{"id":423840,"date":"2025-09-15T05:19:11","date_gmt":"2025-09-15T05:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/423840\/"},"modified":"2025-09-15T05:19:11","modified_gmt":"2025-09-15T05:19:11","slug":"eu-sieht-japan-als-partner-fuer-stabile-lieferketten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/423840\/","title":{"rendered":"EU sieht Japan als Partner f\u00fcr stabile Lieferketten"},"content":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Union und Japan wollen ihre Kooperation im Bereich der Wirtschaftssicherheit verst\u00e4rken. Dies k\u00fcndigte der Vizepr\u00e4sident der Europ\u00e4ischen Kommission, Stephane Sejourne, vor seiner ersten Japan-Reise seit Amtsantritt an.<\/p>\n<p>Sejourne betonte, dass die EU und Japan angesichts gemeinsamer Werte eng zusammenarbeiten m\u00fcssten. Herausforderungen seien unter anderem die \u00dcberproduktion in China sowie protektionistische Handelsma\u00dfnahmen der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Rohstoffe, Batterien und Biotechnologie im Fokus<\/p>\n<p>Als Schwerpunkte seiner Japan-Reise nannte Sejourne die Versorgung mit kritischen Rohstoffen, die Herstellung von Batterien f\u00fcr Elektrofahrzeuge und die Biotechnologie. Begleitet wird er von Vertretern europ\u00e4ischer Unternehmen, die konkrete Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten in diesen Bereichen pr\u00fcfen wollen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Thema ist die wirtschaftliche Sicherheit. Sejourne erkl\u00e4rte, dass die Abh\u00e4ngigkeit der Europ\u00e4ischen Union von russischem Gas ein Fehler gewesen sei, da jede Form der Abh\u00e4ngigkeit zu Schw\u00e4chen f\u00fchre. Um \u00e4hnliche Risiken k\u00fcnftig zu vermeiden, plant die EU Mechanismen f\u00fcr gemeinsame Beschaffung und Lagerhaltung strategischer Materialien.<\/p>\n<p>Japan als Modell f\u00fcr Versorgungssicherheit<\/p>\n<p>Japan dient dabei als Vorbild, da das Land seit Jahren versucht, seine Abh\u00e4ngigkeit von China bei der Beschaffung seltener Erden zu verringern. China kontrolliert derzeit mehr als siebzig Prozent der weltweiten Produktion dieser Rohstoffe. Bereits 2010 hatte Japan Erfahrungen mit Exportstopps durch China gemacht und seither alternative Bezugsquellen aufgebaut.<\/p>\n<p>Auch in Europa ist die Bedeutung Japans in wirtschaftlichen Fragen gewachsen. Nach China und den Vereinigten Staaten geh\u00f6rt Japan zu den wichtigsten Handelspartnern der EU in Asien. Mit dem 2019 in Kraft getretenen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) wurden zahlreiche Z\u00f6lle abgebaut und der Zugang zu den M\u00e4rkten erleichtert.<\/p>\n<p>Zusammenarbeit soll neue Absatzm\u00f6glichkeiten in Asien er\u00f6ffnen<\/p>\n<p>Sejourne machte deutlich, dass die Europ\u00e4ische Union von den Erfahrungen Japans profitieren wolle. Gleichzeitig erhofft er sich, dass die vertiefte Zusammenarbeit auch neue Absatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen in Asien er\u00f6ffnet. Japan wiederum hat ein gro\u00dfes Interesse an engerer Kooperation, um den Zugang zu europ\u00e4ischen M\u00e4rkten zu sichern und die eigenen Lieferketten im Bereich Batterietechnik und Hochtechnologie zu stabilisieren.<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4che stehen auch im Zusammenhang mit dem f\u00fcr 2025 geplanten EU\u2013Japan-Gipfel, bei dem Wirtschaftssicherheit und technologische Zusammenarbeit zu den zentralen Themen z\u00e4hlen sollen. Mit Blick auf die angespannte geopolitische Lage sieht die Europ\u00e4ische Kommission die Partnerschaft mit Japan als einen zentralen Baustein zur St\u00e4rkung der wirtschaftlichen Widerstandsf\u00e4higkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Union und Japan wollen ihre Kooperation im Bereich der Wirtschaftssicherheit verst\u00e4rken. 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