{"id":423307,"date":"2025-09-15T00:11:13","date_gmt":"2025-09-15T00:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/423307\/"},"modified":"2025-09-15T00:11:13","modified_gmt":"2025-09-15T00:11:13","slug":"kommunalwahl-2025-in-dortmund-die-analyse-zur-wahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/423307\/","title":{"rendered":"Kommunalwahl 2025 in Dortmund: Die Analyse zur Wahl"},"content":{"rendered":"<p>    <a href=\"https:\/\/www.ruhrnachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/14\/22\/630_0900_5030202_630_0008_24610716_0914_Wahl_Stadt_Dortm-1648x824.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/630_0900_5030201_630_0008_24610716_0914_Wahl_Stadt_Dortm-640x428.jpg\" width=\"640\" height=\"428\"  alt=\"Dortmunds Oberb\u00fcrgermeister Thomas Westphal sch\u00fcttelt Alexander Kalouti, CDU-Mann, die Hand.\"\/><\/p>\n<p>    <\/a><br \/>\n    Der amtierende Oberb\u00fcrgermeister Thomas Westphal muss sich gegen\u00fcber Alexander Kalouti in der Stichwahl behaupten. \u00a9 Stephan Schuetze<\/p>\n<p class=\"article__teaser-text\">OB Thomas Westphal geht mit Vorsprung in die Stichwahl. Doch er muss aufGr\u00fcne und Unentschlossene hoffen \u2013 Alexander Kalouti (CDU) lauert auf die Aufholchance.<\/p>\n<p>3 Min Lesezeit<\/p>\n<p>Die Oberb\u00fcrgermeisterwahl in Dortmund hat ein Ergebnis hervorgebracht, das auf den ersten Blick Klarheit verspricht, bei genauerem Hinsehen aber auch Unw\u00e4gbarkeiten birgt. Amtsinhaber Thomas Westphal (SPD) erreichte 27,5 Prozent und lag damit von Beginn an deutlich vor seinen Konkurrenten.<\/p>\n<p>Sein Vorsprung von zehn Prozentpunkten auf den Zweitplatzierten Alexander Kalouti ist solide und erinnert in seiner Dimension an die Wahl von 2020, als Westphal ebenfalls mit einem klaren Abstand in die Stichwahl ging. Doch damals schrumpfte der Vorsprung im zweiten Durchgang auf ein knappes 52 zu 48 Prozent gegen den CDU-Kandidaten Andreas Hollstein. Die Frage, ob sich dieses Szenario wiederholen kann, steht nun erneut im Raum.<\/p>\n<p>Favorit ohne Mehrheit<\/p>\n<p>Westphals Ergebnis ist insofern bemerkenswert, als er ohne ernsthafte Gefahr den ersten Platz sichern konnte. Allerdings bleibt die Tatsache, dass nicht einmal ein Drittel der W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler ihn gew\u00e4hlt hat.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine Gro\u00dfstadt wie Dortmund bedeutet das: Der Amtsbonus ist vorhanden, aber die absolute Mehrheit muss hart erk\u00e4mpft werden. In der Stichwahl wird Westphal auf zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung angewiesen sein \u2013 und die h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich davon ab, wie sich die Gr\u00fcnen und die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler kleinerer Kandidaturen positionieren.<\/p>\n<p>Zweikampf um Platz zwei<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Westphal an diesem Sonntag kaum zittern musste, blieb der Kampf um Platz zwei spannend. Alexander Kalouti konnte sich letztlich mit etwa 17 Prozent durchsetzen, musste aber zusehen, wie Martin Cremer (parteilos) und Heiner Garbe (AfD) mit rund 14,5 Prozent dicht aufschlossen. Kathrin L\u00f6gering (Gr\u00fcne) erreichte ebenfalls 14 Prozent und best\u00e4tigte damit weitgehend die Prognosen. Dass Kalouti dennoch unangefochten in die Stichwahl einzieht, zeigt die Zersplitterung der Konkurrenz \u2013 und verdeutlicht, dass er seine Chance nicht aus eigener St\u00e4rke, sondern durch fehlende Geschlossenheit der anderen Bewerber wahrte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Stichwahl kommt den Gr\u00fcnen eine Schl\u00fcsselrolle zu. Schon jetzt ist klar, dass ihre W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler den Ausschlag geben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Gr\u00fcne als Z\u00fcnglein<\/p>\n<p>Noch gibt man sich zur\u00fcckhaltend: Man will Gespr\u00e4che mit beiden verbliebenen Kandidaten f\u00fchren, bevor eine Entscheidung getroffen wird, erkl\u00e4rte Katrin L\u00f6gering. Inhaltlich wies sie aber auf gro\u00dfe Differenzen vor allem mit Kalouti und dem konservativen Lager hin, das stark auf Sicherheit, Ordnung und Kritik an der Innenstadt setzt. Diese Tonlage st\u00f6\u00dft bei vielen Gr\u00fcnen-Mitgliedern auf Skepsis. Am Dienstag soll eine Mitgliederversammlung erste Weichen stellen \u2013 ob es zu einer offiziellen Wahlempfehlung kommt, ist offen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/630_0900_5030204_630_0008_24610718_0914_Wahl_Stadt_Dortm-1024x683.jpg\" alt=\"Oberb\u00fcrgermeister Thomas Westphal unterh\u00e4lt sich mit Gr\u00fcnen-Kandidatin Katrin L\u00f6gering im Rathaus.\" class=\"wp-image-2001807265\" title=\"Oberb\u00fcrgermeister Thomas Westphal unterh\u00e4lt sich mit Gr\u00fcnen-Kandidatin Katrin L\u00f6gering im Rathaus.\"  \/>Ob die Gr\u00fcnen, hier OB-Kandidatin Katrin L\u00f6gering, Westphal unterst\u00fctzen, ist ungewiss \u2013 ihre Entscheidung gilt als Schl\u00fcssel f\u00fcr den Ausgang der Stichwahl.\u00a9 Stephan Schuetze<\/p>\n<p>Cremer ohne Empfehlung<\/p>\n<p>Martin Cremer, der im Wahlkampf durchaus Akzente setzen konnte, hat bereits signalisiert, dass er keine Empfehlung f\u00fcr die Stichwahl abgeben will. Seine Anh\u00e4nger k\u00f6nnten daher zur entscheidenden Unbekannten werden. Ob sie sich enthalten, zu Westphal tendieren oder in Teilen doch Kalouti unterst\u00fctzen, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p>Erfahrungsgem\u00e4\u00df entscheidet in solchen F\u00e4llen weniger eine geschlossene Bewegung als vielmehr die individuelle Abw\u00e4gung der W\u00e4hlenden.<\/p>\n<p>Dynamik der Stichwahl<\/p>\n<p>Das Zusammenspiel dieser Faktoren macht die kommende Stichwahl spannend. Westphal startet mit einem klaren Vorsprung, darf sich aber keineswegs sicher f\u00fchlen. Kalouti kann nur dann aufholen, wenn er sowohl W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler aus dem konservativen Lager mobilisiert als auch zumindest Teile der gr\u00fcnen Anh\u00e4ngerschaft anspricht.<\/p>\n<p>Ob ihm das gelingt, ist fraglich, ebenso wie die Frage wie geschlossen er die CDU-Basis hinter sich hat. Westphal hingegen wird versuchen, die Gr\u00fcnen inhaltlich n\u00e4her an sich zu binden und gleichzeitig auch unentschlossene Cremer-W\u00e4hler einzufangen.<\/p>\n<p>Klarheit mit Fragezeichen<\/p>\n<p>Die Dortmunder Oberb\u00fcrgermeisterwahl hat damit ein Bild gezeichnet, das auf den ersten Blick stabil wirkt, im Detail aber viele offene Fragen hinterl\u00e4sst. Die Gr\u00fcnen m\u00fcssen entscheiden, wie weit sie bereit sind, f\u00fcr Einfluss auf die Stadtpolitik eine Wahlempfehlung zu geben.<\/p>\n<p>Und im Hintergrund steht der wachsende Druck durch die AfD, die das Parteiensystem in Dortmund zunehmend durcheinanderwirbelt. Die eigentliche Entscheidung f\u00e4llt erst in zwei Wochen \u2013 und sie k\u00f6nnte, wie schon 2020, knapper ausfallen, als es das erste Ergebnis vermuten l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der amtierende Oberb\u00fcrgermeister Thomas Westphal muss sich gegen\u00fcber Alexander Kalouti in der Stichwahl behaupten. \u00a9 Stephan Schuetze OB&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":423308,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1833],"tags":[3364,29,217,30,3648,1209,111002],"class_list":{"0":"post-423307","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dortmund","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-dortmund","11":"tag-germany","12":"tag-lokalpolitik","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-wahlen-in-dortmund"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115205418826358938","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/423307","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=423307"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/423307\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/423308"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=423307"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=423307"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=423307"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}