{"id":42398,"date":"2025-04-18T18:42:10","date_gmt":"2025-04-18T18:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/42398\/"},"modified":"2025-04-18T18:42:10","modified_gmt":"2025-04-18T18:42:10","slug":"berlin-brandenburg-waffen-und-messerverbot-im-berliner-nahverkehr-geplant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/42398\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Waffen- und Messerverbot im Berliner Nahverkehr geplant"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Waffen- und Messerverbot im Berliner Nahverkehr geplant<\/p>\n<p>\t\t\t\t              17.04.2025, 12:19 Uhr<\/p>\n<p><strong>Messerangriffe sind in Berlin quasi an der Tagesordnung. Ein t\u00f6dlicher Fall vom Wochenende soll weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Nach einem t\u00f6dlichen Messerangriff in der Berliner U-Bahn ziehen Politik und Sicherheitsbeh\u00f6rden weitreichende Konsequenzen: Im gesamten Personennahverkehr der Hauptstadt soll k\u00fcnftig ein Waffen- und Messerverbot gelten. Das teilte die Senatsinnenverwaltung nach einer Videoschalte von Vertretern des Senats, der Polizei und Bundespolizei, der Verkehrsbetriebe (BVG) und der S-Bahn mit.\u00a0<\/p>\n<p>Demnach betrifft der geplante Schritt, \u00fcber den zuerst die &#8222;B.Z.&#8220; berichtete, S- und U-Bahnen, Regionalz\u00fcge, Busse und Trams sowie F\u00e4hren. Das Verbot soll auch in Bahnhofsgeb\u00e4uden und auf Bahnsteigen gelten, nicht jedoch an Bus- und Tramhaltestellen. Ziel sei, die Kontrollm\u00f6glichkeiten der Polizei zu erweitern, die Sicherheit zu erh\u00f6hen sowie das Sicherheitsgef\u00fchl der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu verbessern, so die Innenverwaltung.\u00a0<\/p>\n<p>Kein genauer Zeitplan\u00a0<\/p>\n<p>Wann genau das Verbot kommt, ist noch offen. Nach Angaben eines Sprechers erarbeitet Innensenatorin Iris Spranger (SPD) in den n\u00e4chsten Wochen zun\u00e4chst eine Verordnung. Diese beschlie\u00dft dann der Senat, und zwar nach Abstimmung mit allen Beteiligten. &#8222;Gr\u00fcndlichkeit geht hier vor Schnelligkeit&#8220;, sagte ein Sprecher der Innenverwaltung.\u00a0<\/p>\n<p>Zehn Messerattacken pro Tag\u00a0<\/p>\n<p>Pro Tag registriert die Polizei in Berlin durchschnittlich zehn Messerangriffe. Seit Februar gibt es drei vom Senat festgelegte Messerverbotszonen an den Kriminalit\u00e4tsschwerpunkten Leopoldplatz, G\u00f6rlitzer Park und Kottbusser Tor. Die Polizei kann hier unabh\u00e4ngig von konkreten Verdachtsmomenten Kontrollen durchf\u00fchren.\u00a0<\/p>\n<p>Schon l\u00e4nger war stadtweit, auch im schwarz-roten Senat, \u00fcber eine Ausweitung diskutiert worden. Ein schwerer Messerangriff, in dessen Folge zwei Menschen starben, hatte den politischen Prozess zuletzt beschleunigt.<\/p>\n<p>Tatort U-Bahn<\/p>\n<p>Am vergangenen Samstag soll laut Polizei ein 43 Jahre alter Syrer einen 29-j\u00e4hrigen Deutschen in einer U-Bahn mit einem K\u00fcchenmesser niedergestochen und t\u00f6dlich verletzt haben. Die M\u00e4nner sollen zuvor in einem Zug der U12 im Berliner Westen in Streit geraten sein.\u00a0<\/p>\n<p>Der mutma\u00dfliche Angreifer wurde wenig sp\u00e4ter auf der Stra\u00dfe viermal von einem Polizisten angeschossen, weil er mit einem K\u00fcchenmesser auf mehrere Beamte zugegangen sein soll. Er starb sp\u00e4ter in einem Krankenhaus.<\/p>\n<p>CDU f\u00fcr generelles Messerverbot\u00a0<\/p>\n<p>CDU-Fraktionschef Dirk Stettner hatte gestern ein stadtweites Messerverbot vorgeschlagen, also eines \u00fcber den \u00d6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV) hinaus. Er forderte den Bund auf, daf\u00fcr den Weg zu ebnen und das Waffenrecht anzupassen. Momentan fehle dem Land die Erm\u00e4chtigungsgrundlage, um ganz Berlin messerfrei zu machen, so Stettner.\u00a0<\/p>\n<p>Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterst\u00fctzt den Vorsto\u00df. Die Zahl der Gewaltdelikte mit Messern sei besorgniserregend hoch, erkl\u00e4rte GdP-Landeschef Stephan Weh. &#8222;Ein rechtssicheres, berlinweit geltendes Messerverbot w\u00fcrde der Polizei dringend ben\u00f6tigte Handlungsspielr\u00e4ume er\u00f6ffnen, aber auch den Menschen eine klare Botschaft senden.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Messert\u00e4ter sehr oft m\u00e4nnlich<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Berlin laut Kriminalit\u00e4tsstatistik 3.412 Messerangriffe &#8211; also fast 10 pro Tag. Das waren insgesamt zwar 70 Attacken oder zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl bedeute jedoch den zweith\u00f6chsten Wert im Langzeitvergleich und sei eindeutig zu hoch, erkl\u00e4rte Innensenatorin Spranger j\u00fcngst bei der Vorstellung der Statistik. Knapp 88 Prozent der in diesem Bereich ermittelten Tatverd\u00e4chtigen waren m\u00e4nnlich, 58 Prozent hatten keine deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Waffen- und Messerverbot im Berliner Nahverkehr geplant 17.04.2025, 12:19 Uhr Messerangriffe sind in Berlin quasi&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":42399,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,296,1956,8436,1890,29,30,19221,4186,4743],"class_list":{"0":"post-42398","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-berlin","13":"tag-berlin-und-brandenburg","14":"tag-berliner","15":"tag-brandenburg","16":"tag-deutschland","17":"tag-germany","18":"tag-messerverbot","19":"tag-nahverkehr","20":"tag-waffen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114360441225703745","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42398","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42398"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42398\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42399"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42398"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42398"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42398"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}