{"id":424201,"date":"2025-09-15T08:51:10","date_gmt":"2025-09-15T08:51:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/424201\/"},"modified":"2025-09-15T08:51:10","modified_gmt":"2025-09-15T08:51:10","slug":"zyklus-apps-und-co-was-bringt-femtech-fuer-die-wissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/424201\/","title":{"rendered":"Zyklus-Apps und Co.: Was bringt Femtech f\u00fcr die Wissenschaft?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nFrauen geben durchschnittlich deutlich mehr f\u00fcr Gesundheit und Wellness aus als M\u00e4nner \u2013 in Deutschland gaben Frauen im <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2022\/07\/PD22_316_236.html\" title=\"Krankheitskosten pro Kpopf \" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;ca3827a5-d4ac-4347-93d0-4edfc680eab4&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;empty&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Krankheitskosten pro Kpopf &#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jahr 2020 5.690 Euro pro Kopf aus<\/a>. M\u00e4nner nur 4.690 Euro. Dabei geht es auch um \u00e4rztliche Behandlungen \u2013 aber grunds\u00e4tzlich sind Frauen bereit, mehr Geld f\u00fcr ihre Gesundheit, Nahrungserg\u00e4nzung und Pr\u00e4vention auszugeben, als M\u00e4nner. M\u00f6glicherweise w\u00e4chst der FemTech-Markt auch deshalb so kr\u00e4ftig, weil er eine zahlungsbereite Zielgruppe erschlie\u00dft.\n<\/p>\n<p>Weibliche Gesundheitsdaten fehlen<\/p>\n<p class=\"text\">\nAllerdings muss man auch festhalten: F\u00fcr viele FemTech-Anwendungen und -Produkte liegt der Nutzen entweder auf der Hand oder ist durchaus wissenschaftlich untermauert. Viele FemTech-Anwendungen erheben dar\u00fcber hinaus eine ganze Reihe an Daten \u00fcber den weiblichen K\u00f6rper. Beispielsweise, weil ihre Nutzerinnen den Puls tracken oder die Symptome ihrer Endometriose. Und diese Daten fehlen der medizinischen Forschung eigentlich schon immer. &#8222;Das ist zum Gro\u00dfteil noch historisch bedingt, weil man fr\u00fcher Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter ausgeschlossen hat&#8220;, erkl\u00e4rt Carina Vorisek vom deutschen \u00c4rztinnenbund. Erst seit den neunziger Jahren gebe es die Empfehlung, Frauen auch einzubeziehen. \u00a0\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBis heute gilt der weibliche K\u00f6rper als unterforscht. Man nennt das den &#8222;Gender Health Gap&#8220;. K\u00f6nnen die Daten aus den FemTech-Anwendungen diese L\u00fccke f\u00fcr die medizinische Forschung zumindest ein St\u00fcck weit schlie\u00dfen? Einige Unternehmen sammeln in diesem Zusammenhang aktuell durchaus sehr wertvolle Daten, findet Vorisek: &#8222;Ich denke da an ein Start-up aus den USA, die entwickeln einen BH, der EKG-Daten erhebt.&#8220; Gerade in der Kardiologie, wenn es etwa um Herzinfarkte gehe, seien Frauen stark unterdiagnostiziert, weil sie andere Symptome haben. &#8222;Da ist das nat\u00fcrlich eine super M\u00f6glichkeit, zus\u00e4tzliche Daten zu erheben.&#8220; Sie sehe das als gro\u00dfe Chance. \u00a0\n<\/p>\n<p>Zwischen sinnvollen und sinnlosen Apps zu unterscheiden, ist schwer<\/p>\n<p class=\"text\">\nAngesichts des gro\u00dfen Marktes f\u00fcr FemTech-Produkte ist es f\u00fcr viele Anwenderinnen schwer, zwischen eher sinnvollen und weniger sinnvollen Apps zu unterscheiden. &#8222;Bei den Apps auf dem freien Markt ist es schwer, pauschal zu sagen, ob die eher einen Nutzen haben oder nicht&#8220;, findet Carina Vorisek. &#8222;Was mich pers\u00f6nlich immer ein bisschen verschreckt, ist wenn die Gr\u00fcnder eines FemTech-Unternehmens haupts\u00e4chlich m\u00e4nnlich sind&#8220;, ihr sei weibliche Repr\u00e4sentation in diesem Zusammenhang wichtig.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDar\u00fcber hinaus helfen Zertifizierungen, ein Angebot zu finden, das auch aus medizinischer Sicht sinnvoll ist. &#8222;Wenn die Apps \u00fcber die Krankenkassen ver\u00f6ffentlicht wurden oder als sogenannte digitale Gesundheitsanwendungen klassifiziert sind, sind die H\u00fcrden schon wirklich hoch.&#8220; Carina Vorisek erkl\u00e4rt, dort k\u00f6nne man darauf vertrauen, dass ein Nutzen erst einmal nachgewiesen werden musste.\n<\/p>\n<p>Auf den Datenschutz achten!<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuf der anderen Seite steht der Datenschutz. Es geht bei den meisten FemTech-Anwendungen immerhin um hochsensible Gesundheitsdaten. In den <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/schwangerschaft-abtreibung-strafverfolgung-zyklus-app-100.html\" title=\"apps abtreibung \" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;dfba33ef-142b-4cb8-bd26-31bb1d00783f&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;empty&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;apps abtreibung &#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA etwa wurden Zyklus-Apps<\/a> bereits im Rahmen der Strafverfolgung illegaler Abtreibungen genutzt, weil sie Hinweise auf eine beendete Schwangerschaft geben k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nIn Deutschland gibt es vergleichsweise strengere Datenschutzbestimmungen, die sich etwa aus der Digitale-Gesundheitsanwendungen-Verordnung (DiGAV) ergeben. Apps m\u00fcssen bei der Informationssicherheit, Zweckbindung, Datenminimierung und Nutzeraufkl\u00e4rung bestimmte Standards erf\u00fcllen. Auch f\u00fcr Apps etwa aus den USA, die in Deutschland verwendet werden, gelten die Richtlinien der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAber dabei gibt es ein Problem: Nicht alle FemTech-Apps sind beispielsweise als Medizinprodukte zugelassen. Zyklus-Apps etwa, die nur der Beobachtung des eigenen Zyklus dienen, <a href=\"https:\/\/www.der-privatarzt.de\/artikel\/fokus-naturmedizin-zyklus-apps-femtech-produkte-und-naturliche-familienplanung-pag-04-23\" title=\"Lifestyle \" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;1fab9c6f-f40d-4a74-8940-4a775509eaac&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;empty&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Lifestyle &#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">gelten als Lifestyle-Produkt <\/a>und m\u00fcssen die strengen Vorgaben f\u00fcr Medizin-Apps nicht erf\u00fcllen. Es gilt also immer, zu pr\u00fcfen, woher eine App stammt und welche Vorgaben dementsprechend gelten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frauen geben durchschnittlich deutlich mehr f\u00fcr Gesundheit und Wellness aus als M\u00e4nner \u2013 in Deutschland gaben Frauen im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":424202,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[5398,29,29625,111269,597,30,141,232,6759,111270],"class_list":{"0":"post-424201","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-daten","9":"tag-deutschland","10":"tag-epa","11":"tag-femtech","12":"tag-forschung","13":"tag-germany","14":"tag-gesundheit","15":"tag-health","16":"tag-mdr-wissen","17":"tag-zyklus-apps"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115207463682270358","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/424201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=424201"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/424201\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/424202"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=424201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=424201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=424201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}