt wird die Zulassung und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln so streng kontrolliert wie bei uns \u2013 was grunds\u00e4tzlich zu begr\u00fc\u00dfen ist. Ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland f\u00fchrt letztendlich zu einer Abwanderung der Lebensmittelproduktion in L\u00e4nder mit weniger restriktiven Auflagen und Kontrollsystemen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Braunschweiger Land. 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