{"id":423631,"date":"2025-09-15T03:18:21","date_gmt":"2025-09-15T03:18:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/423631\/"},"modified":"2025-09-15T03:18:21","modified_gmt":"2025-09-15T03:18:21","slug":"deutsches-pferdemuseum-verden-einblicke-in-die-bibliothek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/423631\/","title":{"rendered":"Deutsches Pferdemuseum Verden: Einblicke in die Bibliothek"},"content":{"rendered":"<p>    <strong\/>Was anno 1552 in Venedig erschienen ist, lagert in Verden wohlbeh\u00fctet hinter Glas. \u201eOrdini di Cavalcare\u201c lautet der Titel des \u00e4ltesten Buches im umfangreichen Bestand der Hippologischen <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/bibliothek-q7075\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bibliothek<\/a> des Deutschen Pferdemuseums (DPM) in Verden. Es stammt aus der Feder von Federico Grisone, dem seinerzeit ber\u00fchmtesten italienischen Reitmeister, und ist ein grundlegendes Werk \u00fcber die Reitkunst und Schulreiterei \u2013 wie der Autor sie verstand und wie sie sich in ganz Europa verbreiten sollte. Einen Einblick in besondere Sch\u00e4tze der ber\u00fchmten, weit und breit einmaligen Sammlung der DPM-Bibliothek k\u00f6nnen sich Interessierte an diesem Dienstag, 16. September, verschaffen.\n<\/p>\n<p>Unter dem Motto \u201eMeet and Read rund ums Pferd\u201c l\u00e4dt das Museum am Holzmarkt erstmals zum gem\u00fctlichen Schm\u00f6kern und St\u00f6bern ein. Im sogenannten Stuckraum in der ersten Etage, zwischen deckenhohen Regalen voller wertvoller B\u00fccher und mit Blick auf die angrenzende Stadtbibliothek, k\u00f6nnen sich Besucherinnen und Besucher zwischen 15 und 17 Uhr \u00fcber die vielf\u00e4ltige Fachliteratur informieren oder sich auch gleich einem selbst gew\u00e4hlten Thema widmen. Vielleicht kommen sie bei der Treff-Premiere auch miteinander ins Gespr\u00e4ch und tauschen sich beim gem\u00fctlichen Kl\u00f6nschnack \u00fcber ihre hippom\u00e4\u00dfigen Vorlieben aus.<\/p>\n<p>Sch\u00e4tze liegen bereit<\/p>\n<p>Chefin Britta St\u00fchren wird den G\u00e4sten in ihrem \u201eReich\u201c mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie hat schon eine ganze Reihe von B\u00fcchern ausgew\u00e4hlt, die zur Ansicht bereitliegen werden und beispielhaft dokumentieren, \u00fcber welche Sch\u00e4tze die gr\u00f6\u00dfte pferdekundliche Bibliothek im deutschsprachigen Raum verf\u00fcgt. Wenn sich jemand auskennt in dem immensen Wissensschatz mit mehr als 20.000 Titeln, dann Britta St\u00fchren. Die Diplom-Bibliothekarin und begeisterte Freizeitreiterin hat die Leitung zu einem Zeitpunkt \u00fcbernommen, als f\u00fcr das gesamte Pferdemuseum eine neue \u00c4ra anbrach: im Mai 2000 mit dem Umzug in die ehemalige Kavalleriekaserne am Holzmarkt.<\/p>\n<p>Zuvor hatten sich das eigentliche Museum und die organisatorisch angegliederte B\u00fccherei noch an zwei getrennten Standorten in der Altstadt befunden. W\u00e4hrend das DPM seinen Sitz in einem Fachwerkhaus an der Andreasstra\u00dfe in Verden hatte, war die Bibliothek gleich um Ecke im Ackerb\u00fcrgerb\u00fcrgerhaus an der Strukturstra\u00dfe untergebracht. Das kleine Haus konnte die von Museumsgr\u00fcnder und \u201ePferdepapst\u201c Hans Joachim K\u00f6hler (1917 &#8211; 1997) \u00fcber Jahrzehnte angeh\u00e4ufte Spezialliteratur kaum noch fassen.<\/p>\n<p>Fotos und Filme im Sortiment<\/p>\n<p>Britta St\u00fchren sorgte in den Folgejahren daf\u00fcr, dass der Ruf der nun repr\u00e4sentativ und \u00fcbersichtlich angesiedelten Sammlung rund um R\u00f6sser, Reiter und deren Historie weiter aufpoliert wurde und ein Gro\u00dfteil des stetig wachsenden Bestandes schon einer zeitgem\u00e4\u00dfen Online-Katalogisierung unterzogen wurde. L\u00e4ngst erstreckte sich das sorgsam verwahrte Sortiment nicht nur auf Fachb\u00fccher, Bildb\u00e4nde, Kataloge, Nachschlagewerke und Zeitschriften, sondern auch auf ein einzigartiges Foto- und Filmsortiment. Nach einer knapp f\u00fcnfj\u00e4hrigen Verden-Pause, in der sie die Bibliothek und das Bildarchiv des Bremer Focke-Museums leitete, ist Britta St\u00fchren 2021 ins DPM zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n<p>Was die Bibliothek alles zu bieten hat, wei\u00df sie am allerbesten. Zum Besitz geh\u00f6rt eben auch jenes \u00e4u\u00dferlich eher unscheinbare B\u00fcchlein, das bereits 473 Jahre auf dem leicht vergilbten Buckel hat: eine seltene fr\u00fche Ausgabe von \u201eOrdini di Cavalcare\u201c. Der Reitmeister Federico Grisone (1507 &#8211; 1570), der in Neapel eine viel beachtete Akademie mit breiter Ausstrahlung betrieb, beschrieb darin unter anderem die Reit- und Zaumkunst und besch\u00e4ftigte sich auch mit den Vorschriften \u00fcber das Benehmen des Ritters beziehungsweise Reiters im Zweikampf.<\/p>\n<p>Die deutsche \u00dcbersetzung, 1570 von Johannes Fayser unter dem Titel \u201eK\u00fcnstlerischer Bericht und allerzierlichste Beschreibung\u201c vorgelegt, ist im Museum als Reprint mit einigen Abbildungen der fr\u00fchen Reitlektionen vorhanden. Die bibliophilen Rarit\u00e4ten stammen aus dem Nachlass Otto Rothes (1924 &#8211; 1970), den das DPM erhalten hat. Rothe war Veterin\u00e4roffizier bei der Bundeswehr, ein erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter, der 1952 und 1956 mit der deutschen Equipe jeweils Olympia-Silber gewann, und Sammler von B\u00fcchern zur Pferdekunde.<\/p>\n<p>Wertvoller Nachlass<\/p>\n<p>Um beispielhafte Besonderheiten handelt es sich auch bei den beiden Lehrb\u00fcchern, die der Waffensammler Richard Zschille und der Kunsthistoriker Robert Forrer gemeinsam verfasst haben. \u201eDie Pferdetrense\u201c und \u201eDie Steigb\u00fcgel\u201c, 1893 und 1896 in einem Berliner Verlag erschienen, sind nur zwei Objekte aus dem vielf\u00e4ltigen Nachlass, der dem Museum vor 25 Jahren zuteil wurde. Anton Haug (1914 &#8211; 2001) aus Regensburg war neben seinem Beruf als Tierarzt auch als Verbandsfunktion\u00e4r, Turnierrichter im Fahrtsport sowie Buchautor und Illustrator t\u00e4tig. Neben kostbaren B\u00fcchern hat Haug dem DPM auch Grafiken und Gem\u00e4lde zukommen lassen.<\/p>\n<p>    <strong>Weitere Informationen zur Hippo-B\u00fccherei, unterteilt in Pr\u00e4senz-, Magazin- und Ausleihbereich, gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.dpm-.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.dpm-.de<\/a>. Die Teilnahme an \u201eMeet and Read rund ums Pferd\u201c ist kostenlos. Es wird um Voranmeldung unter Telefon 0\u200942\u2009\u200931\/ 80 71 40 gebeten. <\/strong><\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc82e0231czdgkz11qcyx\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/landkreis-verden\/stadt-verden\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was anno 1552 in Venedig erschienen ist, lagert in Verden wohlbeh\u00fctet hinter Glas. \u201eOrdini di Cavalcare\u201c lautet der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":423632,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-423631","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115206154846674025","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/423631","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=423631"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/423631\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/423632"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=423631"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=423631"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=423631"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}